May 2, 2010

Schon seit längerer Zeit geht das BmVBS-Plus-Energie-Haus auf Tour in verschiedenen deutschen Großstädten, um Häuslebauern, Architekten, Energieberatern und Bauunternehmern aufzuzeigen, dass Häuser schon heute zur Realität gehören können, die über das Jahr verteilt mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Bis zum 21.05.2010 macht es Station auf dem Rathenauplatz in Frankfurt am Main. Vor einigen Tagen hat uns Prof. Hegger, Leiter des Fachgebietes Entwerfen und Energieeffizientes Bauen des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität Darmstadt, durch “sein” Haus geführt.
Alles hat damit angefangen, dass Prof. Hegger im Jahr 2007 erstmals mit seinem Stundenteam als einziges deutsches Hochschulteam 2007 am Solar Decathlon in Washington teilgenommen hatte. Es handelt sich dabei um einen architektonischen sowie energietechnischen Wettbewerb, der vom US-Ministerium für Energie alle zwei Jahre dem Ziel ausgelobt wird, ein energieautarkes Gebäude für das Wohnen im Jahre 2015 zu entwerfen. Die Häuser dürfen ihren Energiebedarf nur über selbst produzierten Solarstrom decken. Teilnehmen dürfen Hochschulteams aus der ganzen Welt. Insgesamt gibt es beim Solar-Zehnkampf 10 Disziplinen, die bewertet werden. Und gleich bei der ersten Teilnahme konnte das Team aus Darmstadt gewinnen.
Das Siegerhaus steht auf dem Campus der TU Darmstadt, um Langzeittests machen zu können. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wurde das Siegerhaus bis auf wenige Abweichungen nachgebaut, um es auf Deutschlandtour zu schicken. Vor Ort betreuen jeweils Hochschulteams vor Ort die Ausstellung und stehen für Fragen zur Verfügung. Wir hier in Frankfurt haben die Ehre, dass das Haus von Prof. Hegger zusammen mit seinen Studenten betreut wird, die Sieger des Solar Decathlons 2007 geworden sind. Damit erhalten die Besucher Infos aus erster Hand. Das Haus ist noch bis zum 21. Mai 2010 von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr für Besucher geöffnet.
Im Haus findet ein wöchentlich wechselndes Programm von Ausstellungen bis hin zu Vorträgen und Mitmachaktionen rund um die Themen des energieeffizienten Bauens statt. Außerdem wird hier über Themen wie Energiesparendes Bauen (Energieeinsparverordnung, Energieausweise, Erneuerbare Energien Wärmegesetz), über aktuelle vorhandene Förderprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten (CO2-Gebäudesanierungsprogramm, KfW-Förderung), neueste technische Lösungen auf dem Gebiet des energiesparenden Bauens (Forschungsinitiative Zukunft Bau) sowie über verschiedene Konzepte beim Energiesparenden Bauen und Modernisieren informiert.
Besonders clever am Hauskonzept finde ich, dass die Sonnenschutzlamellen mit Solarzellen bestückt sind. Damit schützen die Lamellen rund um das Haus nicht nur vor der Sonne, sondern versorgen damit auch das Haus mit Energie. Sehr interessant finde ich auch, dass das Haus ein transportabler, vollfunktionstüchtiger Leichtbau ist. Das bietet ganz neue Möglichkeit für die Berufsnomaden von heute. Sehr erwähnenswert ist das sehr intelligente Raumkonzept. So kann aus dem Wohnzimmer durch den senkbaren Boden ein Schlafzimmer gemacht werden. Das kleine Bad kann durch die schwenkbaren Türen deutlich vergrößert werden, wenn es gebraucht wird. Damit handelt es sich um viel mehr als ein Plus-Energie-Haus.
