Heute stelle ich Euch gleich zwei Blogs vor, die Marc-Oliver Schmidt und Thomas vor kurzem gestartet haben. Es handelt sich zum einen um das informationen-zu-versicherungen-und-altersvorsorge-Blog. Dieser Themenschwerpunkt ergibt sich aus der selbständigen Tätigkeit der beiden Autoren. Als erstes ist mir der lange Blogname aufgefallen. Hey, da hat mich ja jemand geschlagen Ich bin gespannt, wann jemand auf die Idee kommt, den längsten Blognamen Deutschlands zu entwickeln und damit auf Werbetour geht. USP-Ansätze gibt es eben viele Da es mittlerweile sehr viele Finanzdienstleistungsblogs gibt, wäre hier auch ein inhaltlicher USP sinnvoll. Wie wäre es, die kuriosesten Versicherungsfälle zu sammeln? Oder warum macht keiner einen FAQ-Blog. Die Leser können fragen und die Blogautoren antworten. Der Vollständigkeit halber will ich auch den zweiten Blog erwähnen: hilfe-beim-leben-Blog.
Wer bloggt hier? (Name, Beruf, Alter)?
Marc-Oliver Schmidt (30) und Thomas Hein (31), beide aktuell vorwiegend selbständig tätig im Finanzdienstleistungsbereich und mit journalistischen Aufgaben. Kennen gelernt haben wir uns beim Studium und aufgrund ähnlicher Interessen und Einstellungen den Spaß an gemeinsamen Projekten entdeckt.
Über welche Themen bloggen Sie hauptsächlich (Schwerpunktkategorien)?
Wir haben gleich 2 Blogs ins Leben gerufen. Der erste Blog befasst sich vorwiegend mit sachlichen, aber auch persönlich gefärbten Informationen und Berichten zum Thema rund um das Thema Versicherungen und Altersvorsorge.
Der andere Blog ist eher zufällig eine Konsequenz aus Beobachtungen und Erfahrungen des täglichen Lebens. Es werden Alltagssituationen kritisch hinterfragt, menschliches Zusammenleben analysiert und der ein oder andere Lebens-Tipp gegeben.
Was ist der USP / Erfolgsfaktor Ihres Blogs und warum bloggen Sie bzw. welche konkreten Ziele haben Sie?
Da wir beide selbständig sind, sind wir auch immer auf der Suche nach neuen unternehmerischen Möglichkeiten. Unsere Blogs sollen beiden Seiten, dem Leser und uns, Mehrwert bieten – in jeglicher Hinsicht. Ein sich ständig verbessernder Blog stellt für uns dafür eine gute Plattform dar.
Deshalb bieten wir sinnvolle und situationsbezogene Informationen zu Versicherungen und Altersvorsorge. Was eine PKV ist wollen wir nicht wiederholt erklären, weil es dazu hundert andere Seiten gibt. Aber wie Sie beispielsweise als Student den Auswahlprozess einen geeigneten studentischen privaten Krankenversicherung vornehmen, können Sie in einer Artikelserie nur bei uns lesen.
Zu informativen News kommt in unserem zweiten Blog noch eine teilweise kritische Betrachtung unseres täglichen Lebens. Diese mag nicht jedem gefallen, da man möglicherweise auf unangenehme Wahrheiten bei sich selbst gestoßen wird. Ist es nicht zum schmunzeln, was wir in unserem Alltag für real halten?
Was sind Ihre drei Lieblingsblogs?
Aufgrund dieses Projektes lesen wir natürlich viele Blogs, wie sie Dinge umsetzen, probieren, verwerfen und analysieren usw. Einen Lieblingsblog haben wir aber nicht.
Was möchten Sie noch sagen?
Ihre Blog-Vorstellungen finden wir sehr gut, weil man so auf Blogs mit interessanten Inhalten aufmerksam gemacht wird, die man sonst eventuell nicht gefunden hätte.
