Vor fast genau drei 3 Jahren haben wir erstmals hier im Blog die “RULES OF CONTACT” erstellt und diese in einem ausführlich Blogpost erläutert. Aufgrund der explosiv ansteigenden Kontaktaufnahmen mit mir wird es höchste Zeit, diese Rules of Contact zu ergänzen und zielgruppenspezifische Rules of Contact zu erstellen. Nachdem ich in diesem Jahr schon die Rules of Contact für Gastautorenbeiträge veröffentlicht habe, folgen diese jetzt auch für Journalisten und StartUps:
ALLGEMEINE RULES OF CONTACT
Erstkontaktaufnahme bitte grundsätzlich per E-Mail.
Linktauschanfragen werden grundsätzlich nicht bearbeitet und beantwortet.
Wir antworten selten tagesgleich. Bitte nachhaken, wenn wir uns nach 7 Tagen nicht gemeldet haben.
Bitte nur Informationen zuschicken, die zu unseren Themenschwerpunkten passen.
Besonders interessiert sind wir an Praxisbeispielen und an Exklusivinformationen.
Folgeinformationen (von Firmen, über die wir bereits berichtet haben) interessieren uns fast immer.
Eine Veröffentlichung erfolgt, wenn es aus unserer Sicht passend ist. Manchmal dauert es länger, weil intensiv recherchiert oder der richtige Aufhänger gefunden werden muss.
Hintergrundinfos und Fotos sind immer sehr hilfreich und erwünscht.
Massenmails und PR-Mitteilungen werden von uns grundsätzlich nicht veröffentlicht.
Fragen sind immer erlaubt, aber bitte konkret und in der passenden Dosis.
Wir verschicken unsere Artikel grundsätzlich nicht vorab zur Genehmigung.
RULES OF CONTACT FÜR GASTAUTOREN
Bitte recherchieren Sie vorher, ob Ihr Vorschlag zu meinen Themenschwerpunkten passt und erläutern Sie das bitte in Ihrer ersten Mail.
Berücksichtigen Sie bitte, dass ich besonders an Praxisbeispielen interessiert bin. In Ausnamefällen können auch anonymisierte Praxisbeispiele präsentiert werden.
Grundsätzlich bin ich nur an Gastautorenserien ( 3 – 7 Artikel mit jeweils 3 – 5 Absätzen) interessiert.
Senden Sie mir bitte in der ersten Mail die Titel der einzelnen Gastautorenartikel zu und beispielhaft für den ersten Artikel eine Inhaltsangabe in Stichworten zu.
Die Gastautorenserie muss exklusiv sein, d.h. nirgends sonst veröffentlicht worden sein bzw. veröffentlicht werden.
Die Gastautorenserie sollte keine Werbung für sich oder seine Kunden enthalten.
Am Ende des ersten und letzten Artikels der Gastautorenartikels veröffentliche ich gerne eine Kurzbeschreibung zum Autor (3-5 Sätze) und verlinke auf die Homepage des Autors.
RULES OF CONTACT FÜR JOURNALISTEN
Bitte stellen auch Sie eine konkrete Anfrage per Mail inkl. Fragenkatalog. Sonst verschwenden wir alle wertvolle Zeit am Telefon.
Bitte verwenden Sie unsere Suchfunktion rechts unten in der Navigationsspalte, wenn Sie Artikel im Archiv suchen. Wir sind kein kostenloses Auskunftssystem.
Ich stehe grundsätzlich nur für Interviews zur Verfügung, wenn ich im Artikel erwähnt werde inkl. Angabe des Blogs.
Ich investiere nur meine Zeit, wenn auch ich bei passenden Themen beim Journalist vorstellig werden darf. Einbahnstraßen gibt es bei mir nicht!
RULES OF CONTACT FÜR START UPS
Wir bieten keine Beratung zum Nulltarif an!
Individuelles Feedback zur Geschäftsidee per Mail gibt es, wenn auch wir regelmäiß exklusiv über den Fortgang der Gründung informiert werden. Keine Leistung ohne Gegenleistung.