April 21, 2010

Die Schweizer Firma Napac bietet zahlreiche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen an, die bei der Entsorgung die Umwelt nicht belasten wie z.B. Plastik. Für die Napac-Blumentöpfe werden z.B. Naturfasern wie Chinaschilf oder Reisspelzen sowie natürliche Bindemittel wie Baumharz verwendet. Mit einer speziellen Granulat-Aufbereitungsanlage wird aus 70% bis 80% Naturfasern und natürlichen Bindemitteln der Werkstoff NAPAC-Granulat hergestellt, aus dem die Napac-Gefäße hergestellt werden.
Das klingt sehr gut. Allerdings kosten so die Blumentöpfe ca. 20 Cent mehr als Plastikblumentöpfe. Elita Weigand erläutert im innovativ-in-Blog die Folgen für die Vermarktung in Deutschland: “Während in Frankreich, den Niederlanden oder gar in Australien die umweltfreundlichen Blumentöpfe boomen, zeigt sich der deutsche Markt verhalten. „Die Geiz ist geil Mentalität“ ist in Deutschland weit verbreitet. Deshalb läuft der Vertrieb auch nur schleppend,” betonte Napac Gründer Beda Murer bei unserem vorletzten Business Querdenken LIVE.”
Die Herausforderung in Deutschland wird sein, die richtigen Vertriebspartner (z.B. Gärtner) und neue Vertriebswege zu finden und neben den ökologischen Vorteilen besonders die weiteren Vorteile aufzuzeigen: Mit Napac kann der gefürchtete „Wurzelschock”, mit dem die Beschädigung der Wurzeln beim Austopfen aus dem Plastiktopf gemeint ist, verhindert werden. Gleichzeitig dient der verrottende Topf der Pflanze als Dünger. Umfangreiche Tests haben gezeigt, dass Pflanzen, die im Napac NaturePot in den Boden gebracht wurden, ein tendenziell stärkeres Wurzelwachstum vorwiesen.
March 5, 2010

Kleinere Unternehmen und Handwerker organisieren sich meist in Einkaufsgemeinschaften, um günstige Einkaufskonditionen zu erhalten. Privatpersonen schaffen es meist nicht, sich so zu organisieren. Eine Ausnahme gibt es seit Jahrzehnten: Wenn Heizungsöl bestellt wird, organisiert meist ein Mitglied der Nachbarschaft eine Gemeinschaftslieferung, um günstigere Konditionen zu erhalten, als wenn jeder Nachbar alleine bestellen würde.
In Zukunft wollen allerdings immer mehr Häuslebesitzer unabhängig vom Öl werden. Vielmehr werden immer mehr Solaranlagen auf die Dächer gebaut, um ressourcenschonend Energie zu erzeugen. Deshalb ist es nur logisch gewesen, dass es eines Tages eine Firma geben würde, die die Einkaufsmacht der Häuslebesitzer bündeln würde, um günstige Konditionen von den Solarherstellern und Installateuren zu erhalten.
Dave Llorens hat deshalb vor einiger Zeit die One Block of the Grid – Community gestartet. Er hat sich dabei von Groupon inspieren lassen. Im Gegensatz zu Groupon konentriert er sich darauf, Einkaufsrabatte für Solaranlagen (inkl. Installation), also Investitionsgüter, zu erzielen. Davon sollten sich die ganzen Groupon-Klone hier in Deutschland eine Scheibe abschneiden. Es gibt noch genug Nischen, um die Groupon-Idee so umzusetzen, dass man einmalig positioniert ist. Und mit solch einer Idee von Llorens hättet Ihr auch beim Karmakonsum-Gründeraward gute Chancen.
Diese Positionierung von Llorens wurde jetzt auch von den VC´s honoriert, die sich an Groupon für 30 Mio. USD beteligt haben. Sie haben 1BLOG mehr als 5 Mio. USD Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Die ersten Erfolge und das Geschäftsmodell machen Lust auf mehr (Quelle FT):
“Like Groupon, 1BOG is enjoying early success. The company operates in 10 cities and has signed up more than 600 homeowners for solar installations through 16 different campaigns. Installations are discounted about 15 per cent for each home. The company takes a flat referral fee from the installer, and 25 cents per watt installed, or about $1,000 per home”.
