Immer noch werden viele Frauen in der Kfz-Werkstatt als Kunden nicht “für voll genommen”. Das geht auch anders, nämlich in der FrauenAUTOwerkstatt in Salzburg. Hier ist nicht nur der Chef weiblich, sondern auch die meisten Mitarbeiter. Damit ist sichergestellt, dass beide Parteien eine Sprache sprechen. Zudem will man sich mit vielen besonderen Angeboten von der Konkurrenz absetzen:
- Die MitarbeiterInnen erklären jeden Sachverhalt einfach und verständlich.
- Es wird fair abgerechnet. Die Kosten werden im Vorhinein fixiert.
- Auch die Toiletten sind sauber und laden zum Verweilen ein.
- Sollte es Wartezeiten geben, wird die Zeit mit Frauenzeitschriften verkürzt.
- Kinder sind willkommen. Eine Spieleecke sowie ein Wickeltisch gehören zum Angebot.
- Ein Sicherheitscheck für die Kindersitze ist selbstverständlich.
- Es gibt spezielle Kurse für Frauen, damit sich frau auch unterwegs helfen kann.
Es sind die Kleinigkeiten, die in der Summe dazu führen, dass sich die Kundinnen bei der FrauenAUTOwerkstatt in Salzburg wohlfühlen. Besonderer Service ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, für wen man ihn anbietet. Noch leichter ist es, wenn man sich in die Zielgruppe hineindenken kann, weil man selber zu ihr gehört.
Gefunden in meinstartup
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In einem aktuellen impulse-Artikel lese ich über den Bonner Tischlermeister Josef Kolb, bei dem viele Kunden neben maßgefertigten Innenausbauten auch hochwertige Büromöbel, Sofas und Leuchten kaufen wollten. Jedoch war kein Hersteller interessiert, ihm Möbel zwecks Weiterverkauf zu liefern. Daraufhin initiierte er die Gründung der Einkaufsgemeinschaft CREATIS im Jahr 2005, die aus einem Zusammenschluss des Fachverbandes des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen und der MHK Verbundgruppe aus Dreieich (führende europäische Verbundgruppen für den Möbelhandel mit mehr als 1.500 Gesellschaftern und einem Jahresumsatz von 2 mehr als Milliarden Euro) entstand. Schon im ersten Jahr machte allein Schreinermeister Kolb damit rund 200.000 Euro zusätzlichen Umsatz.
Diesem Einkaufsverbund sind auch viele Tischler beigetreten, die schon lange im Cross Selling erfolgreich waren. Ein Beispiel dafür ist der Tischlermeister Dirk Böckstiegel aus Detmold. Er betreibt mittlerweile seit 12 Jahren mit erheblichem Erfolg neben der Tischlerei auch ein Möbelstudio. Dort zeigt er Produkte namhafter nationaler und internationaler Hersteller, ein Viertel der Ausstellung machen Kastenmöbel aus eigener Fertigung aus. Gerade diese Kombination verschafft ihm am Markt eine einzigartige Position. Die Kunden schätzen besonders die Produkttiefe. Angefangen von der Planung bis hin zur Fensterdekoration kann der Kunde bei Böckstiegel alles aus einer Hand bekommen.
Die Mitglieder können über die CREATIS-Einkaufsgemeinschaft Polstermöbel, Stühle, Kleinmöbel, Beleuchtung und Küchenelektrogeräte beziehen. Es gibt keine Mindestabnahmemengen oder Mindestumsätze bzw. exklusive Verpflichtung zum Einkauf über CREATIS. Das Leistungspaket umfasst noch eine ganze Reihe zusätzlicher Dienstleistungen. So nehmen alle CREATIS-Partner an der Zentralregulierung der Industrie- und Handels-Treuhand GmbH (IHT) teil. Dabei übernimmt die IHT für alle Partner das Delkredere. Das „Standing“ der Tischlerbetriebe gegenüber den Lieferanten werde dadurch erheblich erhöht. Über die MHK-eigene Cronbank AG existiert zudem Zugriff auf innovative Finanzdienstleistungen. Instrumente von der Ausstellungsfinanzierung über die Unterstützung bei Hausbank-Gesprächen bis hin zur Warenfinanzierung beim Kunden können in Anspruch genommen werden. Partner von CREATIS wird man als Kommanditist der Gesellschaft mit einer Einlage von 2.000 Euro. Eine unabdingbare Voraussetzung ist die Innungsmitgliedschaft.