Wir möchten gerne mit den Machern kommunizieren, weniger mit den PR-Agenturen.
Wenn Sie uns vertrauliche Informationen zukommen lassen, markieren Sie das bitte deutlich.
Wir sind in in der Regel an Fortsetzungsstories interessiert.
Es ist tatsächlich ein Experiment, für verschiedene Zielgruppen Rules of Contact zu erstellen. Aber ich glaube, dass das zielführend ist, wenn auch alles etwas verkompliziert. Hier die richtige Abwägung zu erzielen ist die Kunst, die es zu beherrschen gilt. Da dieses Experiment noch nicht abgeschlossen ist, freue ich mich über Feedbacks und Ergänzungs- oder auch Korrekturvorschläge. Ich glaube nicht, die einzelnen Regeln näher erläutern zu müssen. Nur wenn ich mich missverstanden fühlen, werde ich das noch nachholen
Im fünften Teil meiner Artikelserie anlässlich der Blogparade “Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen” zeige ich, wie es clevere Marketiers geschafft haben, dass die Blogger über ihr Produkt oder Marketingaktion berichtet haben. Manchmal braucht man dafür einfach nur per Mail Kontakt aufzunehmen und eine Pressemitteilung zusenden, die thematisch passt. Bei der Vielzahl der Kontaktaufnahmen durch PR- und Marketingverantwortliche gehen solche Informationen aber gerade bei Blogs mit großer Reichweite schnell verloren oder geraten in Vergessenheit. Wenn man zu oft nachhakt, sind die Blogger schnell genervt und die Stimmung kippt ins Gegenteil. Es braucht schon etwas Grips, um heute eine Kampagne zu starten, die viele Blogger dazu veranlaßt, darüber zu berichten. Im folgenden habe ich meine vier Lieblingskampagnen herausgepickt.
Ich will gleich mit der spektakulärsten Aktion beginnen, die ich je erlebt habe. Anfang 2009 schrieb die Tourismusvereingung Queensland am Great Barrier Rief in Australien den Wettbewerb “Best Job in the World” aus. Es wurde ein Blogger gesucht, der 150.000 AUD dafür erhielt, dass er ein halbes Jahr auf Hamilton Island in einem Ferienhaus lebte, die ganzen Sehenswürdigkeiten besuchen und fleißig darüber bloggen sollte. Der Glückliche war Ben Southall aus England. Der größte Gewinner war allerdings die Tourismusvereinigung Queensland selber. Sie hat zwar in diese außergewöhnliche Marketingaktion ca. 1 Mio. investiert, aber schon im Rahmen einer Zwischenbilanz Medienberichterstattung im Gegenwert von schätzungsweise 200 Mio. USD erhalten. Blogger auf der ganzen Welt, aber auch Vertreter anderer Medien sorgten für diese Medienhype. Die verantwortliche Werbeagentur hat alleine in Cannes sechs Preise abgeräumt und freut sich darüber, dass ihr Auftraggeber weltweit für diese Marketingidee und -umsetzung gefeiert wird. Auch die Buchungszahlen in der Region sind schon signifikant angestiegen.
Im Frühjahr 2008 haben die Blogger der Deutschen Blogcharts ein Päckchen via DPD erhalten, das auf den ersten Blick wie eine Büchersendung aussah. Auf dem Päckchen stand die Adresse handgeschrieben, eine aufgedruckte Nummer und kein Absender. In dem Päckchen befanden sich ein Handy Motorola F 3, eine Zahnbürste von Friscodent und ein No-Name Nassrasierer. Dem Päckchen lag eine nichtssagende Karte ohne Text bei. Das wars. Die Resonanz war groß, denn an dieser Rätselaktion beteiligten sich nicht nur die beschenkten Blogger, sondern auch deren Leser und auch Blogger, die kein Päckchen bekommen haben. Eine Woche später kam die offizielle Auflösung per Brief. In einem einseitigen Brief wurde erläutert, dass Tchibo hinter der Aktion steckte, um die neue Ideenplattform tchibo-ideas zu promoten. Etwas enttäuscht war die Blogosphäre über die schnörkellose Auflösung. Vielmehr hätten sich die Blogger gewünscht, dass step by step neue Lösungshinweise gekommen wären, so dass die Auflösung auch noch zum Vergnügen geworden wäre.
