April 30, 2008
Kiva ist die bekannteste und erfolgreichste Online-Vermittlungsplattform für Mikrodarlehen an Unternehmer in Entwicklungsländern. Für mich ist Kiva eines der bemerkenswertesten Online-Plattformen und StartUps weltweit. Das zeigt sich u.a. daran, dass ich Kiva zu den Top 25 Geschäftsideen gewählt habe, die hier im Blog vorgestellt wurden. Kiva ist eines von 25 StartUps, das ich in meine Watchlist aufgenommen habe. Zudem gibt es zahlreiche StartUps, die die Idee von Kiva kopiert oder zumindest adaptiert haben. Und selbst Guy Kawasaki hat Kiva einen Artikel mit dem Titel: “The six Lessons of Kiva” gewidmet und damit “geadelt”.
Und jetzt hat Kiva den nächsten Coup gelandet, wie ich gerade bei Springwise lese. Kiva hat das Projekt KivaB4B gestartet. Dabei handelt es sich um eine Kooperation mit dem Kreditkartenprovider Advanta Busines Card, der sehr viele Kleinunternehmer als Kunden hat. Inhalt der Kooperation ist, dass Advanta für jeden USD, den die Kreditkartenbesitzer via Kiva als Kredit an Unternehmer in Entwicklungsländer vergeben, Advanta ebenfalls einen USD zur Verfügung stellt. Begrenzt ist die Aktion auf 200 USD pro Kreditkartenbesitzer pro Monat.
Mit dieser Aktion sollen noch mehr Kleinunternehmer in den USA als bisher motiviert werden, via Kiva Kredite an ihresgleichen in den Entwicklungsländern zu vergeben. Kommt Ihnen diese Form der Spendenaktion bekannt vor? Wikipedia nutzt diese Form der Einnahmenverdopplung schon seit langer Zeit, wie wir hier im Blog berichtet haben. Auch Kiva lässt sich von anderen erfolgreichen Webprojekten inspirieren. Aber Kiva geht sogar noch einen Schritt weiter. Das von Advanta gespendete Geld steht nach Rückzahlung durch den Kreditnehmer dem Kreditgeber zur Verfügung, um neue Kredite zu vergeben.
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Suchen Sie neue Ideen für Ihr Business. Dann gab es bisher im deutschsprachigen Raum insbesondere die Möglichkeit, bei brainr oder bonspin entsprechende Fragen einzustellen und auf passende Antworten der Ideengeber zu hoffen. Im April 2008 ist mit brainfloor die nächste Crowdsourcing-Plattform offiziell an den Start gegangen. Laut Marcus Berthold, einem der Gründer von brainfloor, unterscheidet sich das Angebot im Vergleich zu bonspin und brainr u.a. in folgenden Bereichen:
- Die von den Ideengebern abgegebenen Ideen sind für alle anderen nicht einsehbar, anders als bei brainr und bonspin (solange die Sesson aktiv ist).
- Ein Evaluierungstool soll dem Ideensuchern die Möglichkeit bieten, effizient und effektiv die besten Ideen herauszufiltern.
- Ideengeber können mit anderen Ideengebern und auch den Ideensuchern Kontakt aufnehmen.
- Ideengeber können ab der ersten “guten” Idee “echtes” Geld verdienen.
- In den letzten Jahren wurde durch die Gründer von brainfloor, die als Ideenmanager seit 2000 mehr als 250 Ideenworkshops moderiert haben, ein umfangreiches Netzwerk von Experten aus allen Bereichen aufgebaut, die auch bei Brainfloor als Ideengeber eingebunden werden sollen.
Interessant finde ich, dass Marcus Berthold auf meine Frage nach Wettbewerbern nur einen direkten Konkurrenten genannt hat:
fellowforce.com. Wir haben über diese holländische Ideenplattform
hier im Blog berichtet. Als indirekte Wettbewerber (weil unterschiedliches Geschäftsmodell) nennt Berthold folgende Plattformen:
brainr.de,
bonspin.de,
openinnovation.ch und
crowdspirit.com.