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Vor kurzem habe ich hier im Blog über einen Zahnarzt berichtet, der seine älteren Patienten mit einem Fahrdienst kostenfrei von zu Hause abholt und wieder zurückbringt. Jetzt lese ich von einem Augenoptiker, der den “Spieß” umdreht und zu seinen älteren Kunden mit seinem “optic mobil” hinfährt.
Auf individuelle Bestellung informiert „optic-mobil“ alle interessierten Kunden über die Themen rund um die Augenoptik, führt regelmäßige Sehstärkenkontrollen durch und berät auf Wunsch in regelmäßigen und kostenlosen, so genannten „Brillen-Service-Tagen“ direkt am Wohnort oder in der Pflegeeinrichtung. Zu jedem Termin hat das Service-Mobil ein Sortiment von etwa 300 Fassungen mit „an Bord“. Alle diese Produkte sind in Form, Beschaffenheit und Funktionalität den besonderen Anforderungen der älteren Generation angepasst.
Gleich zwei Trends greift der findige Optiker auf: seniorengerechte Produkt und mobile Dienstleistungen. In den USA gibt es bereits viel mehr Dienstleister, die in Ihrem Mobil durch das Land reisen und ihre Kunden direkt vor Ort besuchen und die Dienstleistungen durchführen. Ich bin mir sicher, dass auch immer mehr Deutsche diesen Trend aufgreifen.
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Die Firma Tomboy Tools wurde im Jahr 2000 von drei Freundinnen in Denver (USA) gegründet. Ziel war es, speziell Werkzeuge für Frauen anzubieten, denn schon damals zeichnete sich ab, dass immer mehr Frauen die “wahrend Handwerker im Haus” sind. Eine Studie aus den USA beweist, dass 38 % der Hausfrauen auch handwerklich tätig sind. Diese zielgruppenspezifischen Werkzeuge zeichnen sich dadurch aus, dass Sie in der Regel kleiner und leichter als die normalen Werkzeuge sind.
Zudem sehen sie die Werkzeuge von Tomboy Tools meist chicker aus, weil eben auch auf schickes Design geachtet wurde. Und wie es auch nicht anders sein kann, kann man die Werkzeuge seit kurzem auch in der Farbe Pink erwerben. Auch im Vertrieb ging Tomboy Tools neue Wege. Nicht über Baumärkte, sondern im Rahmen von Heimpartys a la Tupperware werden die Werkzeuge von mehr als 1.000 Vertriebspartnern (= Hobbyhandwerkerinnen) in USA, Canada und Australien verkauft. Mehr über die Entstehungsgeschichte erfahrt ihr hier.
Gefunden bei joplinglobe via business-oportunities-blog
Autohersteller haben längst festgestellt, dass man heute immer weniger Geld verdient, wenn man seinen Kunden “nur” Autos verkauft. Vielmehr schätzen viele Kunden, insbesondere Geschäftskunden, einen Rund-um-Service. Deshalb nutzen heute viele Unternehmen das Fuhrparkmanagementangebot von den Herstellern oder unabhängigen Anbietern. Die Hilti AG, Hersteller von hochpreisigen Werkzeugen, hat diese Idee für seine Branche adaptiert und bietet das Hilti Fleetmanagement an:
Hilti stellt seinen Kunden, meist Baufirmen, eine den Bedürfnissen entsprechende Geräteflotte zur Verfügung und verlangt eine monatliche Gebühr für diese Dienstleistung. Dieses Rundum-Sorglos-Paket beinhaltet u.a. die individuelle Etikettierung der Geräte, Online-Inventarisierung, Reparaturservice, Diebstahlversicherung und die Bereitstellung neuer Modelle nach Ablauf der vereinbarten Nutzungsdauer. Die Vorteile für die Kunden liegen ganz klar in der Verschlankung der eigenen Bilanz, der Schonung der Liquidität sowie in der Auslagerung von administrativen Prozessen. Zudem können unerwartete Bedarfsspitzen unkompliziert durch Nachordern der zusätzlich benötigten Werkzeuge abgefangen werden. Eins ist sicher: Die Controller sind große Freunde von solchen Angeboten.
Hilti ist ein gutes Beispiel, dass man sich als erfolgreiches Unternehmen nicht nur auf die gute Qualität der Produkte verlassen sollte, um der Billigkonkurrenz die Stirn zu zeigen. Vielmehr verlangen die Kunden heute maßgeschneiderte Konzepte, die auch der Liquiditätssituation der stark geschüttelten Bauwirtschaft gerecht wird. Da ist es wohl kein Wunder, dass bisher schon ca. 10 % der 100.000 Hilti-Kunden das Fleet-Management-Angebot angenommen haben.