Ich würde mich nicht wundern, wenn Llorens sein Konzept bald ausweiten würde. Um von Öl unabhängig zu werden, helfen Solaranlagen auf dem Dach nicht allein, sondern auch eine Wärmdämmung und weitere Energieeffizienzmaßnahmen. Solche Maßnahmen werden häufig durchgeführt, wenn das Haus renoviert werden soll. Da die Häuser in einer Wohnsiedlung meist zeitgleich renovierungsbedürftig werden, könnte die Idee von Llorens bald auf Renovierungen ausgeweitet werden.
January 3, 2010

Gestern haben wir über TapIt berichtet, die auf ihrer Webseite eine Übersicht kostenloser Refillstationen für Leitungswasser anbieten. Doch längst nicht jedes Cafe oder Restaurant bietet gefiltertes Wasser an. Somit bleibt das Risiko, dass durch verschmutzte Leitungen das Leitungswasser gesundheitsgefährdend sein kann. Die Lösung wäre eine Flasche, die das Leitungswasser gleichzeitig filtert, um das Wasser direkt zu trinken. Schliesslich gibt es ja schon genug stationäre Lösungen. Die Firma Brita ist diesbezüglich sehr erfolgreich.
Und tatsächlich gibt es derzeit zwei Anbieter, die in Kürze an den Start gehen, um solch eine mobiel Filterlösung anzubieten. Die Hydros Bottle LLC aus Phildalphia bietet solch eine Flasche mit integriertem Filter für 25 USD an. Der Erstatzfilter kostet 7 USD und soll für mehr als 300 Refills halten. Auf der Webseite wird empfohlen, spätestens alle 3 Monate den Filter auszuwechseln. Der Filtervorgang braucht ca. 20 Sekunden. Entwickelt wurde das mobile Filtersystem an der University of Pennsylvania und war eigentlich nur für Entwicklungsländer gedacht. Noch wird auf der Webseite nicht veröffentlicht, wann nach einer Pre-Order ausgeliefert werden kann. Es soll sich aber nur noch um Wochen handeln.
Hydros Bottle bekommt allerdings bald Konkurrenz aus Australien. Es handelt sich 321Water. Auf den ersten Blick erkennt man, dass die Gründerin Gretha Oost sehr viel Wert auf hübsches Design legt. Dafür soll die Flasche auch ca. 10 % mehr als die amerikanische Lösung kosten. Hergestellt werden soll die Flasche erst, wenn 10.000 Vorbestellungen vorliegen. Die Gründerin hofft, aber März 2010 ausliefern zu können. Leider erfährt man auf der Webseite nicht, wieviele Bestellungen schon vorliegen. Etwas helfen könnte, dass die 321-Wasserflaschen den People’s Choice Award im Rahmen der ABC TV’s New Inventors series im Sommer 2009 gewonnen hat.
Aus meiner Sicht hapert es bei beiden Angeboten an einem überzeugenden Marketingkonzept. Warum gibt es noch keine Kooperation mit TapIt, schliesslich könnte man hier genau die Zielgruppe ansprechen, die Interessen an diesem Produkt haben könnte. Auch fehlt mir ein überzeugendes Social Media Konzept. Hydros Bottle hat zwar eine Facebook-Seite mit immerhin schon mehr als 420 Fans. Aber es wird alles noch sehr statisch. Der Twitter-Account hat gerade einmal 2 Follower und einen Eintrag. Blogs sind ganz Fehlanzeige. Liebe Macher, nicht nur das Produkt muss einen Nutzen haben und sexy sein, sondern auch die Vermarktung muss rocken. Let´s go!
