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December 31, 2007

Top 10 Geschäftsideen 2007: Green & LOHAS

Filed under: Geschäftsidee, Idee - LOHAS, Trend - LOHAS, V - Top 10 — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

Die Welt soll wieder grüner werden. Zahlreiche Unternehmen entwickeln Geschäftsideen, um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Dabei wollen die Konsumenten sich aber nicht kasteien, sondern genießen und auf schickes Design nicht verzichten Hier sind die Top 10 Green & LOHAS:

  1. Das Projekt “Better Place” will dem Elektroauto den weltweiten Durchbruch verschaffen Die Geschäftsidee des vom ehemaligen SAG-Shooting-Star Agassi gegründeten Unternehmens besteht nicht darin, ein neues Elektroauto zu entwickeln, sondern ab 2009 eine flächendeckendes Angebot von automatisierten Ladestationen in den USA und Europa zu ermöglichen. Damit soll eines der größten Mankos der Elektroautos, nämlich die geringe Reichweite durch schwache Batterieleistungen, beseitigt werden.
  2. Natural Marketing Institute (NMI) spezialisiert sich auf Marktforschung rund um LOHAS und Green-Living Der LOHAS-Markt hat allein in den USA ein geschätztes Marktvolumen von 209 Mrd. USD pro Jahr. Nicht berücksichtigt würden die “grünen Investments”, in die noch einmal ca. 215 Mrd. USD investiert wird. Erstellt wurde diese Marktanalyse im Jahr 2006 für die USA vom Natural Marketing Institute (NMI), die sich u.a. auf LOHAS-Marktanalysen konzentrieren.
  3. Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH (EWS) Ursula und Dr. Michael Sladek haben die Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbH (EWS) gegründet, die ausschließlich Ökostrom aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung liefert. Aus der ehemaligen Bürgerinitiative ist mittlerweile ein erfolgreiches Unternehmen mit 45.000 Kunden und einem Umsatz von 24 Millionen Euro geworden, nur weil sich die örtlichen Stromversorger geweigert haben, reinen Ökostrom an die Haushalte zu liefern.
  4. Mit Qurrent Strom sparen Qurrent hat ein Netzwerk entwickelt, um in Siedlungen Strom zu sparen: Eine kleine Box im Sicherungskasten sendet dabei Informationen an einen Zentralrechner, um Spitzen des Strombedarfs auszugleichen. Die Verbraucher bekommen dann billigeren Strom, wenn sie die «Qbox» entscheiden lassen, wann Elektro-Geräte laufen sollen.
  5. Die nächste Revolution startet in Paris: Fahrradverleihsystem Velib Seit dem 15. Juli 2007 stehen an mehr als 800 Leihstationen mehr als 10.000 Räder zur Verfügung, die gegen eine Jahreskarte in Höhe von 29 EUR jeweils bis zu einer halben Stunde kostenlos angemietet werden können. Betrieben wird das Velib-System von dem privaten Betreiber Jean-Claude Decaux. Er übernimmt die ganzen Kosten für die Einrichtung der Stationen, Wartung, Reparatur und Reinigung der Fahrräder und erhält im Gegenzug die private Firma alleine alle Einnahmen aus der Vermietung der Werbeflächen an den Verleihstationen.
  6. The Care Club: Konsumiere und tue gutes dabei Wenn Sie im Care Club ein Produkt kaufen, wird angezeigt, wieviel der Handelsmarge für einen guten Zweck gespendet wird. Der Clou: Der Käufer kann innerhalb des Kaufprozesses auch genau entscheiden, an wen das Geld gespendet wird.
  7. Das Ökolabel Armed Angels ist trendy und hipp Gleich zwei Zukunftstrends greifen die beiden Kölner Jungunternehmer Anton Jurina und Martin Höfeler auf: LOHAS und Crowdsourcing. Denn bei Ihnen werden die Klamotten aus fair gehandelter und 100 % Öko-Baumwolle hergestellt. Zudem kann jeder als Designer mitmachen bzw. als Style-Scout abstimmen, welche Designs aufgenommen werden sollen.
  8. Tupper-Partys für Stromkunden, die auf Ökostrom umsteigen wollen Die Leipzigerin Ulla Gahn organisiert seit einigen Monaten “Naturstrom-Wechselpartys” in der sächsischen Handelsmetropole und Messestadt. Mittlerweile ist die Wechselparty zum “Exportschlager” geworden und hat mittlerweile schon in vielen anderen Städten stattgefunden.
  9. Rettung der Hinterländer Braukultur durch die Aktion “Holt Euch Euer Bier zurück” Nach der Insolvenz der Marburger Brauerei und auch der Thome Brauerei war im Marburger Hinterland (Landkreis Marburg-Biedenkopf) die lokale Braukunst ausgestorben. Damit wollten sich fünf aktive Macher aus der Region nicht zufriedenstellen und haben vor einigen Monaten die Thome Brauerei mit Sitz in Breidenbach-Wolzhausen aus der Insolvenzmasse für ca. 700.000 EUR erworben.
  10. Baumrinde statt Schutzmatten auf Spielplätzen Auf vielen Spielplätzen gibt es Gummimatten, um die Kinder beim Sturz zu schützen. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, um die Kinder “auf natürliche Weise” zu schützen: Die Firma Schulz aus Österreich bietet sog. “Fallschutzrinde” an. Dafür wird die Baumrinde in Stücke bis 8cm gehackt und anschliessend Feinteile sowie spitze Stücke entfernt. Fertig ist der natürliche “Schutzboden” für Spielplätze

