In unserem Artikel “Neue Revenuemodelle in der Musikindustrie” und in vielen weiteren Artikeln haben wir aufgezeigt, dass man die “ganze Klaviatur” spielen muss, um heute als Musiker erfolgreich zu sein. Robbie Williams hat es gestern vorgemacht und sein Konzert in mehr als 250 Kinos weltweit übertragen lassen, um damit vielen Fans ein Liveerlebnis zu ermöglichen. Das ist Weltrekord. Die Sitzplätze in 37 deutschen Kinos waren ausverkauft. Pro Sitz zahlten die Besucher knapp 20 Euro. Nur in Düsseldorf war die Enttäuschung riesig groß, weil es kein Sattelitensignal gab und die 1.700 Fans unverrichteter Dinge nach Hause gehen mussten.
Und schon meldet sich der nächste Musikgigant mit U2 zu Wort. Das Live-Konzert am 25.10.2009 ab 20:30 Uhr im RoseBowl-Stadium in Pasadena (Kalifornien) wird weltweit live via YouTube übertragen. Für uns in Europa gibt es einen kleinen Haken. Wir müssen um 4:30 Uhr morgens aufstehen, um die Band live zu erleben. Bäckergesellen werden damit kein Problem haben, weshalb ich mir eher Gedanken darüber mache, ob wir am nächsten Morgen frische Brötchen beim Bäcker bekommen Die viel größere Frage wird sein, ob YouTube den Ansturm wirklich schaffen wird oder man umsonst früh aufgestanden ist.
Update: Wir in Deutschland und Österreich müssen in die Röhre schauen, wie Golem vermeldet: “Für Musikfans in Deutschland jedoch lohnt sich das frühe Aufstehen oder das lange Aufbleiben nicht: Hierzulande kann die Liveübertragung – anders als in den Nachbarländern Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden und Spanien – nicht angesehen werden. Google Deutschland begründete das auf Nachfrage von Golem.de mit musikrechtlichen Problemen: Youtube habe in Deutschland keinen Vertrag mit der Musikverwertungsgesellschaft Gema. Deshalb müssen Nutzer hierzulande auf das Konzert verzichten.” Auch der zweimalige Abruf der Aufzeichnung, der vorgesehen ist, funktioniert nicht in Deutschland dank Gema. Danke liebe Gema.
Insofern kann man erst hinterher sagen, ob die Aktion Top oder ein Flop war. Zumindestens zeigt U2, dass es das Web 2.0 begriffen hat und im Zeitalter der Free-Economic auch begriffen hat, dass man seine Fans auch “anfüttern” muss. Ich bin mir sicher, dass U2 aufgrund dieser Aktion die Zahl der Youtube-Channel-Abonnenten nachhaltig steigern wird. Und schon allein deshalb wird sich diese Marketingaktion für die irische Band gelohnt habe. Zudem wird YouTube sicherlich auch ein nettes Sümmchen gezahlt haben. Entscheidend für den kurzfrisitgen finanziellen Erfolg wird aber sein, wie sehr das Cross-Selling angekurbelt wird. Viele Ideen dazu haben wir im o.g. Blogartikel erwähnt.
Seit Jahren beschäftigen sich Pädagogen damit, Spass beim Lernen zu verbreiten. In diesem Zusammenhang spricht man von “Edutainment”. Warum soll man mit solchen Aktionen nicht auch schlechte Gewohnheiten ändern können? Deshalb gibt es jetzt in Schweden den Wettbewerb “Thefuntheory”, der von Volkswagen gesponsert wird. Bis zum 15.11.2010 kann jeder Ideen einreichen, mit denen man sein Verhalten positiv verändern kann. Um die Aktion bekannter zu machen, wurde z.B. ein Film von einer Aktion gedreht, in dessen Rahmen eine U-Bahntreppe in Stockholm zum Klavier umfunktioniert wurde (siehe oben). Das Video verbreitet sich viral wie Schmitz Katze. Mehr als eine Million Zuschauer konnten in kurzer Zeit auf YouTube gezählt werden. Gefunden im basicthinking-Blog.
