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Februar 6, 2010

Martin Oetting: Der virale Faktor

Abgelegt unter: Marketing - Viral — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

LSD2010 - der virale Faktor von Martin Oetting, TRND from thlang on Vimeo.

Martin Oetting hat auf den Live Shopping Days den Vortrag “Der virale Faktor” gehalten. Zielgruppe waren Entscheider aus Web-Startups. Ein Teilnehmer hat einfach die Kamera draufgehalten und das Ergebnis könnt Ihr oben sehen. Nutzt dieses Wochenende und schaut Euch den kurzweiligen Vortrag an. Wichtige Aussagen habe ich hier zusammengefasst:

Hierarchie der Viralitätsfaktoren (beim Aufbau einer Webplattform)

  1. Die Nutzer verbreiten die Plattform, indem sie sie benutzen Die Nutzer können nicht anders, als von dem Produkt zu erzählen, z.B. Online-Greeting-Card
  2. Die Nutzer wollen über die Plattform berichten Ich werde Nutzer und habe ein Incentive, indem ich anderen davon erzähle. Z.B. Skype
  3. Ein richtig geiles Produkt anbieten Wenn ein Produkt deutlich besser als das bisher angbotene Produkt ist, dann berichten die User gerne davon.

Das Entscheidende ist, dass die Leute nicht mit einem Faktor 0,9, sondern mit einem Faktor 1,1 (1,1 Personen empfehlen weiter und weiter und weiter) weiterempfehlen, weil dann ein exponentielles Wachstum einsetzt. Schaut einfach in die 4. Minute des obigen Vortrages rein. Hier veranschaulicht Martin “diesen kleinen Unterschied”.

Vor dem Web konnte man persönlich mit ca. 150 Personen direkt kommunzieren und seine Botschaft verbreiten. Seit dem Web und insbesondere Social Media kann man mit ca. 1.500 Menschen “im Gespräch bleiben”. Blogs sind ein gutes Instrument, um diesen skalierbaren Effekt via Web zu erreichen. 4 Faktoren sind dabei zu berücksichtigen:

  1. Kompetenz Beispiel: Ideastorm nutzt die Kompetenz der Nutzer.
  2. Bedeutung Livestrong: Unterstützungsbänder, die es nur bei Nike gab.
  3. Wirkung Kettle Chips: Die User haben entschieden, welche Geschmacksrichtungen in den Verkauf kamen.
  4. Entscheidungsfreiheit der User, etwas zu empfehlen

Videos sind häufig nicht geeignet, um einen Viraleffekt zu entwickeln, der hohe User- und Umsatzzahlen nach sich zieht. Viralvideos sind eher Bestandteil eines Marketingmixes, als alleintragende Viralwerbesäule. Nur bekannt zu werden, bringt jungen StartUps nix.

Ein Beispiel für viel Bohei um nichts ist aus Sicht von Martin die “Best Job of the World”-Aktion. Alle haben davon gehört, aber die Zahl der Reisenden in die Urlaubsregion, für die dort Werbung gemacht wurde, konnte noch nicht verzeichnet werden. Bekanntheit ist gut, guten Zahlen sind besser!

Buchempfehlung: Viral Loop

Gefunden bei Martin Oetting

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