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June 28, 2008

Wie werde ich in Blogs erwähnt?

Filed under: Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Nachdem ich im letzten Artikel darauf hingewiesen habe, wie Blogger von PR-Verantwortlichen gerne behandelt werden wollen, widme ich mich jetzt einigen Best-Practice-Beispielen:

  • Postkartenaktion der marketing-Blogger Viele E-Mail-Postfächer von Bloggern sind verstopft und einen Telefonanruf halten viele für aufdringlich. Wie soll man denn da als junger Blogger Aufmerksamkeit erhalten? Die marketing-Blogger haben es gezeigt, indem sie zu Beginn ihrer Blogaktivitäten mehr als 100 Bloggern eine Postkarte geschickt haben und so auf sich aufmerksam gemacht haben. Schon in Vertriebsseminaren lernen wir, dass die ungewöhnlichnen Distributionswege meist die erfolgreichsten sind.
  • Mit Produktproben oder Produktgeschenken die Blogger erfreuen Aus meiner Sicht nutzen noch viel zu wenige Unternehmen diese Chance der Produktplatzierungen. Denn die meisten Blogger, die etwas geschenkt bekommen, berichten auch darüber. Voraussetzung ist, dass man im Vorfeld genau recherchiert, welche Blogger über welche Produkte gerne berichten und für Produkttests auch offen sind. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auch vorher nachfragen. Ganz wichitg ist das Follow Up. Hier verschenken die meisten Marketiers enorme Chancen. Eine Erfolgs-Case-Study findet Ihr hier.
  • Individuelle Geschenke erhöhen die Aufmerksamkeit Nicht immer ist man selber Hersteller eines Produktes, das viele lieben. Trotzdem kann man mit kleinen Geschenken hohe Aufmerksamkeit gewinnen. In diesem Fall ist aber wichtig, dass man nur Geschenke macht, die der Blogger auch wirklich braucht und worüber er sich auch freut. 08/15-Aktionen laufen hier schnell ins Leere. Vielmehr sollten man sich vorher mit dem einzelnen Blogger beschäftigt haben. Wie so etwas sehr erfolgreich funktionieren kann, seht Ihr hier.
  • Interaktive Rätsel sind der Knaller Bis jetzt hat die Tchibo-Ideas-Aktion für den meisten Buzz in der Blogosphäre gesorgt. Das lag daran, dass es sich um eine Rätselaktion gehandelt hat. Das Follow-Up war allerdings mangelhaft. Und wenn in den Päckchen unterschiedliche Dinge gewesen wären, wär auch mehr Interaktion zwischen den Bloggern möglich gewesen.

February 7, 2008

Buch von Bloggern für Blogger über Blogs

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 1:45 pm

Alles fängt klein an. Das BlogPraxis hat vor einiger Zeit zu einer Blogparade aufgerufen. Zu den vier Themen:

  • ABC des Bloggens
  • Bloggen für Fortgeschrittene
  • Ideelles Bloggen und
  • Kommerzielles Bloggen
konnten Blogger Beiträge einreichen. Das erste Ergebnis ist eine wirklich lesbare Zusammenfassung. Das soll aber noch nicht alles sein. Jetzt wird im Blog laut nachgedacht, ob man nicht ein reales Buch herausgeben könnte:

“Dabei denken wir an ein Buch, das “ganz normal” über einen Verlag läuft und im Handel erhältlich ist. Sollten genug Bloggerinnen und Blogger bei einem Buchprojekt mitarbeiten wollen, würden wir die Koordination sowie die Verlagsverhandlungen übernehmen. Den Schlüssel für die Honorierung der Autoren legen wir alle gemeinsam fest. Das Projekt sollte möglichst ohne Vorfinanzierung realisiert. Aber wir würden eine straffe und breite Verkaufsunterstützung (Werbung) durch die teilnehmende Blogs erwarten. Niemand soll Geld in die Hand nehmen, aber das Buch müsste rege in den Blogs erwähnt werden.”

Derzeit läuft die Abstimmung im BlogPraxis. Momentan sind 19 Personen dafür und 4 dagegen. Das sieht doch ganz danach aus, dass die Blogparade in die nächste Runde gehen könnte. Und wer bis jetzt noch nicht dabei war, für den habe ich eine gute Nachricht. Es sind weiterhin Beiträge zum Thema herzlichst willkommen.

August 12, 2007

Was Blogger von Journalisten unterscheidet

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 4:45 pm

Immer häufiger telefoniere ich mit Geschäftsführern oder Pressevertretern von Start Ups und etablierten Unternehmen. Ich merke, dass in diesen Gesprächen kein Unterschied gemacht wird, ob man jetzt Blogger oder Journalist einer etablierten Tageszeitung ist. Das ist eine sehr positive Erkenntnis. Natürlich muss man sich so etwas auch durch gut recherchierte Artikel erarbeiten und solch einen “Expertenstatus” bekommt man nicht geschenkt.