Aus meiner Sicht wird entscheidend sein, welche der o.g. Plattformen interessante Fragestellungen anbieten können und die Ideengeber nicht nur mit “Peanuts” abspeisen. Diesbezüglich ist der Wettbewerb offen, da es noch keinem gelungen ist, wirklich spannende Projekte einzuwerben, bei denen die Ideengeber am Erfolg fair beteiligt werden. Zudem wird entscheidend sein, wer Erfolgsstories nachweisen kann, weil die eingebrachten Ideen wirklich erfolgreiche Projekte hervorgebracht haben.
Von allen drei o.g. Betreibern von deutschsprachen Ideenplattformen vermisse ich schlagkräftige Marketingaktionen. Aber müsste man genau so etwas nicht von den Initiatoren solcher Ideenplattformen erwarten, dass sie professionell und erfolgreich in eigener Sache werben? Ganz anders ist hier tchibo Ideas gewesen, die aus meiner Sicht auch in das Segment deutschsprachiger Ideenplattformen zuzuordnen ist. Denn hier haben die Werbeverantwortlichen gleich zu Anfang für viel Auregung gesorgt, wie wir in den letzten Tagen ausführlich berichtet haben. Man kann über die “B-Note” der Ausführung diskutieren, aber Kritik zu üben ist leicht. Es besser zu machen, dass müssen andere erst beweisen.
Update: Wie ich gerade sehe, hat Hannes Treichl fast zeitgleich zu mir, brainfloor ausführlich vorgestellt und die Funktionsweise erläutert. Absolut lesenswert. Hannes weist z.B. audrücklich darauf hin, dass der Service von brainfloor für ideensuchende Non Profit Organisationen kostenfrei ist.

Wie im ersten Teil der Buchbesprechung bereits avisiert, stelle ich in den nächsten Teilen der Buchbesprechung die drei Spezialiserungsrichtungen vor, die Kerstin Friedrich in ihrem Buch erläutert. Beginnen will ich heute mit der Primärspezialisierung. Darunter ist die Spezialisierung auf Produkte, Dienstleistungen, Rohstoffe, Know-How und Methoden gemeint. Laut Kerstin Friedrich “bauen Primärspezialisierungen immer auf vereinfachte Organisationen und auf Masse und in der Folge auf Produktivitätsgewinne und Kostenführerschaft sowie (falls erwünscht) Preisführerschaft. Primärspezliasierungen in Know-How-getriebenen Unternehmen leben dagegen von Lerngewinnen und den daraus resultierenden Produktivitätsgewinnen….Primärspezialiserungen leben von der Multiplizierbarkeit ihrer Konzepte und stark reglementieren Arbeitsabläufen.” Sie sind naturgemäß risikoanfällig (Bsp: Glykol im Wein, BSE im Rindfleisch) und die Arbeit ist meist monoton (ALDI, Mc Donalds,…).
Ein Paradebeispiel für Primärspezialisten ist die Brezelbäckerei Ditsch GmbH aus Mainz. Der große Erfolg hat sich eingestellt, seitdem Ditsch bundeweit Agenturpartner mit schockgefrosteten Brezelteiglinge beliefert, die vor Ort in einem speziell dafür entwickelten Backautomaten frisch gebacken werden. Das Erfolgsrezept besteht darin, dass die Brezeln zu jeder Tageszeit und an jedem Ort ofenfrisch verkauft werden. Ditsch spricht auch von “Marketing by Duft”. Dieses Beispiel zeigt anschaulich, wie man auch mit einem Massenprodukt, das es fast an jeder Straßenecke gibt, sehr erfolgreich werden kann, indem man den wichtigsten Engpass (Frische) löst. Das Familienunternehmen Martelli & Cognate aus der Toskana stellt aus der Sicht vieler die weltbesten Pasta her. Das Erfolgsgeheimnis besteht in der 50 Stunden dauernden Trocknungsphase, die das flüchtige Bindemittel Glutin in den Teigwaren verbleiben lässt und daduruch außergewönlich aromatisch und festkochend ist. Dieses Beispiel zeigt, dass man keine neuen, innovativen Produkte braucht, um eine Spitzenstellung in der ganzen Welt einnehmen zu können.
