Das Leben wird immer mehr zum Spiel oder anders formuliert: Der Gamification-Trend breitet sich immer mehr aus. Immer mehr Unternehmen prüfen, wie sie diesen Trend für sich nutzen und in entsprechende Aktionen umsetzen können. Ein Musterbeispiel dafür ist Nike+, über die wir ja schon vor vielen Jahren hier im Blog berichtet haben. Die Idee dahinter ist, dass mit Hilfe von speziellen Chips in Nike schuhen die Laufdaten des Träger via iPod, iPhone oder speziellen Sportuhren ausgelesen und die Daten in die Community von Nike+ übertragen werden können. So können sich die Hobbyläufer mit anderen messen und dadurch zusätzlich anspornen, am Ball zu bleiben. Manchmal helfen auch noch ein paar Incentives, wie die aktuelle Aktion von JWT Mexico im Auftrag von Nike+ zeigt:
Konkret hat JWT Mexico eine Facebook App erstellen lassen, mit deren Hilfe die Daten von Nike+ erfasst und aufgezeigt wird, wie gut die einzelnen Läufer in der Gesamtklassifikation liegen. Für jeden gelaufen Kilometer erhalten die Teilnehmer Credit-Points. In regelmäßigen Abständen finden dann von Nike+ Auktionen statt, auf denen die Teilnehmer mit ihren CreditPoints bieten können. Derjenige, der die meisten CreditPoints bietet, die er sich natürlich vorher erlaufen musste, erhält den jeweiligen Preis, der ausgelobt wurde. In der ersten Auktion gab es z.B. Nike Frauen Joggingschuhe zu ersteigern. So bleiben viele Nike+-Nutzer lange an der Stange, bis sie endlich “ihren” Preis ersteigern konnten. Die Aktion läuft seit dem 14. April in Mexiko. Gefunden in PSFK.
Meine langjährigen Stammleser wissen, dass mein Lieblings-StartUp über viele Jahre die Crowdfundingplattform Kiva war, mit deren Hilfe Mikrokredite an Entpreneure in Entwicklungsländern vermittelt wurden. Kiva wurde allerdings vor mehr als zwei Jahren von Kickstarter abgelöst, auch eine Crowdfundingplattform aus den USA, die einen ganz anderen Ansatz als Kiva verfolgt. Auf Kickstarter wird Geld für Projekte auf der ganzen Welt eingesammelt, egal ob Profit- oder NonProfit-Projekte und die Geldgeber haben auch keinen Anspruch auf Rückzahlung, sondern können andere Gegenleistungen erhalten. Während die Zweijahresbilanz, die ich vor fast genau einem Jahr hier veröffentlichtet habe, sehr beeindruckend war, sind die jüngsten Zahlen noch atemberaubender: Kickstarter hat seit Start vor etwas mehr als drei Jahren mehr als 200 Millionen USD von mehr als 2 Millionen Geldgebern eingesammelt und damit 22.000 Projekte durchfinanziert. Wer mehr darüber und über die zehn kuriosesten Projekte erfahren will, sollte bei mashable vorbeischauen.
Die wahre Kunst von Kickstarter ist, dass Rekorde immer wieder reihenweise gebrochen werden. So konnte Kickstarter am 10. Februar 2012 vermelden, dass gleich zwei Projekte das Kunststück vollbracht hatten, die 1-Millionen-Funding-Grenze zu durchbrechen. Jetzt, nur ca. drei Monate später, konnte vermeldet werden, dass mit “Pepple-E-Paper-Watch” das erste Projekt in der Geschichte von Kickstarter mehr als 10 Mio USD einsammeln konnte. Der Neunetz-Blogger beschreibt das Projekt wie folgt: “Es kann Anrufe, Emails, Kalenderalarme oder Nachrichten von Facebook oder Twitter anzeigen. Möglich wird das alles über eine Bluetoothverbindung mit dem eigenen Android-Telefon oder iPhone, auf dem eine Pebble-App läuft. Pebble wird clevererweise mit E-Ink laufen, was die Stromsparsamkeit des Handgelenkcomputers erhöht. Über 7 Tage soll die Uhr ohne Strom auskommen können.” Mehr darüber erfahrt Ihr im obigen Video.
Bis gerade jetzt (das Projekt läuft noch 67 Stunden) konnte von 68.132 Geldgebern 10.186.958 USD eingesammelt werden (Das Mindestziel lag bei 100.000 USD!). Die Summe teilt sich wie folgt auf:
PLEDGE $1 OR MORE: 1922 BACKERS
Didn’t get a chance to back Pebble before it sold out? Pledge $1 and keep up-to-date on all things Pebble with exclusive updates, Pebble availability or more.