Hinweis zur Newcomer Business Blogserie:
Seit März 2007 stelle ich hier im Blog regelmäßig Newcomer Business Blogs vor. Bisher habe ich mehr als 130 Blogs vorgestellt, das entspricht ca. 2 Blogs pro Woche. Voraussetzung für die Vorstellung ist, dass das Blog zum Zeitpunkt der Bewerbung weniger als 6 Monate gibt oder es weniger als 50 Postings gibt oder weniger als 10 Blogs darauf verlinkt haben. Insgesamt sind sechs Fragen zu beantworten und mir zuzusenden. Ich freue mich über jede Bewerbung oder Empfehlung. Momentan dauert es ca. 2 Wochen, bis das Blog nach Einsendung der Antworten vorgestellt wird. Derzeit stellt ich jeden Dienstag und Donnerstag einen Newcomer Blog bei mir vor. Ziel der Aktion ist es, noch unbekannte Business Blogs für einen Tag ins Rampenlicht zu stellen und meiner breiten Leserschaft vorzustellen. Mit dieser Aktion will ich mich dafür bedanken, dass ich zu Beginn von Top-Bloggern wie Robert Basic so stark unterstützt wurde. Hier gibt noch es mehr Informationen zur Aktion.
Filed under: Geschäftsidee — Burkhard Schneider @ 9:45 am
Schüler haben viele gute Idee und eben auch sehr respektable Geschäftsideen. Im Rahmen des JUNIOR-Wettbewerbs können sich Schülerteams aus ganz Deutschland messen und miteinander in den Wettbewerb treten. Die Sieger in diesem Jahr wurden Mitte Juni in der IHK Frankfurt gekürt. Sieger wurden Schüler vom Gymnasium Böblingen mit dem Arbeitstitel “Image.BB”. Die Geschäftsidee des Teams bestand darin, einen Imagefilm für die Stadt Böblingen inkl. Booklet herzustellen und zu vertreiben. Und jetzt konnte dieses Team sogar die “Europameisterschaft” gewinnen. Gratulation.
Mir persönlich hat die Idee des viertplatzierten Teams aus Israel am besten gefallen. Die Schüler mit dem Teamnamen “Schamaim” (Himmel) hatten die Idee, eine Überraschungsseife mit dem sinnigen Namen “Soaprise” herzustellen. Diese besonderen Seifenstücke enthalten genau wie die uns sehr bekannten Überraschungseier ein kleines Spielzeug. Dieses Spielzeug muss man sich allerdings “erarbeiten”. Erst, wenn man sich oft und gründlich die Hände gewaschen hat, kommt das Spielzeug zum Vorschein. Eine Demo gibt es im obigen Video. Gefunden im israelnetz.
Nach erster Recherche habe ich bereits mehrereSeifenprodukte mit dem Namen Soaprise ausfindig gemacht, so dass man sich beim Namen noch einmal neu Gedanken machen müsste. Aber die Grundidee ist einfach genial. Denn spielerisch kann man Kinder immer am besten erziehen. Und die Überraschungsseife macht auch nicht so dick wie das Überraschungsei. Die Idee zeigt einmal mehr, dass man als Querdenker viele neue Ideen entwickeln kann, ohne alles neu erfinden zu müssen.
Ist es Euch auch zu heiß, lange Texte zu lesen? Dann könnt Ihr Euch jetzt zwei Videos anschauen. Im ersten Video (siehe oben) seht Ihr das Fortbewegungsmittel der Zukunf für den Rocket Man. Mit dieser Höllenmaschine, die mit Gasturbinen angetrieben wird und ca. 100.000 USD kostet, könnt Ihr über 2.500 m hoch fliegen, wenn Ihr Euch traut und mindestens 15 Stunden Flugtraining absolviert habt. Mehr Infos im engagdet-Blog
Nachdem ich Euch heute morgen eine Viralkampagne mit Nachhaltigkeitscharakter präsentiert habe, gibt es jetzt ein Viral-Video nach dem Motto: Ex und Hopp. Ich persönlich halte von solchen Einzelspots mit Aufregerpotential nicht viel, weil solche Aktionen meist genauso schnell verpuffen, wie sie für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Aber man spricht trotzdem drüber Gefunden im marketing-blog
Alles begann damit, dass Blake Mycoskie Urlaub in Argentien machte und sich dort für die landesstypischen Schuhe, genannt Alpargatas, begeisterte. Und schon war seine Idee geboren, diese Schuhe in Argentinien produzieren zu lassen und anschliessend in Nordamerika als Sommerschuhe zu verkaufen. Dafür gründete er im Jahr 2006 die Firma TOMS Shoes. TOMS steht für Shoes for Tommorow. Seine Idee dahinter war einfach wie genial zugleich: Für jedes verkaufte Paar Schuhe verschenkt er ein Paar an die armen Kinder in Südamerika. Denn die Eltern vieler Kinder in Südamerika haben nicht genug Geld, um ihnen Schuhe zu kaufen. Und genau mit dieser Idee begann der Siegeszug seiner Schuhe.