Viele Unternehmer haben Blogs als ein interessantes Marketinginstrument entdeckt. Das Problem ist allerdings, dass auch mehrere Monate nach Start gerade einmal eine Hand voll die Blogfeeds abonniert haben und nicht einmal 50 Besucher pro Tag gezählt werden können. Es braucht meist schon einige Marketinganstrengungen, um auf sein Blog aufmerksam zu machen. Die Marketingblogger haben vor einigen Jahr zum Start ihres Blogs bewiesen, wie man mit einem Schlag in der Blogosphäre bekannt werden kann. Sie haben einfach zum Start sehr vielen bekannten und einflußreichen Bloggern eine Postkarte geschickt (Foto siehe oben). Die Aktion hat Wirkung gezeigt. Schnell war das Blog in vielen anderen Blogs Gesprächsthema Nr. 1. Ein Erfolgsfaktor war der Medienbruch. Den Vertretern neuer Medien wurde ein old school Postkarte zugeschickt. Das fällt auf. Und es geht auch nicht so schnell unter wie eine E-Mail.
Vor zwei Wochen habe ich entschieden, mittwochs nicht nur Newcomer-Business-Blogs vorzustellen, sondern lesenswerte Business Blogs, egal wie alt sie sind. Nach dem marketing-gui.de stelle ich heute das Entscheiderblog von Kai-Jürgen Lietz vor. Etwas mehr als ein halbes Jahr nach Start des Blogs bin ich im Rahmen des 1. Business Blog Karnevals auf diese Webseite aufmerksam geworden und habe damals auf den Artikel “Sind Sie der Richtige für Ihren Kunden?” verlinkt. Mittlerweile gehört das Blog zu meiner Pflichtlektüre via Google Reader. Denn Kai gibt uns hier fast täglich gute Tipps, wie man richtige Entscheidungen trifft und vieles mehr. Auf seinem Blog erläutert er selber, was man von ihm erwarten kann:
“Dieser Blog könnte Entscheidungs-Blog heißen, aber er heißt Entscheiderblog, weil es nicht auf die Aktion sondern auf den Akteur ankommt. Entscheiden müssen wir alle, es kommt darauf an, dass es die richtigen Entscheidungen sind. Entscheidungen treffen heißt Chancen schaffen und verwerten. Wie geht es Ihnen dabei? Denken Sie auch manchmal, dass Sie einfach nicht genügend unternehmerische Chancen haben? Fragen Sie sich vielleicht auch, wie Sie die Chancen, die Sie haben besser nutzen können? Auch wenn Sie damit kein Problem haben, finden Sie in diesem Blog bestimmt den einen oder anderen Tipp, mit dem alles ein Stück einfacher wird.”
Nicht nur ich, sondern zahlreiche Blogleser haben die Gelegenheit gehabt, Kai in Aktion anzutreffen und als Fachexperten sowie als liebenswerten Menschen schätzen zu lernen. Wenn nicht, solltet Ihr das auf jeden Fall nachholen. Denn Kai ist u.a. Initiator, Redner und Moderator der Sternstunde für Unternehmer, häufiger Gast von XING-Networkingtreffen und Stammreferent und -besucher der Bloggerlounge der AUFSCHWUNG-Messe. Wer mehr über seine Ansichten und Empfehlungen erfahren will, sollte auf jeden Fall seinen kostenlosen Entscheidertest machen und sein Entscheider-Buch sowie seine Entscheider-Fibel durchlesen. Sein gesamtes Leistungsspektrum könnt Ihr auf seiner Firmenwebseite entnehmen.