Gelesen im Beratungsletter
Im September 2006 haben wir hier im Blog von dem visionären Konzept der Zunft AG berichtet. In den Zunftsvierteln soll in Zukunft nicht nur gelebt und gearbeitet werden, sondern auch die Freizeit in Form von Events und Shopping verlebt werden.
Ein anderes Konzept, das Berliner Meilenwerk, bietet etwas ähnliches seit 2003 an. Hier werden Oldtimer auf mittlerweile 16.000 qm untergestellt, repariert und verkauft. Darüber hinaus bieten Dienstleister ( Versicherer, Gutachter, Autopfleger, Oldtimervermieter, Elektriker, Sattler) und Einzelhändler (Accessoires, Zubehör, Modellautos, Literatur) alles, was für das Hobby benötigt wird oder es bereichert. Zudem umfasst das Angebot im Meilenwerk verglaste Einstellboxen für Privatpersonen und Clubräume für Oldtimer- und Markenclubs. Weiterhin fungiert das Meilenwerk als Flaniermeile, lebendiges Museum (ohne Eintrittspreise) und hippe Eventlocation für themennahe (z.B. Fahrzeugpräsentationen, Teilemärkte oder Oldtimermessen) und themenfremde Events (z. B. Medizinerkongresse, Vorstandssitzungen, Galaveranstaltungen oder Konzerte).
Das Meilenwerk konnte sich u. a. deshalb so schnell in Berlin etablieren, weil in der Hauptstadt lt. Kraftfahrtzeugbundesamt ca. 15.000 Oldtimer angemeldet sind. Über 80 % der gewerblichen Flächen waren bereits vor der Eröffnung vermietet; seit Ende 2003 sind alle im Meilenwerk zur Verfügung stehenden 12.000 m² großen Flächen vermietet. 600.000 Besucher waren seit der Eröffnung im Meilenwerk. Die Eventfläche im Meilenwerk ist einer der attraktivsten Veranstaltungsorte in Berlin. Allein in 2004 fanden rund 180 Veranstaltungen hier statt. Gebucht werden Veranstaltungen unterschiedlicher Ausrichtungen (z. B. Kongresse, Gala-Abende, Fachmessen, Teilemärkte, Preisverleihungen, Tagungen, Seminare, Auktionen, Etappenziele für Rallyes usw.). Im Februar 2004 erhielt das Meilenwerk vom Berliner Senat als eine der bestbesuchten Dauerausstellungen der Stadt die Wochenendverkaufsgenehmigung für seine Einzelhändler.
Das Angebot des Meilenwerkes hat aber auch in anderen Regionen sehr hohe Marktchancen. Über 15 Millionen Deutsche ( 2/3 Männer und 1/3 Frauen) interessieren sich für Oldtimer und klassische Fahrzeuge (Quelle Malte Jürgens, Chefredakteur Motor Klassik). Über 1.300 Oldtimerevents fanden 2005 allein im deutschsprachigen Raum statt. Mehrere 100.000 Menschen kaufen und lesen bundesweit jeden Monat diese Zeitschriften. Insgesamt wurden ca. 150.000 H-Kennzeichen und ca. 41.000 07er Nummern in Deutschland vergeben.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass jetzt im September 2006 das Meilenwerk Düsseldorf im ehemaligen Ringlokschuppen eröffnet hat. Nach einem Jahr Bauzeit und einer Investitionssumme von rund 15 Millionen Euro ist das Meilenwerk Düsseldorf mit seinen 19.000 qm zur Eröffnung vollvermietet. Für die Einstellboxen gibt es, wie in Berlin, bereits eine Warteliste. Die Buchungsrate für die Events in 2006/2007 liegt über den Erwartungen. Als Starthilfe diente, dass alle überregional aufgestellten Mieter aus Berlin auch in Düsseldorf präsent sind. Mehr als 65.000 Besucher kamen zur Eröffnung des Meilenwerk Düsseldorf am 16. und 17. September 2006 in das 19.000 qm große Forum für Fahrkultur. Rund 5.000 Oldtimerbesitzer reisten mit ihren Klassikern aus ganz Nordrhein-Westfalen und dem angrenzenden Ausland an. Zukünftig werden im
Durchschnitt 1000 Besucher pro Tag erwartet – an den Wochenenden mehr, in der Woche weniger.