Haben Sie schon einmal von einem Null-Stern-Hotel gehört? Dachten Sie auch, die Skala endet bei 1? Warum eigentlich? Das haben sich zwei Schweizer Künstler wohl auch gedacht und tanzen mit ihrem Hotelprojekt bewusst aus der Reihe. Das machen Künstler nicht nur sehr gerne, sondern lieben auch die Medien. Denn die berichten mittlerweile weltweit über diese Geschäftsidee. Auf der Webseite des Null-Stern-Hotels wird sie wie folgt beschrieben:
“Das Null Stern Hotel ist eine Erfindung der Künstlerzwillinge Frank und Patrik Riklin vom St.Galler Atelier für Sonderaufgaben. In Kooperation mit der Gemeinde Sevelen entstand das weltweit erste Null Stern Hotel als lustvolle Erweiterung des gängigen Hotelangebots. Das Low-Budget-Hotel bietet ein innovatives Nischenprodukt in mehrheitlich leerstehenden Luftschutzanlagen der Schweiz in Form einer Kunstinstallation. Geplant ist ein Null Stern Franchise-Package als Verkaufs- und Lizenzprodukt für interessierte Gemeinden in der Schweiz. Bei Bedarf wird das Null Stern Hotel ab 2009 in der Gemeinde Sevelen eröffnet.”
Die mehr als 50 Schlafplätze kosten zwischen 6 und 25 EUR. Das allein ist aber nicht erwähnenswert, wie Hannes Treichl feststellt: “Erwähnenswert wie die Ausstattug des Hotels zusammengetragen wurde: Hier half das ganze 4.000 Seelen Dorf mit. Die Bewohner von verliehen oder verschenkten Bettwäsche, Nachttische, Lampen und Betten. Wahrscheinlich stammen auch die Wärmflaschen von ihnen. Diese sollen die fehlende Heizung ersetzen. Die Riklins brauchten die Einwohner von Sevelen aber nicht nur für die Finanzierung der Hotel-Ausstattung, sondern sollen diese auch abwechselnd die Rolle des Hoteldirektors übernehmen.”
Warum finde ich das Beispiel erwähnenswert? Weil es zeigt, dass man bestehende Regeln nicht brechen muss, sondern sie einfach nur erweitern kann, in die eine oder andere Richtung. Nicht jede Regelerweiterung führt zu wirtschaftlichem Erfolg. Aber sie kann zumindest für viel Publicity sorgen. Und das kann auch ein Pfund sein, mit dem man auch wuchern kann.
Prof. Faltin proklamiert in seinem neuesten Buch das Motto: “Kopf schlägt Kapital”. Unter diesem Motto könnte man auch den 5-EURO-Business-Wettbewerb stellen, der vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. zusammen mit Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt wurde und seit 1999 veranstaltet wird, wie ich in 2006 schon berichtet habe. Der 5-Euro-Business Wettbewerb findet jedes Semester an zwei bis vier bayerischen Hochschulstandorten statt, in diesem Semester in Würzburg und Erlangen-Nürnberg. Zudem wird er auch in anderen Hochschulen außerhalb Bayerns und vor allem auch in Österreich veranstaltet. Wie ist der Ablauf dieses Semester in Würzburg?
Kleine Teams von jeweils zwei bis vier Studierenden entwickeln eine Geschäftsidee und setzten diese mit einem symbolischen Startkapital in Höhe von fünf Euro innerhalb von sieben Wochen in die Realität um. In dieser Praxisphase unterstützen sie erfahrene Selbstständige, die sogenannten Wirtschaftspaten. In Crashkursen zu den Themen Projektmanagement, Recht und Marketing erhalten die Teilnehmer das notwendige theoretische Rüstzeug. Über ihre Aktivitäten müssen die Teams einen Geschäftsbericht erstellen; den krönenden Abschluss bildet die feierliche Abschlusspräsentation am 3. Februar 2009, bei der sich alle Teams einer Jury stellen, die über die Vergabe von insgesamt 1.800 Euro Preisgeld entscheidet. Während der ganzen Zeit stehen die Mitarbeiter des Career Service den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite.