Einen wirklichen Boom an spannenden, neuen Business Blogs gibt es aus meiner Sicht nicht wirklich. Das zeigt sich auch daran, dass es mir immer schwerer fällt, Kandidaten für meine Newcomer-Business-Blogserie zu finden. Keine Angst: Ich gebe nicht auf, nicht die Hoffnung und auch nicht die Suche. Trotzdem will ich meine eigens von mir gesetzte Beschränkung, nur Business Blogs vorzustellen, die jünger als 6 Monate sind, hiermit aufheben. Ab heute werde ich mittwochs auch Business Blogs vorstellen, die alt, aber oho sind.
Dem marketing-guide-Blog wird die Ehre zu Teil, der erste “Oldie-Blog” zu sein, den ich hier serienmäßig vorstelle. Naja, Oldie ist etwas übertrieben. Das erste Posting im marketing-gui.de wurde im Juni 2008 von Enrico Gräfe veröffentlicht. Mittlerweile gehört er zu meinen drei deutschsprachigen Liebling-Marketingblogs. Das liegt einfach daran, dass Enrico häufig mehrmals pro Tag spannende Beispiele aus der Marketingwelt präsentiert. Hier stimmen Qualität und Quantität.
Enrico geht mit der richtigen Priese Lockerheit, Unbekümmertheit und Frechhheit an die Sache ran. So berichtet er z.B. über die Revival-Marketingversuche für den Vulva-Duft. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Neee, ich setze hier keinen Link zu diesem Bericht. Aber ihr werdet ihn schnell ausfindig machen Und wenn Ihr dann schon mal da seid, durchstöbert mal das Archiv. Es lohnt sich. In Zukunft werde ich sicherlich häufiger auf den marketing-gui.de als Fundquelle für spannende Marketingaktionen berichten. Wetten, dass…?
In dieser Woche wurden die drei Erstplazierten des “Finance Blog of the Year – Wettbewerbes 2010″ von smava veröffentlicht. Gut gefällt mir, dass alle drei Gewinner in den nächsten Tagen im smava-Blog die Möglichkeit haben, ihren Blog, die dahinter steckende Motivation und die thematische Schwerpunktsetzung etwas genauer vorzustellen, denn gerade durch eine gute Nachbereitung zeichnen sich gute Wettbewerbe aus. In dieser Woche hat der Sieger, Martin Brosy vom Finanztrader-Blog seine Message veröffentlichen dürfen. Er beschreibt darin, was aus seiner Sicht sein größter Erfolgsfaktor ist:
“Ich führe mit meinem Blog eine Art Trading-Tagebuch: Besucher des Blogs können meine aufgegebenen Orders live und in Farbe nachvollziehen und sich ähnlich entscheiden, wenn sie meine Argumente und Entscheidungen plausibel finden. Ich kann dabei natürlich nicht mit exorbitanten Renditen glänzen, ebensowenig steht mir ein Depotwert von mehreren hunderttausend Euro zur Verfügung. Statt dessen überzeugt das Konzept rund 200 Besucher täglich mit Ehrlichkeit und Transparenz: Auf Finanztrader.com muss sich niemand anmelden oder Gebühren berappen – meine Tipps, Einschätzungen und Erfahrungen stehen Ihnen im vollem Umfang frei zur Verfügung und erlauben es jedem Besucher des Blogs, die Historie meines Trading-Tagebuchs lückenlos nachzuvollziehen.”
Das war genau der Grund, warum ich, ohne einem Dritten im Vorfeld davon zu erzählen (ein Jury-Mitglied muss eben neutral sein) den Finanztrader-Blog als einen der Geheimfavoriten beim diesjährigen Finance-Blog-Wettbewerb angesehen haben. Martin bietet keine 08/15-Infos, die ich in vielen anderen Blogs auch lesen kann, sondern er zeigt transparent auf, wie er am Finanzmarkt sein Geld verdienen will und welche Überlegungen dahinter stecken. Zu Boomzeiten des Neuen Marktes wären solche Hobbyjournalisten schnell auf die Idee gekommen, ein Infoblättchen im Abo für mehrere hundert Euro zu vertickern. Heute muss man sich erst einmal eine Top-Reputation im Web aufbauen. Gut so!