January 2, 2010

Im meiner Top-10-Liste Food & Drink habe ich TAP´D NY als beste Idee ausgezeichnet. Unter dieser Marke wird in New York Leitungswasser an Kiosken und anderen Verkaufsstellen zu einem günstigeren Preis als andere Wassersorten verkauft. Craig Zucker will damit nicht nur eine günstige Alternative zu bisherigen Angeboten bieten, sondern auch den Importwahnsinn stoppen. Warum soll das Wasser aus Europa, von den Fiji-Inseln oder sonst woher importiert werden, wenn es gutes Wasser direkt vor Ort gibt. Das spart nicht nur Kosten, sondern senkt auch die CO2-Bilanz.
Die Initiatoren von TapIt gehen noch einen Schritt weiter. Sie listen auf Ihrer Webseite alle gastronomischen Einrichtungen in New York, San Francisco und anderen Städten und Regionen in den USA auf, in denen man seine Wasserflasche kostenlos auffüllen lassen kann. Damit wollen die Machen von Tapitwater nicht nur eine kostenlose Möglichkeit der Erfrischung für alle anbieten, sondern auch den Receyclingaufwand deutlich senken. Denn grundsätzlich sollen nur wiederverwendbare Flaschen aufgefüllt werden.
Und warum sollten Gastronomen mitmachen, schliesslich verpflichten sich die Refiller nicht, bei ihnen etwas zu verzehren. Das Refillangebot gibt es ohne Gegenleistung oder Verpflichtung. Es ist trotzdem eine gute Werbung für die Cafes und Restaurants, die mitmachen. Und warum sollte nicht der eine oder andere auch etwas vor Ort verzehren und anschliessend eine Flasche Wasser mitnehmen? Und Sie sorgen im Kleinstmaßstab für eine bessere Welt. Fast 200 Gastronomen konnten bisher davon überzeugt werden. Es lebe die Free-Economy. Und es lebe die Idee, dass sich jeder Unternehmer mindestens an einem Social Business ohne Gewinnerzielungsabsicht beteiligen sollte.
October 29, 2009
Es ist prima, wenn Spiegel Online über eine neue Geschäftsidee berichtet. Für die meisten gilt es (noch) als hochwertiger, in einer der überregionalen Tageszeitungen mit einem ausführlichen Artikel erwähnt zu werden. Die Königsdisziplin ist immer noch, einen Fernsehbericht zu bekommen, wie z.B. das aktuelle Beispiel von Regividerm zeigt. Auch mymuesli kann ein Lied davon singen, welche Umsatzexplosionen entfacht werden können, wenn über einen im Fernsehen berichtet wird. Deshalb ist es schade, dass die Fernsehsender selten den Mut haben, Gründer-Pitches auszustrahlen. Eine postive Ausnahme ist CNBC, die ab 5. November “The Good Entrepreneur” ausstrahlen.
Die vierteilige Serie zeigt drei Jungunternehmer, die einer Jury aus führenden CEOs und Wissenschaftlern je ein umweltfreundliches Geschäftskonzept vorstellen, um damit das Preispaket im Wert von 250.000 EUR zu gewinnen. Die Finalisten wurden aus mehr als 200 Bewerbern aus 28 Ländern ausgewählt. CNBC verfolgt den Weg der jungen Unternehmer bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsideen. Die Ideen der drei Finalisten werden hintereinander am 5., 12. und 19.11. jeweils um 23.00 Uhr bei CNBC vorgestellt:
In der letzten Folge, die am 26. November um 23.00 Uhr CET vor Studiopublikum aufgenommen und live ausgestrahlt wird, wird jeder der drei Finalisten seine Geschäftsidee der Jury vorstellen und dabei auf die Ratschläge und Rückmeldungen der Mentoren zurückgreifen. Die Jury wird jeden Finalisten befragen, alle drei Geschäftsideen auf den Prüfstand stellen und schließlich entscheiden, wer den Titel „The Good Entrepreneur 2009″ tragen darf. Auf der dazugehörigen Webseite erfahrt Ihr mehr über die Ideen und wird der Wettbewerb internetseitig begleitet. Ich wünsche mehr solcher Aktionen.