Whitewall – Neues Projekt von Lumas steht kurz vor dem Start

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Kunst, Idee - ecommerce, Internet — Burkhard Schneider @ 1:45 pm

Seit mehr als zwei Jahren verfolge ich den Erfolgsweg von LUMAS. Im Gegensatz zu klassischen Galerien, die typischerweise Unikate oder Kleinstauflagen zu mittlerweile sehr hohen Preisen verkaufen, spricht LUMAS Erstkäufer und junge Sammler an. Spezialisiert auf Fotografie, werden signierte Abzüge meist in limitierten Auflagen von 75 bis 100 Exemplaren zu Preisen zwischen EUR 100 und EUR 800 angeboten. LUMAS betreibt hierzu neben der E-Commerce-Website www.lumas.de eigene Galerien in fünf deutschen Großstädten. Lumas hat quasi ein ganz neues Marktsegment erschlossen und ist damit auch sehr erfolgreich. Hubert Burda Media beteiligte sich in 2006 mit 27 % an der Avenso AG, dem Inhaber und Betreiber der Lumas-Galerien.

Einige Experten haben nach dem Einstieg von Burda Media prophezeit, dass Lumas auch neue Wachstumsfelder erschliessen werden. Schon im August 2007 vermeldete das Exciting Commerce Blog, dass Lumas bald die Web 2.0 Plattform http://www.whitewall.com ins Leben rufen werde. Seitdem wurde es allerdings wieder ruhig um die Web 2.0 Pläne von Lumas. Es dauert halt auch mit Geld meist etwas länger, als man denkt. Doch jetzt habe ich auf whitewall folgende Meldung gelesen: “In wenigen Wochen können Kunstbegeisterte auf WhiteWall die Werke vieler Künstler entdecken, eigene Werke über unseren Kunstmarkt verkaufen oder mit einer kostenlosen Artist oder Gallery Page selbst anbieten….”. Der Beta-Test läuft schon hinter geschlossen Türen.

Das Angebot ruht auf drei Säulen und soll wie folgt aussehen:

  1. Kunstmarkt mit Jury-Garantie WhiteWall verkauft die Werke der angemeldten Künstler auf dem virtuellen Kunstmarkt für alle Kunstbegeisterten. Eine Jury, gebildet aus der Mitte der WhiteWall Community, wählt die Bilder aus, die auf dem Kunstmarkt präsentiert werden sollen. Bis zu 15 Werke kann der Künstler der Jury für den Kunstmarkt vorschlagen. Das Autorenhonoar liegt zwischen 15 und 20 %.
  2. Eigene Artist und Gallery Page# Auf seiner eigenen Homepage mit einer Subdomain (Artist Page) kann der Künstler bis zu 50 seiner Werke kostenlos hochladen und selbst verkaufen. Neben den Autorenhonoraren erhält der Künstler zusätzlich eine Provision von 36%. WhiteWall übernimmt Produktion und Versand und verdient damit quasi als Servicedienstleister sein Geld. Clever. Daneben gibt es auch die Möglichkeit für Vermarktes von Künstlern, eine Gallery Page zu eröffnen und die Werke der vertretenen Künstler zu vermarkten.
  3. Photo Lab Natürlich kann man seine eigene Werke auch ausdrucken, rahmen und kaschieren lassen und nach Hause schicken lassen.
Dann lassen wir uns doch im neuen Jahr überraschen, ob die Künstler und Vermarkter das neue Angebot von WhiteWall annehmen werden und Lumas auch in der virtuellen Vermarktung von Kunstobjekten eine wichtige Funktion einnehmen wird.