Ein anderes Beispiel ist die Firma Poxleitner & Kollegen in der niederbayerischen Kleinstadt Eggenfelden. Der Gründer Werner Poxleitner spezialiserte sich im Gegensatz zu vielen seiner Finanzdienstleistungskollegen nur auf ein Produkt, nämlich Schiffsbeteiligungen. Der Grund war einfach. Poxleitner war nicht nur schon immer von der Welt der Reeder fasziniert, sondern es handelte sich auch um ein sehr komplexes Gebiet, in dem er sher schnell hohe Lerngewinne erzielen konnte und sich dadurch von allen anderen Wettbewerbern, die auch Schiffsbeteiligungen anboten, positiv abgrenzen konnte. So konnte er selbst die Steuerberater, die meist die letzte Instanz bei der Entscheidung des Privatkunden waren, von seiner Expertise überzeugen. Dazu lud er sie zu langen Wochenenden nach Hamburg ein, wo sie mit den Reedern direkt sprechen konnten. Es war kein Wunder, dass zu den ersten Kunden von Poxleitner viele Steuerberater selbst gehörten. Eine bessere Referenz konnte man fast nicht bekommen. Als im Jahr 1996 die Steuerbgünstigungen für Schiffe stark beschnitten wurden, bedeutete das nicht das Aus für Poxleitner. Denn auch danach waren Schiffsbeteiligungen noch attraktiv und zudem weitete Poxleitner sein Angebot auf weitere Steuersparbeteiligungen aus.
April 29, 2008

Und was haben jetzt die Geschenke (Handy, Rasierer, Handy) mit Tchibo und Tchibo Ideas zu tun? Der Brief erläutert alles, weshalb ich den Wortlaut gerne hier veröffentliche:
Bald im Handel: Die Handyrasiererzahnbürste?
Lieber Burkhard Schneider,
jetzt kommt endlich zusammen, was zusammengehört: Vielleicht sogar das Handy mit der Funktion zum Rasieren und Zähneputzen, auf jeden Fall aber die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen mit den Ideen von Produktdesignern und Entwicklern.
Denn eine brandneue Community will den viel zitierten mündigen Verbraucher auf der einen und die Designer und Erfinder auf der anderen Seite ieinen Dialog bringen, aus dem sich Produktideen und Verbesserungen entwickeln, die die Menschen wiklich wollen. Hier kann jeder Aufgaben posten und berichten, wofür er schon länger vergeblich nach einer zufrieden stellenden Lösung sucht. Designer und Entwickler nehmen den Ball auf und stellen ihre Lösungsvorschläge ein. Die Plattform dafür stellt jetzt Tchibo bereit: www.tchibo-ideas.de.
Wenn alles passt, werden die besten Ideen sogar gemeinsam von Tchibo und den Ideengebern verwirklicht. Und welche die Besten sind, bestimmt die Community: monatlich wählen die User die Sieger und natülich können sie über alle Ideen ausführich diskutieren sowie selbst Verbesserungsvorschläge einbringen. Gewinnen können alle, denn sowohl für die spannendste Aufgabe als auch für die beste Lösung gibt es jeden Monat einen Preis. Zusätzlich wird eine prominent besetzte Jury aus allen Lösungen des Monats den großen Jahressieger bestimmen.