Deshalb ist die Aussage vieler Vertreter etablierter Medien, Bloggen sei nur Spielerei, immer häufiger falsch. Denn unter den Bloggern, insbesondere unter den Business Bloggern, gibt es immer mehr Top-Spezialisten, die die meisten Fachjournalisten hinsichtlich ihres Fachwissens locker in die Tasche stecken. Aber es gibt grundsätzlich trotzdem noch Unterschiede, die ich hier gerne aufliste, damit auch die Firmenvertreter keine falschen Erwartungen aufbauen:

  1. Blogger sind sehr schnell, manchmal auch etwas voreilig Auch die Blogger achten immer häufiger darauf, der erste zu sein, um bestimmte Meldungen zu veröffentlichen oder zu kommentieren. Denn der Wettbewerb wird auch hier immer größer und deshalb wollen sich viele durch Schnelligkeit von den anderen absetzen. Dabei passiert es natürlich, dass nicht ganz so tief recherchiert wird und eben veröffentlichte Fakten einfach übernommen werden. So geschehen vor kurzem bei den Artikeln von Henning Krieg und Robert Basic über die angeblich hohen Mitgliederzahlen von elolly. Schon ein kurzer Validiätscheck (Alexa-Zahlen, Rechexempel Neumitglieder/Tag, etc) lässt einen an den Mitgliederzahlen zweifeln, die elolly behauptet. Und wenn man dann ca. eine Woche nach Anfrage immer noch kein Feedback erhält, dann wird man noch skeptischer. Ich persönlich war früher auch sehr vorschnell und habe aus meinen Fehlern gelernt (nicht immer, aber immer öfters :-) ) Ganz wichtiger Tipp für Firmen: Stellt einen guten Pressebereich mit Fotos, Fakten, Presse- und Blogartikeln zur Verfügung, damit ihr dem schnellen Informationshunger der Blogger gerecht werdet.
  2. Blogger verstehen Ihren Beitrag häufig als Diskussionsgrundlage und nicht als abschliessenden, allgemeingültigen Artikel Häufig veröffentlichen Blogger Ihre Artikel nur als Diskussionsgrundlage und nicht als einzig alleingültige Meldung oder Meinung. Das liegt natürlich u.a. daran, dass für Blogger auch die Kommentare ihrer Leser sehr wichtig sind. Und manchmal erhält man durch ein provokante These eben viele Kommentare und Trackbacks. Zum anderen lernen Blogger auch noch gerne etwas dazu und geben das auch offen zu. Das unterscheidet sie auch meist von einigen sehr arroganten Journalisten, die glauben, die Weisheit als einzige gepachtet zu haben. Und genau das müssen auch Unternehmensvertreter lernen, dass viele Blogartikel eben eine Diskussionsgrundlage sind und dass sie dazu eingeladen sind, mit zu diskutieren.
  3. Blogger agieren meist transparenter Bei fast keinem Artikel eines Journalisten lese ich seine Quellen, die er für seinen Artikel verwendet hat. Das ist bei Bloggern anders. Sie geben fast in jedem Artikel an, aufgrund welches Infoquelle sie auf das Thema aufmerksam geworden sind und verlinken auch zu diesen Quellen. Im Web 2.0 Zeitalter ist das aus meiner Sicht selbstverständlich. Natürlich geht man damit als Blogger das Risiko ein, seine Infoquellen preiszugeben und zu riskieren, dass das nächste Mal ein Blogger ebenfalls die Infoquelle liest und schneller als ich selber die Nachricht dann postet. Aber Konkurrenz belebt eben das Geschäft :-) Ich bin sogar soweit gegangen, einer jungen Bloggerin Zugang zu meinem Bloglines-Account zu geben. Ich habe sehr viel Zeit in den Aufbau meiner RSS-Fead-Liste reingesteckt. Aber Bloggen ist für mich auch immer Networking und das besteht eben aus Geben und Nehmen.
  4. Immer mehr Blogger präsentieren Spezialwissen Sehr erfreulich finde ich, dass es immer mehr Businessblogger gibt, die sich auf ein Spezialthema konzentrieren. Meist sind das Themen, mit denen sie auch beruflich konfrontiert werden, aber nicht immer. Und da man mit einem Blog kein Geld verdienen muss, kann man auch über Themen schreiben, die vielleicht nur 1.000 Leser wirklich interessiert. Für einen Unternehmer ist es ja schon manchmal klasse, wenn er durch seine Bloggerei 10 neue Kunden, Multiplikatoren oder Kooperationspartner findet. Für ihn ist die Leserzahl nicht immer entscheidend. Anders ist das in weiten Bereichen der Journaille. Denn welcher Verleger findet es schon klasse, dass die Leserzahlen rapide sinken, weil die Journalisten nur noch über Spezialthemen für wenig Zielkunden schreiben? Der Long Tail ist somit eine große Chance für viele Blogger und deren Leser. Ich selber habe das auch festgestellt und darf jetzt regelmäßig über innovative Geschäftsideen bei Starting Up schreiben. Warum darf ich das? Weil es bisher keinen Journalisten gab, der das konnte und sich dem Verleger anbot.
Mein Artikel soll jetzt nicht als Journalistenschelte angesehen werden, sondern als selbstbewusste Aussage eines Business Bloggers. Wir sind in vielen Bereichen aufgrund o.g. Rahmenbedingungen Spezialisten mit viel know how und brauchen uns deshalb vor keinem mehr verstecken.

Zudem hoffe ich, dass die Unternehmernsvertreter besser als bisher lernen, wie wir Blogger ticken und wie man mit uns umgehen sollte. Denn eine realistische Erwarungshaltung ist eine gute Basis, um auf Augenhöhe miteinander zu diskutieren. Let´s do it!

Ich würde mich freuen, wenn wir diesen Artikel möglichst viele Blogger als Diskussionsgrundlage verstehen, um in Zukunft auf Augenhöhe zu reden. Und für Ergänzungen bin ich natürlich auch dankbar.

April 14, 2007

Blogratgeber (10): Networking

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber, Marketing - Network — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

Blogs sind Networkingtools. Aus meiner Sicht haben das aber noch zu wenig Blogger erkannt bzw. spielen nicht auf der gesamten “Klaviatur” des Networkens. Für mich gehört aber die richtige Networkingstrategie heute zum unerlässlichen Muß, um sich schnell und gleichzeitig nachhaltig in der Bloggersphäre zu vernetzen. Deshalb beschäftige ich mich heute intensiv mit dem Thema “Blogger-Networking”, was ansonsten in vielen anderen Blogratgebern sehr kurz kommt oder gar nicht erwähnt wird.

