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May 31, 2009

Rolf Dünn ist Landwirt und innovativer Vollblutunternehmer

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Landwirt — Burkhard Schneider @ 8:45 am

Fast wöchentlich sehe ich im Fernsehen einen Bericht über einen Landwirt, der sich über die sinkenden Einnahmen beklagt, sich über die Marktmacht der Handelskonzerne beschwert und nach Förderung vom Staat ruft. Aber es gibt auch Bauern, die sich nicht ihrem Schicksal ergeben, sondern mit neuen Wegen weitere Einnahmequellen erschliessen und vor allem den direkten Weg zum Kunden suchen. brand eins hat in der Mai-Ausgabe solch einen innovativen Vollblutunternehmer aus der Landwirtschaft vorgestellt: Es handelt sich um Rolf-Georg Dünn vom Gut Clarenhof in Köln.

Um Abhängigkeiten zu senken und neue Einnahmenquellen zu sichern, agiert er in folgenden Bereichen:

Rolf Georg-Dünn ist für viele Ideen offen, achtet aber darauf, dass er die Arbeit nicht selber “an der Backe hat”, sondern innovative Partner hat, die das übernehmen. Er verdient dadurch nicht nur sichere Pachteinnahmen, die zur Diversifizierung seiner Einnahmen führen, sondern es werden dadurch auch viele Kunden auf seinen Hof gelockt, die Umsatz im Kerngeschäft bringen. Roland Berger würde jetzt von Synergieeffekten sprechen :-)

Noch gibt es viele Potential, wie viele meiner Artikel beweisen:

May 30, 2009

Was Abraham Lincoln dazu sagen würde?

Filed under: Marketing - Viral — Burkhard Schneider @ 8:45 am

Die Meinung zu dem Werbevideo geht weit auseinander. Viele zeigen sich begeistert, andere entrüsten sich, dass genau solche Versprechen von märchenhafter Geldvermehrung ein Problem der aktuellen Finanzkrise seien. Und das Abraham Lincoln beim Sex gefilmt wird, finden auch nicht alle lustig. Das Strickmuster dieses Viralvideos ist einfach: Spalte die Nation und investiere viel Geld in Spezialeffekte und der Rest läuft von selbst.

Ehrlich gesagt war ich überrascht, das eine deutsche Werbeagentur hinter dem Konzept steht. Es handelt sich um Grabarz&Partner, die durch eine schicke Webseite und große Referenzliste beeindrucken. Noch beachtenswerter finde ich, dass für den deutschen Finanzdienstleister BonTrust Werbung gemacht wird. Die hätten allerdings etwas mehr Geld ausgeben sollen, um sich auch eine neue Webseite machen zu lassen.

Gefunden im meetinx-Blog

May 29, 2009

Bitte um Beteiligung bei einer Umfrage zu Erfolgsfaktoren und Optimierungspotentialen von Crowdsourcing-Plattformen

Filed under: Crowdsourcing — Burkhard Schneider @ 4:45 pm

Heute hat mich Adrian Hensen kontaktiert und mich gebeten, auf seine Umfrage zu den Erfolgsfaktoren und Optimierungspotentialen von Crowdsourcing-Plattformen hinzuweisen. Adrian ist Wirtschaftspsychologie-Student an der Hochschule Fresenius in Köln und schreibt zurzeit seine Bachelor Arbeit über das Thema Crowdsourcing. Im Rahmen dieser Arbeit möchte er untersuchen, was Usern von Crowdsourcing-Seiten besonders wichtig ist und wo eventuell Optimierungspotentiale zu sehen sind.

Zielgruppe der Umfrage sind User, die sich schon an Crowdsourcing-Aktionen beteiligt haben. Es dauert ca. 5 – 10 Minuten, sich an der Umfrage zu beteiligen. Nach den ersten Erfahrungen von Adrian ist es schwer, in Deutschland User zu finden, die Erfahrungen mit solchen Seiten haben. Deshalb würde er sich freuen, wenn möglichst viele Leser meines Blogs diesen Aufruf folgen.