An den Start geht die Plattform offiziell in zwei Wochen. Wie sie sich anfühlt und wie das alles funktioniert, kannst du dir schon vor dem offiziellen Start hier anschauen www.tchibo-ideas.de
Dass du bestimmt einer der richtigen ersten Ansprechpartner bist, zeigt uns dein Interesse und das regelmäßige Engagement in deinem Blog. Deshalb wüssten wir natürlich auch gerne, was dir an www.tchibo-ideas.d gefällt und was du anders doer besser machen würdest. Über Lob und Kritik freuen wir uns unter: info@tchibo-ideas.de.
Ach so, was du mit dem Handy, Zahnbürste und Rasierer anstellst, liegt bei dir: du kannst sie im Regal verstauben lassen, was Neues draus basteln, sie auf deinem Blog verschenken oder einfach …. benutzen
Kreative Grüße
Dein Tchibo ideas Team
Tchibo ideas auf einen Blick
- Verbraucher….
- …können auf Tchibo ideas alle Aufgaben loswerden, für deren Lösung sie schon immer ein passendes Produkt gesucht haben.
- …oder für die sich noch bessere Produkte vorstellen können als die, die der Markt bietet
- …und können Ideen und Produktvorschläge kommentieren oder Verbesserungsvorschläge dazu machen,
- …und sie können gewinnen: jeden Monat gibt es einen Preis für die spannendsten und besten Aufgabe.
- Designer, Produktentwickler sowie Designstudenten…
- …können zeigen, wie die die Verbraucherprobleme lösen,
- …haben die Gelegenheit, der breiten Öffentlichkeit auch eigene Entwürfe vorzustellen, die nicht aus den Verbraucheraufgaben entstanden sind,
- …können ihre Arbeit dem kritischen Urteil einer Community mit Verbrauchern aus ganz Deutschland vorstellen und so ein viel realitätsnaheres Feedback erhalten als bei normalen Verbrauchstests,
- …bekommen Kontakte zum Unternehmen Tchibo, das die besten Ideen auf ihre Realisierbarkeit prüft, im besten Falle realsiert und über seine verschiedenen Vertriebswege in ganz Deutschalnd und anderen europäischen Nationen in den Verkauf bringt,
- …bekommen in diesem Fall natürlich eine entsprechende Umsatzbeteiligung,
- …können sich aktiv über ihre Ideen und die anderer Designer und Entwickler austauschen,
- …und können bis zu 10.000 Euro gewinnen: jeden Monat wird eine der eingereichten Ideen prämiert, und einen Jahressieger gibt es natürlich auch.

Es wurde viel in der Blogosphäre gerätstelt, wer denn hinter der anonymen Päckchenversandaktion stecken könnte. Heute ist die offizielle Auflösung per Brief gekommen. In einem einseitigen Brief wird erläutert, dass Tchibo hinter der Aktion steckt, um die neue Ideenplattform tchibo-ideas zu promoten, die in zwei Wochen offiziell starten wird. Auf der Webseite wird die Plattform wie folgt beschrieben:
“Tchibo ideas ist eine offene Plattform für Menschen, die neue Ideen entwickeln und diese gemeinsam mit anderen Menschen vorantreiben wollen. Auch versteht sich Tchibo ideas als geeignete Dialog-Plattform für den regen Austausch zwischen Designern, Erfindern und Entwicklern mit Kunden und Konsumenten. Alle zusammen bilden die Tchibo ideas Community. Innerhalb dieser Gemeinschaft soll jeder Einzelne vom Wissen und von der Erfahrung des Anderen profitieren und dadurch die Möglichkeit erhalten, seine Idee zu optimieren. Schließlich lassen sich auch die besten Ideen nur gemeinsam perfekt in die Tat umsetzen.”
Ich gebe zu, dass ich über die Plattform auch ohne das Geschenkpaket geschrieben hätte. Oder umgekehrt: Ich schreibe jetzt nur darüber, weil mit das Projekt hinter dieser Werbeaktion auf dem ersten Blick sehr gut gefällt. Der Start ist schon einmal gelungen. Ich gratuliere zu der Aktion und bin schon gespannt, was wir noch über die Hintergründe der Werbeaktion erfahren werden. Und natürlich möchte ich mich auch offiziell für die netten Geschenke bedanken.