  1. Nimm mit anderen Bloggern per Telefon Kontakt auf Um ins Gespräch zu kommen, ist das gute alter Telefon immer noch sehr hilfreich. Denn eine E-Mail kann man schnell übersehen und ist eben nicht interaktiv. Ich persönlich habe immer sehr gute Erfahrungen mit Kurztelefonaten mit Bloggern gemacht. Das ist deutlich persönlicher als eine E-Mail oder man baut Distanz ab, weil die Sprache alle Barrieren schmelzen lässt. Man kann sich via Telefon schnell austauschen, ohne viel Zeit (z.B. Reisezeit) investieren zu müssen.
  2. Treffe Blogger persönlich Noch besser ist es natürlich, mit Bloggern persönlich Kontakt aufzunehmen. Immer wenn man von Veranstaltungen, wie z.B. der re publica, Erfahrungsberichte liest, dann ist eines immer identisch: Die persönlichen Treffen mit anderen Bloggern waren fast immer das Beste. Und wie erfährt man von diesen Meetings? Einfach nur die am meisten frequentierten Blogs lesen und schwups erhält man die Infos über die nächsten empfehlenswerten Meetings. Und wenn Ihr einen bestimmten Blogger treffen wollt, dann fragt Ihn doch einfach per Mail oder Telefon, wo man ihn als nächstes treffen kann, wenn er nicht sowieso auf seinem Blog seine Terminliste veröffentlicht hat.
  3. Gib anderen Bloggern wertvolle Tipps, z.B. über Content, der sie interessieren könnte Ein wichtiger Tipp für Business Blogs ist es, seinem Themenfokus treu zu bleiben und nicht zu viel über andere Dinge außerhalb der Kernfokussierung zu berichten. Aber was tun, wenn man über andere Dinge etwas Interessantes gelesen hat? Einfach die bekannten Blogger, die diesen Themenfokus haben, anmailen und den entsprechenden Linktipp geben. Der Blogger erwähnt dann i.d.R. den “Informanten” und verlinkt auf ihn. Bei mir ist z.B. Monika Meurer solch eine zuverlässige Informantin.
  4. Spinne Ideen weiter und vernetze Dich dadurch Nur von anderen Blogs abzuschreiben, bringt in der Regel gar nichts. Sehr wohl kann man aber eine Nachricht auf einem anderen Blog aufgreifen und eigene Ideen und Erfahrungen mit einbringen. Der andere Blogger entdeckt den Artikel durch den Blick auf seine Trackbacks sehr schnell und erwähnt im besten Fall sogar den anderen Artikel in Form eines Nachtrags. Zumindest entdecken aber alle Leser, die auch das Kommentarfeld des Artikels anschauen, den anderen Artikel und können sogar als Stammleser des eigenen Blogs gewonnen werden, wenn alles gut läuft.
  5. Vernetze Blogger Kennst Du zwei Blogger, die sich unbedingt kennenlernen sollten. Dann schicke beiden eine E-Mail oder nutze die Verknüpfungsfunktion von XING. Das Motto hier lautet: “Wenn Du zwei Personen etwas Gutes tust, profitierst Du häufig auch davon”. Warum? Weil fast jeder Blogger begriffen hat, dass Networken aus Geben und Nehmen besteht und deshalb gerne auch mal den Ball zurückwirft, wenn der dem ursprünglichen Kontakter etwas Gutes tun kann.
  6. Mitglied werden in der Xing-Gruppe “Business-Blogs” Blogger kommunizieren hauptsächlich via Blog. Aber sie kann man auch woanders virtuell treffen. Es gibt z.B. bei XING die Gruppe “Business Weblogs“. In dieser Gruppe sind mittlerweile fast 1.500 Business Blogger im deutschsprachigen Raum versammelt. Deshalb sollte man sich nach Beitritt sofort erst einmal in der Rubrik “Neue Mitglieder” vorstellen. Zudem sollte man schauen, welche Themen einen hier interessieren und selber Beiträge posten. Kommunizieren ist der Schritt für die Selbstvermarktung und Networken.
  7. Binde bekannte Gastblogger ein oder blogge woanders als Gastblogger Manchmal funktioniert erfolgreiches Networken auch durch zweimal Nehmen. Wie das geht? Ladet doch einfach mal einen bekannten Blogger bei Euch ein, dass er bei Euch Gastbeiträge verfasst. Manchmal funktioniert das wirklich, aber dann muß man dem Gastblogger schon etwas bieten und damit doch wieder etwas geben. Es kann auch umgekehrt funktionieren, dass man nämlich in einem anderen Blog gastbloggt. Das kann bei Gruppenblogs auch von Dauer sein.
  8. Interviewe andere Blogger Was fast immer funktioniert, ist, wenn man andere bekannte Blogger interviewt. Dadurch lernen sich beide meist ganz gut kennen und kennen sich ab dann. Sehr gut funktionieren natürlich Videointerwiews, weil hier auch der persönliche Kontakt hergestellt wird. Ansonsten solltet Ihr natürlich vermeiden, die Starblogger mit allgemeinen Fragen zu langweilen, denn solche Fragen haben sie schon zu häufig beantworten müssen. Prüft vielmehr, ob Ihr einen aktuellen Anlass findet, zu dem ihr den A-Blogger als erster interviewen könnt.
  9. Verlinke auf andere Blogs Zur Basisübung gleich am ersten Tag des Bestehen des Blogs gehört es, eine Blogroll anzulegen und damit gleich auf andere Blogs zu verlinken. Sehr häufig sind A-Blogger auf einen durch solch einen Link aufmerksam geworden und haben im besten Fall auf das neue Blog hingewiesen. Auf jeden Fall hat man schon einmal die erste Spur gelegt. Ein Blogger ist fast immer offener für einen, wenn sein Blog in der Blogroll dieses Bloggers erscheint.
  10. Kommentiere in anderen Blogs Ein andere Blogger lernt einen auch sehr gut kennen, wenn man in mehreren Postings von ihm Kommentare abgibt. Viele Blogger machen am Anfang einfach den Fehler, nur sich und seinen Blog zu sehen. Umgekehrt funktioniert es aber besser. Geht raus in die Blogsphere und teilt Euch dort mit.