Und solltet Ihr selber eine Crowdsourcing-Plattform betreiben, dann meldet Euch kurz bei mir (schneider(at)best-pratice-business.de), damit Ich Adrian Eure Kontaktdaten weitergeben kann. Und natürlich dürft Ihr auch Euer Kontaktnetzwerk einladen, an der Umfrage mitzumachen. Da wir alle ein langes Wochenende haben, werden sicherlich viele von Euch die Zeit finden, 10 Minuten in den Dienst der Wissenschaft zu stellen. Auf geht´s! Aus eigner Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht weh tut :-)

USA-Tour (5): Flip Video Camcorder

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Produkt, Idee - Tech, Innovation, Marketing - Produkt — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Eigentlich sieht der Flip Video Camcorder wie ein Handy aus. Aber mit ihm kann man nicht telefonieren, sondern “nur” filmen. Braucht so etwas die Welt, wo doch fast jedes Handy schon eine Kamerafunktion anbietet? Wenn man bedenkt, dass der Flip in den USA in Windeseile Marktführer unter den Camcordern geworden ist, dann hat die Welt nur auf diesen Bestseller gewartet. Er ist wieder ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Berücksichtigung des Einfachheitsprinzips. Nicht obwohl, sondern weil der Flip Camcorder nur ganz wenige Funktionen bietet, sind die Kunden von diesem Produkt begeistert, und zwar Alt wie Jung. Im folgenden Video wird das Produkt anschaulich besprochen.

Tatsächlich erinnert mich der Flip Camcorder stark an den Apple iPod. Eigentlich finde ich es erfrischend, dass der Flip mal nicht aus dem Hause Apple kommt, sondern von einer anderen innovationen Company, die mit dieser Idee viel VC-Kapital einsammeln konnte. Die Erfolgsregeln vom iPod wurden aus meiner Sicht 1:1 übernommen. Ein einfaches Produkt im schicken Design (mit vielen Designvarianten) zum günstigen Preis anbieten. Richtig gut gefällt mir auch die Ideen, dass man sich z.B. den Kiva-Flip Camcorder kaufen kann. Er kostet genauso viel wie die anderen vergleichbaren Geräte, allerdings erhält Kiva für jedes Gerät 10 USD und ich kann für die Organisation Werbung machen, indem das Logo auf dem Camcorder abgedruckt ist.

Einfachheit ist Trumpf

Filed under: V - Erfolgsfaktoren — Burkhard Schneider @ 8:45 am

Im letzten Jahr ist Thorsten Biedenkapp mit seiner Kamera durch die Frankfurter Innenstadt gelaufen und hat Leute darum gebeten, ihre Lieblingswebseite verbal zu beschreiben. Die Quintessenz: Einfachheit ist Trumpf. Torsten hat sich aufgrund der Erkenntnis zu folgender Schlussfolgerung hinreissen lassen: “Was für jedes reale Unternehmen gilt, gilt auch für virtuelle Unternehmungen: Nur wenn man sich auf eine EINZIGEN Geschäftsbereich spezialisiert wird man richtig erfolgreich sein können…. Ein kurzer Blick auf das Alexa-Ranking reicht aus, um zu erkennen, dass in den Top 10 überdurchschnittlich viele Sites zu finden sind, die genau ein einziges Geschäftsfeld bedienen. Ich sehe es als Herausforderung des Web 2.0 an dem Nutzer reduzierte Angebote zu machen, die trotz alledem erfolgreich sein können.”

Das beste Erfolgsbeispiel für die Einfachheitsregel im Rahmen der Webusabilty ist Google. Man kann diese Regel aber auch auf viele andere Bereiche anwenden. Woot hat das Onlineshopping revolutioniert, indem dieser Shop nur ein Produkt pro Tag angeboten hat. Selbstverständlich sind auch viele Onlineshops erfolgreich, die ein breites Produktsortiment anbieten. Jedoch sollte man aufpassen, dass man dadurch nicht seine Identität verliert. Der Onlineshop für Handgemachtes “DaWanda” (ein deutsches CopyCat von Etsy) läuft gerade Gefahr, in diese Falle zu laufen. Der taz-Artikel “Massenware ärgert Dawanda-Nutzer” bringt es auf den Punkt:

“Seit Dawanda, der Onlinemarktplatz für Selbstgemachtes, in den vergangenen zwei Jahren stark gewachsen ist, tummeln sich dort vermehrt Anbieter von Massenwaren. Der ursprüngliche Gedanke, eine Plattform für Kreative zu bieten, werde so aufgeweicht, kritisieren Nutzer. “Es wird immer mehr Massenware angeboten. Das zerstört den Dawanda-Gedanken”, sagte Mandy Christoph, die als “kleidzeit” Selbstgeschneidertes verkauft, der sonntaz…..Auch “Stine”, die eigentlich Christine Kebel heißt und neben ihrem Job als Dokumentarin Taschen näht, ist frustriert. Dawanda reagiere nur selten, wenn verdächtige Anbieter gemeldet werden. “Klar, die verdienen ja gut an denen.” Kritik im Forum werde zudem immer wieder ignoriert oder gar gelöscht.”