PLEDGE $99 OR MORE: 200 BACKERS SOLD OUT (0 of 200 remaining)
EARLY BIRDS Help us get started! One Jet Black Pebble watch. This watch will retail for more than $150. Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012
PLEDGE $115 OR MORE: 40800 BACKERS SOLD OUT (0 of 40800 remaining)
One Jet Black Pebble watch. Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012
PLEDGE $125 OR MORE: 14350 BACKERS SOLD OUT (0 of 14350 remaining)
One Pebble in any color (choose from Arctic White, Cherry Red, Voter’s choice or Jet Black). Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012.
PLEDGE $220 OR MORE: 3800 BACKERS SOLD OUT (0 of 3800 remaining)
Two Jet Black Pebble watches. Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012.
PLEDGE $235 OR MORE: 100 BACKERS SOLD OUT (0 of 100 remaining)
HACKER SPECIAL You’ll get early access to the SDK and we’ll send you a prototype Pebble in August so you can get started coding. You will also receive another Pebble in any color when the full batch ships. Free shipping to USA. (Add $20 for shipping to Canada, $30 for international shipping.) Estimated Delivery: Aug 2012
PLEDGE $240 OR MORE: 4925 BACKERS SOLD OUT (0 of 4925 remaining)
Two Pebbles in any color (choose from Arctic White, Cherry Red, Voter’s choice or Jet Black) Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012
PLEDGE $550 OR MORE: 900 BACKERS SOLD OUT (0 of 900 remaining)
OFFICE PACK Five Pebbles in any color (choose from Arctic White, Cherry Red, Voter’s choice or Jet Black). Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012
PLEDGE $1,000 OR MORE: 482 BACKERS SOLD OUT (0 of 482 remaining)
DISTRIBUTOR PACK Ten Pebbles in any color (choose from Arctic White, Cherry Red, Voter’s choice or Jet Black). Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012
PLEDGE $1,250 OR MORE: 20 BACKERS SOLD OUT (0 of 20 remaining)
CUSTOM WATCHFACE Let us create a custom watchface precisely to your specifications! Send us your ideas and we’ll design a watchface just for you. You’ll also receive 5 Color Pebble watches so you and your friends can share the fun. Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012
PLEDGE $10,000 OR MORE: 31 BACKERS SOLD OUT (0 of 31 remaining)
MEGA DISTRIBUTOR PACK One Hundred Pebbles in any color (choose from Arctic White, Cherry Red, Voter’s choice or Jet Black). Free shipping to USA. (Add $10 for shipping to Canada, $15 for international shipping.) Estimated Delivery: Sep 2012
Was fällt auf den ersten Blick auf? Dieses Projekt ist ausverkauft. Hier wurde quasi eine Grenze nach oben eingezogen. Trotzdem konnten alle, die leider zu spät gekommen sind, weiter spenden und erhalten als Gegenleistung exklusive Updates. Einfach clever! Zudem spielten die Projektinitiatoren auf der gesamten Klaviatur der Preisdifferenzierung. So gibt es unterschiedliche Lieferzeiten für die Uhren. Es wurde quasi eine Beta-Phase eingeführt und das bei einem Produkt (es handelt sich hier nicht um eine Software!). Cool! Zudem gab es auch für wenige die Möglichkeit, quasi eine mass customized Uhr zu bekommen. Und dann hatten natürlich alle auch die Möglichkeit, ein ganzes Paket an Pepple-Uhren zu erwerben, um z.B. als Händler die Nr. 1 in der Stadt zu sein. Man kann sich vorstellen, welche Marketingkampagnen noch von denen folgen werden, die zu den ersten gehören, die die Pepple-Watch anbieten können.
Man muss sich das noch einmal auf der Zunge zergehen lassen. Via Kickstarter haben Erfinder eines Produktes mehr als 10 Mio USD einsammeln können, ohne die Verpflichtung eingegangen zu sein, das Geld wieder an die Geldgeber zurück zu zahlen oder sie an den Gewinnen zu beteiligen. Sie sind einzig und alleine die Verpflichtung eingegangen, die Produkte als Gegenleistung zu liefern. Das ist natürlich auch im Rahmen eines Entwicklungsprojektes ein riskantes Versprechen, vor allem was den Liefertermin angeht. Aber das größere Risiko geht hier natürlich der Geldgeber ein. Kickstarter ist damit nicht nur eine alternative Geldquelle für die Finanzierung von Produktentwicklungen und StartUps, sondern auch eine geniale Markttest-Plattform. Denn wenn ich weiß, dass es genug Kunden gibt, die meine Produkte wirklich kaufen, dann kann ich auch ganz anders an den Aufbau des Unternehmens herangehen. Und ich habe nicht ständig schlaflose Nächte, weil ich Angst haben muss, nicht durchfinanziert zu sein. Natürlich habe ich noch die Angst, dass das Produkt nicht rechtzeitig fertig wird.