Mir gefällt der Wettbewerb deshalb so gut, weil die Umsetzung der Geschäftsidee und das Teamwork im Vordergrund stehen und eben nicht das Kapital. Mit genug Geld kann es jeder schaffen. Mit wenig Geld muss man sich schon richtig anstrengen und kann nicht alle Probleme auf das Konto “Bank” verbuchen. Dass selbst bei diesem geringen Startkapital sehr pfiffige Geschäftskonzepte umgesetzt werden können zeigt die Auflistung aller entwickelten Geschäftsideen seit Start des Wettbewerbes.
Schade nur, dass wenige Wettbewerbsteams unter die Blogger gegangen ist und sich so die Hilfe der gesamten Blogosphäre einholen. Eine Ausnahme ist ein Studententeam aus Nürnberg-Erlangen, das im WS 07/08 den Eventplaner planrr ins Netz gestellt hat. Das Gründungsvorhaben wurde durch einen Blog begleitet. Allerdings hat davon die Blogosphäre nicht viel mitbekommen. Manchmal macht es eben schon Sinn, via E-Mail oder Kommentare in anderen Blogs auf sich aufmerksam zu machen. Ich werde mal schau´n, ob ich Teams in diesem Semester dazu bewegen kann, das anders zu machen.
Jetzt musste im Rahmen der Serie “meinrestaurant” das zweite Restaurant schliessen, das bloom in Berlin. Die Abstrafung für die Macher des bloom war deutlich: “Das Berliner Team muss den Schlüssel abgeben. Und der Sieg der Kölner fällt deutlich aus: 80,81 Prozent der Zuschauer gaben per Telefon ihre Stimme für den copa room ab, nur 19,19 Prozent wollten mit ihrem Anruf die Schließung des blooms verhindern”.
Fast jeder hat gesagt, dass das Essen im blooms das Beste von allen fünf Wettbewerbern gewesen sein muss. Der Koch war eine “echte Marke” und bekommt jetzt wahrscheinlich Jobangebote aus ganz Deutschland. Hannes aus dem Hamburger Restaurant “Graurocks” hat schon ein Angebot ausgesprochen. Und trotz des guten Essens, das in einem Spitzenrestaurant schon sehr wichtig, hat es für das bloom nicht gereicht. Vereinfacht gesagt konnten die Zuschauer nicht motiviert bzw. mobilisiert werden, für das bloom anzurufen.
Letztlich zeigt das Ergebnis einmal mehr, dass das Team in einem Unternehmen häufig wichtiger ist als das angebotene Produkt oder die Einzelleistung. Es ist schon faszinierend, den Zusammenhalt im “copa room” in Köln betrachten zu dürfen. Es ist schon genial, wie sehr sich die Küchenhilfe mit ihm Arbeitgeber identifziert und bei jedem Misserfolg mitleidet und sich bei jedem Erfolg mitfreut. Begeisterung, Teamwork und gelebte Emotionalität sind die Antreiber für unternehmerischen Erfolg.
Die Bank HSBC hat überlegt, wie es seine neue Premier Card promoten kann. Die Marktingverantwortlichen kamen auf die Ideen, ihren Karteninhabern einen ganz speziellen Service anbieten zu können: Die Besitzer der Premier Card sollen sich ab dem 1. Dezember 2008 ihr eigenes Kundenmagazin zusammenstellen können:
Konkret kann man einen Automaten gehen, die Themen auswählen, die einen wirklich interessieren und dann das ganz individuelle Magazin ausdrucken lassen. Die vier Themenkategorien lauten: Haus & Einrichtigung, Wirtschaft & Politik, Gesundheit & Sport sowie Medien & Kultur. Als Autoren konnten z.B. Jamie Oliver und Björn Borg gewonnen werden.
Ich bin mir sicher, dass solche Serviceangebote immer häufiger angeboten werden, um eine höhere Kundenbindung zu generieren. Wichtig ist, dass die Angebote auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden und einen Exklusivcharakter haben.