October 23, 2009

In Paris gibt es gerade einmal zehn Meßstellen, die die Luftqualität überwachen. Dabei weiß jeder, dass der erste Schritt zu einer Green-City darin besteht, die Ausgangssituation zu analysieren. Im Rahmen des Programmes “Cities 2.0″ hat sich deshalb Paris etwas einfallen lassen. In der letzten Ausbaustufe sollen 1.000 Pariser Bürger eine sog. “Green Watch” erhalten, mit der die Luftqualität und Geräuschbelästigung in der ganzen Stadt überwacht werden soll. Das wird möglich, weil in der Green Watch u.a. ein Ozon- und Noise-Sensor eingebaut sind. Mit Hilfe eines GPS-Chips kann ständig erfasst werden, wo welche Werte erfasst wurden. Via Bluetooth-Chip können die Daten über das Handy an die zentralle Erfassungsstelle geschickt werden.

Die Ergebnisse werden mit Hilfe von Google Earth graphisch aufbereitet (siehe unten) und anschliessend der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das ist auch nur logisch. Wenn die Masse hilft, die Daten zu erheben, soll sie auch die Infos ungefiltert erhalten und verwerten. Im Mai 2009 gab es ein Pilottest in Kleinstauflage. Hoffen wir jetzt, dass das Programm nicht nur schnell durchstartet, sondern sich andere Städte von dem Konzept inspirieren lassen und ebenfalls umsetzen. Das kann natürlich nur, wie oben erwähnt, der erste Schritt zu einer Green City sein. Ich bin mir sicher, dass die Crowds auch helfen können, Maßnahmen vorzuschlagen, damit das Leben in der Stadt lebenswerter wird. Gefunden in Springwise
October 20, 2009

Schon im Dezember 2008 habe ich mich als Fan von Carrotmobs geoutet. Ein halbes Jahr später hat dann der erste Carrotmob in Berlin stattgefunden. Seitdem wurde es etwas ruhiger um diese Bewegung. Doch am 24.10.2009 startet der 2. Carrotmob Berlin. Diesmal könnt Ihr einen Imbiss in Berlin “stürmen”, um etwas Gutes für die Umwelt zu tun:
Mit satten 45 % des Tagesumsatzes vom 24.10.2009 wird Jens Riewe, Inhaber der Biosalad&Smoothie Bar eve&adam’s, sein Geschäft energieeffizienter umbauen, seine CO2-Bilanz verbessern und damit direkt etwas fürs Klima tun. Ausgewählt wurde der Laden, der bereit ist, in einer Wettbewerbssituation mit 30 anderen Imbissbetrieben, mehr als die Anderen in energiesparende Maßnahmen zu investieren.
Damit der Erlös sinnvoll angelegt wird, wurde ein Energieberater der Kampagne “Klima-sucht-Schutz” zu Rate gezogen. Energiesparmaßnahmen werden nun je nach Erlös der Aktion an der Beleuchtung, der Kühlung und der Warmwasseranlage ansetzen und die CO2-Bilanz durch Ökostrom verbessern. In der dazugehörigen Pressemitteilung erfahren wir auch, warum der 24.10. als Aktionstag ausgewählt wurde:
Am Klima-Aktionstag, dem 24. Oktober, sollen Politiker an ihre Verantwortung für den Planeten erinnert werden, damit sie sich auf der UN-Klima-Konferenz im Dezember in Kopenhagen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz einsetzen. Die derzeitige Konzentration von CO² in der Atmosphäre muss auf 350ppm gesenkt werden, um den Klimawandel zu stoppen – aus diesem Grund steht die Zahl 350 beim Klima-Aktionstag im Mittelpunkt.