Kommen Euch diese Floor Pianos bekannt vor? Wir haben schon im Dezember 2008 vom Floor Piano im FAO Schwarz Spieleladen in New York berichtet. Diese Attraktion hat sich in kürzester Zeit zum Besuchermagneten entwickelt. Dass auch die Schweden hin und weg sind, zeigt das 1. Video in diesem Beitrag. Und welche Ideen habt Ihr, damit die Menschen mit Spaß ihr Verhalten verändern? Dann hinterlasst einen Kommentar. Im Video weiter unten findet ihr eine weitere pfiffige Idee, damit alle motiviert werden, den Müll in öffentliche Mülleimer zu werfen. Und hier findet ihre eine Idee, damit Kinder die Hände waschen und hier, damit sie Zähne putzen.
“Grundsätzlich lohnt sich die Produktion von Brettspielen erst ab einer Auflage von 1.000 Spielen. Die Herstellungskosten sind dann mit 15 bis 20 EUR allerdings relativ hoch….Für die Konzeption und Entwicklung eines Brettspiels fallen in jedem Fall Kosten (Lizenzgebühren) von 1.500 bis 2.000 EUR an – unabhängig davon, wie hoch die spätere Auflage in der Produktion ist und ob das Brettspiel letztendlich überhaupt produziert wird.”
Doch ich musste nicht lange suchen, bis ich doch noch auf ein Brettspiel 2.0 – Konzept gestossen bin. Und zwar startet die NewMarketing-Bloggerin Karin Janner in diesem Herbst die Webseite Spieltz, ein Marktplatz und Plattform für individuelle Spiele – auf LKW-Planen. In einem jüngst erschienen Blogpost erläutert Karin das ausführliche Konzept. Und sie erklärt natürlich auch, warum Sie schon einige Monate vor dem offiziellen Start Ihr Konzept verrät:
“Ich muss nicht mit einem fix fertigen Produkt an den Start gehen und es nach dem Motto “friss oder stirb” auf den Markt werfen. Im Web 2.0 habe ich die Möglichkeit, meine Nutzer, Kunden, Interessenten, Multiplikatoren, Unterstützer, Euch alle… frühzeitig einzubinden und bei der Produktentwicklung mitreden zu lassen. Und die Chance, schon vor dem Onlinegang Feedback, Ideen und Anregungen zu bekommen, werde ich mir doch nicht entgehen lassen.”
In Kürze könnt Ihr also Euer eigenes Brettspiel, äh Verzeichung LKW-Planenspiel entwerfen und über den Onlineshop bei Spieltz vertreiben. Das Grobkonzept erinnert mich sehr an MeinKartenspiel, aber warum soll man bewährte Ideen, die hier im Blog vorgestellt wurden, nicht auch übernehmen. Schliesslich ist das ja die Grundidee von diesem Blog. Und wenn Ihr jetzt Ideen und Feedback habt, dann meldet Euch direkt bei Karin. Ich drücke die Daumen und werde die Entwicklung sicherlich weiterverfolgen.
Am 5. Juni 2009, dem Weltumwelttag, wurde der Dokumentarfilm “HOME” gleichzeitig im Kino, auf DVD, im Fernsehen und im Internet veröffentlicht. Auf einer Pressekonferenz haben die Macher den Film wie folgt vorgestellt: “Es sind 2 Stunden Flug über den Planeten, ohne ein Interview, ohne dass jemand befragt wird. Es ist ein Blick auf die Erde von oben mit Kommentar und Musik… Vom Himmel aus ist man immer weit weg vom Schmerz und Hässlichen. Das Luftbild ästhetisiert und macht Dinge schöner. Doch was Sie dazu hören, holt Sie in die Realität zurück.”
Pressekonferenz 5. Mai 2009
in WIKIPEDIA wird der Film wie folgt besprochen: “Der Film besteht großenteils aus Luftaufnahmen aus verschiedenen Gegenden der Erde – vom tropischen Regenwald über die arktische See bis hin zu Großstädten wie Dubai oder Lagos. Der aus dem Off gesprochene Kommentar thematisiert ökologische und soziale Probleme, wie die globale Erwärmung, Überbevölkerung, Bodenerosion, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Trinkwassermangel und den Artenschutz. Im Schlussteil werden noch einige positive Entwicklungen gezeigt, wie der zunehmenden Einsatz von Windenergie und Solarenergie.”