Gestern habe ich schon in einem Beitrag erwähnt, dass gerade wieder eine Hochzeit für Blogparaden ist. Deshalb will ich Euch drei interessante Blogparaden vorstellen:
Blogparade: “Euer erster Kunde”
Der softwareentwickler-Bloger hat am 18.11. die Blogparade “Euer erster Kunde” gestartet und möchte alle Selbständigen und Gewerbetreibenden dazu einladen von ihren eigenen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten. Der Einsendeschluss ist der 17.12.2008.
Die Mutmacher-Blogparade von Heide Liebmann
Die ganzen Krisenmeldungen sind aus der Sicht von Heide Liebmann die beste Bedingung für eine Gegenbewegung. Aus persönlicher Erfahrung weiß sie sehr gut, dass Krisen auch Keimzellen für spannende neue Entwicklungen sein können. Die Mutmacher-Blogparade läuft vom 30. November bis 24. Dezember. Jeder, der mitmachen will, schreibt in dieser Zeit einen Beitrag zum Thema (Minimum 150 Wörter), entweder auf dem eigenen Blog oder direkt hier im Kommentarfeld. Jeder Teilnehmer nicht an der Verlosung von vielen spannenden Preisen teil.
Weihnachts-Gewinnspiel-Blogparade: 2009 möchte ich…
Der hasen-farm-Blogger möchte mit Euch gemeinsam eine Fotogalerie erstellen. Motto: “Die Vorsätze der deutschen Blogosphäre”. Mache dazu ein Foto von Dir oder einem Gegenstand, der dir nahe steht und vervollständige den Spruch “2009 möchte ich…”. Am 31.12.2008 gibt es im hasen-farm-Blog eine fulminante Auswertung der Parade inkl. Trackback an alle Teilnehmer
Blog-Parade: Rhetorik im Advent
Jetzt ist wieder die Zeit für Weihnachtsfeiern und Neujahrsempfängen angebrochen. Auf dieser Veranstaltungen werden meist feierliche Reden gehalten. Deshalb ist das Ziel dieser Blog-Parade: “Rhetorik im Advent”,die Festrede, ein wichtiger Bestandteil der klassischen Rhetorik, näher zu beleuchten und vielseitige Links zu bieten. Diese Blog-Parade läuft bereits und endet mit dem 3. Advent 2008 (14.Dezember 2008).
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Zeit finde, mich an allen o.g. Blogparaden zu beteiligen. Deshalb wollte ich hiermit die Chance nutzen, möglichst viele Leser auf diese Aktionen aufmerksam zu machen. Vielleicht tritt ja der oder andere in die Bresche Und wenn Ihr Infos über weitere Blogparaden wünscht, dann empfehle ich Euch den Besuch der Webseite www.blogparade.de.
Es ist schon faszinierend, welchen Schilderwald es in vielen Städten gibt. Vor lauter Warn- und Hinweisschildern verliert man nicht nur die Übersicht, sondern konzentriert sich auch nicht mehr genug auf den Straßenverkehr. Dadurch können die Schilder das Gegenteil von dem bewirken, was beabsichtigt war. Geht das auch anders? Der radikal-innovation-Blogger Eduard G. Kaan stellt in seinem Blog ein Projekt vor, in dem in einem kleinen Ort in Norddeutschland alle Verkehrsschilder verbannt wurden. Das Ergebnis ist verblüffend:
“Gefahr schafft Sicherheit! Dieses radikale Konzept hat der inzwischen verstorbene Niederländer Hans Monderman vertreten. Sein Vorschlag: Alle Verkehrsschilder entfernen. Das hat als bisher einzige Gemeinde in Deutschland Mitte 2008 die Gemeinde Bohmte bei Osnabrück auf einem 500m langen Teilstück der Hauptverkehrsstraße im Zentrum umgesetzt. Es gilt nur mehr ‘rechts vor links’, alle Verkehrsschilder und Ampeln wurden entfernt und die Gehsteige und Fußgängerinseln wurden eingeebnet. Im Sinne der Chaostheorie regelt sich alles von selbst: Die Verkehrsteilnehmer sind wesentlich aufmerksamer. Zwischenstand September 2008: Bisher noch kein einziger Unfall! (Gegenüber im Schnitt ca. 8 Unfällen in einem ähnlichen Zeitrahmen).”