April 8, 2007

Blogratgeber (9): Content

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 2:45 pm
  1. Zeitloser Content mit USP ist Trumpf Genau wie für die Bewertung einer Immobilie die drei wichtigsten Kriterien Standort, Standort und Standort sind, ist für das Blog der Content immer noch das Wichtigste.Insbesondere zeitloser Content mit Alleinstellungsmerkmal hilft fast immer, den Blog langfristig erfolgreich zu positionieren. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Nischenthemen nicht immer auf eine große Leserschaft stossen. Aber das Ziel vieler Blogger ist ja nicht eine große Lesercommunity, sondern das Kennenlernen weniger Kunden und Netzwerkpartner, die einem allerdings wirklich weiterhelfen können.
  2. Der richtige Titel Zahlreiche Leser abonnieren Blog-Feeds und “fliegen” deshalb sehr schnell über Blogbeiträge drüber. Eine knackige Überschrift hilft hier, den Leser an sich zu “fesseln” und zu motivieren, den gesamten Beitrag zu lesen. Um das zu lernen, kann man sich von anderen Bloggern Anregungen holen.
  3. In der Kürze liegt die Würze Keine Regel ohne Ausnahme. Gerade sehr oft verlinkte Artikel sind häufig Grundlagenartikel, die länger als gewöhnlich sind. Grundsätzlich mögen die Internetleser in der Regel leichte Kost, die schnell verspeist werden kann. Ich zum Beispiel schätze Blogger, die komplexe Zusammenhänge kurz und knackig zusammenfassen. Solche Blogs lerne ich lieber als Onlinejournale, bei denen man den Eindruck gewinnen kann, dass der Autor nach Zeichen und nicht nach Qualität gezahlt wird.
  4. Auf Content-Quellen verlinken Zur Blogikette gehört es, auf die Quellen zu verlinken, die einen für das aktuelle Blogposting inspiriert haben. In der Blogsphere wird man dafür auch häufig belohnt, weil durch die Trackbacks die Leser der Originalquelle auf einen aufmerksam werden können und man somit quasi Trackback-Werbung für sein Blog gemacht hat. Zudem sollte man natürlich nicht einen ganzen Artikel kopieren, sondern nur Ausschnitte verwenden und diese kenntlich machen. Aus meiner Sicht sollte das Zitat nur maximal 1/3 des gesamten zitierten Beitrages ausmachen, weil alles andere dem Contentklau schon sehr nahe kommt.
  5. Gebe jedem Posting Deine Note Zitatblogs gibt es schon fast zu jedem Thema mehr als genug. Deshalb sollte man darauf achten, wenn man andere Blogs oder Internetquellen zitiert, dass man seige “eigene Note” einbringt. Insbesondere bieten sich Ergänzungen zu einem Artikel an, die einen Mehrwert darstellen. So entsteht auch sehr schnell ein kleines, freiweilliges Bloggernetzwerk an Gleichgesinnten, die sich in Zukunft gegenseitig die Bälle zuwerfen. Das ist mir schon sehr häufig passiert und macht den Reiz eines Blogs als Networkingtool aus.
  6. Schnell sein bei einem aktuellen Thema Es wird schnell langweilig, wenn man ein und dieselbe Nachricht in zehn verschiedenen Blogs fast wortgleich lesen muss. Deshalb sollte man entweder sehr schnell sein, um eine andere Nachricht aufzugreifen oder aber eben einen Mehrwert bieten können. Da es langfristig immer einen gibt, der schneller ist, sollte man sich langfristig auf den Mehrwert konzentrieren.
  7. Achte auf Deinen roten Faden Wenn man sich hinsichtlich des Themas für einen bestimmten Schwerpunkt entschieden hat, dann bietet es sich auch an, diesem Thema treu zu bleiben und sich hier als Experte zu positionieren. Für Business Blogs ist das selten ein Problem, da man sich als Unternehmer in der Regel spezialisiert hat und auch im Schwerpunkt über diese Themen berichtet.
  8. Weiterführende Links geben Sinnvoller Content können auch weiterführende Links sein. Denn wieso soll man einen Sachverhalt noch einmal erläutern, wenn er auf einer anderen Webseite schon sehr gut beschrieben wurde. Außerdem gehört es zur Offenheit eines Bloggers, nicht nur seine Infoquellen, sondern auch weiterführende Links zu präsentiern. Meistens wird man auch dafür belohnt, weil aufmerksame Kommentatoren weitere Linktipps geben, wenn aus ihrer Sicht noch ein wichtiger Linktipp fehlt.
  9. Reagiere auf Kommentare Deiner User Ein wichtiges Ziel von Bloggern besteht darin, mit seinen Lesern ins Gespräch zu kommen. Deshalb sollte man täglich die aktuellen Kommentare seiner Leser durchlesen und zeitnah darauf reagieren. Daraus entsteht meist ein interessanter Dialog und man motiviert die Leser, häufiger Kommentare abzugeben.
  10. Nicht zu viel Eigenwerbung Business Blogger sind häufig sehr gefährdet, zu viel Eigenwerbung für Ihre Firma zu machen. Das geht fast immer nach hinten los. So überlege ich gerade, das Doc Morris Blog wieder als Feed abzubestellen, weil ich hier einfach keine interessanten Ideen lese, sondern nur noch Ankündigungen, wann und wo die nächste Doc Morris Apotheke aufmacht. Als potentieller Kunde oder Wettbewerber ist das zwar interessant, aber als allgemein Interessierter langweilt mich das zu Tode und stösst sehr negativ auf. Für mich ist deshalb Ralf Däinghaus nur ein inhaltsloser Selbstdarsteller. Ein postives Gegenbeispiel ist Lukas Gadowski, der Gründer von Spreadshirt. In seinem Blog Gründerszene veröffentlich er spannende Einblicke in seinem Unternehmerleben und spannenden Interviews mit anderen Gründern.