Viele Menschen, die seine Schuhe nicht besonders schön fanden, kauften trotzdem TOMS-Schuhe. Warum? Weil Sie von der Story so begeistert waren. Das war aber noch nicht alles. Sie erzählten begeistert von der Idee hinter TOMS-Schuhe. Und so konnte Blake schon nach wenigen Monaten 8.000 Schuhe verkaufen und mit einer Ladung von ebenfalls 8.000 Schuhen viele Kinder in Argentinien glücklich machen (siehe Video unten). Seitdem kennt die Erfolgsstory keine Grenzen mehr. Stardesigner wie Ralph Laureen haben eine Kollektion fuer TOMS entworfen. Grosse Schuhketten nehmen die Schuhe ins Sortiment. Die Bedienung eines Nobelrestaurants trägt die Schuhe, damit möglichst viele Gäste auf TOMS aufmerksam werden. Bis zum Ende des Jahres wird prognostiziert, dass mehr als 200.000 TOMS-Schuhe verkauft wurden.
Blake hat schnell erkennt, wie das Marketing der Zukunft aussieht: Erkläre, warum Du Deine Firma gegründet hast und wem die Erfolge zugute kommen. Tue nicht nur etwas Gutes, sondern erzähle diese Story kurz und knapp jedem, der sie hören will (oder auch nicht). Involviere Deine Kunden. Mache Sie zu Fans. Der Rest passiert dann fast von selbst. Denn heute können sich Stories via Social Networks, YouTube & Co. viel schneller verbreiten als früher. Für die Erstellung eines erfolgreichen Viral-Videos hat Blake auch gleich drei Erfolgsregeln parat: Erkläre, warum Du Deine Firma gegründet hast, zeige die Personen, die von Deinen Taten profitieren zeige am Ende des Spots das Produkt, mit dem der Zuschauer etwas Gutes tun kann. Gefunden bei church-of-the-customer
Mittlerweile gibt es eine Schwemme von Digitaldruckereien. Sie buhlen nicht nur in ihrer Stadt um Kundschaft, sondern im Internet weltweit um Aufträge. Wie kommt man an Kunden? Indem man sich z.B. in allen Internetauftragsbörsen einträgt, die einem “über den Weg laufen”. Und was ist bei einem Angebot in aller Regel das Differenzierungsmerkmal? Der Preis. Doch wie soll man den günstigsten Preis anbieten und gleichzeitig über die Runden kommen? Die Antwort lautet: Mischkalkulation. Bei einem Produkt ist man Preisführer und bei den anderen Produkten schlägt man eine dicke Gewinnmarge auf. Das Kalkül: Der Kunde bestellt alle Druckwaren bei mir und dann komme ich “unterm Strich auf meine Kosten” und vielleicht auch ein bisschen mehr. Diese Rechnung geht allerdings in dieser transparenten Welt nur selten auf.