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Bis jetzt achten viele Frauen darauf, dass ihre Handtaschen von weltberühmten Designern kreiert wurden. Umso edler und teurer die Tasche ist, umso begehrter ist sie. Und wenn das Budget und der Platz im Schrank nicht mehr reichen sollten, helfen Firmen wie Luxusbabe, die Handtaschen nach einem Flatrate-Konzept vermieten.
True Cross hat sich auch Gedanken darüber gemacht, welche Designer wohl für ihr Handtaschenlabel gewonnen werden sollten. Die Lösung: Die Kiddies sind die Designer, die das Herz der Trägerin am ehesten zum schmelzen bringen. Deshalb kann jetzt die stolze Mama bei scribble couture ein Bild, dass der Nachwuchs gemalt hat, auf ihre Handtasche drucken lassen. Damit hat sie nicht nur ein Unikat, sondern grenzt sich auch von den anderen Handtaschenträgerinnen ab und macht die Kiddies ganz stolz, dass die Mama ihr Kunstwerk immer mit sich trägt und zwar für alle sichtbar.
Ganz billig ist der Spass nicht. Zwischen 129 und 329 USD kostet eine Handtasche. Die oben abgebildete Handtasche z.B. kostet 329 USD. Ca. 5 Wochen Lieferzeit muss man einplanen. Ganz berühmte Mamas wie Reese Witherspoon und Brooke Shields haben schon eine Scribble Couture Tasche. Es wird bestimmt auch viele andere Mamas geben, die es diesen Berühmtheiten nachmachen werden. Gelesen in coolbussinessideas
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Auf den ersten Blick habe ich gedacht, Beck´s steigt jetzt auch ins Alkopop-Geschäft ein, nachdem ich diese glasklare Flasche in einer Pressemitteilung gesehen habe. In Wirklichkeit erweitert aber Beck´s “nur” seine Biermischgetränkpalette um eine Variation mehr: Beck´s Ice ist ein Biermischgetränk, das zu je 50 Prozent aus Bier und Erfrischungsgetränk mit Limette-Minze-Geschmack besteht.
Das Besondere an diesem Biermixgetränk fällt sofort ins Auge: Es ist transparent und laut Beck´s überhaupt das erste transparente Biermischgetränk auf der Welt. Das Geheimnis liegt in der Herstellung. Beck’s Ice erhält seine klare und einzigartige Optik durch ein erstmalig in der Brautechnik eingesetztes Filtrationsverfahren. Dabei werden die Farbstoffe des Bieres herausgefiltert, wodurch die transparente Optik entsteht. Die typischen Geschmackseigenschaften eines Bieres bleiben jedoch erhalten.
Und ab wann kann man jetzt dieses coole Bier probieren? Ab dem 5. Mai 2008 wird Beck’s Ice an allen Rampen verfügbar sein und sowohl im Handel als auch in der Gastronomie angeboten. Der Preis soll sich analog zu den anderen Sortimentsprodukten gestalten. Wenn wir noch einen Beweis gebraucht haben, dass der Sommer jetzt endlich kommen kann, dann ist es diese neue Produkteinführung. Ich bin bisher erklärter Fan von Beck´s Green Lemon. Mal schau´n, ob ich bald einen neuen Favoriten habe? Von Beck´s selber als Innovationsführer im Brauereiwesen bin ich schon lange begeistert.
April 28, 2008
Schon im letzten Sommer z.B. während des Barcamps Köln gab es zahlreiche Blogger, die den “Microblogging-Service” Twitter (Nachrichtenlänge ist auf 140 Zeichen wie bei der SMS beschränkt) genutzt und darüber berichtet haben. Jetzt scheint das Thema breitere Kreise nicht nur innerhalb der Blogsphäre zu ziehen. Vor kurzem war ich in einem Vortrag zum Thema Web 2.0 in der Veranstaltungsbranche. Innerhalb des Vortrags wurden nicht nur Weblogs vorgestellt, sondern auch Twitter. Dabei sind die Meinungen sehr unterschiedlich. Die einen reden von einer Modeerscheinung und die anderen von einem wertvollen Werkzeug.