Trend Hunter Top Trends

Filed under: Trends — Burkhard Schneider @ 9:45 am

TrendHunter ist nach eigenen Angaben die größte Community für Trend Spotter weltweit. Mehr als 20.000 Community-Mitglieder haben eine fünfstellige Zahl an Trends eingereicht. Davon wurden bis heute auf der Webseite www.trendhunter.com mehr als 12.000 Trends veröffentlicht. Das sind pro Tag mindestens 25, aber häufig mehr als 50 Postings. Da kann man ganz schnell den Überblick verlieren. Doch das muss nicht sein. Derzeit veröffentlicht trendhunter die verschiedensten Top 20 Listen, z.B. folgende Listen:

  1. Top 20 Technology Trends in 2007 (GALLERY)
  2. Top 20 Science Innovations and Discoveries in 2007 (GALLERY)
  3. Top 20 Architecture Trends in 2007 (GALLERY)
  4. Top 20 Hip Hotels in 2007 (GALLERY)
  5. Top 20 Auto and Motor Trends in 2007 (GALLERY)
  6. Top 20 Ultra Luxury Innovations in 2007 (GALLERY)
  7. Top 20 Food Trends and Innovations in 2007 (GALLERY)
  8. Top 20 Kitchen Trends and Kitchen Gadgets in 2007 (GALLERY)
  9. Top 20 Toys and Stuff For Kids in 2007 (GALLERY)
  10. Top 20 Naughty Trends in 2007 (GALLERY)
Bleibt noch eine Frage: Wie behaltet Ihr im Laufe des Jahres den Überblick bei Trendhunter? Hier sind meine Lösungsvorschläge:
  • Ihr könnt z.B. in einem der 11 Themenmagazine gezielt lesen, z.B. Styleteria (Fashion Trends), Concept Cars (Future Vehicles) oder Hot Hotel Reviews . Die Liste aller Themenmagazine findet Ihr bei trendhunter in der rechten Spalte weiter unten.
  • Ihr könnt natürlich auch in einer der mehr als 50 Kategorien gezielt suchen.
  • Ihr könnt Euch die populärsten Trends (Woche, Monat, Quartal) anschauen, wunschweise sortiert nach Themen.
  • Ihr könnt nach den Top Trend Hunters Ausschau halten und gezielt nur deren Postings anschauen.
Und natürlich könnt Ihr die wichtigsten Trends auch hier im Blog verfolgen. Denn ich quäle mich gerne für Euch durch die vielen Seiten von Trend Hunter und versuche die wichtigsten Trends herauszupicken. Dabei helfen mir natürlich auch viele andere Weblogs und Webseiten. Das Ergebnis findet Ihr in meiner Kategorie “Zukunftstrends”, in der bisher mehr als 200 Beiträge veröffentlicht wurden.

Weitere Artikel zum Thema:

December 30, 2007

Top 10 Geschäftsideen 2007: Produkte

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Produkt, Marketing - Produkt, V - Top 10 — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

abcknopf

Um als Existenzgründer auch zeitnah Millionär zu werden, braucht man ein Geschäftsmodell, das skalierbar ist. Produkte sind skalierbar. Deshalb suchen viele Gründer nach dem Produkt, das Ihr Unternehmen zum Durchbruch verhilft und zum Millionenseller wird. Hier sind die Top 10 Geschäftsideen 2007 von Produktherstellern:

  1. Fabricator: Bausatz für 3D-Drucker kostet nur 3.000 EUR Hod Lipson, Professor für Robotik an der Cornell University, bietet einen Bausatz für einen 3D-Drucker für 3.000 EUR unter dem Namen “FabLabs” an. Im Vergleich zu bisherigen Rapid Prototyping Maschinen, die im Schnitt 160.000 EUR kosten, ist das ein richtiges Schnäppchen.
  2. mimoco: Designer-USB-Sticks als Sammelobjekte mimoco verkauft Designer-USB-Sticks als Sammlerstücke in limitierter Auflage von 250 bis max. 3.500 Stück. Dadurch können Allerweltsprodukte zu hohen Preisen verkauft werden.
  3. Michalak C7: Do-it-yourself-Roadster-Bausatz auf Basis eines Smarts Der Designer Bernd Michalak lebt in Mainz und hat sein Geld bisher als Prototypenbauer und Smart-Veredler verdient. Jetzt bietet er für 9.000 EUR den Autobausatz C7 aus 50 Teilen an. Nach ca. 50 Stunden Montagearbeit erhält man dann einen fertigen Roadster auf der Basis eines Smarts.
  4. Pimp Up your Sofa Gefällt Ihnen Ihr IKEA-Sofa nicht mehr. Dann können Sie jetzt Ihr Sofa pimpen. Die Firma Bemz bietet dafür schicke Bezüge an, die über das bestehende Sofa übergestülpt werden können.
  5. Bierlaboratorium – Eine Münchner Brauerei startet mit Frucht- und Sternzeichenbier durch Der junge fränkische Braumeister Tobias Weber hat mit seinem Geschäftspartner Stefan Marx in München-Untergiesing eine Kleinstbrauerei gegründet. Als Nichenanbieter versucht man mit speziellen Produkte erfolgreich zu sein, wie z.B. mit Fruchtbieren und Sternzeichenbieren in der Proseccoflasche.
  6. Mit dem ABC-Knopf personalisieren Sie jedes Kleidungsstück Der ABC-Button hat im Unterschied zu herkömmlichen Knöpfen 9 Löcher. Diese 9 Löcher ermöglichen es, jeden beliebigen Buchstaben in ihn einzusticken, indem man die Löcher miteinander verbindet oder frei lässt (siehe oben). Mit dem ABC Button kann somit jedes Kleidungsstück dezent personalisiert werden.
  7. p´kolino: Kindermöbel, mit denen man spielen kann J.B. Schneider und Antonio Turco-Rivas produzieren Kindermöbel, die nicht nur robust und praktikabel sind, sondern auch Spaß machen. Besonders ist, dass die Möbel in Einzelteile zerlegt und zu neuen Möbeln zusammengestellt werden können.
  8. go-one – Das Liegefahrrad mit atemberaubendem Design Besonders an diesem Liegefahrrad ist dass Chassie. Dadurch kann man auch bei Regen trocken bleiben und zudem mit geringem Kraftaufwand hohe Geschwindigkeiten erreichen. Die Aerodynamik ist “dran Schuld”.
  9. Produkt von Querdenkern: Autorucksack Wenn es für Menschen Rücksäcke gibt, warum dann nicht auch für Autos? Gedacht, getan! Es gibt ihn tatsächlich, den Autorucksack. Für 269 EUR kann man sich jetzt als Besitzer eines Autos mit Steilheck zusätzlichen Gepäckraum erkaufen.
  10. BigDayKalender – Geburtstags- statt Weihnachtskalender Der BIG DAY Kalender soll die Vorfreude der Kinder auf ihren Geburtstag erhöhen und die Wartezeit bis zum großen Tag etwas verkürzen. Hinter seinen 15 Türchen verstecken sich jede Menge Spiel- und Nasch-Spaß für kleine Schleckermäuler und Abenteurer. Genial, wie man die Idee des Adventkalenders als Geburtstagsgeschenk umfunktoniert.

Weitere Top 10 Listen 2007:

Think big: Wie könnte man den Flugverkehr revolutionieren?

Filed under: Trends — Burkhard Schneider @ 1:45 pm

Es gibt viele Ingenieure und Entwickler, die sich Gedanken darüber machen, wie das Flugzeug der Zukunft aussehen könnte. Der stern-Online Kolumnist Jan Weilers hat sich dagegen Gedanken gemacht, wie das Boarding der Zukunft aussehen könnte. Die Lösung nennt er “Easy Boarding” und beschreibt sie wie folgt:

“Die Passagiersessel befinden sich nicht im Flugzeug, sondern im Warteraum. Auf Ihrem Ticket steht nach wie vor eine Platznummer, zum Beispiel “18 A”. Sie ziehen das Ticket durch einen Kartenleser an der Armlehne, verstauen Ihr Handgepäck in einer Schublade unter dem Sitz, setzten sich hin und warten, bis Ihr Flug aufgerufen wird. Wenn nun das Boarding beginnt, fährt Ihr Sessel auf einer Schiene zum Gate. Dort reiht er sich ein, und nun zuckeln Sie wie alle Passagiere ins Flugzeug, wo ihr Sitz von selber zu “18 A” fährt. Kein blödes Rumstehen im sogenannten Finger. Kein Gedrängel im Flieger und auch kein Geschubse von der Armlehne, denn jeder Fluggast bekommt zwei. Wenn der Flug nicht ausgebucht ist, fahren nicht alle Sitze in die Maschine, es bleibt also Platz für ein paar Yoga-Übungen auf dem Flug München-Hamburg, und die Fluggesellschaft spart Sprit, weil das Flugzeug weniger wiegt.”

Man merkt, wieviel Frust sich bei Jan im Rahmen unzähliger Boardings schon aufgestaut haben muss, dass er solch eine Idee entwickelt hat. Diese Idee umzusetzen, würde nach erster grober Schätzung von Jan 300 Mio. EUR kosten und zudem bedingen, dass die Flugzeughersteller dieses Schienensystem im Flugzeug installieren würden. Etwas viel Hürden auf einmal. Aber viele revolutionäre Idee klangen zu Beginn sehr utopisch.