Wer hätte vor Jahrzehnten gedacht, dass kalter Kaffee ein Verkaufsschlager wird. Im Zuge der Red Bull Euphorie haben es tatsächlich Nestle & Co. geschafft, kalten Kaffee an Tankstellen und in Supermärkten salonfähig zu machen. Warum sollte das mit kaltem Tee nicht auch gelingen. Das haben sich wohl auch Tobias Rehberger und sein Freund Kai Grudde aus Frankfurt gedacht, die im letzten Jahr das Getränk “Marlenes TAU VON DEN WIESEN” in der Mainmetropole auf den Markt gebracht haben. Dabei lag auch diese Geschäftsidee so nahe. Denn Tobias Rehberger brühte sich schon seit Jahrzehnten Kräutertee auf, um ihn anschliessend in den Kühlschrank zu stellen und danach kalt zu genießen.
Der Weg vom für eigene Zwecke hergestellten Getränk zum Verkaufsschlager ist lang und steinig. Das mussten die beiden Gründer auch schnell feststellen. Hunderte von Teesorten und -kombinationen wurden ausprobiert, bis die zwei Geschmacksrichtungen, die jetzt zum Verkauf stehen, feststanden. Das Deutsche Lebensmittelinstitut wurde damit beauftragt, eine Rezeptur zu erstellen, die eine Haltbarkeit des Getränkes von mehr als zwei Jahren gewährleisten konnte. Letztlich wurde ein Produzent in der Rhön gefunden, der das Getränk herstellt und abfüllt. Die Region scheint ein gutes Pflaster für gesunde nichtalkoholische Getränke zu sein, letztlich ist hier auch die Bionade erfunden und abgefüllt worden. Aber trotzdem ist der Weg zum Erfolg noch lange, wie Welt-Online berichtet:
“Mit ihrer Idee verdienen die beiden Männer allerdings noch kein Geld. “Noch müssen wir viel Geld in das Produkt stecken, um zu expandieren”, sagt Rehberger. Nach Frankfurt soll es den kalten Tee auch in München und Berlin geben. 60.000 Flaschen wurden bisher in den Verkehr gebracht, 150.000 produziert. Am Main gibt es sie bei Grünkern in Sachsenhausen, im Margarete, in der Kleinmarkthalle bei Metzger Ullmann und im Robert Johnson. “Klar hoffen wir, dass wir über kurz oder lang auch Geld mit unserer Idee verdienen können”, so Rehberger. Verkaufen wollen sie ihre “Marktlücke”, wie sie ihre Idee nennen, aber nicht. “Dann steht das Produkt doch irgendwann mit einem Konzentrat versetzt in einem Regal”, so Rehberger. “Dann müssen wir wieder anfangen, eine Firma zu gründen.”“
Über einen Verkauf ihrer Firma müssen sich die Gründer aber noch lange keine Gedanken machen. Denn erst einmal muss die Geschäftsidee rentabel werden. Und wenn Geld übrig bleibt, muss es wieder in Marktdurchdringungsmaßnahmen etc. reinvestiert werden. Das ist nun mal das Schicksal eines Lebensmittel- bzw- Getränkeproduzenten. Da haben es Web-StartUps leichter. Allerdings gelingt es auch StartUps im Lebensmittelsegment eher, in der Presse Beachtung zu finden. Und auch wenn noch keine bundesweites Vertriebsnetz aufgebaut ist, kann eine Berichterstattung in der überregionalen Presse etwas bringen, weil die Getränke letztlich auch online bestellt werden können. Aber dafür müssten die Getränke-Erfinder erst einmal auf vielen Veranstaltungen kostenlose Proben verteilen. Und dann muss es noch schmecken
Der 3. Platz des Frankfurter Gründerpreises war dieses Jahr sicherlich eine Überraschung. Denn mit Dein-Kindergeschirr.de hat Nicola Hoensbroech im Dezember 2011 eine Nebenerwerbsgründung in Frankfurt hingelegt, ohne bisher sozialversicherungspflichtig Angestellte zu haben. Insider hätten ihr wegen der geringen Erfolgsaussichten vielleicht sogar abgeraten, am Wettbewerb teilzunehmen oder zumindestens mit der Gründung noch einen Monat länger zu warten. Warum. Beim Frankfurter Gründerpreis zählen weniger Business Pläne sondern vielmehr die bisherigen Ergebnisse. Ein Unternehmen, das am Anfang des Jahres gegründet hat, hat deshalb deutlich bessere Erfolgschancen als ein Unternehmen, das am Ende des Jahres gegründet wurde. Zudem ist die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze ein wichtiges Kriterium und auch hier kann Dein-Geschirr noch nicht glänzen.