April 5, 2007

Blogratgeber (8): Usability

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 5:45 pm
  1. Navigationsspalte nicht überladen Es gibt ja immer mehr Plugins und Funktionalitäten, die es ermöglichen, die rechte oder linke Navigationszeile mehr als zu überladen. Ein Negativbeispiel aus meiner Sicht findet man beim CIO-Weblog. Das ist aus meiner Sicht einfach schon zu viel des Guten. Ich persönlich finde eine Spalte ausreichend und will auch nicht mehr als drei bis viermal herunterscrollen. Wenn man viele Infos, z.B. eine sehr ausführliche Blogroll, präsentieren will, dann sollte man das aus meiner Sicht im Rahmen einer Unterseite machen.
  2. Bilder emotionalisieren Ich bin der Meinung, dass Bilder immer begeistern können und deshalb auch in Blogbeiträge integriert werden sollten. Zwar kann dadurch die Performance (Seitenaufbau) etwas darunter leiden, aber die meisten Besucher haben ja sowieso Breitbandanschluss hier in Deutschland. Gerade wenn ich ein Blog-Feed-Abonnement bin, dann schätze ich Fotos, weil dadurch die Beiträge aus dem Allerlei an Infos herausstechen.
  3. Wir über uns Im letzten Beitrag bin ich schon ausführlich darauf eingegangen, in welcher Form und Umfang sich der Blogger vorstellen sollte. Ich persönlich bin immer sehr enttäuscht, wenn ich ein neues Blog ausfindig mache und nichts über die Autoren erfahre. Denn schliesslich handelt es sich bei einem Blog nicht um ein reines Informationsmedium, sondern um ein Networking- und Meinungsmedium.
  4. Kategorienansicht Ich finde es immer sehr nützlich, wenn ich rechts oben im Blog ein Sichtfenster mit der Ansicht aller Kategorien habe und einer Zahl in Klammern angibt, wieviele Artikel in dieser Kategorie veröffentlicht wurden. Denn dann kann ich auf einen Blick erkennen, welche Themenschwerpunkte dieser Blog hat und mich gezielt durch einige Kategorien klicken. Hinsichtlich der maximalen Zahl von Kategorien will ich keine Empfehlung aussprechen. Wenn ein Blogger sehr viel schreibt und sehr veilfältig ist, dann dürfen es aus meiner Sicht auch mehr als 20 Kategorien sein. Das muss ich ja jetzt auch behaupten, da ich ja selber schon mehr als 30 Kategorien habe :-)
  5. Tags festlegen und anzeigen Neben Kategorien kann man auch in jedem Artikel weitere Schlagworte definieren und anzeigen lassen. Frank Herold vom marketing-blog hat mir z.B. einmal verraten, dass sich die Anzahl der Seitenaufrufe seines Blogs fast verdoppelt haben, seitdem er Tags veröffentlicht. Wenn das keine Motivation ist?
  6. Zu verwandten Artikeln verlinken Ich persönlich verlinke seit vielen Monaten am Ende vieler meiner Artikel auf Artikel mit verwandten Themen. Dadurch motiviere ich natürlich meine Leser, länger auf meiner Webseite zu bleiben und weitere Artikel als nur die Artikel auf der Startseite durchzulesen. Für mich selber ist es aber auch sehr nützlich, weil ich dadurch immer wieder aufmerksam werden, welche interessanten Artikel in meinem Archiv schlummern. Ich bin sogar soweit gegangen, dass ich ein separates Archiv angelegt habe zu meinen Schwerpunktkategorien, damit meine Leser bei den mehr als 2.000 Artikeln noch den Überblick behalten.
  7. Ansichtsfeld der letzten Kommentare Wenn man als Blogger hier in Deutschland schon nicht reich werden kann, dann wünscht man sich doch zumindest ein reichhaltiges Feedback. sprich Kommentare, zu seinen Artikeln. Die Kommentierfreudigkeit der Leser kann u.a. dadurch angheizt werden, dass man die aktuellesten Kommentare in einem Sichtfenster auf der rechten Seite des Startfensters präsentiert.
  8. Kompette Feeds anzeigen lassen Das Thema wird ja schon seit Jahren kontrovers diskutiert, zuletzt bei Jörg Petermann. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass man volle Feeds anzeigen lassen sollte, denn dadurch erscheinen auch Bilder im Feed und über die positive Wirkung habe ich schon weiter oben berichtet. Ein Negativbeispiel ist zum Beispiel der Gizmodo-Blog, der ja geradezu von seinen Fotos (Produktabbildungen) lebt. Da ich diese Fotos aber im “kastrierten” Feed nicht sehe, gehe nich nur selten auf die Seite.
  9. Suchfunktion Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre es der, dass die Google-Suchfelder in allen Blogs verschwinden würden. Ich hasse es, nicht chronologisch suchen zu können, wie es sich für eine normale Suchfunktion gehört. Ich kann ja verstehen, dass man damit ein paar Cent verdienen will, aber ist es das Wert? Aber immerhin ist ein Google-Suchfenster immer noch besser als gar kein Suchfenster.
  10. Impressum Dass das Impressum nicht fehlen darf, darauf haben ja schon genug Rechtsexperten darauf hingewiesen. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass das Impressum leicht findbar ist und auch wirklich alle Kontaktdaten dort zu finden sind. Denn das erwartet man als Leser und erschwert ansonsten nur die Kontaktaufnahme.
  11. Anzahl der Beiträge auf der Startseite Ich persönlich scrolle lieber als dass ich zu viel klicke. Deshalb zeige ich auf meiner Startseite 20 Artikel an. Aber auch 10 Artikel sind aus meiner Sicht in Ordnung. Viel weniger sollten es aber nicht sein, weil man sich ja nich die Finger wundklicken will.