Eins steht fest. Derzeit ist Twitter (wieder) ein Thema, das in vielen Blogs ausführlich und kontrovers behandelt wird. Da gibt es z.B. Don Alphonso, der im besten Johnny Häusler Stil (Jamba / Sendung mit der Maus) beschreibt, wie Twitter in nächster Zeit hochgejubelt werden könnte und dann wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Absolut lesenswert. Vielleicht täusche ich mich auch, aber seit Don Alphonso sein “Abgesangs-Post auf Twitter” veröffentlicht hat, ist die nächste Blog-PR-Runde für Twitter eingeläutet worden. Zahlreiche Blogger entdecken erst jetzt Twitter für sich und wollen sich jetzt ein eigenes Bild machen. Ich gehöre auch dazu. Seit gestern kann man mich unter http://twitter.com/bestpractice finden. Ihr seid herzlich eingeladen, vorbeizuschauen.
Es scheint mir, als ob viele mit Twitter experimentieren und neugierig darauf sind, was funktioniert und was auch nicht. So versucht z.B. Welt kompakt, den Twitter-Lesern einen Einblick zu geben, womit sich die Redakteure gerade beschäftigen. So ganz gelingt aus meiner Sicht noch nicht der Blick hinter den Kulissen, aber es zeigt schon einmal, wo die Reise hingehen kann (gefunden im basicthinking-Blog). Andere Redaktionen werden sich davon sicherlich inspirieren lassen. Dabei bekommen Sie Hilfestellungen von Bloggern, die überlegen, wie Zeitungen Twitter am besten für sich einsetzen könnten: Recherche, Interviews, Qualitätskontrolle und Promotion. Wer mehr allgemein über die Funktions- und Einsatzweise von Twitter erfahren will, dem empfehle ich das deutsche Twitter Handbuch vom Webworkblogger.
Und natürlich gibt es auch schon das erste Tool gegen Twitter-Spam. Das ist wohl nur der Beginn dafür, dass viele funktionierende Geschäftsmodelle aus dem WWW auf Twitter übertragen werden. Wo letztlich die Reise hingeht, weiß keiner so genau. Twitter hat bisher noch kein Revenuemodell. Notfalls wird auch hier wieder die Werbekarte gezogen, was zwar nicht immense Einnahmen ermöglichen wird, aber wohl das Überleben. Die ganzen Abgesänge auf Twitter, in Anlehnung zum Untergang von Second Life, sind aus meiner Sicht sehr verfrüht. Für mich ist Twitter ein Werkzeug, das genau wie ein Hammer richtig und falsch eingesetzt werden kann. Wer hat am Anfang an den Erfolg der SMS geglaubt? Und heute?
Seit einem Monat beschäftigt sich die Abendblatt-Serie “So arbeiten wir in der Zukunft” damit, wie die Arbeitswelt in einigen Jahren aussehen wird. Im aktuellen 10. Teil geht es um die Stellung und Führung von Mitarbeitern. Laut Tom Peters lautet das Führungscredo der Zukunft: “Systematischer Wandel lässt sich nicht anordnen…..Chefs müssen in Zukunft nicht selbst Veränderungen bewirken, sondern Veränderer finden.”