HOME – Die Dreharbeiten
Dieser Film ist ein Juwel. Aber nicht nur die Bilder sind besonders. Auch die Entscheidung, den Film im Internet für alle frei verfügbar zu machen, ist noch längst nicht selbstverständlich. Um die Finanzierung zu sichern, hat man sich entschieden, den Film durch den französischen Luxusgüter-Konzern PPR (u.a. Gucci, Fnac, Puma AG) mit 10 Mio. Euro sponsern zu lassen. Das fällt nicht überall auf Gegenliebe, vor allem weil der Sponsor am Ende des Trailers präsentiert wird. Ich persönlich bin froh, dass die Macher des Films diesen Weg gegangen sind, denn der freie Zugang zum Film ist für mich wichtiger, als der Sponsor. Gefunden bei Hannes Treichl.
Der US-Videospielpublisher Roundhouse Interactive greift den Crowdsourcing-Trend auf und will ein neues Videospiel mit dem Arbeitstitel “The Game Cartel” von seinen jetzigen und zukünftigen Kunden entwickeln lassen. Dafür soll eine Community mit bis zu 100.000 Mitglieder gegründet werden. Die Communitymitglieder sollen in alle relevanten Entscheidungen mit eingebunden werden, von der Wahl des Titels bis hin zu Plattform, Genre, Storyline, Spielbarkeit und Art der Steuerung. Die Mitarbeiter von Roundhouse sollen den Prozess nur begleiten und dann einspringen, wenn es die Community nicht selber lösen kann.
Dass es sich nicht nur um einen Marketinggag handelt, zeigt sich am Geschäftsmodell, wie die PC-Welt berichtet: “Genauso kreativ wie der Produktionsansatz ist auch das Geschäftsmodell des Roundhouse-Interactive-Videospielprojekts. Laut Montanaro müssen nämlich Interessierte bereits im Vorfeld einen Betrag von 50 Dollar zahlen, um als Teilnehmer akzeptiert zu werden. Als Gegenleistung erhalten sie dann eine Kopie des fertigen Spiels und die Berechtigung zur Stimmabgabe in der “Game Cartel”-Community. Diejenigen Mitglieder, die sich im Rahmen des Entwicklungsprozesses besonders ausgiebig engagieren, sollen sich zudem auch eine Erwähnung in den Game Credits des Titels verdienen können.”
Ein Experte, der im PC-Welt Artikel zitiert wird, nennt das Abzocke. Denn schliesslich wüsste der Beteiligte zu Beginn nicht, ob das Endergebnis ihm auch gefällt und er das Spiel auch wirklich kaufen würde. Ist das nicht in vielen Fällen so, wenn man sich als Kleinanleger irgendwo beteiligt? Deshalb finde ich den Begriff “Abzocke” nicht treffend. Vielmehr würde ich den Beitrag von 50 EUR als Eintrittskarte verstehen, um den gesamten Entwicklungsprozess als Insider mitverfolgen zu dürfen. Sehr wohl kann man darüber diskutieren, wie die Crowds beteiligt werden, wenn das Projekt zum finanziellen Erfolg avanciert.
Wolltet Ihr schon immer eine kleine Rolle in einem bekannten Kinofilm spielen? Nein, dafür müsst Ihr nicht bei Till Schweigers neuer Show mitmachen oder ein Fluckticket nach Los Angeles buchen. Ihr braucht nur das Yoostar-Equipment für 169,95 USD bestellen und die Daumen drücken, dass Ihr dieses neue Gadget noch vor Weihnachten zugeschickt bekommt. In der Yoostar-Box befinden sich eine Webcam mit Mikrophon, eine Fernbedienung, eine grüne Leinwand mit Gestell und die Yoostar-Software.
Was Ihr mit dem ganzen Equipment anfangen sollt? Dann schaut mal obiges Video an, in dem Euch gezeigt wird, wie Ihr in wenigen Minuten dafür sorgen könnt, dass Ihr in einer bekannten Kinoszene selber erscheint. Noch ist die Auswahl beschränkt. Zum Start werden aus 12 Kinofilmen, wie z.B. “Terminator”, “Beverly Hills Cop 2″, “Spartacus” und “Some like it hot”, kurze Filmsequenzen angeboten, in die Ihr Euch “reinbeamen” könnt.