April 3, 2007

Blogratgeber (7): Stellt Euch Euren Lesern vor

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

Nachdem ich eine Woche Pause gemacht habe, habe ich jetzt entschieden, meine Blogratgeberserie alle zwei Tage fortzusetzen. Ich denke, dass ist der richtige Rythmus, um den Ratgeber diesen Monat zu vollenden. Heute habe ich mich für ein Thema entschieden, dass immer noch zu wenige Blogger beherzigen: Die richtige Vorstellung. In jedem Seminar gehört es zum guten Ton, dass sich die Teilnehmer kurz vorstellen. Dann sollte das für ein neues Blog erst recht gelten.

Folgende Rubriken empfehle ich für die Vorstellung:

  • Wir über uns? Hinsichtlich der Kurzvorstellung gibt es zwei Varianten. Entweder man schreibt zu sich ein paar Texte auf der Startseite und positioniert den Text links oder rechts oben. Oder man erstellt eine eigene Seite, auf die auf der Startseite verlinkt wird. Dann hat man genug Platz, um über sich und seine Firma zu berichten.
  • Wer bloggt hier? Wenn man entweder viel über sich zu schreiben hat oder es mehrere Blogautoren gibt, bietet es sich an, eine eigene Rubrik “Wer bloggt hier” zu erstellen. Wer lieber das kurze Wort liebt, kann sich auch innerhalb der Rubrik “Wir über uns” vorstellen.
  • Warum dieser Blog? Ich habe mich entschieden, in meinem Blog neben den beiden o.g. Rubriken auch noch eine Rubrik zu erstellen, in der ich ausführlich darüber berichte, warum ich überhaupt dieses Blog habe und welche Ziele ich damit verfolge.
  • Blogger-Foto Da es sich bei einem Blog immer auch um ein Netzwerktool handelt, bietet es sich an, ein Foto gleich auf der Startseite von dem oder den Autoren zu veröffentlichen. Hier gibt es z.B. ein gutes Beispiel, wie man dieses Foto gleich in den Header integrieren kann.

March 23, 2007

Blogratgeber (6): USP

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

In der Blogsphäre gibt es schon viele “Platzhirsche” die ihren “Claim” abgesteckt haben. Wie bei jeder erfolgreichen Existenzgründung sollte auch jeder Newcomer-Blogger überlegen, wie er sich mit Hilfe eines Alleinstellungsmerkmals positionieren kann. Ich habe mich zum Beispiel beim Start des best practice Blogs für ein breites Themenspektrum, von der Geschäftsidee über Marketing bis zur Innovation entschieden. Allerdings beschränke ich mich im Wesentlichen auf Beispiele (und keine Theorie). Zudem habe ich den Schwerpunkt meiner Vermarktung auf das Thema Geschäftsidee gesetzt, um nicht alle mit einem zu breiten Themenspektrum zu verwirren. Wir Deutsche packen doch jemand sehr gerne in eine Schublade :-)

Welche Möglichkeiten habt nun Ihr, euch von der Masse abzugrenzen?

  1. Als erster ein Thema nachhaltig besetzen Hier gibt es sehr viele Beispiele. Spontan denke ich z.B. den Viralmarketing-Blogger Martin Oetting mit seinem connected marketing blog. Wenn man heute 100 führende Business Blogger fragen würde, wer für sie der Viralmarketingexperte Nr. 1 ist, dann würden bestimmt 90 % + den Namen von Martin Oetting erwähnen.
  2. Ungeschminkter Blick hinter den Kulissen In jedem von uns steckt ein kleiner Vojeur. Der beste Beweis für diese These ist aus meiner Sicht der shopblogger. Wer hätte am Anfang gedacht, dass ein Blog über einen kleinen Sparmarkt in Norddeutschland zu den meist verlinktesten Blogs Deutschlands gehören wird. Achtung: Tut nicht nur so, sondern lasst die Leser wirklich hinter die Kulissen schau´n. Sonst geht der Schuss nach hinten los. Zudem hilft Euch ein lockerer, guter Schreibstil enorm dabei.
  3. Star-Effekt Was natürlich (fast) immer funktioniert, wenn eine bekannte Persönlichkeit bloggt. Horst Schlemmer ist ein guter Beweis für diese These. Aber auch die Blogs von dem Doc Morris Gründer etc. erheischen am Anfang eine hohe Aufmerksamkeit. Wenn dann allerdings nichts nachkommt, wird solch ein Blog genauso schnell wieder von den Lesern fallengelassen. Nachhaltigkeit ist auch hier Trumpf.
  4. Regionaleffekt Es gibt genug Möglichkeiten, die Nr. 1 zu sein. So hat z.B. Hannes Treichl in seinem Footer den Hinweis, das sein Blog der Nr. 1 Business Blog aus Österreich ist. Zumindest jeder neue Blogger aus Österreich wird Hannes verlinken, da ja jeder eine Leitfigur braucht, an der er sich orientieren und hochziehen kann.