Warum hat es Nicola Hoensbroech trotzdem in diesem Jahr trotzdem aufs Treppchen geschafft? Zum einen waren die Juroren begeistert, dass sie schon drei Monate nach Gründung den Break Even erreicht hat. Das liegt natürlich daran, dass die Fixkosten sehr niedrig sind. Grund dafür ist die Branche (E-Commerce) und das Gründungsprinzip “Gründen nach Komponenten”. Prof. Faltin hätte einen Spaß an dieser Gründung. Von der Produktion bis zur Logistik ist bei o.g. Gründungskonzept alles ausgelagert. Hinzu kommt, dass Nicola Hoensbroech ihr Unternehmen gegründet hat, obwohl sie Mutter von drei Kindern im Alter von einem, drei und fünf Jahren ist. Gerade topausgebildete Mütter haben es auch heute noch schwer, nach einer längeren Baby-Pause wieder einen Job zu finden, der ihren Fähigkeiten entspricht. Diesbezüglich kann eine Selbständigkeit vor allem nach dem Prinzip “Gründen in Komponenten” eine ideale Alternative darstellen. Das wollten die Juroren mit dieser guten Platzierung wohl auch aufzeigen.
Aber worum geht nun bei dieser Geschäftsidee? Konkret kann jeder sein eigenes Kindergeschirr (Teller, Tassen, Untersetzer) mit Hilfe eines Konfigurators selber designen, personalisieren und anschließend in der Liefermenge eins herstellen und zusenden lassen. Deshalb ist es nahezu folgerichtig, dass der Hersteller aufgrund der kleinen Losgröße und langen Lieferzeit nicht in Asien sondern in Deutschland sitzt. Topkunden sind nach Nachfrage bei der Gründerin die Eltern selbst, weniger die Tanten und Großeltern der Kinder. Erfolgreichste Marketinginstrumente sind derzeit Online-PR, Google-Suchmaschinenoptimierung, Google AdWords und Weitempfehlungen. So ist es z.B. sehr hilfreich, dass das Kindergeschirr den Kindern häufig zum Geburtstag geschenkt wird und damit andere Eltern auch diese etwas andere Geschenkidee aufmerksam werden.
Und wie kommt man auf solch eine Geschäftsidee? Die Gründerin erläutert das auf ihrer Webseite: “Wunderbare Dinge wurden uns geschenkt zur Geburt unserer ersten Tochter. Doch das, was wir wohl am meisten hätten gebrauchen können, war nicht dabei: Schönes, schlichtes Kindergeschirr. Dabei ist das doch ein ideales Geschenk– etwas, das man täglich nutzen kann! Nach einer ersten Recherche wurde mir schnell klar, warum: Im Markt gibt es wenig, das einen wirklich überzeugt. Die meisten Geschirre sind zu bunt, zu grell, zu voll. Und bei manchen ist zwar das Muster schön, aber die Qualität miserabel. Kurz: Gute Geschirre sind nicht leicht zu finden. „Am besten wäre es doch, wenn man hochwertiges Kindergeschirr selbst designen könnte. Und dabei mit schönen Vorlagen unterstützt würde“, dachte ich mir schnell. Die Idee von DeinKindergeschirr.de war geboren. Nun, einige Jahre nach dieser allerersten Idee und weitere 2 Töchter später, wird der Traum Realität.“
Nach Aussage der Gründerin sind die Topseller ganze Kollektionen bestehend aus Teller, Tasse und Untertasse. Zudem werden auch gute Umsätze außerhalb des Mass Customized Segments gemacht: Bei DeinKindergeschirr können die Kunden auch bekannte und beliebte Geschirre aus Kunststoff, Porzellan und Geschirr aus Keramik für Ihre Kinder bestellen – wie die berühmten Geschirre Küchenmaus, Hahn und Henne, Hänschen im Blaubeerwald und Peter Rabbit, sowie die Kollektionen der Firma La Chaise Longue. Außer Kindergeschirr gibt es auch noch Utensilien für den Kindergeburtstag (zum Beispiel alles für kleine Piraten und Prinzessinnen), Puppengeschirr, Schürzen. Aus meiner Sicht haben noch viel zu wenige Mass Customization Anbieter erkannt, dass man auch mit dem Verkauf von Standard-Accessoires gutes Geld zusätzlich verdienen kann. Jetzt wissen sie es
Heute gehört es für viele Referenten sowie Kongress- sowie Messeveranstalter zum “guten Service”, die Vorträge hinterher den Besuchern und sonstigen Interessenten als Video zur Verfügung zu stellen. Dabei gibt es zahlreiche Herausforderungen zu lösen. Erstens steht man vor der Herausforderung, welches Filmteam man mit den Filmaufnahmen beauftragt. Zweitens muss man entscheiden, ob der Referent oder die Folien oder beides aufgenommen werden sollen. Dann muss man alles schneiden und letztlich in einer Videopräsentation zusammenstellen. Letztlich muss man den Film noch online stellen und entscheiden, ob die Filme kostenfrei, nur den Besuchern der Veranstaltung oder entgeltlich angeboten werden sollen. Je nachdem muss noch ein Couponing-System oder Entgelt-Abrechungssystem eingebunden werden.