Im Rahmen eines EU-Projektes beteiligen sich mittlerweile sechs Gemeinden aus Europa an diesem Versuch. Ein wichtiger Erfolgsfaktor wurde im Rahmen dieses EU-Projektes schon erkannt: “Als wesentlicher Bestandteil des Konzepts wird eine starke Einbindung der Bevölkerung schon im Planungsstadium beschrieben“. Diese Erkenntnis haben wohl schon alle Beteiligten an Innovationsvorhaben gesammelt: Nur wenn alle Betroffenen und Entscheidungsträger frühzeitig in ein Projekt eingebunden werden, sind die Erfolgsaussichten groß.
Wir haben hier im Blog schon häufig über Beispiele berichtet, wie sich innovative Menschen von der Natur haben inspirieren lassen und darauf hin neue Produkte entwickelt haben (Stichwort BIONIK). Jetzt lese ich im Christoph Harrachkarma-konsum-Blog von Noel, dass Janine Benyus zusammen mit der Softwarefirma Autodesk die erste Onlinedatenbank für BIONIK-Beispiele gelauncht hat: AskNature.org.
Genial daran ist, dass die Benutzung dieser Onlinedatenbank kostenfrei ist. Zielgruppe sind Archtitekten, Designer, Ingenieure und andere Interessierte am Thema. Umgekehrt sind die Benutzer aber auch dazu aufgerufen, weitere Beispiele einzustellen, damit die Datenbank immer größer wird. Der Zugang zur Datenbank stellt damit moralisch eine Verpflichtung dar, mit gleicher Münze zurück zu zahlen. So funktioniert Crowdsourcing
Oben findet Ihr ein Video, in dem Janine Benyus im Rahmen der TED-Konferenz zwölf konkrete BIONIK-Beispiele präsentiert. Das soll quasi ein kleiner Appetithappen sein, damit Ihr danach auf AskNature aktiv werdet. Lets go!
Fast täglich lese ich von spannenden Blogaktionen oder der Bitte um Unterstützung. Gerne will ich hier davon berichten, damit Ihr Euch daran aktiv beteiligen könnt oder Inspirationen für Eure eigenen Aktionen bekommt:
Online-Adventskalender im innovativ-in-Blog mit vielen Geschenken von den Clubpartnern
Die Partner des Business-Clubs innovativ-in haben 24 Geschenke gestiftet, damit ab dem 1. Dezember im innovativ-in-Blog jeden Tag einem Leser eine kleine Freude gemacht werden kann. Hier findet Ihr die Übersicht aller Spender. Um zu gewinnen, müsst Ihr einen Kommentar im entsprechenden Blogbeitrag hinterlassen und etwas Losglück haben.
Der marketing-Blogger ernennt 5 Wirtschaftsweisen, die wiederum Wirtschaftsweise ernennen dürfen
Und wieder hat ein Blogger ein Stöckchen geworfen. Diesmal ist es der marketing-Blogger Frank Herold, der 5 Wirtschaftsweisen ernannt hat, die Wege aus der Wirtschaftskrise aufzeigen sollen. Eines der 5 Stöckchen habe ich erhalten, weil ich mit der AUFSCHWUNG-Messe erst gar nicht akzeptiere, dass es jemals ein Abschwung gibt Jeder, der sich berufen fühlt, darf das Stöckchen aufgreifen. Ich werde in einem separaten Beitrag näher auf das Thema eingehen.
Bis heute um 17.00 Uhr könnt Ihr noch drei StartUps für StartUp des Jahres 2008 nominieren
Der Titel ist eigentlich irreführend, denn es geht nur um InternetStartUps. Trotzdem will ich hier auf die Aktion hinweisen: Bis heute 17.00 Uhr könnt Ihr noch aus einer Auswahlliste drei StartUps auf die Nominiertenliste setzen. Die drei Unternehmen, die im Kommentarfeld am häufigsten genannt werden, sind noch mit dabei. Danach kürt eine Jury das StartUp des Jahres.