Es war für Euch noch nichts dabei? Dann lasst Euch am besten von der englischsprachigen Blogsphere inspirieren. Dann werdet Ihr sicherlich fündig. Ansonsten bieten sich auch Foren (z.B. bei XING) an, um herauszufinden, welche Themen auf großes Interesse stoßen. Ich habe mal im Rahmen eines kleinen Brainstormings die Themen notiert, die aus meiner Sicht noch nicht nachhaltig besetzt sind und für viel Interesse sorgen könnten:

  1. Bericht eines Erfinders über seinen steinigen Weg zum Erfolg
  2. Wie werde ich Millionär – Tausend Wege zur ersten Million
  3. Mit welchem Zukunftstrend lässt sich viel Geld verdienen
  4. Welche Produktverpackungen sind schick und erfolgreich
  5. Mit dem Maßanzug für jeden Kunden aus der Preisfalle entfliehen
  6. Bei welchem Business Plan Wettbewerb müsst Ihr dabei sein

March 22, 2007

Blogratgeber (5): Auftakt planen

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

Fast jeder Blogger träumt davon, vom Fleck Tausende von Leser pro Tag begrüßen zu dürfen. Der Weg dahin erweist sich aber dann in der Realität als meist steiniger und langwieriger als erwartet. Doch es gibt auch Ausnahmen. Es gibt Blogger hinsichtlich der Zahl der Verlinkungen und Leserschaft von 0 auf 100 in Monaten durchstarten. Ein Grund dafür kann in einer Aktion liegen, die die Aufmerksamkeit vieler Blogger erhält. Ich habe einige Beispiele und Anregungen zusammengefasst:

  1. 1. Business Blog Karneval Das selbst-und-staendig-blog von Elke Fleing war erst einige Woche alt, als Elke von Wolfgang, dem CIO-Blogger und deutschen Stadthalter des Blognetzwerkes “Creative Weblogging” (in dem Elke auch Mitglied ist), einen Anruf bekam. Er fragte sie, ob sie nicht den 1. Business Blog Karneval in Deutschland starten wollte, nachdem dieses Konzept in den USA sehr erfolgreich sei. Gesagt und getan setzte sie auch durch eine professionelle Vorbereitung (Einbindung von A-Bloggern) und Durchführung eine echte Messlatte. Ihr “Vermchtnis” ist ein Leitfaden für alle, die es nachmachen wollen.
  2. Interviews mit führenden Bloggern Eine sehr gute Möglichkeit, schnell viel Aufmerksamkeit zu erlangen, besteht darin, bekannte Blogger zu interviewen. In den meisten Fällen verlinken die Blogger auf das Interview und so wird das junge Blog, in dem das Interview steht, fast über Nacht schnell bekannt. Klaus-Martin Meyer, einer der marketing-Blogger, hat daraus gleich einen Interview-Blog gestrickt und führt jetzt fleißig Interviews mit Bloggern, Unternehmern und Co.
  3. Umfrage unter Bloggern initiieren René Kriest hat kurz nach dem Start seines Blogs probloggerworld eine Umfrage unter Bloggern gestartet, aus welchen Beweggründen heraus sie begonnen haben zu bloggen. Das Ergebnis war, dass er sich schnell unter den Bloggern bekannt gemacht hat und seine Auswertung von vielen Bloggern verlinkt wird. Zudem promoten alle Beteiligten die Ergebnisse, in dem sie jeweils auch einen Artikel veröffentlicht haben.
  4. Linksammlung von Artikeln verschiedener Blogger zu einem Thema Es gibt fast nichts, über das noch nicht geschrieben wurde. Das hat sich wohl auch Marko Krause gedacht und in seinem jungen Blog thinkomat eine Liste mit Interviews der Deutschen Gründerszene von A-Z veröffentlicht. Sehr schnell sind führende Blogger auf diese Linkliste aufmerksam geworden und haben darüber berichtet. Ein weiteres gutes Beispiel ist die Linksammlung “Die besten Blog-Tipps” der Blogpiloten, die kurz nach der Veröffentlich in die Deutschen Blogcharts aufgenommen wurden.
  5. Blogwettbewerb starten Egal ob die marketing-blogger, die hitflip-blogger oder bondea-blogger, alle haben eins gemeinsam: Sie haben jeweils einen Blogwettbewerb gestartet und dadurch sehr viel Aufmerksamkeit in der Blogsphäre erhalten. Durch die zahlreichen Verlinkungen sind sie auch in den Rankings weiter nach oben gestossen.
  6. Nützliches Internettool Grundsätzlich im Rahmen des Internetmarketings bietet es sich an, ein nützliches Tool den Usern anzubieten. Solch ein Beispiel haben die ideentower-Blogger mit der Brainstormingplattform “brainr” gebracht.
  7. Stöckchenspiel DonVanone ist auch fast über Nacht bekannt geworden, weil er das Stökchenspiel in Deutschland neu aufgelegt hat. Dabei hat er zahlreiche Interviewfragen an vier Blogger verschickt mit der Bitte, jeweils wieder diese Fragen an vier Blogger zu verschicken. Als Inititator wurde er bei den meisten Selbstinterviews der Blogger als Urheber erwähnt.
  8. Postkartenaktion der marketing-Blogger Frank Herold und sein Team hat sich für eine Aktion entschieden, die vorher noch in keinem “Wie mach ich das Blog bekannt?”-Leitfaden gestanden hat. Sie haben einfach sehr vielen Bloggern eine Postkarte geschrieben und damit bewußt den Medienbruch gewagt. Die Aktion hat Wirkung gezeigt. Schnell war das Blog in vielen anderen Blogs Gesprächsthema Nr. 1.

Zum Nachmachen bieten sich aus meiner Sicht insbesondere Punkt 1 – 6 an. Am besten ist natürlich, wenn man eine ganz eigene Idee entwickelt. Lasst Euch einfach von der Blogsphäre (insbesondere auch im Ausland) inspirieren und macht Euer Ding.