Ich nehme o.g. Artikel von Jan zum Anlass, um hier eine weitere inoffizielle Reihe mit der Bezeichnung “Think big” einzuführen. Denn schliesslich lernen wir schon beim Brainstorming, dass keine Idee “zu gross” ist. Und wenn solch eine Idee auch genau in dieser Form vielleicht nie oder erst in 50 Jahren umgesetzt wird, sie hat trotzdem ihr Gutes. Denn vielleicht kann diese Idee für einen anderen Zweck sofort umgesetzt werden.

Exciting Commerce Stars 2007 im Gesamtüberblick

Filed under: Geschäftsidee, Idee - ecommerce, Innovation, Internet — Burkhard Schneider @ 9:45 am

Jochen Krisch hat dieses Jahr die drei wichtigsten Innovationstreiber national und international im E-Commerce-Business gekürt. Am 19. Dezember wurde bereits die Top 3 Innovationstreiber national veröffentlicht:

  1. Smatch (Kategorie Social Commerce) – Social Shopping Plattform für Mode
  2. Fabidoo (Kategorie Mass Customization) – Endkundenlösung 3D-Druck
  3. Guut.de (Kategorie Live Shopping) – Ein Produkt pro Tag Shop (Woot-Kopie)
Jochen hatte vorher die Top 10 Liste erstellt und daraus die Top 3 erstellt. Zu seiner Entscheidung merkt er an: “Bei der Entscheidung handelt es sich um eine redaktionelle Entscheidung. Eingeflossen sind neben der Berücksichtigung wegweisender Branchentrends und der Beurteilung der einzelnen Konzepte ausführliche Gespräche mit den Teams sowie die kontinuierliche Beobachtung der Startups über die vergangenen Monate hinweg.”

Wenige Tage später, konkret am 28. Dezember 2007, wurden jetzt auch die Top 3 Innovationstreiber international bekannt gegeben:

  1. Shirt.Woot (USA) (Kategorien Live Shopping, Crowdsourcing) – Woot kombiniert hier nicht nur Crowdsourcing- und Live Shopping Element opitmal miteinander, sondern übernimmt auch die Produktion
  2. Polyvore (USA) (Kategorie Social Commerce) – Der Polyvore Fashion Outfit Editor ermöglicht es Modefans, auf einfache Weise eigene Styles und Outfits zusammenzustellen und anderen zu zeigen.
  3. Moo (UK) (Kategorien Mass Customization, Community Services) – Moo Cards liefert den Druckcontent durch Schnittstellen zu Flick´r & Co. gleich mit.
Die Liste der 10 Kandidaten für die Innovationstreiber international könnt Ihr hier einsehen. Jochen legt bei der Erstellung der Top-Listen auf folgende Bemerkung viel Wert: ” Exciting Commerce bewertet ausschließlich die Innovationskraft und das Zukunftspotenzial. Ausgezeichnet werden daher nicht immer die heute erfolgreichsten, sondern die – auf Drei- bis Fünfjahressicht – wegweisenden Ideen und Ansätze.”

Es fällt schon auf, dass der Liebling der deutschen Start Up Szene, My Muesli, noch nicht einmal bei den Top 10 national berücksichtigt wurde. Glaubt Jochen nicht an den langfristigen Erfolg des Konzeptes. Anders kann ich mir eine Nichtberücksichtigung nicht erklären. Unabhängig davon halte ich das Blog von Jochen für einen der wertvollsten Business Blogs in Deutschland. Denn er beachtet auch sehr stark die internationale Szene und blickt kritisch hinter den Kulissen.

December 29, 2007

Top 10 Geschäftsideen 2007: Einzelhandel / Shopkonzepte

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Handel, V - Top 10 — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

In immer mehr Innenstädten sieht es trist bzw. eintönig aus, denn viele Ladengeschäfte schließen ihre Tore bzw. müssen Fast-Food-Restaurants und Billigläden weichen. Doch das muss nicht so sein. Im folgenden finden Sie die Top 10 Shopkonzepte, über die ich im Jahr 2007 hier im Blog berichtet habe.