Das Zauberwort für gute Umsätze und hohe Gewinnmargen lautet auch hier: Spezialisierung. Ich will das an einem fiktiven Beispiel exemplarisch erklären: Wie wäre es z.B., wenn man sich auf den Druck von Speise- und Getränkekarten für die Gastronomie spezialisieren würde. So könnte man der Zielgruppe zahlreiche Vorlagen anbieten, aus denen die Gastronomen auswählen können. Natürlich sollte die Karte auch als PDF kostenlos z.B. für den Versand einer Mail oder Download auf der Webseite zur Verfügung gestellt werden. Eine Werbehinweis auf der Speisekarte zeigt allen, wo diese Karte erstellt wurde. Da es zahlreiche Getränkehersteller und andere Lieferanten gibt, die Getränke- und Speisekarten sponsoren, wäre eine Kooperation mit solchen Partnern unabdingbar und würde dazu führen, dass ich als Druckerei meine Leistung dem Kunden grundsätzlich kostenfrei oder stark vergünstigt anbieten kann und die Getränkepartner meine Vertriebskooperationspartner werden könnten. Mit vielen Extras auf meiner Webseite, wie z.B. einem Getränkeaufschlagskalkulator, lizenzfreie Bilder,… könnte ich viele Interessenten auf meine Seite locken. Zudem würde ein Kooperation mit Webseiten wie z.B. abseits.de oder speisekarten-seite.de Sinn machen, z.B. In Form einer Werbe- oder Contentkooperation und die gezielte Ansprache von DEHOGA, AHGZ,….
Ich will nicht ausschliessen, dass es genau solch ein oben beschriebenes Angebot schon gibt, auch wenn ich es nach erster Recherche nicht gefunden habe. Auch will ich nicht ausschliessen, dass nicht alle Partner für entsprechende Kooperationen zur Verfügung stehen. Deshalb kann eine gute Idee keine Marktrecherche ersetzen. Und deshalb ist obiges Beispiel auch nur exemplarisch. Aber genau an solch einem Beispiel kann man gut veranschaulichen, dass eine Nischenpositionierung fast immer verschiedene Elemente beinhaltet. Im Mittelpunkt steht immer der Kunde, dem eine maßgeschneiderte Lösung zum konkurrenzfähigen Preis angeboten wird. Das Salz in der Suppe sind besondere Extras, möglichst exklusive Kooperationen und Viralmarketingkomponenten (Namensnennung des Herstellers auf allen Karten). Eins steht fest: Man sollte als Digitaldruckerei so lange nicht ruhen, bis man genau die Nischen gefunden hat. Das müssen ja keine Getränke- und Speisekarten sein. Das können auch Abi-Abschlussjahrbücher, Schülerzeitungen, oder, oder, oder sein. Wer sucht, der findet
Immer mehr Unternehmen tasten sich an Blogs heran. Allerdings vermisse ich eine Branche: Banken. Als Ex-Banker vermisse ich meine Ex-Kollegen natürlich besonders. Deshalb habe ich mich über eine Mail von Andreas Liebhart besonders gefreut, der Autor des Raiffeisenbanken-Lustenau-Blogs ist und das Blog im Rahmen meiner Newcomer Business Blogserie vorstellen will. Ach ja, Lustenau liegt in Österreich in der Nähe der Schweizer Grenze. Da sieht man mal wieder, dass uns das Nachbarland in einigen Punkten einen Schritt voraus ist.
Wer bloggt hier? (Name, Beruf, Alter)?
Die Raiffeisenbank Lustenau in Vorarlberg, Österreich. Wir sind eine Regionalbank mit 3 Bankstellen an der Grenze zur Schweiz. Lustenau ist die größte Marktgemeinde Österreichs. Als Vertriebsassistent betreue ich auch den Blog. Mein Name ist Andreas Liebhart (38). Ich komme eigentlich aus der Hotellerie und bin vor ca. 8 Jahren in das Bankgewerbe gewechselt.
Über welche Themen bloggen Sie hauptsächlich (Schwerpunktkategorien)?
Wir haben uns vier Schwerpunktkategorien ausgewählt:
1) Partner: Eine Plattform für Vereine und Organisationen, die wir im Rahmen unseres Mit.Einander Programms unterstützen z. B. mit Ankündigungen von Veranstaltungen oder Berichten über Ehrungen und Preisverleihungen sowie Vorstellung unserer Firmenkunden
2) Über uns: Alles was mit den Mitarbeitern der Bank und mit der Bank selber zu tun hat.