Und Fournier ergänzt: “”Gute Führung bedeutet, anderen Menschen Werte vorzuleben, Charakterarbeit zu leisten und sich jeden Tag aufs Neue im guten Umgang mit Menschen zu üben.” Bis dahin ist es leider noch ein langer Weg. Denn die bisherige Bestandsaufnahme von Fournier ist ernüchternd: “Es wird zu viel gemanagt und zu wenig geführt.” Diese Erkenntnisse zeigen einmal mehr, dass nicht zuerst in Technik, sondern in die richtige Manpower investiert werden sollte, um zukunftsfähig zu sein. Das ist die gute Nachricht. Ansonsten wird es viele Veränderungen geben:
- Ein Roboter statt vier Menschen
- Mikrochips ersetzen Manager
- Die letzte Ressource: Wissen
- Die Frauen kommen – die wichtigsten Kunden sind weiblich
- Der unberechenbare Kunde
- Gutes Büroklima wird wichtiger
- Handzeichen dirigieren den PC – besser kommunizieren im Team mit berührungsfreien Bildschirmen
- Kleidung lernt mitdenken
- Erfolgreich als Marke Ich – gefragt sind kreative Wissensmanager
In der letzten Woche habe ich von Sebastian Stein von ARIS Research | IDS Scheer AG eine Mail mit der Bitte erhalten, das neue Aris Blog im Rahmen meiner Newcomer Business Blogserie vorzustellen. Da bisher nur wenige bekannte Unternehmen ein externes Weblog aufgelegt haben, ist dies allein schon bemerkenswert. Noch beachtlicher ist, dass schon wenige Tage nach Start so viele Mitarbeiter aus dem Unternehmen ein Blogpost veröffentlicht haben. Ich drücke die Daumen, dass diese Anfangseuphorie erhalten bleibt und das Aris Blog bald aus der Bloglandschaft nicht mehr wegzudenken ist.
- Wer bloggt hier?
Momentan bloggen hier verschiedene BPM Experten der IDS Scheer AG. In Zukunft sollen aber auch externe Experten zu Wort kommen.
- Über welche Themen bloggen Sie?
Wir bloggen über alle Themen rund um Geschäftsprozessmanagement. So gibt es Posts über die Entwicklung einer Enterprise Architecture, über Neuigkeiten der BPMN Weiterentwicklung, über Vorgehensmodelle für Geschäftsregeln und so weiter. Die Themen sind breit gefächert, da auch die Blogger aus sehr unterschiedlichen Bereichen kommen.
- Was ist der USP / Erfolgsfaktor Ihres Blogs?
Als einer der führenden Anbieter im Bereich Geschäftsprozessmanagement haben wir eine breite Community, die wir ansprechen können. Über den Blog können wir einfacher mit ARIS Anwendern und Experten in Kontakt treten und voneinander lernen.
- Warum bloggen Sie bzw. welche konkreten Ziele haben Sie?
Das Internet ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Medium für den täglichen Kontakt zu Kunden geworden. Über den Blog können wir neue Trends und Methoden direkt mit unseren Kunden und anderen BPM Experten diskutieren. Dies geht wesentlich schneller und direkter, als zum Beispiel auf Messen oder über Pressemitteilungen. Ansonsten wollen wir auch zeigen, dass BPM Spaß macht, denn wir lieben BPM.
- Was sind Ihre drei Lieblingsblogs?
- Was möchten Sie noch sagen?
Wir freuen uns auf die Leser und hoffen auf eine rege Beteiligung am gemeinsamen Gedankenaustausch!
Hinweis zur Newcomer Business Blogserie:
Seit März 2007 stelle ich hier im Blog regelmäßig Newcomer Business Blogs vor. Bisher habe ich genau 115 Blogs vorgestellt, das entspricht ca. 2 Blogs pro Woche. Voraussetzung für die Vorstellung ist, dass es das Blog weniger als 6 Monate gibt oder es weniger als 50 Postings gibt oder weniger als 10 Blogs darauf verlinkt haben. Insgesamt sind sechs Fragen zu beantworten und mir zuzusenden. Ich freue mich über jede Bewerbung oder Empfehlung. Ziel der Aktion ist es, noch unbekannte Business Blogs für einen Tag ins Rampenlicht zu stellen und meiner breiten Leserschaft vorzustellen. Hier gibt es mehr Informationen zur Aktion.