Es gibt ja schon genug reale Unternehmen, wie z.B. Karstadt, die in die “Sortimentsfalle” gelaufen sind. Viele Unternehmen sammeln mit Zeit einen Geschäftsbereich nach dem anderen, eine Beteiligung nach der anderen. Das geht selten gut. Die Börse bestraft Holdings i.d.R. mit hohen Bewertungsabschlägen. Und mittlerweile sieht man, was passiert, wenn man in die Wachstumsfalle läuft. Das Streben nach mehr und mehr Rendite, um die Aktionäre zu befriedigen, ist ein Grund für die jetzige Weltwirtschaftskrise. Manchmal ist ein Markt ausgereizt oder ein zu schnelles Wachstum gefährdet die Stabiltät des Unternehmens. Die Grundregel “Weniger ist mehr” gilt damit für alle Branchen und Geschäftsbereiche.

May 28, 2009

USA-Tour (4): Naked Cowboy: Ja, er spielt noch, er spielt noch, er spielt noch

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Kunst, Idee - crazy, Marketing - USP — Burkhard Schneider @ 4:45 pm

Könnt Ihr Euch noch an den Songtext “Lebt denn der alte Holzmichel noch, Holzmichel noch? Ja er lebt noch, er lebt noch, stirbt nicht” erinnern. Ganz nach diesem Motto bin ich an den Time Square in New York “gepilgert”, um mich persönlich davon zu überzeugen, dass der Naked Cowboy noch lebt und noch singt und posiert. Und ich kann Positives vermelden: “Ja, er lebt noch, er singt noch, er posiert noch, ja er….”.

Für jeden, der die Story noch nicht kennt, erzähle ich hier die Kurzversion: Hinter dem “Naked Cowboy” steht Robert John Burck, der am 23. Dezember 1970 in Cincinatti (Ohio / USA) geboren wurde und sich selber als Schauspieler, Sänger und Songwriter betitelt. 1998 begann er am Venice Beach in Los Angeles, sein Geld als Straßenmusiker zu verdienen. Ein Freund gab ihm den Tipp, dass er nur ausgerüstet mit Unterhose, Cowboystiefeln und Gitarre viel mehr Geld verdienen könne, da sein Körper mehr als sehenswert ist.

Mittlerweile ist sein “Stammsitz” am Times Square in New York. Er gehört zur Millionenstadt als Touristenattraktion genauso wie die Freiheitsstatue, die Wolkenkratzer und Wall Street. Sein Geld verdient er, dass er sich mit Touristen gemeinsam fotografieren lässt und dafür ein “Trinkgeld” erhält. Damit hat er sich schon ein nettes Häuschen und ein dickes Auto finanzieren können. Vermehrt wird er auch als Attraktion zu Großevents eingeladen. So hat er in diesem Jahr vor einem Rugbyspiel in Irland vor 18.000 Zuschauern gespielt. Und in Fernsehshows geht er auch ständig ein und aus.

Und genau deshalb liebe ich die Stadt New York. Hier habe auch die Menschen mit den verrücktesten Ideen eine Chance auf Erfolg. Natürlich ist solch ein Erfolg nicht einfach kopierbar und funktioniert auch nicht 1:1 in anderen Städten. Doch das Beispiel zeigt, wie erfolgreich man sein kann, wenn man sich einmalig positioniert und ein funktionierendes Geschäftsmodell hat. Robert John Burck hat den Beruf des Straßenmusikers nicht neu erfunden, sondern neu interpretiert. Respekt!

Tastecasting: Wir sind die Restauranttester und Promoter

Filed under: Idee - Gastro, Marketing - Online — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

In fast allen Städten gibt es mittlerweile Restaurantführer, die uns aufzeigen wollen, welche Gastronomieeinrichtungen besuchenswert sind und welche nicht. Richtig stutzig geworden bin ich, als ein mir bekanntes Top-Restaurant in einem sehr bekannten Restaurantführer für Frankfurt noch nicht einmal erwähnt wurde, geschweige denn zum Toprestaurant gekührt wurde. Der Restaurantinhaber hat mir dieses Phänomem schnell erklären können. Er war einfach nicht bereit, die hohe “Registrierungsgebühr” zu bezahlen, die der Verlag verlangte, um das Restaurant zu erwähnen.

Wollt Ihr in Zukunft auch nicht mehr verarscht werden? Seid Ihr auch der Meinung, dass wir alle gute Restauranttester sind? Dann wehrt Euch. Und dies war im Zeitalter der Social Media so einfach wie nie zuvor. Beispiel gefällig? Seit kurzem gibt es die Webseite “Tastecasting.com“. Hier ist jeder in den USA aufgefordert, neue Restaurants und Cafes zu testen und über Medien wie Twitter, Blogs, YouTube, Flickr, Facebook und Co. zu berichten. Mittlerweile haben sich Teams in 22 US-Städten gebildet, wenn auch noch längst nicht alle Teams losgelegt haben.

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Die Intention der Macher ist es allerdings weniger, Restaurants “medial zu zerreissen”, sondern neue Restaurants bzw. Restaurants mit neuen Angeboten zu promoten. Ziel ist es, auf interessante neue Angebote hinzuweisen. Damit handelt es sich vielmehr um Starthilfe junger und innovativer Gastromonen. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass schlechte Angebote schnell entlarvt werden würden und die Glaubwürdigkeit von Tastecasting schnell leiden würde, wenn zu einseitig berichtet werden würde.

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Same Cafe: Jeder zahlt, was er kann

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Gastro, Marketing - Preis, Trend - LOHAS — Burkhard Schneider @ 8:45 am

Im Jahr 2005 habe ich zahlreiche Beispiele von Anbietern aufgelistet, die den Kunden die Entscheidung überlassen, welchen Preis sie bezahlen. Zwei Jahre später habe ich über das Siva Cafe aus Indien berichtet, in dem der Gast nicht für sein Essen zahlt, sondern für das Essen der Gäste am nächsten Tag. Und in diesem Jahr habe ich über Mozart Hotel in Brüssel berichtet, dessen Betreiber freie Hotelzimmer an Obdachlose “kostenlos vermietet”. Dank eines Hinweises von Jörg Weisner bin ich jetzt auf das Same Cafe in Denver / USA aufmerksam geworden, die alle drei o.g. Ideen, ohne die wahrscheinlich gekannt zu haben, auf sehr charmante Art und Weise miteinander kombiniert haben.

“SAME” steht dabei für “So All May Eat”. Die Idee von den Gründern Brad And Libby Birky ist es, dass sich in diesem Cafe jeder satt essen können soll, unabhängig davon, wie groß sein Geldbeutel ist. Deshalb gibt es auf der Speisekarte für die Menüs und Speisen Richtpreise im Rahmen einer Preisspanne. So wird z.B. das Menü mit einem Preis von 5 – 15 USD angegeben. Wer es sich leisten kann, ist herzlichst dazu eingeladen, die obere Grenze des Richtpreises zu bezahlen. Wer das nicht kann, kann entsprechend weniger bezahlen. Insgesamt entstehen dadurch genug Einnahmen, um alle Kosten abzudecken und den Lebensunterhalt des Gründerehepaares zu decken.

Es kann aber durchaus vorkommen, dass es auch Gäste gibt, wie z.B. Obdachlose, die vielleicht gar nichts oder nur 5 Cent für das Essen bezahlen können. Das ist auch kein Problem und im Same Cafe wird deshalb keiner vor die Tür gesetzt. Dafür allerdings werden alle, die nicht die Richtpreise zahlen können, aufgefordert, als Freiwillige im Cafe oder der Küche zu helfen, z.B. als Spülhilfe. In vielen Restaurants witzelt der Ober, wenn die Kreditkarte nicht funktioniert, dass man das Essen “ruhig in der Küche abarbeiten” können. Im Same Cafe ist dieser “Witz Programm”.

Sicherlich werden Brad And Libby Birky, die für Ihr Cafe alle Ersparnisse eingesetzt und sogar ihr Auto verkauft haben, nicht reich werden. Aber sie tun mit Ihrer “erwerbswirtschaftlichen” Idee jeden Tag etwas Gutes und werden damit sicherlich von all denen mit einem Lächeln belohnt, die sich sonst solch ein Essen nicht leisten können. Ganz wichtig ist Brad und Libby, dass die armen Bevölkerungsschichten nicht in Suppenküchen “abgeschoben” werden, sondern in die Gesellschaft auch beim Essen integriert werden. Und vielmehr bekommen diese Gäste auch nicht das Gefühl, Allmosen zu bekommen, weil sie ja schliesslich das Essen abarbeiten können.

Ich habe selten von einer Geschäftsidee so begeistert berichtet, wie von dieser. Gerne erwähne ich, dass diese Idee nicht erst in dieser Finanzkrise entstanden ist, sondern Jahre zuvor. Lieber Jörg, vielen Dank für diesen genialen Linktipp.

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May 27, 2009

Stell Dir vor, Du bist eine Excellence-Universität und keiner weiß es

Filed under: Crowdsourcing, Marketing - Crowd — Burkhard Schneider @ 4:45 pm

In Deutschland gibt es zehn Exzellenz-Universitäten, die viel Geld aus einem speziellen Fördertopf bekommen, um die Elitestudenten in Deutschland zu halten bzw. an deutsche Universitäten zu locken. Es soll Schluss sein mit der Gleichmacherei. Doch was soll man tun, wenn man zu diesen Top-10-Universitäten in Deutschland gehört und keiner weiß davon? Genauso ergeht es momentan der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel. Und deshalb rauchten bei den Verantwortlichen die Köpfe, um Ideen zu entwickeln, damit dieser Zustand geändert werden kann.

Die Lösung: Ein neuer Slogan muss her. Um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, soll die Suche nach einem neuen Slogan öffentlichkeitswirksam inszeniert werden. Deshalb veranstaltet die Kieler Uni einen Ideensloganwettbewerb, an dem sich alle beteiligen können, die Lust und gute Ideen haben. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2009. Zu gewinnen gibt es eine Ausfahrt mit Meereswissenschaftlern auf den Uni-Forschungsschiff Alkor inkl. Essen mit dem Kapitän.

Grundsätzlich gefällt mir die Idee, im Rahmen einer Crowdsourcing-Kampagne einen neuen Slogan zu finden, wenn die Idee auch nicht wirklich neu und einzigartig ist. Trotzdem kann man schon im Vorfeld viele Interessierte erreichen und damit Marketing betreiben, bevor ein neuer Slogan gefunden wurde. Trotzdem greift diese Aktion aus meiner Sicht zu kurz. Nur ein neuer Slogan reicht aus meiner Sicht nicht, da braucht es schon ein durchdachtes Marketingkonzept, um die Zielgruppe auf sich aufmerksam zu machen. Also lieber Kieler, bitte legt mehr Mut bei Euren Crowdsourcing-Kampagnen an den Tag.

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USA-Tour (3): XpresSpa bietet Entspannung vor dem Flug und nette Präsente

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Dienst, Idee - Franchise, Idee - Handel — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Natürlich war ich während meines USA-Urlaubes auch auf der Suche nach innovativen Geschäftsideen, über die ich hier berichten kann. Ganz zum Schluss, kurz vor dem Abflug am JFK-Flughafen in New York bin ich dann noch fündig geworden. Es handelt sich um die Wellness-Kette XpresSpa. Hier kann man sich kurz vor dem Abflug eine Massage verabreichen lassen, aber auch etwas für die Schönheit tun (Nagepflege, Kosmetik,…). Da nicht alle Gäste viel Zeit haben, werden die meisten Behandlungen schon für einen Zeitraum ab 10 Minuten angeboten.

Man kann sich im XpresSpa aber nicht nur verwöhnen lassen. Man findet hier auch viele kleine Geschenke für die Lieben zu Hause. Im Shop gibt es ganz viele Produkte, mit denen ich mich oder andere zu Hause verwöhnen kann. So wird z.B. Rosenseife in Form von Rosenblüten angeboten, verpackt in einer Herzchenschachtel. Endlich mal nicht die “üblich verdächtigen” Geschenke aus dem Duty Free Shop, die man hier findet. Und wer auf den “Geschmack” gekommen ist, kann sich im Webshop anschliessend die Lieblingsprodukte nachbestellen.

Sehr gut gefällt mir die Mischung aus Spa und Einzelhandelsgeschäft sowie die gezielten Angebote für die Fluggäste, die meist wenig Zeit haben. Im Rahmen eines Franchisekonzeptes wächst das Angebot rasant. Bisher gibt es knapp 20 Shops vornehmlich in den USA. Seit gut einem Jahr gibt es auch ein XpresSpa in Amsterdam (siehe der Film oben). In den nächsten Monaten sollen weitere knapp 20 Geschäfte folgen. Das Business boomt.

Aus meiner Sicht gibt es noch viele Möglichkeiten für Co-Marketing. Warum schenken die Fluggesellschaften nicht ihren Business- und First Class Kunden eine Massage bei XpresSpa kurz vor dem Abflug. Oder warum bietet XpresSpa diesen Service nicht in den Business Lounges der Fluggesellschaften an? Der Hit wäre natürlich, wenn ein Masseur während des Fluges die Gäste verwöhnen würde. Und warum lässt sich die Deutsche Bahn nicht davon inspirieren und bietet solch ein Angebot an den Bahnhöfen und in den Zügen an?