3) Veranstaltungen: Ankündigungen und Rückblicke unserer Kundenveranstaltungen
4) Neues: Neue Produkte und Dienstleistungen im Raiffeisenbereich
Was ist der USP / Erfolgsfaktor Ihres Blogs?
Wir sind eine der ersten Banken in Österreich, die einen Blog startet. Der ohnehin schon familiäre Umgangston mit unseren Kunden (in ländlichen Raum kennt man einander) soll sich auch im Blog widerspiegeln. Dementsprechend werden auch die Themen gewählt werden.
Warum bloggen Sie bzw. welche konkreten Ziele haben Sie?
Wir möchten neben der Homepage einen weiteren Informationskanal für Mitarbeiter, Kunden und Nichtkunden aufbauen. Zusätzlich gefällt uns die Möglichkeit sehr gut, über die Kommentare vermehrt mit den Lesern kommunizieren zu können.
Was sind Ihre drei Lieblingsblogs?
Sehr verschieden, ich habe ca. 80 Blogs im Feed, im Moment Basic Thinking Blog, Anders Denken von Hannes Treichl, privat auch Gedanken eines Fliegenden (splitduty.blogspot.com)
Was möchten Sie noch sagen?
Ich finde es toll, dass es die Möglichkeit gibt, den Blog in diesem Rahmen zu präsentieren. Herzlichen Dank.
Hinweis zur Newcomer Business Blogserie:
Seit März 2007 stelle ich hier im Blog regelmäßig Newcomer Business Blogs vor. Bisher habe ich mehr als 130 Blogs vorgestellt, das entspricht ca. 2 Blogs pro Woche. Voraussetzung für die Vorstellung ist, dass das Blog zum Zeitpunkt der Bewerbung weniger als 6 Monate gibt oder es weniger als 50 Postings gibt oder weniger als 10 Blogs darauf verlinkt haben. Insgesamt sind sechs Fragen zu beantworten und mir zuzusenden. Ich freue mich über jede Bewerbung oder Empfehlung. Momentan dauert es ca. 2 Wochen, bis das Blog nach Einsendung der Antworten vorgestellt wird. Derzeit stellt ich jeden Dienstag und Donnerstag einen Newcomer Blog bei mir vor. Ziel der Aktion ist es, noch unbekannte Business Blogs für einen Tag ins Rampenlicht zu stellen und meiner breiten Leserschaft vorzustellen. Mit dieser Aktion will ich mich dafür bedanken, dass ich zu Beginn von Top-Bloggern wie Robert Basic so stark unterstützt wurde. Hier gibt noch es mehr Informationen zur Aktion.
Im Endkundengeschäft bricht die “berühmte Mitte” in vielen Bereichen weg. Sowohl die Billiganbieter als auch die Anbieter von Luxusgütern steigern dagegen stetig ihren Umsatz. Deshalb muss sich ein Anbieter häufig zwischen Masse und Klasse entscheiden. Gerade als Kleinunternehmer bietet es sich an, Kleinserien zu Luxuspreisen anzubieten. Doch wie definiert der Kunde Luxus? Was will er geboten bekommen? Diese Frage hat sich auch die Zarges von Freyberg Hotel Consulting gestellt und im Rahmen der Studie “Entwicklung des Luxusverständnisses in der internationalen Hospitality Industrie” 50 Meinungsführer in der internationalen Luxushotellerie befragt (Gefunden im abseits-Blog). Daraus haben die Autoren der Studie vier Kernthesen abgeleitet:
“Ideal statt Material”
Die Kunden definieren Luxus zunehmend über ideelle Werte und Erlebnisse. Es vollzieht sich ein Wandel vom materiellen zum immateriellen Luxusverständnis. Bezogen auf die Hotellerie verliert beispielsweise die traditionelle Sterneklassifizierung an Bedeutung.
