November 29, 2005
Jetzt scheint auch in der Hotelbranche der Preiskampf eine neue Dimension gefunden zu haben. Vor kurzem haben wir noch im Portal darüber berichtet, dass das Easy-Hotel Zimmer für 20 Brit. Pfund pro Nacht anbietet. Jetzt geht die Ibis-Hotelkette einen großen Schritt weiter. In der Zeit vom 24.12.2005 bis 6.1. 2006 werden in 80 deutschen Ibis-Hotels mehr als 10.200 Zimmer zu einem Preis von jeweils 1 E’UR angeboten.
Folgende Buchungsbedingungen sind u.a. zu beachten:
- Pro Person kann nur jeweils ein Zimmer zum Preis von 1 € gebucht werden. Mehrtägige oder mehrere Aufenthalte für 1 € in den Ibis Hotels sind nicht zulässig. .
- Reservierungen sind ausschließlich über die Seite www.ibishotel-1euro.com möglich.
- Der Zimmerpreis versteht sich exklusive Frühstück. Frühstück kann direkt über www.ibishotel-1euro.com gebucht werden (Preis pro Person 9 €). Der Frühstückspreis ist bei Anreise im Hotel vorab zu bezahlen.
- Eine Stornierung der gebuchten Zimmer ist nicht möglich. Bei Nichtanreise verfällt die Buchung ab 19 Uhr am Anreisetag. Etwaig gebuchte Folgenächte werden automatisch storniert. Bei Spätanreise nach 19 Uhr informieren Sie bitte das Hotel vorab telefonisch.
Auch wenn nicht alle IBIS-Hotels in Deutschland an dieser Aktion teilnehmen, ist die Auswahl schon sehr attraktiv, ob München, Hamburg oder Berlin. Die Nachfrage ist zwar schon beachtlich, trotzdem gibt es noch immer viele freie Zimmer.
Warum hat IBIS genau o.g. Zeitraum gewählt? Ganz einfach, während den Feiertagen und dem Jahreswechsel gibt es wenige Geschäftsreisende. Deshalb adressiert man jetzt die Privatreisenden, um einmal im IBIS-Hotel übernachten zu können. Da die günstigen Preise auf 1 Nacht begrenzt sind, kommen möglichst viele Gäste in den Genuß der 1-EURO-Zimmer. Eine Gefahr sehe ich darin, dass viele die Übernachtung buchen, aber dann nicht nutzen werden. Ansonsten hat IBIS eins schon jetzt erreicht: Die Presseresonanz ist riesig, wie z.B. der Bericht im Spiegel beweist.
Die o.g. Aktion war nicht der erste Cous von IBIS. So gab es z.B. vor einiger Zeit die Aktion “Zahlen Sie doch, was sie wollen!”. Wir haben im Portal darüber berichtet.
Insgesamt kann man feststellen, dass der Betrag von 1 EUR für viele Schnäppchenangebote gewählt wird. So gibt es Flüge und Busreisen für 1 EUR, zudem gibt es die 1 EUR Shops und auch die 1 EUR Cafes.
Quelle: Pressemitteilung Accor vom 22.11.2005

Vor der Hauptveranstaltung “Stillstand in Deutschland? Tatsache oder Ausrede?” findet von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr eine kleine Gründermesse in Frankfurt am Main statt. Es werden 12 innovative Gründer vorgestellt, die keinen Stillstand feststellen können, sondern richtig Gas geben. Wer Lust hat, als Gast dabei zu sein, kann sich hier anmelden.
November 28, 2005
Wie schafft es ein Verkäufer, dass sein Kunde jede Woche zweimal seine Visitenkarte zur Hand nimmt? Eine pfiffige Antwort auf diese Frage hat ein Osnabrücker Unternehmen unter dem Namen Freewincard gefunden.
Anstelle der üblichen Visitenkarten aus Pappe, wird für den Verkäufer eine Visitenkarte aus Plastik produziert, die neben seinen Kontaktdaten auch zwei Lottoreihen enthält, die für eine gewisse Zeitspanne gültig sind. Will der Kunde, dem diese Karte überreicht wurde, nun wissen, ob er im Lotto gewonnen hat, muss er mittwochs und samstags die Karte zücken.