Aus der Sicht der Gründer der Slide Presenter GmbH gab es zwar bisher viele Lösungen am Markt, aber keine, die alle o.g. Probleme umfassend lösen konnte. Das ist jetzt nach den Aussagen der Gründer anders. Denn mit Hilfe von Slide Presenter kann alles aus einer Hand geboten werden, von den Filmaufnahmen, dem Schnitt, der Präsentation von Vortrag inkl. Folien inkl. Embedded-Funktion für andere Webseiten bis hin zur Zugangsberechtigung und Abrechnungsfunktion, wenn die Präsentationen nur entgeltlich angeboten werden sollen. Hauptzielgruppe, die solche Leistungen benötigen und auch bereit sind, das “nötige Kleingeld dafür zu bezahlen, sind die Veranstalter von Messen und Kongressen. Denn das erste Leistungspaket, dass Sinn macht, kostet mindestens 69,90 EUR pro Monat. In diesem Preis sind aber selbstverständlich noch nicht alle Leistungen, wie Filmaufnahmen, Schnittleistungen etc. enthalten. Die gute Nachricht: Den ersten Test kann man auch kostenfrei machen.
Aufgrund des Schwerpunktes beim B2b-Marketing und der präferierten Zielgruppen war es naheliegend, dass die Gründer ihr Unternehmen nicht nur in Frankfurt am Main (im Sommer 2011) gegründet haben, sondern in der Mainmetropole auch langfristig bleiben wollen. Denn letztlich gehört Frankfurt zu den Top-3-Messe- und Kongressstädten in Deutschland. Zudem liegt Frankfurt verkehrsgünstig und zentral. Diesbezüglich wäre Berlin zu “teuer geworden”. Denn letztlich kann solch ein Service häufig nur in persönlichen Kundengesprächen erläutert werden. Von Frankfurt aus kann man fast alle deutschen Städte an einem Tag erreichen aber auch wieder tagesgleich zurückkommen. Weiterhin gibt es in der wirtschaftsstärksten Region Deutschland mit Frankfurt als Zentrum viele spannende Kunden auch außerhalb des Messe- und Kongressbereiches, für die Slidepresenter hilfreich sein kann, um z.B. die Weiterbildungskosten deutlich zu senken.
Insofern passt die Slide Presenter GmbH perfekt zu Frankfurt und deshalb war es auch nur folgerichtig, dass sie jetzt mit dem 2. Platz des Frankfurter Gründerpreises belohnt wurde. Denn beim Frankfurter Gründerpreis ist nicht nur wichtig, dass die Kandidaten ihre Firma in Frankfurt gegründet haben, sondern dass sie auch schon Erfolge vorweisen können und von der Idee her perfekt zu dieses Stadt passen. In diesem Fall sind alle Voraussetzungen perfekt erfüllt. Wer mehr über Slide Presenter erfahren will, dem sei das Interview bei Gründerszene empfohlen. Wer sich damit beschäftigt, ob es für Veranstalter Sinn macht, die Präsentationen von kostenpflichtigen Kongressen nachträglich ins Netz zu stellen, der ist bei dem Beitrag von Elke Fleing genau richtig. Und wer das ganze Bild sehen will, ist hier im Blog richtig, denn wir haben kein Problem damit, auch auf andere gute Beiträge zu einem Thema zu verlinken, um den Mehrwert zu steigern
Gestern abend war ich bei der Verleihung des Frankfurter Gründerpreises im Kaisersaal des Frankfurter Römers. Das nehme ich gerne zum Anlass, um heute hier im Blog den Tag des Frankfurter Gründerpreises auszurufen und die 3 Sieger sowie einen Finalisten hier im Blog näher vorzustellen. Fangen wir mit dem Erstplatzierten an. Es handelt sich um die Happy Landings Flugsimulations GmbH. Die drei Gründer Richard Damm, Ralph Diehl und Fabian Hildenbrand haben ihren Traum zur Geschäftsidee gemacht und bieten im Frankfurter Norden ein Flusimulationszentrum für Privatpersonen, Firmenevents und Profiflieger an. Aus meiner Sicht kommt in der Berichterstattung über StartUps viel zu kurz, dass es am schönsten ist, wenn Gründer ihren Traum leben können und jeden Tag zu “ihrem Spielplatz” gehen dürfen. Und genau das haben die drei Gründer von Happy Landings geschafft. Und wenn man ihnen gestern abend in die Augen geschaut hat, hat man das Grinsen gesehen, dass den Jungs ins Gesicht eingemeiselt ist. Und das war auch schon vor der Verkündung des Siegerteams der Fall gewesen.