“Rückzug statt Öffentlichkeit”
Immer mehr Gäste wollen den Luxus nicht zur Schau stellen, sondern ihn individuell in einer privaten Sphäre geniessen. Die neue Offenheit des Luxus zeigt sich beispielsweise darin, dass Luxus in der Hotellerie nicht mehr steif und elitär ist, sondern jünger und moderner.
“Vielfalt statt Einfalt”
Luxuskonzepte konkurrieren immer häufiger nicht mehr miteinander, sondern leben nebeneinander. Ein Golfspieler hat ganz andere Anforderungen an ein Hotel als ein Wellnessurlauber oder ein Gourmet. Deshalb können Nischenanbieter ihrer Zielgruppe meist mehr Luxus bieten.
“Human Touch statt Tech”
Da vor allem bei der Hardware immer höhere Standards gesetzt werden, die austauschbar sind, ist Service das eigentliche Luxuselement. Hier ist eine starke Personalisierung zu beobachten, der “Human Touch” ist entscheidend. Man möchte flexibel auf Gästewünsche eingehen und dem Gast individuelle Erlebnisse bieten.
Die Grundaussage ist damit simpel: Stelle den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt, brilliere durch einen einmaligen, individuellen Service, biete ihm unbezahlbare Erlebnisse an und positioniere Dich in der Nische statt beliebig zu sein. Die gute Nachricht lautet: Jeder Anbieter kann diese Grundregeln beachten und damit seinen Kunden ein Stück “Luxus” bieten. Endlich steht das Personal und die Firmenphilosophie wieder im Mittelpunkt, die eben nicht beliebig austauschbar und auch nicht so einfach käuflich sind. Der Mensch macht den Unterschied.
LOHAS-Webseiten gibt es schon viele. Ein LOHAS-Printmagazin ist allerdings noch etwas Neues. Deshalb haben zahlreiche Blogger und Journalisten über den Test-Launch des Ivy World-Printmagazins aus dem Hause Burda zum Teil euphorisch berichtet. Leider ist nach zwei Testausgaben schon Schluss, wie Burda am Freitag in einer sehr schmalen Pressemitteilung vermeldet hat: “Nach zwei regionalen Testausgaben für die Markforschung sieht die BURDA LIFESTYLE COMMUNITY keine ausreichende wirtschaftliche Basis für ihr Testprojekt IVY. Das wirtschaftliche Umfeld bietet trotz guter Medienresonanz zur Zeit weder in Print noch Online eine notwendige Perspektive. Daher beendet der Verlag die Tests und Internet-Aktivitäten der Marke IVY. Die verbleibende dreiköpfige IVY-Entwicklungsredaktion soll nach Möglichkeit bei anderen Titeln von Hubert Burda Media beschäftigt werden.”
Aus meiner Sicht ist es absolut in Ordnung, dass das Printmagazin nach einer Testphase nicht in Serie gehen soll, weil die wirtschaftlichen Aussichten nicht rosig sind. Aber warum wurde die Webseite so übereilt abgeschaltet? Wenn man die Webseite gerade ansteuert, findet man nur noch folgenden Kurztext auf grauen Hintergrund: “Diese Website ist vorübergehend nicht erreichbar.” Stilloser kann man aus meiner Sicht kein Projekt beerdigen. Hätte man nicht die Community mit einbinden können, um zu überlegen, wie es vielleicht weitergehen könnte. Oder wie man zumindest stilvoll das Projekt beerdigen könnte. Hier erhoffe ich mir zumindest noch Aufklärung. Und dann stehen ja laut verschiedener Meldungen schon andere Verlage in den Startlöchern, ein LOHAS-Printmagazin auf den Markt zu bringen. Die LOHAS-Gemeinde darf also weiterhin hoffen, “Ihr” Magazin zu bekommen.