Das Ganze funktioniert über eine Spielgemeinschaft und ist daher als Marketinginstrument in der Anschaffung bezahlbar. Ab 1,50 Euro pro Karte ist die Bestellung möglich – allerdings bei einer Mindestabnahme von 250 Stück. Die minimale Investition liegt also bei 375 Euro. Nicht gerade wenig für ein paar Visitenkarten aber nicht unspannend als Marketing-Aktion.
Gefunden im meipor-blog.

Die Sieger des 2. ITB Gründerforums stehen fest. Initiator der Veranstaltung, die am 15. November 2005 bei Amadeus Germany in Bad Homburg stattfand, ist die weltweit führende Leitmesse der Tourismusindustrie, die Internationale Tourismus-Börse ITB Berlin, die gemeinsam mit der Fachzeitschrift TRAVEL ONE, der FH Worms und der Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners zum 2. ITB Gründerforum und TRAVEL ONE Gründerpreis aufgerufen hatte. Gesucht wurden Geschäftsideen, die der Reisebranche innovative Impulse verleihen. Die drei Gewinner erhielten Preise in Höhe von insgesamt 35.000 Euro. Der erste Preis beinhaltet Geld- und Sachleistungen im Wert von 20.000 Euro, der zweite 10.000 Euro und der dritte 5.000 Euro (jeweils in Sachleistungen). Die Gewinner können zudem auf den Rat und die Kontakte erfolgreicher Manager aus der Branche bauen.
Besonders gut hat mir die Idee der Gewinner Kinderreisewelt gefallen. “Ausschlaggebend für den ersten Platz, so Laudator Holger Taubmann, Geschäftsführer Amadeus Germany, waren für die 19-köpfige Jury das überzeugende und stringente Marketingkonzept der beiden Gründerinnen des ersten Kinderreisebüros in Deutschland. Die Kinderreisewelt richtet sich besonders an Urlauber mit Nachwuchs, die einen bedürfnisgerechten Familienurlaub verbringen möchten. Das Angebot besteht nicht nur aus den speziellen Produkten, einer erhöhten Beratungs- und Informationskompetenz und persönlichen Geheimtipps der beiden Gründerinnen, sondern auch aus einem kindgerechten Ladenlokal mit Spielbereich und Saftbar. Das auf eine klar umrissene Zielgruppe spezialisierte Reisebüro, so die Juroren, stellt zudem ein Signal an die Reisebürolandschaft in Deutschland dar, dass mit klarer Profilierung und exzellentem Service Marktpositionen erobert werden können.”
Sehr gut hat mir auch der Drittplatzierte gefallen: Vorfreude.net. “Der neuartige Service steigert die Vorfreude auf den nächsten Urlaub, indem er die Wartezeit mit maßgeschneiderten Informationen nach dem einfachen und bewährten Prinzip des Adventskalenders verkürzt. Laudator und Mitinitiator Professor Roland Conrady, Fachhochschule Worms, gibt als Hauptargument für die Prämierung den überzeugenden Grundgedanken der Geschäftsidee an. Die Zeit zwischen Reisebuchung und Reiseantritt, die seitens der Anbieter bislang ungenutzt verstreicht, setzt Vorfreude.net durch Zusatzgeschäfte und Customer-Care-Maßnahmen zum Nutzen von Anbieter und Reisenden ein. Der Reisevorfreude-Kalender bietet in der Zeit zwischen Reisebuchung und Reiseantritt personalisierte Informationen für den jeweiligen Kunden.”
In der Rubrik Geschäftsideen können alle eingereichten Ideen eingesehen werden. Wir werden hier im Blog weitere innovative Ideen aus der Reisebranche vorstellen.