  1. Ridemakerz: Bau Dir Dein eigenes Spielzeugauto zusammen Bei Ridemakerz können die Kids ihr ganz indidviduelles Spielzeugauto zusammenstellen, ganz nach dem Motto: Pimp Your Car! Das Vorbild, Build-A-Bear, hat sich an Ridemakerz finanziell beteiligt und stellt auch die Infrastruktur, Marktdaten und Back-Office zur Verfügung, um das neue Konzept schnell zum Fliegen zu bringen.
  2. Im Sample Lab ständig neue Produkte austesten Im Sample Lab, das 2007 in Tokyo eröffnet wurde, kann man gegen eine Aufnahmegebühr von unter einem EUR und eine Jahresmitgliedsgebühr von unter 6 EUR Mitglied werden. Mitglied darf jeder ab einem Alter von 15 Jahren werden. Dafür darf man dann im Sample Shop bis zu fünf neue Produkte pro Besuch ausprobieren und mit nach Hause nehmen.
  3. Kombination aus Buchhandlung und Kochkurse macht Schule Martina Olufs hat vor einigen Monaten das “Koch-Kontor” in Hamburg eröffnet. Hier werden aber nicht nur Kochbücher und Kochkurse angeboten (wie das englische “Original” Book for Cooks), sondern montags bis freitags bietet die Köchin Katharina Martin in der offenen Küche Gerichte nach Rezepten aus den Kochbüchern im Rahmen eines Mittagstisches an.
  4. Berlinomat – Plattform für Berliner Design Berlinomat versteht sich als Verkaufsplattform für Berliner Design. Neben Mode werden hier noch zahlreiche andere Designprodukte wie z.B. Schmuck und Accessoires verkauft. Neben dem Ladengeschäft gibt es auch einen sehr schönen Internetshop.
  5. Bei Kidsfresh gibt es leckere Foodboxes für Kids Bei “Kidsfresh” in New York kann man “Food-Boxes” für Frühstück, Mitagessen, Abendessen oder Zwischenmahlzeit für Kinder in verschiedenen Altersgruppen erwerben. In den Essenschachteln sind leckere, frische Lebensmittel. So gibt es z.B. auch belegte Brote, allerdings in Form einer Hand, eines Smileys oder eines Bärchens. Weiterhin gibt es z.B. dekorierte Fruchtspieße.
  6. Eventselling in China: Mit der Achterbahn durch den Supermarkt in einem chinesischen Supermarkt können Sie am Eingang in ein Achterbahn-Fahrzeug einsteigen und auf Schienen durch den ganzen Supermarkt fahren. Jetzt können Sie einfach während der Fahrt die Produkte aus den Regalen nehmen und an der Kasse zahlen. Nicht nur die Kinder lieben diese neue Form des Einkaufens.
  7. Mit Intellifit finden Sie in Sekunden die Jeans, die Ihnen wirklich passt Mittlerweile stehen in zwölf Geschäfte in den USA oder London Intellifit-Kabinen. Hier können Sie sich innerhalb von 10 Sekunden mit Hilfe eines 360 Grad Body Scans kostenlos vermessen lassen. Danach erhalten Sie per Computerausdruck eine Liste von Jeansnamen und Größen, die genau zu Ihnen passen. So macht das Einkaufen Spass.
  8. Dorothee Vogel verkauft ihre Mode im Salon Prive Mit Ihrer Winterkollektion 2006-2007 verabschiedete sich die Modeschöpferin Dorothée Vogel vom üblichen Vertriebssystem via Modehäuser und entwickelte das Private-Shopping-Konzept. Konkret eröffnet Dorothee Vogel in mehreren Städten nacheinander für jeweils ein paar Tage einen Salon Prive, in dem sich die Kundinnen vorher anmelden sollen. Zum vereinbarten Termin kann die Kundin sich in einer privaten und sehr persönlichen Atmosphäre ihre Lieblings-Outfits aussuchen.
  9. Club-C: Kosmetik testen ohne Kaufzwang In den Räumlichkeiten des japanischen Club-C kann man die Kosmetik verschiedener Hersteller ausprobieren, ohne dass gleich ein Verkäufer einen etwas verkaufen will. Und womit verdient der Club-C sein Geld? Die Kosmetikhersteller müssen eine “Präsentationsgebühr” bezahlen. Zudem bezahlen Marktforscher für Umfrageergebnisse unter den Besuchern. Und eine Mitgliedsgebühr wird von den Nutzern auch erhoben.
  10. Im Fachgeschäft können Sie Verkaufsfächer mieten In der Bank können Sie ein Schliessfach mieten, in der Postfiliale können Sie ein Postfach mieten und im fachgeschäft in Düsseldorf können Sie ein Verkaufsfach mieten. Das kleinste Fach (20×20×20cm) kostet 13 EUR pro Monat, das größte Fach (50×50×100cm) 43 EUR pro Monat. Dort können Sie Schmuck, Mode etc. reinlegen und darauf hoffen, dass die Objekte verkauft werden.