Eine interessante Erkenntnis habe ich durch Ivy World erlangt: Alexander Böker, Ex-Chefredakteur von Ivy, hat im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Frankfurt vor einigen Wochen von seiner Erfahrung mit Werbung im Ivy-Magazin berichtet: Als auf der ersten Doppelseite eine BMW-Werbung abgedruckt wurde, gab es einen Aufschrei der Leser. Als die Werbung in der nächsten Ausgabe deutlich weiter hinten platziert wurde, blieben die Leser ruhig. Alexander Böker hat daraufhin eine simple Schlussfolgerung gezogen: Werbung, die die Leser provozieren könnte, stört nicht, wenn sie weiter hinten im Magazin platziert wird und man vorher durch guten Content überzeugen konnte.
Update: Manuel Roosenbom analysiert im vitalgenuss-Blog, warum ivy-world.de gescheitert ist. Absolut lesenswert. Quintessenz: Wen der Community-Betreiber nicht mit seinen Mitgliedern redet, dann reden trotzdem die Mitglieder auch weiter über die Community.
Es gibt ja fast keine Produkte mehr, die nicht in Automaten verkauft werden. Dieser Vertriebskanal ist für sowohl für Anbieter als auch für Nachfrager sehr attraktiv: Die Anbieter können ihr Produktsortiment auf geringstem Platz ohne hohen Personalaufwand verkaufen. Die Kunden können die Produkte zu den unmöglichsten Zeiten erwerben. Eins ist mir nur bisher aufgefallen: Häufig werden in Automaten nur Produkte aus einer Kategorie verkauft, wie z.B. Getränke, Eis, Süßigkeiten,…..Es gibt noch zu wenige Automaten, die zielgruppenspezifische Produkte verkaufen. Ein gutes Beispiel dafür habe ich im trehugger-Blog gefunden:
Vor dem Fahrradgeschäft Machinery Row Bicycle in der Stadt Madison im Bundesstaat Wisconsin steht seit kurzem ein Automat (im Rahmen eines Tests), der viele nützliche Artikel für Fahrradfahrer anbietet: Fahrradschlauch, Reparatur-Set, Wasserflasche, Energieriegel,….Das ist aber längst noch nicht alles. Am Trek Stop (schönes Wortspiel – Truck Stop) kann man auch seine Reifen wieder aufpumpen lassen, es gibt einen Fahrradständer, eine Karte mit interessanten Fahrradrouten und ein Videoterminal, auf dem kleine Videospots gezeigt werden, die z.B. erklären, wie man einen Fahrradschlauch auswechselt. Ich gehe davon aus, dass diese Extras kostenlos angeboten werden und so den Fahrradfahrer anlocken.
Für das Fahrradgeschäft, das den Automaten aufstellt, könnte es sich um ein perfektes Cross-Selling-Instrument handeln. Denn wenn ich erst einmal den Weg zu dem Automaten gefunden habe, ist der Weg in das Fahrradgeschäft nur noch ein kleiner Schritt. Aus meiner Sicht könnten auch Kiosk- und Tankstellenbesitzer auf die Idee kommen, solche Automaten aufzustellen. Denn auch hier kann sich ein Cross-Selling-Geschäft entwickeln, da das Angebotsspektrum im Automaten ja nur begrenzt ist. Natürlich sind auch Stand-Alone-Lösungen an vielbefahrenden Fahrradwegen denkbar.
Filed under: V - Termine — Burkhard Schneider @ 8:45 am
Am Terminkalender sieht man, dass noch Sommerpause herrscht. Trotzdem gibt es gerade im Frankfurter Raum einige sehr spannende Veranstaltungen, deren Besuch sich lohnen wird. Zudem läuft die Bewerbungsfrist für einige spannende Wettbewerbe bald ab. Noch mehr Tipps (auch über den August hinaus) gibt es in der Rubrik “Meine Termintipps”. Hier lohnt es sich auch, während des Monats vorbeizuschauen, da ich diese Seite ständig aktualisiere und ergänze. Und wer hier für den Raum Frankfurt einen wichtigen Termin vermisst, der meinen Veröffentlichungskriterien entspricht, kann sich gerne bei mir unter schneider(at)best-practice-business(dot)de melden.
Veranstaltungstipps Frankfurt Rhein Main
30.07.2008, 18:00 Uhr
BarBizz Hanau
Congress Center Hanau, kostenfrei