Weitere Artikel zum Thema im Best-Practice-Portal:
Grabo-Tours – Reisen für Behinderte
Kinderinsel – das erste internationale Kinderhotel in Berlin
Reisen zu Original-Filmschauplätzen
Persönliche Gesundheitsinformationen per Internet
In meinen Existenzgründerseminaren fragen mich die Gründer immer wieder, wie man mit einem kleinen Budget viele neue Kunden gewinnen kann. Einer meiner wichtigsten Tipps besteht darin, mit anderen Firmen Marketingkooperationen zu vereinbaren. Jetzt habe ich im Abseits-Blog ein gutes Beispiel passend zur Weihnachtszeit gefunden. Gerhard Schoolmann berichtet:
“Mein Tipp für Gastronomen: Suchen Sie sich einen Kooperationspartner in einer anderen Branche, z.B. eine Friseur-Kette. Der Friseur lädt seine Mitarbeiter zu Ihnen ein und Sie schenken Ihren Mitarbeiter Geschenkgutscheine für einen Friseurbesuch. Beide Unternehmen profitieren nicht nur von geringeren Kosten für die Weihnachtsfreude und motivierten Mitarbeiter, sondern, wenn die Suppe nicht versalzen und die Haare nicht verbrannt sind, von möglichen neuen Kunden. Vergessen Sie dabei nicht, diesen Deal über die Bücher beider Beteiligten laufen zu lassen, sonst bleiben Sie, wenn es herauskommt, auf der Umsatzsteuernachforderung des Finanzamtes sitzen, ohne die Vorsteuer abziehen zu können”
Wenn dieser erste Test gut funktioniert, kann man das Konzept auf seinen Kundenstamm ausweiten. Man schenkt z.B. seinen Kunden zu Weihnachten einen Gutschein seines Kooperationspartners. Besonders gut funktioniert diese Form von Kooperationsmarketing, wenn die Zielkunden beider Kooperationspartner ähnlich sind, aber es bisher nicht zu viele Überschneidungen schon gibt.
Ein anderes Beispiel sind die Urlaubsgutscheine. Man verschenkt an seine Kunden z.B. einen Gutschein im Wert von EUR 50. Selber zahlt man nichts dafür, weil es sich quasi um eine Vertriebsprovision handelt, die man seinen “Kunden” schenkt. Die Firma Base wirbt gerade mit solchen Gutscheinen.
November 26, 2005

Da Andreas Lutz eines der größten Foren innerhalb von OpenBC moderiert, ist es kein Wunder, dass er die Einsatzmöglichkeiten dieser Kontaktplattform besonders ausführlich (ausschließlich) beschreibt. Zudem ist OpenBC auch mit Abstand die größte Kontaktplattform mit mehr als 500.000 Mitgliedern.
Positiv ist zu vermerken, dass die Basismitglieschaft bei OpenBC kostenfrei ist. Wer jedoch nach bestimmten Stichworten, wie z.B. Beruf oder Interessen, suchen will, muss eine Premiummitgliedschaft für 5,95 EUR bzw 71,40 EUR pro Jahr (zzgl. 1 Zusatzmonat kostenfrei) buchen. Als “Begrüßungsgeschenk” erhalten “Neumitglieder” den ersten Monat eine kostenfreie Premiummitgliedschaft. Die Idee dahinter ist, dem Kunden die Zusatzdienste “schmackhaft” zu machen. Da allerdings nicht alle Unternehmer das ganze Jahr Zeit haben, bietet es sich häufig an, nur bei Bedarf eine Monatsmitgliedschaft zu buchen. Zudem bekommt man einen Monat Premiummitgliedschaft geschenkt, wenn man ein Mitglied geworben hat, dass eine Premiummitgliedschaft für ein Jahr gebucht hat oder zehn Nicht-Premiummitglieder. Dieses Incentive ist eines der Geheimnisse, warum OpenBC so schnell gewachsen ist.
Am interessantesten für Networker sind die Kontakte ihrer Kontakte. Hier hat OpenBC seine erste klare Schwäche. Man kann zwar nacheinandere die Profile der Kontakte nach deren Kontakte durchforsten, leider aber nicht strukturiert nach bestimmten Kriterien. Das kann mit der Zeit sehr mühsam werden.