Martin beschreibt aus meiner Sicht die Uridee und Daseinsberichtigung von Blogs: Blogger erzählen aus ihrem Alltag und bieten die Möglichkeit, mit Ihnen darüber ins Gespräch zu kommen. Wenn man diesen Leitgedanken aufgreift und sich einmalig positioniert, wird man auch heute als Blogger sehr viel Erfolg haben, trotz Twitter, Facebook und Co. Jeder muss seine “Heimat” finden. Auch ich öffne mich mehr anderen Social Media Kanälen wie Twitter, Facebook, XING, Slideshare und Co. Meine Heimat ist und bleibt der Blog. Hier bin ich zu Hause, hier fühle ich mich wohl.
Im Sommer hatte ich an der Blogparade “Erfolgreiche Preisstrategien” teilgenommen und zweiBeiträge beigesteuert. Insgesamt haben 20 Autoren 30 Artikel abeliefert, die in einem eigens dafür erstellten EBook auf 58 Seiten nachzulesen sind. Nein, es ist keine Pricing-Bibel, sondern eine Artikelsammlung zum häufig unterschätzten Marketinginstrument Pricing geworden.
Die PR-Doktorin Kerstin Hoffmann hat es noch vor sich, ein E-Book zu ihrem Blogkarneval “Wie verkaufen Sie Kundennutzen?” zu erstellen, der vor kurzem zu Ende gegangen ist. Wer nicht bis zum Erscheinungstermin des EBooks im Januar warten will, der kann sich folgende Artikelsammlung anschauen.
Wer lieber selber mitmacht, dem empfehle ich die Weihnachtsblogkarnevalaktion “Mehr Würze ins Marketing!” von Heide Liebmann. Bei diesem Blogkarneval ist einiges anders: Die Anzahl der Artikel ist auf 24 Stück begrenzt. Die Überschriften werden von Heide selber vorgegeben. Insofern müsst Ihr Euch beeilen, wenn Ihr noch mitmachen wollt. Ich kann mir vorstellen, dass sich andere Initiatoren von Blogkarnevals inspierieren lassen und mehr Struktur ins System bringen.
Blogs unterscheiden sich von Newsseiten alleine schon in dem Punkt, dass jedes Blogposting durch die Leser kommentiert werden kann. Und diesen Kommentaren hier und in anderen Blogs widme ich in Zukunft einmal pro Woche meine Aufmerksamkeit im Rahmen eines separaten Blogpostings. Die Zahl der Kommentare muss nicht entscheidend sein, ist aber meist ein gutes Indiz. Deshalb beschäftige ich mich auch heute mit dem am heißesten diskutierten Beitrag von mir in der letzten Woche mit dem Titel: “best-practice-Blog nutzt seit heute CaptchaAd” .
Ich kann vorwegnehmen: Meine Entscheidung, CaptchaAd in Zukunft zu verwenden, um Spamkommentare abzuwehren, die mein Kommentarsystem über Tage lahmgelegt haben, ist nicht auf ungeteilte Zustimmung gestossen. Ganz im Gegenteilt: Die meisten Kommentierer äußerten ihre Mißbilligung. Das liegt sicherlich auch an der Usability von CaptchaAd, aber auch an der fehlenden Bereitschaft, bei der Abgabe eines Kommentares mit unliebsamer Werbung konfrontiert zu werden. Solch eine Kritik nehme ich sehr ernst und prüfe jetzt die Akzeptanz in den nächsten Wochen sowie Verbesserungsmöglichkeiten, um der Kritik gerecht zu werden.
