In jedem Gründerseminar lernt der potentielle Einzelhändler, dass sein Standort sehr wichtig ist, um viele Kunden anzulocken. Doch was bringt der beste Standort, wenn die Kunden trotzdem am Geschäft vorbeilaufen. Ja, es braucht einen Kundenstopper, um die Kunden auch wirklich ins Geschäft zu locken. Mitarbeiter in Marketingagenturen auf der ganzen Welt zerbrechen sich den Kopf, welche Kundenstopper denn am erfolgsversprechendsten sein könnten. Ich habe eine sehr gute Lösung dafür auf dem Flughafen in Miami gefunden:
Ja, hier laufen tausende Menschen pro Stunde an den Geschäften im Flughafen vorbei. Meist sind sie sehr gehetzt, häufig suchen sie aber nur nach Zerstreuung, um die Wartezeiten bis zum Abflug zu verkürzen. Deshalb schlendern viele Fluggäste an den Shops vorbei, sind allerdings auch sehr zögerlich, bevor sie die magische Schwelle überschreiten und ins Geschäft eintreten.
Ein Laden vergleichbar mit Tchibo, der allerdings keinen Kaffee sondern nur nützliche Dinge für den Alltag anbietet, hat es in Miami vorgemacht, wie man Kunden zum Stehenbleiben animiert. Einer der Verkäufer zeigte einfach eines der Produkte im Einsatz. Es handelte sich um einen Indoor-Spielzeughelikopter, der nur schlappe 29,95 USD kostet. Diesen Helikopter bewegte er mit der Fernbiedung aus dem Geschäft und steuerte gezielt die vorbeischlendernen Passanten an.
Wenn die Passanten stehen blieben, steuerte der findige Verkäufer den Helikopter wieder zurück ins Geschäft. Die meisten folgten instinktiv dem Helikopter. Im Geschäft durften sie gleich selber ausprobieren, wie leicht man solch einen Helikopter steuern kann. Und natürlich ist ein Helikopter auch ein geniales Geschenk für einen Flugreisenden. Und flux war wieder ein Helikopter mehr verkauft. Reisen bildet