Ich kann mir vorstellen, dass schon zahlreiche Menschen in Frankfurt davon geträumt haben, solch einen Flugsimulator anzuschaffen und daraus ein Geschäft zu machen. Allerdings sind die meisten schnell abgeschreckt, wenn sie sich Gedanken darüber machen, wie teuer solch ein professioneller Flugsimulator ist und wie das Ganze zu finanzieren ist. Die drei Happy-Landings-Gründer haben allerdings eine günstige Quelle gefunden, so dass das Investitionsvolumen für vier Flugsimulatoren inkl. Umbau des Gebäudes bei nur einer Million EUR lag. Das Geheimnis liegt darin, dass die Gründer Nachbauten der Original-Flugsimulatoren ausfindig gemacht haben. Wie heißt eines der Erfolgsgeheimnisse für Gründer: “Im Einkauf liegt der Gewinn”. Und weil die Jungs eine solch günstige Einkaufsquelle ausfindig gemacht haben, werden Sie auch bald die Flugsimulatoren an Dritte verkaufen. Und vielleicht stehen ja auch irendwann Expansionspläne an.
Trotz der günstigen Einkaufsquelle war es natürlich nicht einfach, diese hohe Investitionssumme zu finanzieren. Dafür mussten die Gründer ihr ganzes Geld zusammen sammeln, einen Investor aus dem Familienumfeld begeistern und mit der Taunussparkasse ein geländegängiges Kreditinstitut finden, um die Herausforderung zu meistern, die Firma Happy Landings Flugsimulations GmbH an den Start zu bringen. Seit der Öffnung im letzten Quartal 2011 freuen sich jetzt nicht nur die drei Gründer jeden Tag wie kleine Kinder, sondern auch die Kunden. Denn schon ab 99 EUR kann man eine Stunde in einem Kampfjetflugsimulator verbringen und wird dabei von einem Profi-Pilot als Instruktor betreut. Wer dann lieber in einer Boing oder Airbus fliegen will, kann dies für 159 EUR pro Stunde machen. Und natürlich kann die ganze Halle auch für Events zum Fixpreis gemietet werden, um z.B. einen besonderen Geburtstag oder Firmenevent zu feiern. Fazit: Auch wenn die Idee nicht einmalig ist (es gibt drei Wettbewerber im 20-km-Umfeld), so passt sie ideal zu Frankfurt und ist schon deshalb verdienter Sieger, weil die drei Gründer endlich ihren Spielplatz für Erwachsene gefunden haben.
Die Crowdinvesting-Szene entwickelt sich schnell und rasant, wie wir z.B. kürzlich hier im Blog wieder berichtet haben. Trotzdem gibt es auch andere Player, die dafür sorgen, dass StartUps das nötige Startkapital von Form von EK erhalten. Dabei handelt es sich um die wohl bekannten Business Angels. Dank des Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. und dem VDE wird quartalsweise der Business Angels Panel herausgegeben, der zwecks Bericht über das 1. Quartal 2012 zum 41. Mal herausgebracht wurde. Der Teilnehmerkreis bestand dieses Mal aus 24 erfahrenen Business Angels, die den Markt kennen und selbst bereits Beteiligungen eingegangen sind. Bei der Auswahl wurde auf regionale Ausgewogenheit geachtet.
Zuerst fällt auf, dass der Business Angel Klima Index zum dritte Mal in Folge gestiegen ist. Das liegt u.a. daran, dass die Business Angels im letzten Quartal überdurchschnittlich viele Exits (8, davon 5 erfolgreich) erzielen konnten. Zudem erfreut der Start des European Angels Fund, der BA-Investments im Rahmen eines Co-Investments verdoppelt. Und letztlich erfreute die Nachricht aus Berlin, dass Die Bundesregierung Investitionszulage für Business Angels plant. Da passt es gut ins Bild, dass potenzielle Unternehmensgründer viele Beteiligungsanfragen stellten: Jeder Panelteilnehmer erhielt im ersten Quartal 2012 durchschnittlich 19 Geschäftspläne zur Prüfung vorgelegt – fünf mehr als im langjährigen Durchschnitt. Und in beinahe jedem fünften Fall mündete die Bewerbung in konkreten Verhandlungen. Auch das ist ein vergleichsweise hoher Wert. Leider aber schlägt sich diese Entwicklung nicht nieder in der alles entscheidenden Zahl der neuen Beteiligungen: Nur jeder vierte Engel machte Geld locker für ein junges Pferdchen in seinem Stall. Laut Panel haben die Business Angels aktuell erst gut 50 % ihres für Angel- Investments eingeplanten Budgets ausgegeben. So viel freies Kapital gab es zuletzt vor zweieinhalb Jahren.