Zudem kann man schnell feststellen, dass wenige der wirklich bekannten und erfolgreichen Unternehmer bei OpenBC zu finden sind. Warum? Weil es sich her nicht um ein geschlossenes Netzwerk handelt. Man kann zwar festlegen, dass man nicht nur einen Externen kontaktiert wird. Dies kann jedoch umgangen werden, indem man jemanden als Kontakt einlädt und damit mit ihm Kontakt aufnimmt. Auch kann man seine Netzwerkontakte für Externe als nichtsichtbar definieren. Bei der Ansicht der Netzwerkpfade (über welche Netzwerkpartner man verbunden ist) erkennt man aber, dass hier auf einmal die Kontakte auch für Externe sichtbar sind. Ups! Hier wird ein “Datenschutz” vorgegaukelt, der nicht existiert. Es ist einfach kein geschlossenes Netzwerk, wie z.B. Linked In.
Fazit: Insgesamt handelt es sich bei OpenBC um eine sehr gute Business-Kontaktplattform mit vielen guten Features: Foren, Veransaltungskalender,…. An die richtigen spannenden Kontakte kommt man so aber selten ran. Geschenkt wird einem also doch nichts.
In eigener Sache: Nach einer kleinen Pause werde ich hier gezielt einige reale Business-Netzwerke vorstellen, die ich als besonders empfehlenswert erachte. Damit werde ich dann diese Serie fortsetzen.
November 25, 2005

Gute Networker verwenden viel Zeit und Kreativität auf der Suche nach passenden Anlässen und Anknüpfungspunkten, um immer wieder auf bestehende Netzwerkontakte zugehen zu können. Gute Networker interessieren sich aufrichtig für die Menschen, denen sie begegnen. Sie erkundigen sich bei ihren Bekannten über den Neukontakt und informieren sich via Google, OpenBC und Co über die Person.
Die Kunst der Kontaktpflege besteht darin, möglichst viele Informationen über den Netzwerkpartner zu erhalten. Achten Sie aber darauf, keinen “Informationsfriedhof” zu “kultivieren”. Notieren Sie sich nur Informationen, die für sie subjektiv wichtig sind.
Andreas Lutz empfiehlt es, die Netzwerkkontakte ähnlich wie die Kunden in verschiedene Kategorien einzuteilen (A,B,C und D). Den A-Kontakten sollte auch hier die höchste Aufmerksamkeit gewidmet werden. Zu diesen A-Kontakten gehören Personen, die ihnen direkt weiterhelfen können. Zudem gehören dazu die sog. Power-Networker. Diese Personen stellen das sog. Back-Bone der Netzwerkkontake dar. Wenn sie solchen einen Power-Networker für sich und ihre Ideen begeistern, weiß es schnell die “halbe Welt”. Warum ist das so? Weil die Power-Networker meist auch andere Power-Networker kennen und somit Zugang zu vielen Menschen haben. Um diese Personen für sich zu gewinnen, gilt häufig das Sprichwort: “Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!”
November 24, 2005

Im Kapitel 4 “dreht” Andreas Lutz so richtig auf. Denn hier gibt er auf über 35 Seiten viele wertvolle Tipps, wie man ein erfolgreicher Networker wird. Weil die Infos so umfassend sind, teile ich dieses Kapitel in zwei Teile auf. Heute beschäftige ich mich mit dem Aufbau von Kontakten. Morgen ist dann die Kontaktpflege dran.
1. Networking-Events
Wenn Sie ein Networking-Event besuchen, dann nutzen sie auch die Zeit, neue Kontakte zu knüpfen. Natürlich sind Networking-Events auch geeignet, um bestehende Kontakte zu pflegen. Aber zu schnell “flüchtet” man in die “Komfortzone” und unterhält sich mehr mit alten Bekannten. Vergessen sie keinesfalls, genug Visitenkarten mitzunehmen und evtl. einen Flyer. Umso kürzer, treffender und einzigartier sie sich in 30 – 60 Sekunden vorstellen können, umso nachhaltiger ist der Eindruck, den sie hinterlassen.