In Zukunft soll das Rollenangebot deutlich erhöht werden. Das hängt neben dem Verkaufserfolg von Yoostar natürlich auch von den Filmstudios ab, die diese Filmsequenzen zur Verfügung stellen müssen. Auf jeden Fall wird Yoostar schon jetzt ein ähnlicher Verkaufserfolg wie der Wii-Konsole vorausgesagt. Wie das funktionieren soll? Ihr könnt Eure Filmsequenz als Widget in Euer Facebook-Profil, Blog oder Webseite integrieren und damit kostenlos für Yoostar Werbung machen.
Ich war ehrlich gesagt noch nie ein Fan von reinen Kochshows. Nur dann, wenn die Kochshows um weitere Elemente ergänzt wurden, fand ich sie zum Teil sehenswert. So gefiel mir eine Zeit lang “alfredissimo” so gut, weil Alfred Biolek nicht nur mit einem Promi kochte, sondern auch mit ihm “quatschte” und wir dadurch viel von ihm erfahren konnte. Seit kurzem schaue ich ab und zu die “Küchenschlacht” . Das Prinzip wird auf der dazu passenden Webseite wie folgt beschrieben:
“Sechs Kandidaten kochen am Montag gegeneinander. Jeden Tag muss ein Kandidat die Sendung verlassen, nachdem ein Star-Koch von “Lanz kocht!” sein Urteil gesprochen hat. Im Finale am Freitag treten schließlich die beiden letzten Kandidaten um den Wochensieg gegeneinander an. Am Ende jeder Sendung entscheidet ein fachkundiger Feinschmecker und Experte, welcher Hobbykoch sein Kochfeld räumen muss und wer am nächsten Tag einen Gang zulegen darf.”
Besonders gut gefällt mir die Mischung aus “Battle” und “Coaching”. Konkret gibt es jede Woche einen Spitzenkoch, der die Hobbyköche unterstützt und ihnen viele kleine Tricks und Kniffe zeigt. Diese Form des Edutainment gefällt mir gut. Und für Spannung ist gesorgt, weil es sich um eine “Battle” handelt, also konkret Spannung in der Luft liegt. Nicht nur Vorlesungen (siehe vorheriger Bericht), sondern auch Kochenshows tut dies gut.
Derzeit erobert die skateboardende Dogge “Bazuka” aus Japan die Herzen der YouTube-Zuschauer. Mehr als 7 Mio. Abrufe kann obiges Video schon verzeichnen. Und immer mehr Spartenkanäle bei Youtube sowie Fernsehsender entdecken Bazuka und seine Skateboardkünste. Es ist einfach köstlich, wie diese Dogge die junge Skateboarder im obigen Video alt aussehen lässt.
Ich würde mich nicht wundern, wenn Product-Placement-Agenturen bald auf das Herrchen von Bazuka zugehen und Bazuka bald mit einem nagelneuen Skateboard und coolen, neuen Skatershirts durch die Gegend düst. Und natürlich werden auch Casting-Agenturen bald anklopfen und Bazuka in die die Kundenkartei aufnehmen wollen.
Aber auch andere findige Unternehmer könnten bald mit Bazuka Geschäfte machen. Warum sollte nicht ein findiger E-Commerce-Anbieter bald einen Bazuka-Skateboard-Shop ins Netz stellen, nachdem die Verhandlungen mit Bazukas Herrchen erfolgreich abgeschlossen wurden. Und die Jungs von Cavi.tv sollten sich nicht nur auf Musikstars “einschiessen”, sondern auch solche YouTube-Superstars unter Vertrag nehmen.
Ich bin begeistert, wieviele Geschäftschancen YouTube heute ermöglicht. Und wenn jetzt YouTube clevere Ideen für Revenuesharing entwickelt, wird auch Google als Gesellschafter viel Spaß an ihrer teuren Beteiligung haben. Es wundert mich, warum hier bisher so wenige “Revenueakzente” gesetzt werden.