Beste Chancen auf himmlische Unterstützung haben aktuell Gründer aus den Branchen Life Sciences und Medizintechnik. Gute
Karten haben auch Unternehmer aus den Bereichen Umwelttechnologie und Energie. Zurück in die Top-Five schafften es außerdem die Anbieter Neuer Materialien Ausgeschieden aus der Gruppe der Lieblinge sind hingegen die Dot.coms. Sie hatten in allen Befragungen der vergangenen zwei Jahre einen Platz unter den ersten fünf eingenommen, meist sogar im Spitzentrio. Ganz oben auf der schwarzen Liste der Business Angels stehen die Branchen Chemie, Elektronik/Elektrotechnik und EDV-Hardware. Einschlägig orientierte Gründer stehen bei den Finanzierern meist vor verschlossenen Türen. Egal ob Hitparade oder schwarze Liste – auf das ganz große Geld darf wohl kein Gründer hoffen. Im Durchschnitt investierte jeder Engel nur
knapp 14.000 €. Zum Vergleich: Anfang 2002 war die Summe noch gut zehnmal so hoch.
Die letzte Graphik dieser Panel-Auswertung hat es in sich. Wenn man überlegt, dass vom BA-Verband kein durchdachtes und elektronisches Matching-Verfahren gibt, ist die Suche nach Business Angels für viele StartUps sehr aufwendig und häufig auch frustrierend. Denn die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass ein StartUp ausreichen Startkapital von einem Business Angel bekommt. Zudem gibt es noch viele andere potentielle Geldgeber für StartUps, wie z.B. Family, Friends, Fools sowie Crowdvestoren und Inkubatoren. Aus meiner Sicht kommt deshalb den Crowdinvesting- und VC-Vermittlungsplattformen in Zukunft eine stärkere Bedeutung zu. Denn StartUps wollen heute in Sekunden Tausende von potentiellen Investoren gleichzeitig ansprechen können und natürlich auch beim Matching unterstützt werden. So wollen auch die StartUps via BlackLists entscheiden, welche potentiellen Investoren ihre Business Pläne sehen dürfen und welche nicht. Es gibt also noch genug zu tun, bis der Beteiligungsmarkt für StartUps transparent und das Matching funktionsfähig ist. Aber wir befinden uns auf einen guten Weg, wie die vielen Postings zu diesem Thema hier im Blog beweisen.
Da muss man zweimal hinschauen, dass C&A Brasilien auf solch eine geniale Idee gekommen ist und Kleiderbügel in den Geschäften hat, auf denen man sehen kann, wievielen Facebook-Fans dieses Kleidungsstück (das auf dem betreffenden Kleiderbügel hängt) gefällt. Das ist mehr als ein Gimmick. Denn man weiß, dass die meisten Käufer “Lemminge” sind. Sie kaufen gerne dann etwas, wenn sie wissen, dass dieses Produkt sehr beliebt ist. Und durch die Onlineverbindung können jetzt die Offline-Käufer bei C&A Brasilien nützliche Zusatzinfos erhalten. Fehlt nur noch, dass jeden Tag die Top-10-Artikel im Eingangsbereich des Modekaufhauses platziert werden. So einfach kann jeder seine Hitparade erstellen.
Heute will ich das Sales-Design-Blog von Andreas Haderlein vorstellen. Andreas Haderlein lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und ist seit letztem Jahr selbständig tätig als Zukunftsforscher, Wirtschaftpublizist, Unternehmensberater und Kongressredner. Von 2002 bis 2011 arbeitete er für das Zukunftsinstitut, wo er u.a. die Weiterbildungseinrichtung „Zukunftsakademie“ leitete. Die Schwerpunkte seiner Forschungs- und Autorentätigkeit sind E-Commerce, Social Media und Handelsmarketing. Insofern ist es nur konsequent, dass er in seinem Blog aufzeigt, wie der zukunftsweisende Verkauf im Einzelhandel im 21. Jahrhundert aussehen kann.
Neben vieler spannender Best-Practice-Beispiele erläutert er auch, wie man neue Innovationen im Einzelhandel findet und einführt. Dazu habe ich eine Linksammlung zu fünf spannenden Artikeln von Haederlein zu diesem Thema erstellt:
Haederlein erklärt auch auf seinem Blog, was man hier nicht erwarten kann: “Fragen zu Verkaufsflächenproduktivität, Standortbewertung oder Lagerumschlaggeschwindigkeit bleiben in diesem Blog ebenfalls unbeantwortet wie eine strikte Trennung von Branchen, Sortimenten oder Betriebstypen eingehalten wird. SALES DESIGN ist keine Disziplin, es ist ein Diskurs, den ich über diesen Begriff anstoßen möchte. Unter SALES DESIGN verstehe ich vor allem eine konzeptionelle Aufwertung des kommunikativen Geschehens und Settings vor, am und nach Besuch des PoS.” Was man von ihm erwarten kann, steht hier. Bis jetzt hat Haederlein seit dem Bloglaunch am 28.9.2009 knapp 100 Artikel im Blog veröffentlicht, das entspricht ca. 3 Artikel pro Monat.