Gerade wenn sie noch nicht zu den Networking-Newcomern gehören, sollten sie sich ein Event aussuchen, bei der “Chancengleichheit herrscht”. Bestens geeignet sind Visitenkartenparties. Denn hier suchen alle Teilnehmer neue Kontakte. Neben der obligatorischen Vistienkartenübergabe sollten sie sich mind. drei Fragen notieren, die sie ihrem Gegenüber stellen sollten. Seien sie hier aber nicht zu direkt und plump. Schnell kann man auf eine “inoffizielle Black-List” gelangen und zu den “Outsidern” gestempelt werden. Notieren sie sofort wichtige Informationen, die ihr Gegenüber ihnen zuruft. Umso individueller Infos sie von ihrem Netzwerkpartner erfahren, umso besser können sie später wieder Kontakt herstellen.
Als Newcomer eignen sich zudem Networking-Meeting mit kleinerem Teilnehmerkreis. Dadurch geht man nicht so schnell in der Anonymität verloren. Besonders gut ist es noch, wenn man einen Bekannten hat, der viele Kontakte besitzt und somit einen gut einführen kann.
Für die etwas Schüchternen sind insbesondere sog. “geschlossene Netzwerke” geeignet. Hierbei handelt es sich um Netzwerke, bei denen eine Mitgliedschaft mit bestimmten Voraussetzungen notwendig ist. Denn umso häufiger man sich hier sehen lässt und aktiv ist, wird man von den anderen Teilnehmern proaktiv angesprochen. Denn die älteren Mitglieder sind gerade an neuen Mitgliedern sehr interessiert. Hüten sie sich aber von den Vampiren dieser Netzwerke. Die meisten geschlossenen Netzwerke erlauben es, dass man mehrmals unverbindlich reinschnuppern darf, bevor man zu einer Mitgliedschaft “verhaftet” wird. Versuchen sie zu ergründen, welche Mitgliederstruktur existiert und ob ihre Ziele dort realisiert werden können.
2. Weitere Kontaktmöglichkeiten
Gerade sehr beschäftigte Personen trifft man heute noch selten auf realen Events. Deshalb hilft meist nur noch ein Telefonanruf. Ideal ist es, wenn man auf Empfehlung anrufen kann, um nicht gleich an der Vorzimmerdame zu scheitern. Wichtig ist es, schnell auf den Punkt zu kommen und mit einer konkreten Vereinbarung zu beenden.
Etwas weniger direkt ist die Kontaktaufnahme per E-Mail. Die Gefahr besteht jedoch darin, im Spam-Filter zu geraten oder bei der Flut von Mails nicht aufzufallen. Ideal kann es sein, per Mail einen Telefontermin zu vereinbaren. Bei jeder Kontaktaufnahme sollte das oberste Ziel darin bestehen, einen konkreten nächsten Schritt zu vereinbaren.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, per Instant-Messenger, Chat oder Forum Erstkontakt aufzunehmen. Als ideales Networkinginstrument erweist sich ein eigener Weblog. An dieser Stelle brauche ich wohl nicht näher darauf eingehen. Sehr beliebt sind auch Online-Networkingplattformen. Diesen Plattformen wollen wir ein eigenes Kapitel widmen.
November 23, 2005

Andreas Lutz gibt im 3. Kapitel eine kleine Anleitung, wie man ein Netzwerk aufbaut und nutzt.
Der wichtigste Ratschlag besteht darin, die bestehenden Kontakte in Form eines Mindmaps aufzulisten. Wichtig ist es, die Verknüpfungen der einzelnen Kontakte abzubilden. Denn wie haben wir es bereits gesagt: Erst durch die Vernetzung entfalten die Kontakte ihre ganze Kraft. Die besten neue Kontakte finden Sie unter den Kontakten ihrer Kontakte. Beginnen Sie also mit ihrem bestehenden Netzwerk und bauen sie es zielgerichtet aus. Zudem kann es auch sehr viel Sinn machen, “ältere” kontakte zu reaktivieren. Denn diesbezüglich haben sie schon viel Zeit investiert und können deshalb schnell wieder ein Vertrauensverhältnis aufbauen.