Außer den 350ct Aktionen beim Carrotmob, werden ab 15 Uhr 350 Raver angestimmt von Dr. Motte in der „Silent Climate Parade“ vom Potsdamer Platz zum Alex tanzen, die Klimapiraten 350 Rosen an die Klimakanzlerin überreichen, 350 Tonnen CO² durch Emissionszertifikate gelöscht und 350 Taucherbrillen und Schnorchel für ein Berlin unter Wasser verteilt werden.
October 6, 2009

Vor kurzem habe ich über die Firma SRS Energy aus den USA berichtet, die Solarzellen in Form von Dachziegeln anbietet und damit einen Bestseller entwickelt haben könnten. Am Ende des Postings habe ich folgenden Wunsch geäußert: “Kümmert Euch doch endlich mal um Windräder, die in die Natur eingebunden werden und nicht als Fremdkörper wirken. Und kümmert Euch auch gleich noch um das Sounddesign.”
Jetzt lese ich, dass clevere Erfinder eine Windturbine entwickelt haben, die auf Dächern angebracht werden können und damit nicht als Fremdkörper auffallen (siehe oben). Für diese Idee gab es im Rahmen des Green Challenge Wettbewerbes 2009 der holländischen Lotterie den Hauptpreis im Wert von 500.000 EUR.
Laut Angaben des Herstellers werden diese Dachwindräder schon produziert. Leider gibt es auf der betreffenden Homepage keine näheren Angaben zu Preisen und Fotos von realisierten Projekten. Ich hoffe, dass sich das bald ändert. Mit dem Preisgeld von 500.000 EUR könnten doch einige vielversprechende Pilotprojekte umgesetzt werden.
August 11, 2009
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Wie schafft man es als Hotelbetreiber, dass viele Wettbewerber bei einem übernachten? Die Familie Banhardt macht es mit ihrem Felderberger Hof vor. Nach ihren Angaben handelt es sich um das erste klimaneutrale Hotel in Deutschland. Und wo wäre das zweitägige Seminar “Mit neuen Energietechniken bares Geld sparen – Seminar zum klimabewußten Hotelbetrieb” besser aufgehoben als dort. Denn hier lernen die Teilnehmer nicht nur in der Theorie, sondern auch am praktischen Beispiel, was der intelligente Umgang mit Energie bringt, sowohl in der CO2- und der Jahresbilanz als auch für die Außenwirkung bei den Hotelgästen.
Die praktischen Erfahrungen, die der Feldberger Hof bei der Umsetzung seiner Maßnahmen zur Energieeffizienz gemacht hat, sind deswegen auch einer der Schwerpunkte des Seminars. So können die Teilnehmer sich ein eigenes Bild machen, wie die Umstellung der Wärmeerzeugung von Öl auf eine Hackschnitzelanlage funktioniert und wie die Gebäudeleittechnik und die weiteren Prozesse in einem Hotel energetisch optimiert werden können. Daneben zeigt das Seminar aber auch auf, wie Umweltkonzepte sinnvoll in die Kommunikation mit den Hotelgästen, aber auch in die Werbung eingebunden werden können. Dabei reicht die Palette der Vorträge vom Thema „Familienurlaub und Klimawandel“ bis hin zum „Klimaschutz als Geschäftsmodell“.
Und natürlich ist jeder Seminarteilnehmer herzlichst eingeladen, schon am Wochenende anzureisen, um etwas Freizeit in schöner Natur zu geniessen. Und natürlich kann auch der Lebenspartner mitgenommen werden, der das Leben und die Gegend genießt, während der Partner im Seminar sitzt und sich das nötige know how aneignet, um in Zukunft selber sinnvoll Geld zu sparen. Wer das letzte Seminar, das im April 2009 stattgefunden hat, verpasst hat, hat trotzdem eine Chance, mehr über Energieeffizienz in Hotelbetrieben zu erfahren. Dieses Thema wird am Dienstag, den 15. September 2009 am Nachmitag näher im Vortragsprogramm der 2. EnergieEffizienz-Messe Frankfurt beleuchtet.