Franny Armstrong hatte vor vielen Jahren die Vision, einen Film über die Klimakatastrophe zu machen. Da sie keinen Produzenten fand, entschied sie sich im Jahre 2004, die Produktionskosten via Crowdfunding einzusammeln. Im Rahmen der ersten Crowdfunding-Party im Dezember 2004 konnten 34 Gewinnanteile im Gesamtwert von £ 17.000 verkauft werden. Das war der Startschuss für die Produktion des Filmes “the age of stupid”. Im Laufe des Produktionszeitraumes konnten nicht nur die gesamten Produktionskosten in Höhe von £ 450.000 eingesammelt werden, sondern noch mehr, um den Film gut zu promoten. Zudem flossen noch beträchtliche Beträge von Spendern ein, die nicht wie die Anteilseigner am Gewinn des Filmes beteiligt werden wollen.
Der Aufwand hat sich gelohnt. Vor wenigen Tagen war in London die Weltpremiere. Den Weg dorthin und die weiteren Schritte seht Ihr in folgender Timeline:
Nov ‘04 – Fundraising starts
Dec ‘04 -> May ‘08 – Production
March 20 ‘09 – UK cinema release
April ‘09 – USA release (TBC)
May ‘09 – UK Indie Screenings start (TBC)
June ‘09 – UK DVD released (TBC)
December ‘09 – Copenhagen UN Climate Summit
Ich finde nicht nur faszinierend, dass dieses Filmprojekt via Crowdfunding realisiert wurde, sondern dass auch die Produktionskosten so extrem niedrig waren und trotzdem ein chicker Film entstanden ist (siehe Trailer oben). Das liegt einfach auch daran, dass fast alle Beteiligte auf ein Großteil des Festhonorars verzichtet haben und nun auf eine nette Gewinnbeteiligung hoffen. Habt Ihr noch mehr Fragen zu diesem Projekt. In einer sehr ausführlichen FAQ-Liste erhaltet Ihr auf fast alle Fragen eine Antwort, nur nicht, wann der Film in deutschen Kinos zu sehen ist.
Die Musikkonzerne habe es momentan wirklich nicht leicht. Die Umsätze brechen immer mehr ein, weil die sinkenden Umsätze aus dem CD-Verkauf nicht durch die Umsätze mit Musikdownloads aus dem Internet kompensiert werden können. Und jetzt droht auch noch an der “Wettbewerbsfront” Unheil. Der US-Konzertveranstalter Live Nation soll für einen Betrag von 150 Mio. USD für die nächsten zehn Jahre an allen Einnahmen das US-Starrappers Jay-Z beteiligt werden. Neben Einnahmen aus Konzerten und einer Bekleidungslinie sind damit auch die Einnahmen aus Musikverkäufen dabei.
Um eine Vermarktungsstrategie aus einem Guss zu entwickeln, ist dieser Weg von Live Nation mehr als nachvollziehbar. Vielleicht sogar kann es Sinn machen, in einem Geschäftsbereich auf Umsätze zu verzichten, um die Gesamteinnahmen zu optimieren. Das könnte z.B. so aussehen, dass man kostenlose Musikdownloads in Zeitschriften anbietet (wie es z.B. Prince gemacht hat), um damit die Bekanntheit und die Einnahmen aus dem Ticketverkauf und Merchandising zu erhöhen und vielleicht insgesamt zu toppen.
Obwohl die Vorgehensweise von Live Nations Sinn macht, ist es trotzdem eine Kriegsansage an die großen Musikkonzerne. Die könnten zurückschlagen, indem Sie ebenfalls in andere Geschäftsbereiche vordringen und z.B. den Konzertveranstaltern mehr Konkurrenz machen. Erste Anzeichen dafür gibt es schon. Universal, Warner Music und Sony BMG wollen z.B. gemeinsam mit My Space die Plattform MySpace Music pushen. Hier werden nicht nur Musikdownloads und Streams kostenpflichtig angeboten, sondern auch Konzerttickets und Merchandising-Artikel verkauft. Die Großen im Musikgeschäft wollen sich eben nicht geschlagen geben, ohne vorher alles versucht zu haben. Dabei drohen an der Crowdsourcing-Front schon die nächsten Gefahren, wie u.g. Beispiele zeigen.