Bitte beachten: Für jeden Kontakt müssen Sie genügend Zeit investieren. Überlegen Sie, wieviel Zeit sie für Networking einsetzen wollen. Bedenken sie, dass die Zeit für Networking eine langfristige Investition darstellt. Die ersten Erfolge stellen sich meist erst nach vielen Monaten oder sogar erst Jahren ein. Natürlich kommt es auch darauf an, wie effektiv man networked. Häufig reicht auch mal ein Mail oder ein Telefonat, um den Kontakt zu pflegen. Effektiver ist natürlich der persönliche Kontakt. Überlegen sie, auf welchen Veranstaltungen sie andere wichtige Kontakte wieder treffen und wozu sie andere Kontaktpersonen einladen können. Es gibt einige Networkingprofis, die jeden Monat einen Newsletter verschicken, in dem sie vermerken, auf welchen Veranstaltungen sie im Folgemonat anzutreffen sind.
O.g. Newsletter kann man natürlich auch für andere Dinge verwenden. Informieren sie z.B. ihre Netzwerkpartner, welche “Hürden” sie gerade übersprungen haben und bedanken sie sich im Newsletter bei allen, die ihnen beim Hürdenlauf geholfen haben. Listen sie auch konkret auf, vor welchen konkreten Herausforderungen sie gerade stehen und wo sie am besten Unterstützung gebrauchen könnten. Umso konkreter sie fragen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen geholfen wird.
Wichtig ist, dass sie jedem, der ihnen geholfen hat, ein Feedback geben und sich bei einem großen Gefallen mit einem kleinen individuellen Geschenk bedanken. Dabei muß es sich nicht um teure Geschenke handeln. Denn ansonsten gibt man den Gegenüber das Gefühl, man hätte ihn gekauft. Eher sollte es sich um individuelle und kreative Geschenke handeln.
Einiges sollten sie aber noch beachten. Nicht jede Unterstützung kann kostenlos sein. Muten sie sich auch nicht zuviel zu und lassen sie sich nicht ausnutzen.
November 22, 2005

Andreas Lutz will im zweiten Kapitel den Nutzen aufzeigen, den sie durch Networken erhalten. Nur wenn sie konkrete, realistische Ziele mit dem Networken verbinden, werden sie auch effektiv erfolgreich werden.
- Spaß und Freundschaft
- Persönliche Unterstützung
- Informations- und Wissenstausch
- Empfehlungen
- Zusammenarbeit und Kooperation
- Karriere machen
- Stellensuche
- Auftragssuche, Kundenbindung und -empfehlung
- Professionelles Networking
Führungskräfte von IBM wurden einmal gefragt, aufgrund welcher Eigenschaften bzw. Fähigkeiten man am besten Karrieren machen könnte. Die überwältigende Antwort mit mehr als 60 % war: Networking / Kontakte. Ähnliches gilt für die Stellensuche.
Für beide Gruppen, Selbständige und Angestellte, ist der Informations- und Wissenstausch ein wesentlicher Vorteil beim Networken. Und gute Informationen zum richtigen Zeitpunkt können Geld Wert sein.
Noch besser ist es, wenn man von Netzwerkpartnern empfohlen wird oder sie als Kunden gewinnt. Hier machen allerdings viele Networker entscheidene Fehler. Sie gehen zu direkt bzw. sogar agressiv auf die anderen Teilnehmer zu und werben z.T. sehr penetrant um neue Kunden. Genau das kann sehr schnell “nach hinten losgehen”. Denn dann wird eher negativ über einen selber gesprochen und hat damit die Chance vertan, gut in Erinnerung zu bleiben. Empfohlen wird man dann, wenn andere genau wissen, was man gut macht und wenn man auch positiv in Erinnerung geblieben ist. Überlegen, wie sie genau das erreichen können. Auch hier gilt: Pull-Strategie ist erfolgreicher als Push-Strategie.
Die Krönung ist es, wenn man das Networken zu seinem Beruf macht. Headhunter sind ein gutes Beispiel dafür.