Ich bin gespannt, ob die Macher von CaptchaAd ebenfalls auf diese Kritik reagieren. Michael Keferstein, Mitgründer von CaptchaAd, hat sich ja bereits in die Diskussion eingbunden und Stellung bezogen. Das finde ich elementar wichtig, denn Kritik ist meist berechtigt und hilft, die Angebote so zu verbessern, dass sie angenommen werden. Ich persönlich wäre sogar bereit, für CaptchaAd eine überschaubare Summe im Jahr (< 20 EUR) zu zahlen, wenn ich selber Einfluss auf die Werbebotschaften hätte. Diesbezüglich werde ich mit Michael Kontakt aufnehmen. Denn eine ernstzunehmende Einnahmequelle ist CaptchaAd nicht wirklich.
Mensch war das eine Hype, als die Fremdenverkehrsvereinigung der “Islands of Great Barrier Reef” den “Best Job in the World” ausgeschrieben hatte: Der Gewinner Ben Southall erhält 175.000 AUD dafür, dass er ein halbes Jahr in einem hübschen Haus mit seiner Freundin wohnt, sich alle Sehenswürdigkeiten vor Ort anschaut und darüber bloggt, twittert und facebookt. Für die Tourismusvereinigung Queensland hat sich die Aktion schon jetzt gelohnt, obwohl Ben erst einige Wochen da ist. Sie hat zwar in diese außergewöhnliche Marketingaktion ca. 1 Mio. investiert, aber schon jetzt Medienberichterstattung im Gegenwert von schätzungsweise 200 Mio. USD erhalten. Kein Wunder, dass es viele jetzt den Australiern nachmachen wollen. Im marketing-blog bin ich jetzt auf die Ausschreibung von Holiday Autos aufmerksam geworden:
“Während einer vierwöchigen Mietwagen-Tour entdecken Sie neue Wege, Landschaften und Orte in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Spanien. Als Entdecker berichten Sie als Erster über das erschlossene Neuland sowie über alles Wissenswerte von unterwegs und vor Ort. Sie stellen täglich Bilder, Videos und Reisebeschreibungen online und lassen die Welt an Ihren Entdeckungen teilhaben. Mit klugen Hinweisen auf versteckte “Entdecker-Schätze“ machen Sie alle, die Ihre Tour verfolgen, noch neugieriger. Über Begegnungen und Erfahrungen mit Menschen, die Sie auf Ihrer Entdeckungstour treffen, berichten Sie in Social Media Netzwerken wie Facebook, Twitter und co. Sie verwalten verantwortungsvoll Ihr Reisebudget. Wie jeder große Entdecker.”
Bis zum 30.08.2009 könnt Ihr Euch bewerben, wenn Ihr im September oder Oktober vier schöne Wochen mit dem Mietwagen erleben wollt. Und wenn Ihr nicht jede Nacht im beigepackten Zelt übernachten wollt, könnt Ihr Euch von der Aktion des Twitchhikers inspirieren lassen. Der hat sich in 30 Tagen durch die Welt geschnorrt, indem er immer dort hingereist ist, wo er von einem Twitterianer eingeladen wurde. Im Gegensatz zur “Best-Job-of-the-World”-Aktion nahm die Hype um den Twitchhiker langsam aber kontinuierlich zu. Und das genau ist die Hoffnung für Holiday Autos. Denn um Ben Southall ist es mittlerweile sehr ruhig geworden.
Es ist schon nicht leicht, mein Blog in eine Schublade zu stecken Wikio steckt mich in die Kategorie “Marketing”. Das “Top-Business-Blog-Ranking” hat mich in die Rubrik “Consulting” eingeordnet. Am besten hat es noch Google Reader gelöst, die mich in Kategorie “Business” eingeteilt haben. Ein Vorteil hat natürlich meine Vielseitigkeit hinsichtlich der Themen. Ich erscheine in deutlich mehr Rankings, als wenn ich nur einen Themenschwerpunkt hätte.