Schon im Juli 2007 habe ich über den Wunsch vieler Harry Potter Fans berichtet, eine eigene Plattform zur Verfügung gestellt zu bekommen, auf der man mehr Hintergrundinfos zu den Romanen bekommen, sich mit anderen Fans austauschen und sich vielleicht auch zusammentun könnte, um die Story weiter zu schreiben. Nach sehr vielen Geburtswehen und 2 Jahren Entwicklungsarbeit ist jetzt solch eine Community seit wenigen Wochen für alle online. Sie heißt Pottermore und wird von J.K.Rowling herself betrieben. Vorher wurden die Fans auf eine lange Geduldsprobe gestellt. Im Juni 2011 kündigte J.K.Rowling in einem Video (siehe unten) an, dass im Oktober 2011 die Community online gehen würde. Zum Geburtstag der Erfolgsbuchautorin konnten sich zwischen dem 31. Juli und 6 eine Mio. Fans, die eine Zugang erhielten, als Betatester registrieren, um die Wartezeit zu verkürzen. Erst am 14.4.2012 wurde dann die Plattform für alle zugänglich.
Was erwartet nun die Besucher auf Pottermore? Wikipedia beschreibt das Besuchererlebnis kurz und prägnant wie folgt: “Die Benutzer können die Bücher interaktiv erleben und Harry durch die Kapitel „folgen“, beginnend mit dem ersten Buch Harry Potter und der Stein der Weisen. Unter anderem kann man die Winkelgasse besuchen, in der man sich mit virtuellem Geld (‘Galleonen’) verschiedene Gegenstände kaufen kann und einen Zauberstab erhält. Im weiteren Verlauf wird der Spieler in eines der vier Häuser von Hogwarts, (Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff oder Ravenclaw) eingeteilt, lernt Zaubersprüche, kann sich mit anderen Nutzern der Plattform duellieren und Zaubertränke brauen.” In einem Video weiter unten kann man sich per OnlineVideo ein näheres “Bild” vom Besuchserlebnis machen.
Auf den ersten Blick wirkt alles wie eine Onlinespiel gekoppelt mit Social Media Elementen und vielen Hintergrundinformationen, wie das heute im Rahmen von “Making-off”-DVD´s schon fast üblich ist. Das kllingt erst einmal nicht spektakulär. Aber wenn man sich die Machart anschaut, dann merkt man sehr schnell, wie viel Liebe ins Detail gesteckt wurde und dass dieses Online-Community-Spiel viel Potential für Wachstum hat. Das liegt allein daran, dass Millionen Fans nur darauf gewartet haben, endlichen einen virtuellen Platz zur Verfügung gestellt zu bekommen, um sich gegenseitig mit anderen Fans austauschen zu können und die Welt hinter den Kulissen nähere kennenlernen zu können. Aber das ist längst nicht alles:
Hinter Pottermore steht ein knallhartes und zukunftsweisendes Geschäftsmodell der Autorin J.K. Rowling. Denn sie nutzt die Plattform, um ihre Hörbucher und erstmals auch EBooks der Harry-Potter-Reihe im Rahmen der Selbstvermarktung, also unabhängig von den bisher beteiligten Buch- und Filmverlagen sowie Distributoren wie Amazon, zu verkaufen. Und sie wird sicherlich noch weitere Einnahmequellen erschließen, wie den Verkauf von virtuellen Waren etc. Die einen halten das für einen wegweisenden Weg für Buchautoren, in Zukunft unabhängig von den Verlagen gute Einnahmequellen zu eschließen. Andere kritischen, dass J.K. Rowling ihre Plattform als selbstlosen Akt darstellt, um ihren treuen Fans etwas zurückzugeben. Denn für jeden ist erkennbar, dass es sich hier um ein knallhartes Geschäft handelt.
Wie auch immer, die Rechnung scheint aufzugehen. Wie man jetzt nachlesen kann, hat die Plattform schon im ersten Monat einen Umsatz von 3,72 Mio. EUR verzeichnen können. Mehr Hintergrundinfos bietet der Guardian: “After its initial launch date of last October slipped and slipped, Pottermore eventually went live to all on the morning of 14 April. Over the next two weeks, the site’s chief executive Charlie Redmayne said it received 22m visits from 7m unique users, and over a billion page impressions, with the average user staying on the site for 25 minutes, and visiting 47 pages.”. Es scheint so, als ob J.K. Rowling das nächste “Wunder” herbeizaubert und damit neue Benchmarks aufstellt, an der sich viele andere Autoren versuchen werden zu orientieren.