March 21, 2007

Blogratgeber (4): Nutzen und Ziele

Filed under: Blog, Blog - Ratgeber — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

Wenn ich ab und zu einen Blogger frage, warum er bloggt, ernte ich teilweise nur ein Achselzucken und erhalte dann die Antwort: “Ich muss auch dabei sein, egal warum”. Es gibt umgekehrt viele Blogger, die genau wissen, was sie wollen. Das erkennt man meist schon daran, dass sie in ihrer Vorstellung auf dem Blog ihre Ziel veröffentlichen. Deshalb will ich hier auf die einzelnen Ziele eingehen, die ein Blogger verfolgen kann:

  • Tagebuch Einige nehmen das Wort “Blog (Weblog) wörtlich und nutzen es als Logbuch / Tagebuch. Man muss schon etwas extrovertiert sein, um das ganze WWW teilhaben zu lassen, was man so erlebt hat. Aber anders als bei Twitter lässt man nicht jede Minute “die Hose runter”, sondern berichtet nur auszugsweise. Der Vorteil am öffentlichen Seelen- und know-how-Stripping liegt daran, dass man von anderen Bloggern und Lesern Feedback erhält und sich somit weiterentwickeln kann.
  • Suchmaschineoptimierung Ich bin häufig sogar erschrocken, bei welchen Stichworten ich immer unter den Top 10 der Google-Trefferliste erscheine. Wenn man das weiß, kann man diese Erkenntnis auch gezielt einsetzen. Wenn man z.B. bestimmte Stichworte positionieren will, kann man sich meist Google Adsense sparen, wenn man dazu fleißig postet. Jedoch sollten die Artikel dann auch lesbar sein, denn Google-Nutzer sind meist genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind. Also überlegt Euch, wie Ihr diese flüchtigen Leser binden könnt.
  • Kommunikation mit Kunden & Co Durch die Kommentarfunktion eignet sich das Blog ideal als Kommunikationsinstrument. Wenn man langsam eine treue Leserschaft aufgebaut hat, kann man auch hoffen, immer mehr ehrliches Feedback zu bestimmten Aktionen und Angeboten zu bekommen. Diese Chance sollte man unbedingt nutzen, da die besten Ratgeber des Unternehmens meist die Kunden sind, die genau sagen, was sie wollen. Damit handelt es sich beim Blog, wenn man ihn richtig einsetzt, um ein “Lean-Crowdsourcing-Kommunikationselement”.
  • Kundenakquise Es kann tatsächlich funktionieren, durch regelmäßiges Bloggen neue Kunden zu akquirieren. Ein gutes Beispiel ist und bleibt der Saftblog der Kelterei Walther. Häufig funktioniert das Ganze aber nicht direkt (Leser = Kunden), sondern indirekt, dass nämlich andere Blogger einen weiterempfehlen und man dadurch neue Aufträge erhält. Als Empfehlungsgeber können aber auch die Leser des Blogs fungieren, wenn sie nach längerer Lektüre Vertrauen aufgebaut haben. Schließlich handelt es sich bei Akquise immer um People-Business.
  • Networking Für mich gibt es fast kein besseres Networkingtool als ein Weblog. Bei XING kann ich nach Durchsicht des Profils nicht wirklich erkennen, ob der betreffende Unternehmer wirklich zu mir als Kooperationspartner passt. Wenn ich allerdings eine Zeit lang seinen Blog gelesen habe, erhalte ich einen sehr guten Eindruck von dem “Mensch hinter dem Unternehmer”. Dass man meist richtig liegt, stellt man nach dem ersten persönlichen Treffen fest. Vorsicht: Networking ist nie eine kurzfristige Maßnahme, um neue Kunden zu akquirieren.
  • Recherche Sind Sie auf der Suche nach neuen Informationen. Dann kann es helfen, wenn Sie andere an Ihrer Suche beteiligen. Wie beim Networking gilt: “Wer gibt, erhält auch viel zurück”. Wenn man also als Blogger offen darüber berichtet, welche Erfahrungen und Informationen man gesammelt hat, erhält man häufig auch gute Ratschläge “zurück”. Auch ist die Kontaktaufnahme zu jemanden viel leichter, wenn bei engagierte Blogger sind und sich dadurch schon kennen.
  • Geld verdienen Noch kann selbt der Top-Blogger Robert Basic direkt durch das Bloggen nicht genug Geld verdienen, um sich und seine Familie zu ernähren. Seine Werbeeinnahmen pro Monat liegen bei ca. 800 EUR. Jedoch erhält er immer öfters Anfragen, Unternehmen beim Aufbau eines Blogs zu betreuen und kann dafür manchmal sogar ein stattliches Honorar verlangen. Schliesslich ist sein eigenere Blog Referenz genug. Es gibt auch andere Blogger, die indirekt durch Ihr Blog gute Zusatzeinnahmen generieren. Der Shopblogger z.B. hat aufgrund der hohen Nachfrage einen Internetshop eröffnet und verdient sich dadurch ein Zubrot. Mehr Infos zum Thema Geld verdienen mit Blogs findet Ihr hier.
  • Und noch viel mehr Es gibt auch noch viel mehr, was man durch das Blogger erreichen kann. So kann man z.B. step by step sich vorbereiten, ein eigenes Buch zu schreiben. Durch die Veröffentlich der Kurzbeiträge wird man meist auch disziplinierter und postet regelmäßig. Apropos Buch. Man erhält als Bekannter Bloger auch zahlreiche Bücher zugeschickt mit der Bitte, darüber zu berichen. Man erhälten Proben von Produkten, über die man berichtet. Achtung: Wenn man das Blog dazu missbraucht, verliert man aber meist die guten Leser.