Weiterhin werden gerade viele Blogparaden gestartet. In den nächsten Tagen werde ich in einem separaten Blogbeitrag einige lohnenswerte Blogparaden vorstellen. Jetzt muss ich aber erst einmal wieder arbeiten
Es fing alles mit einem kleinen Projekt an. Im Rahmen der Reihe “Stadt als Bühne” haben im letzten Oktober die Studierenden der FHS (Fachhochschule St. Gallen) genau 169 Schätze in der Stadt ausfindig gemacht, wie das Tagblatt berichtet. Dabei ging es weniger um noch nicht entdeckte Schatztruhen, sondern um interessante Sehenswürdigkeiten und Wertgegenstände aus der Geschichte. Das Ergebnis wurde in Form einer Inventarliste dem Stadtrat übergeben. Und der kam auf die Idee, den ersten öffentlich angestellten Schatzsucher einzustellen. Bis zum 3.12.2008 können sich Interessenten noch bewerben. Die Stellenausschreibung findet Ihr im folgenden:
“Die Stadt Rorschach will ihre Schönheiten, Qualitäten und Schätze wieder vermehrt ins öffentliche Bewusstsein rücken und sucht deshalb für die Dauer eines Jahres per 1. Januar 2009 oder nach Vereinbarung eine/n Schatzsucher/in (10 Stellenprozente). Ihre Hauptaufgaben umfassen das Aufspüren und Entdecken vergessener, verschütteter oder noch schlummernder Schätze der Stadt Rorschach, deren Recherche, Dokumentation und Öffentlichmachung.
Für diese interessante und abwechslungsreiche Aufgabe erwarten wir eine kommunikative Persönlichkeit, die über einen ausgeprägten Sinn insbesondere für jene Ressourcen und Qualitäten einer Stadt verfügt, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Wenn Sie neugierig und begeisterungsfähig sind, eine Nähe zu Rorschach haben, gerne mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen und sachdienlichen Hinweisen nachgehen, würden wir Sie gerne kennen lernen.
Für weitere Auskünfte steht Ihnen Stadtschreiber Bruno Seelos, Tel. 071 844 21 16 oder bruno.seelos@rorschach.ch, gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und bitten
Sie, Ihre Bewerbung bis spätestens 3. Dezember 2008 an die Stadtkanzlei Rorschach, Hauptstrasse 29, Postfach, 9401 Rorschach, oder stadtkanzlei@rorschach.ch, zu senden.”
Es ist ein erster kleiner Schritt, da es sich nur um eine 1/10-Stelle handelt. Ich würde mir wünschen, dass der Schatzsucher auch einen Weblog führen muss und auf einer eigens eingerichteten Webseite alle Bürger gefundene Schätze melden können. Dann könnte auch ein nachhaltiger PR-Effekt entstehen und nicht nur einen PR-Eintagsfliege. Wie erfolgreich Crowds bei der Schatzsuche sein können, zeigt das Beispiel der Goldcorp., über das ich im Rahmen der Buchbesprechung “Wikinomics” von Don Tapscott berichtet habe.
Bei der einen oder anderen Idee habe ich den Eindruck, dass es sich um einen PR-Gag handelt. Aber warum nicht, wenn die ganze Welt davon berichtet? Ein Beispiel gefällig? Im finnische Wintersportort Ylläs gibt es eine fahrende Saunakabine. Konkret handelt es sich um eine Saunagondel einer Drahtseilbahn für bis zu vier Personen.
Diese spezielle Gondel ist innen und außen mit Holz verkleidet und kann elektrisch auf 100 Grad aufgeheizt werden. Die Panoramafenster sind selbstverständlich von außen blickgeschützt. Eine Rundfahrt dauert etwa 13 Minuten. Wem das zu kurz ist, der kann die Kabine gleich für mehrere Fahrten mieten. Und wem das immer noch nicht genug ist, kann in der Bergstation in einer größeren Sauna die Saunabäder fortsetzen.
Und nicht irgendwer hat diese Gondel gebaut, sondern der Weltmarktführer. Es handelt sich um die Firmengruppe Doppelmayr Garaventa Group. Von dieser etwas kuriosen Einzelanfertigung wurde im Rahmen der Pressemitteilung berichtet, in der die Geschäftsjahreszahlen präsentiert wurden. Etwas Salz braucht eben nicht nur jede Suppe, sondern auch jeder PM.