Deshalb hat es mich auch gefreut, dass ich in der Top-40-Liste für Innovationsmanagement-Blogs weltweit erscheine, die von der Pumacy Technologies AG (Lösungsanbieter für Wissens-, Prozess- und Innovationsmanagement) erstellt wurde. Noch besser ist natürlich, dass ich dort an der 2. Stelle erscheine, gleich hinter Springwise. Das bedeutet, dass ich die Nr. 1 unter den deutschsprachigen Innovations-Blogs bin. Das finde ich standesgemäß Als Appetizer liste ich hier die Top-10-Blogs ohne Kurzbeschreibung auf:
Pumacy erklärt im Blogpost die Auswahl- und Rankingkriterien: “Diese erste Auswahl wurde nach Aktivität und Themenbezug getroffen. Dabei wurden Kennzahlen zur Aktivität im Monat April 2009 analysiert. Bei mehr als 10 Beiträgen, 10 Kommentaren, einem Google PageRank von mindestens 5 oder einem Alexa Ranking unter eine Million wurden entsprechende Symbole eingetragen. Die Liste ist sortiert nach Anzahl der Beiträge im Monat April 2009. Die Blogs selbst sind thematisch sehr vielseitig und Innovation bzw. Innovatiosmanagement hat dabei je einen anderen Stellenwert.”
Dieses Ranking ist als erster Vorschlag zu verstehen. Die Blogger hinter den dort erwähnten Blogs wurden gebeten, Verbesserungsvorschläge zu machen. Davon habe ich reichlich Gebrauch gemacht. Es fällt mir besonders auf, dass die meisten Blogrankings meist nur ein Kriterium (Verlinkungshäufigkeit) heranziehen. Das finde ich viel zu kurz gegriffen. Deshalb gefällt mir, dass im hier zitierten Ranking mehrere Kriterien berücksichtigt werden, wenn sie auch noch nicht ins Ranking eingeflossen sind. Was keinesfalls mehr fehlen darf, sind die Zahl der Feedreader-Abonneten, weil heute viele das Blog nicht mehr direkt besuchen, sondern via Feedreader lesen.
Ben Southall ist der Gewinner des weltweit ausgeschriebenen Wettbewerbes “Best Job in the World”, der von der Tourismusvereingung Queensland am Great Barrier Rief in Australien am Anfang des Jahres initiiert wurde. Er bekommt 150.000 AUD dafür, dass er ein halbes Jahr auf Hamilton Island in einem Ferienhaus lebt, die ganzen Sehenswürdigkeiten besucht und fleißig darüber bloggt. Erste Eindrücke vom neuen Leben des englischen Bloggers erhaltet Ihr im obigen Video. Mit seiner Freundin ist er gestern auf Hamilton Island angekommen und wurde wie ein Staatsgast begrüßt.
Der größte Gewinner ist allerdings die Tourismusvereinigung Queensland selber. Sie hat zwar in diese außergewöhnliche Marketingaktion ca. 1 Mio. investiert, aber schon jetzt Medienberichterstattung im Gegenwert von schätzungsweise 200 Mio. USD erhalten. Und die Aktion ist ja noch voll im Gange, so dass die Erfolgszahlen am Ende der Aktion sicherlich noch größer ausfallen werden. Die verantwortliche Werbeagentur hat alleine in Cannes sechs Preise abgeräumt und freut sich darüber, dass ihr Auftraggeber weltweit für diese Marketingidee und -umsetzung gefeiert wird. Auch die Buchungsszahlen in der Region sind schon signifikant angestiegen.
Wir können uns hier davon überzeugen, dass der Terminplan von Ben in den nächsten zwei Wochen bereits sehr straff ist. Natürlich soll er den Aufenthalt in Australien genießen, aber die 150.000 AUD erhält er nicht fürs Faulenzen, sondern für die Erkundung und Berichterstattung über diese atemberaubende Urlaubsregion. Noch ist die Resonanz der Blogosphäre nicht überschäumend, was sich an den wenigen Kommentaren zu den ersten Artikeln von Ben zeigt. Und mit knapp 1.000 Twitter-Follower ist er auch in Twitter noch keine große Numme. Tja Ben, von selbst läuft halt fast nix