Weitere Top 10 Listen 2007:

Online-Fundgrube für den Unternehmenserfolg

Filed under: V - Tipps und Tricks — Burkhard Schneider @ 1:45 pm

Im Zusammenhang mit dem Hörbuchtipp “Wie lernt mein Unternehmen Rad fahren” habe ich bereits auf die Webseite “www.erfolgreich-im-geschaeft.de” hingewiesen. In der Rubrik “Tipps & Downloads” findet man eine wahre Fundgrube an guten Tipps und Downloads rund um die Themen “Strategie entwickeln”, “Umsatz steigern” und “Leistung optimieren”. Ich habe mir mal alle Tipps angeschaut und präsentiere im folgenden die Top 5:

  1. Preise optimal differenzieren
  2. Wie Sie Ihr Bestandsgeschäft ausweiten
  3. Tipps für Ihre Multiplikations-Strategie
  4. Finden Sie Ihre Markt-Potenziale
  5. Fokussieren Sie die passende Zielgruppe
Gerade zum Jahreswechsel sollten Sie nicht nur privat gute Vorsätze fassen, sondern auch im Business durchschnauben und an den richtigen Stellschrauben drehen. Wenn Sie die obigen 5 Arbeitsblätter durchgearbeitet haben, können Sie Ihren Gewinn locker um 10 % steigern. Dafür lohnt es sich, ein paar Tag Zeit zu investieren.

Amazon: Best of Listen etablieren sich als Verkaufscharts

Filed under: Marketing - PR, Marketing - Service — Burkhard Schneider @ 9:45 am

Amazon.Com hat gerade die Top-Verkaufscharts 2007 veröffentlicht. Ich bin mal bespannt, ob Amazon.de auch solche Charts veröffentlicht:

Die am häufigsten verkauften Produkte (Bestseller)

  • Bücher: “Harry Potter and the Deathly Hallows” von J.K. Rowling
  • Musik: “Noel” von Josh Groban
  • DVD: “Planet Earth: The Complete BBC Series”
  • Electronik: Canon PowerShot A570IS 7.1MP Digital Kamera
  • Computer: Nokia Internet tablet PC
  • Software: Microsoft Office Home and Student 2007
  • Video Games: Nintendo Wii

Die am besten bewertesten Produkte

  • Bücher: “Harry Potter and the Deathly Hallows” von J.K. Rowling
  • Musik: “One Chance” von Paul Potts
  • DVD: “Planet Earth: The Complete BBC Series”
  • Elektronik: Garmin nuvi 350 3.5-portabler GPS Navigator
  • Computer: Apple MacBook Pro notebook PC
  • Software: Apple Mac OS X version 10.5 Leopard
  • Video Games: Nintendo Wii

Die Produkte, die auf der Wunschliste am häufigsten standen

  • Bücher: “I Am America (And So Can You)” von Stephen Colbert
  • Musik: “Noel” by Josh Groban
  • DVD: “Harry Potter and the Order of the Phoenix”
  • Elektronik: Apple 4 GB iPod nano
  • Computer: Asus Eee 4G-Galaxy 7-inch PC mobile Internet device
  • Software: Adobe Photoshop Elements 6
  • Video Games: Nintendo Wii

Der absolute Top-Seller ist der siebte Band von Harry Potter. Bis jetzt hat Amazon weltweit mehr als 12 Millionen Exemplare allein von diesem 7. Band verkauft. WoW, jetzt müsste J.K. Rowling eigentlich ein paar Anteile an Amazon geschenkt bekommen, hat sie doch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Umsatzzahlen weiter gestiegen sind. Aber auch Nintendo Wii scheint ein wirklicher Topseller zu sein. Keine wirkliche Überraschung für aufmerksame Blogleser.

Gefunden im Internethandel-Blog

December 28, 2007

Top 10 Geschäftsideen 2007: Mass Customization / Personalisierung

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Customizing, Marketing - Customizing, V - Top 10 — Burkhard Schneider @ 5:45 pm

mymuesli

Der Kunde von heute will immer mehr ein “maßgeschneidertes” Produkt zum Preis eines in Massenfertigung hergestellten Artikels. Immer mehr findige Unternehmer entecken diesen Zukunftstrend und bieten somit personlisierte und mass customized Produkte an. Hier sind meine Top 10 aus derm Jahr 2007:

  1. mymuesli: Mass Customized Müsli Ja, auch für mich hat MyMuesli (allerdings nur in der Kategorie Mass Customization) gewonnen. Die Idee, Müsli nach Wunsch des Kunden zu mischen, ist einfach und genial. Jetzt drücke ich die Daumen für das Wachstumsmanagement.
  2. Blends For Friends: Mass Customized Teas Im Gegensatz zu mymuesli ist blendforfriends weniger ein Angebot für Selbstbesteller als vielmehr für Personen, die andere Personen beschenken wollen. Damit Alex Probyn die richtige Mischung findet, muss der “Schenker” vorher zahlreiche Fragen auf der Webseite beantworten. Der Gründer und Master ‘Tea Tester stellt anschliessend die passende Mischung zusammen.
  3. Vuru – Nahrungsergänzungsmittel individuell gemixt und als Tagesration abgepackt Hier können Sie aus mehr als 2.000 nicht verschreibungspflichtigen Vitamin- und Nahrungsergänzungsmitteln Ihr persönliches Mix ganz nach Ihren Wünschen und Vorstellungen zusammenstellen. Für jeden Tag erhalten Sie dann eine Packung mit ihrer Tagesration.
  4. Personalisierte Puppen My Twinn bietetzu einem Preis von 139 USD personalisierte Puppen an. Dazu darf man im Internet zuerst Hautfarbe, Augen- und Haarfarbe sowie Haarlänge auswählen. Dann lädt man das Bild des Kindes im Alter von 3 – 12 Jahren hoch. Nach ca. 4 Wochen erhält man die ganz individuelle Puppe zugeschickt. Zusätzliches Geld kann man für Kleidung, Möbel und Accessoires ausgeben.
  5. Miss-Information: Der personalisierte Reiseführer Zuerst muss man einen Fragebogen ausfüllen, in dem z.B. gefragt wird, wie lange man in dem Reiseort bleiben will, welche Interessen man hat etc. Daraufhin wird ein Buch mit ca. 60 Seiten Umfang erstellt. Das ist ganz praktisch, weil man damit nur noch einen Reiseführer mit sich trägt, der alle relevanten Infos beinhaltet.
  6. flattenme: Personalisierte Kinderbücher aus den USA Die Macher von flattenme bieten an, dass die Fotos der beschenkten Kinder per Fotomontage in ihre Kinderbuchvorlagen eingedruckt und damit personalisiert werden. Der Spaß kostet 33 USD und es dauert ca. 14 Tage, bis das ganz persönliche Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk ins Haus flattert.
  7. TasteBook: Mass Customized Kochbuch Haben Sie Ihre Kochrezepte in einem Ringbuch abgeheftet? Sieht der Inhalt nicht mehr appetitlich aus, weil sie die Rezepte schon hundertmal in der Hand hatte? Dann ist das “Tastebook” genau richtig für Sie. Für 34,95 USD erhalten Sie ein Ringbuch mit insgesamt 100 Rezepten Ihrer Wahl. Sie haben die Wahl, ob Sie für Ihr mass customized Kochbuch Rezepte aus bekannten Kochzeitschriften wählen oder sogar ihre eigenen Lieblingsrezpte verwenden wollen.
  8. Paragon Lake: mass customized jewelry Matt Lauzon und Jason Reuben sind beide 21 Jahre alt gewesen, als sie ihre Idee umgesetzt haben, einen Internet-Juwelier für mass-customized Schmuck mit dem Namen Paragon Lake aufzubauen.
  9. Geschäftsidee: Individualisierte Postkarten für Urlauber Seit Sommer 2007 fotografieren Stefanie und Nico Witt Touristen vor selbst gewählten Sehenswürdigkeiten fotografieren und erstell dank einer mobilen Druckerei innerhalb weniger Sekunden die “Personal Greeting Card”. So einfach kann man sich als Fotograf von der Konkurrenz abheben.
  10. Zyrra – mass customized Büstenhalter Die Gründerin Chrisi Andersen hat sich schon lange darüber geärgert, dass sie selten einen Büstenhalter gefunden hat, der wirklich gepasst hat. Und wenn die Form in Ordnung war, war das Design meist grässlich. Die Lösung war klar: mass customized Büstenhalter.

Update: Robert Freund gibt den wichtigen Hinweis, dass die Begriffe “Mass Customization”, “Personalization”, “Customization”, “Open Innovation” zu häufig vermischt werden. Seine konkrete Kritik lautet: “Dadurch wird die dahinter stehende Wettbewerbsstrategie allerdings der Beliebigkeit ausgesetzt. Genau das sollte allerdins nicht passieren.” Frank Piller grenzt die vier Begriffe hier genau ab. Leider ist die Definitionssammlung nur in englisch. Ich werde mich wohl in nächster Zeit dieser genauen Abgrenzung widmen und dazu hier im Blog einen Artikel veröffentlichen.

Weitere Top 10 Listen 2007: