Automaten – Start-Ups

Die Schokoladenfabrik Stollwerck stellte im Jahr 1887 die ersten Verkaufsautomaten an öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen auf. Damit konnten sie einen unvergleichlichen Siegeszug feiern. Schon sechs Jahre später, 1893, waren es 15.000 Automaten, in denen Stollwerck-Schokolade verkauft wurde. Von dieser Erfolgsstory lassen sich bis heute zahlreiche Unternehmer inspirieren und sind mit ihrem Automaten-Business erfolgreich geworden. Der größte Vorteil: Vor Ort entstehen keine Personalkosten und der Automat kennt keine Begrenzungen bei den Öffnungszeiten.

14-jähriger erfindet Verkaufsautomaten für Erste-Hilfe-Artikel
Im Rahmen einer Schulprojektes kam Taylor Rosenthal auf die Idee, auf Sportveranstaltungen Erste-Hilfe-Utensilien zu verkaufen. Das sich diese Idee aufgrund der Personalkosten als zu kostspielig erwies, erfand er einen Automaten, der Erste-Hilfe-Artikel anbietet. Taylor Rosenthal gründete dafür 2014 seine Firma RecMed First Aid Kits, ließ den Automaten patentieren und erhielt das Angebot, seine Idee inkl. Patent für 30 Mio. USD an eine Gesundheitsfirma zu verkaufen. Er entschied aber erst einmal dafür, die Idee selbst umzusetzen. Mit dieser Story schaffte es der Schüler weltweit in die Presse und ins Fernsehen.

recmed

Automat für unverpackte Lebensmittel
Ein großer Teil der Bevölkerung in Lateinamerika lebt von weniger als $ 4.00 USD / Tag. Als ob das nicht schwierig genug wäre, davon zu leben, kosten in ärmeren Stadtteilen und Slums die Lebensmittel meistens 40 % mehr als im Rest des Landes, weil hier meistens nur kleine Packungen angeboten werden und viele Kunden ihre Rechnung nicht bezahlen. Geht das auch anders? Das fragte sich auch ein Student in Chile und hat das Algramo-Projekt gestartet. Im Rahmen dieses Projektes wurden Automaten entwickelt, an denen man sich gegen Barzahlung Grundnahrungsmittel besorgen kann. Diese Automaten werden in Lebensmittelgeschäften aufgestellt. Die Gewinne teilen sich das Lebensmittelgeschäft und Algramo.

eatsa will das Automatenrestaurant des digitalen Zeitalters werden
Im Jahr 1896 wurde die „Deutsche Automaten Gesellschaft“ gegründet, um Automatenrestaurants in Deutschland zu etablieren. Was in Deutschland begann, fand in den USA seinen Höhepunkt mit den Horn & Hardart „Automat“ Restaurants. Sie wurde zur größten Restaurantkette der Welt der damaligen Zeit, bis sie in der Versenkung verschwanden. Doch jetzt soll in den USA eine neue Ära begründet werden. Vor kurzem eröffnete in San Francisco das erste „eatsa“ Automatenrestaurant. Die Gründer haben die Vision, mit ihrem Konzept McDonalds, Chipotle und Co. anzugreifen. Nach dem erfolgreichen Start in San Francisco soll als nächstes Los Angeles folgen und dann die ganze USA.

eatsa_interior

In Moskau ist der Kaviar-Automat eine Touristenattraktion
Die Idee, Kaviar aus dem Automaten zu verkaufen, ist nach Aussagen der Gründerin Elena Sosonowa eigentlich aus der Not geboren worden. Da viele Händler erst sehr spät ihre Rechnungen bezahlten, kam die Moskauerin auf die Idee, Kavia direkt via Automaten zu verkaufen. Hier müssen die Kunden bar zahlen. Zudem entstehen keine Personalkosten vor Ort und die die Waren können 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr verkauft werden. Besonders häufig greifen Touristen bei diesem Angebot zu und lassen sich als Andenken vor dem Automaten fotografieren. Aber auch Einheimische aus allen Einkommensklassen nutzen das Angebot gerne.

Online-Autohändler Carvana hat in Nashville den ersten Auto-Automaten aufgestellt
Der US-Online-Autohändler Carvana eröffnete in Nashville den weltweit ersten Auto-Automaten. Es handelt sich konkret um ein Glasgebäude inkl. einem fünfstöckigen Turm, in dem bis zu 20 Autos in einer klimatisierten Umgebung für die Auslieferung bereitgestellt werden. Die Kunden, deren Auto bereitsteht, können direkt zu einem Terminal gehen, ihren Namen eingeben und erhalten dann eine Münze, mit der sie ihr Auto automatisch in den Verkaufsraum zugestellt bekommen. Wenn der Kunde das Auto in Empfang genommen hat, beginnt eine siebentägige Probezeit. Innerhalb dieser Probezeit kann er das Auto bei Nichtgefallen jederzeit zurückgeben.

carvana_car_dealership_vending_machine

Hey Buddy Franchisekonzept – Automaten für Hundebesitzer
Charlotte Lennox kam in einem Park in Miami auf die Idee, Automaten mit Artikeln für Hunde aufzustellen. Nach mehrjähriger Recherche und Patentanmeldung konnte dann der erste „Hey-Buddy“-Automat in Dallas – Texas aufgestellt werden. Im Sortiment waren Hundeleinen, Abfalltüten für den Hundekot, Wasser, Hundeknochen, Hundeleckereien, Bälle, Frisbee-Scheiben, etc. Die Produkte kosteten zwischen 1 und 10 USD. Dank eines Franchisesystems wuchs die Zahl der aufgestellten Automaten schnell in den USA. Bei 180 Mio. Haustieren und durchschnittlichen Ausgaben von 1.500 USD pro Haustier erschien das Konzept sehr attraktiv. Allerdings stockte das Wachstum schnell, so dass heute nur noch eine veraltete Webseite übrig blieb. Die Idee an sich war allerdings genial.

Art-o-mat® verkauft Kunstdrucke in ehemaligen Zigarettenautomaten
Art-o-mat®-Maschinen sind Zigarettenautomaten „im Ruhestand“, in denen im Rahmen ihres „zweiten Lebens“ Kunstdrucke verkauft werden. Auf die Idee kam der Künstler Clark Whittington und präsentierte den ersten Art-o-Maten im Rahmen einer Kunstausstellung. Mittlerweile gibt es 100 Automaten, die an verschiedenen Standorten in den USA aufgestellt sind. Mehr als 400 Künstler aus 10 verschiedenen Ländern verkaufen auf diesen Weg ihre Kunstdrucke und machen so für ihre Kunst Werbung.

art-o-mat

Schlemmerbox verkauft Grillfleisch-Automaten
Was tun, wenn man spontan abends oder am Wochenende eine Grillparty veranstalten will und nicht auf gutes Fleisch vom Metzger nebenan verzichten will? Die Lösung: Immer mehr Metzger stellen vor ihrem Ladengeschäft einen Grillfleischautomaten auf, damit sich die Kunden dort auch nach Feierabend noch bedienen können. Mittlerweile gibt es verschiedene Anbieter von solchen Grillautomaten wie z.B. auch die Schlemmerbox GmbH. Die Kunden erhalten hier eine Auswahl an hochwertigen Wurst- und Grillspezialitäten, Salate und Feinkost im Sommer, sowie Suppen, Eintöpfe und fertige Frischgerichte im Winter.

Leihbar stellt Mietartikel (auch) im Leihautomaten zur Verfügung
Das Berliner Start-up LEIHBAR vermietet an registrierte Nutzer hochwertige Artikel des alltäglichen Bedarfs, wie z.B. Werkzeuge, Küchengeräte, Haushaltsartikel und Freizeitequipment. Die Artikel können entweder in einer Abholstation (Partnershops sind z.B. Kioske) oder an Leihautomaten abgeholt und auch wieder zurückgebracht werden. Der erste Leihautomat wurde in einem Studentenwohnheim aufgestellt und getestet. Nutzer sind dort noch unabhängiger von Öffnungszeiten. Die Zukunft wird zeigen, welcher Vertriebsweg sich langfristig durchsetzen wird.

leihbar

Share-Sports entwickelt Sportgerätestationen
Share-Sports entwickelt den weltweit ersten autonomen Sportgeräteverleih. Umgesetzt werden soll dies durch die Installation von Sportgerätestationen in öffentlichen Parks und Grünanlagen. Optisch und funktional ähneln diese den bekannten DHL-Packstationen und bieten den Nutzern auf einer Standfläche von ca. 5 m² Zugang zu unzähligen Sportgeräten. Künftig sollen Nutzer somit vor Ort Zugang zu Bällen, Fitness- oder Rollgeräten sowie zu unterschiedlichen Gemeinschaftsspielen wie Kubb oder Mölky erhalten. Share-Sports ist ein aus der Universität Potsdam heraus entstandenes Projekt, aus dem derzeit ein Dienstleistungsunternehmen aufgebaut wird.

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