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January 31, 2010

Update: Tesla Motors plant nicht nur den Börsengang

Filed under: V - Update — Burkhard Schneider @ 6:45 pm

Tesla Motors sorgte seit 2006 für eine Medienhype rund um den Elektor-Sport-Flitzer Tesla Roadster. Der Produktionsstart verlief allerdings mehr als holprig, wie wir hier im Blog berichtet haben. Mittlerweile scheinen sich einige Wogen geglättet zu haben. Der Gründer Elon Musk hat die Zügel als CEO wieder fest im Griff. Am 12. Januar 2010 konnte knapp 2 Jahre nach Start die Produktion des 1.000. Tesla-Roadsters verkündet werden.

Allerdings ist die Eigenkapitaldecke sehr dünn, da die Anlaufverluste deutlich höher als erwartet waren. Die Altinvestoren mussten schon nachstrecken. Jetzt wurde per Pressemitteilung verkündet, dass Tesla den Börsengang plant, um frisches Eigenkapital einzusammeln. Das wäre der erste Börsengang eines amerikanischen Autobauers nach mehr als 50 Jahren. Klingt fast nach dem Revival der New Economy, dass ein Autobauer, der erst 1.000 Autos produziert hat, an die Börse gehen will.

Aber Tesla ist mehr als nur ein Autobauer. Tesla ist in den USA eine Marke mit Kultstatus geworden. Und die Macher schaffen es, Visionen zu verkaufen. Während der Tesla Roadster mit mehr als 100.000 USD noch ein Nischenfahrzeug ist, soll das Tesla Model S mit 50.000 USD Einstiegspreis zzgl. MwSt. dem 5er BMW und anderen Mittelklassemodellen Konkurrenz machen. Mehr als 2.000 Vorbestellungen gibt es schon jetzt.

Und in 2015 soll dann ein Fahrzeug auf den Markt mit einem Einstiegspreis von 30.000 USD kommen. Spätestens dann sollen mehr als 100.000 Tesla Autos pro Jahr vom Band laufen. Trotz der schlechten Erfahrungen der letzten Jahre nehmen die Marketingverantwortlichen den Mund schon wieder sehr voll. Ich bin mir nicht sicher, ob das gelingt, indem nur 100 Mio USD Eigenkapital an der Börse eingesammelt werden, wie jetzt verkündet. Aus meiner Sicht ist weniger mehr.

The heart attack grill hat mit Provokationsmarketing Erfolg

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Gastro, Marketing - USP, Marketing - Viral — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Man muss kein Ernährungswissenschaftler sein, um zu wissen, dass Hamburger und Fritten nicht unbedingt zum Health Food gehören. Große Burgerketten versuchen das zu verschleiern, indem sie Top-Models als Werbefiguren engagieren oder mit der Verwendung hochqualitativer Lebensmittel werben. Andere überlegen, Health Food als Fast Food anzubieten. Dr. Jon hat sich für einen ganz anderen Weg entschieden:

Sein Fast Food Restaurant trägt den Titel “heart attack grill”. Der Burger mit einer Bulette heißt “Single Bypass Burger”. Der Burger mit vier Buletten, der “Quadruple Bypass Burger” heißt, hat schlape 8.000 Kalorien. An keiner Stelle wird verschwiegen, dass dieses Essen nicht gesund ist:

Vor dem Restaurant steht ein Ambulanzwagen, die Bedienung trägt Krankenschwesterkittel und der Chef hat einen Arztkittel an. Vor, während und nach dem Essen werden die Kunden “untersucht”. Als Beweis für den Besuch gibt es hinterher ein Foto mit den “Krankenschwestern”, um allen Freunden und Bekannten zeigen zu können, dass man den Besuch des Restaurants “überlebt” hat.

Dr. Jon provoziert mit seinem Konzept und steht im Gegensatz zu seinen Konkurrenten dazu, dass sein Angebot nicht gesundheitsfördernd ist. Hannes Treichl bringt es auf den Punkt: “Positionierung. Differenzierung. Erlebnis. Hohes Mundpropaganda-Potenzial. – Alles perfekt umgesetzt!”. Mein Fazit: Dr. Jon hat sein Konzept konsequent umgesetzt. Das wird belohnt.

January 30, 2010

Heute schon geträumt? NASA entwickelt Ein-Mann-Fluggerät

Filed under: Idee - Mobil, Innovation, Trends — Burkhard Schneider @ 6:45 pm

Solange der Mensch denken kann, träumt er davon, fliegen zu können. Die NASA entwickelt derzeit das Ein-Mann-Fluggerät Puffin, um diesem Traum so nahe wie möglich zu kommen. Angetrieben wird das Fluggerät von Elektromotoren mit 60 PS, die derzeit eine Reichweite von 80 km ermöglichen sollen. Mit besseren Akku´s in einigen Jahren soll die Reichweite dann auf mehrere hundert km erweitert werden.

Das Fluggerät alleine soll ca. 130 kg wiegen. Hinzu kommen die Lithium-Ionen-Batterien, die derzeit noch einmal 45 kg wiegen. Die Höchstgeschwindigkeit soll 480 km/h betragen. Der Vorteil der Elektromotoren liegt darin, dass sie effektiver als Verbrennungsmotoren sind. Zudem sind viel leiser, weshalb bei einer Flughöhe von 150 m nur eine Geräuschbelästigung von 50 Debizel erzeugt werden soll.

Im obigen Film wird gezeigt, wie der Puffin funktionieren soll. Der Puffin sieht wie eine Kombination aus Flugzeug und Hubschrauber aus. Man startet senkrecht, um dann in der Luft waagerecht zu fliegen. Zwei Propeller sorgen für den nötigen Auftrieb. Am faszinierendsten finde ich allerdings, dass der Puffin nicht mehr als ein besseres Auto kosten soll. Bleibt nun zu hoffen, dass der Traum bald Realität wird.

Mehr Infos im scientific american

Wenn der Porsche in der Küche steht

Filed under: Trends — Burkhard Schneider @ 10:45 am

Anne M. Schüller hat im Rahmen einer Gastautorenserie hier im Blog folgende Feststellung gemacht: “Im Konsumbereich treffen Frauen 80 Prozent aller Kaufentscheidungen, sagt die Female Forces-Studie vom Zukunftsinstitut. Frauen erobern auch mehr und mehr die scheinbar so männerdominierten Bereiche wie Auto, Computer, Heimwerken, und Bankgeschäfte. Immer mehr erkennen den Trend, dass “Kaufkraft weiblich ist”, wie z.B. Maria Erkner, die vor einigen Monaten das erste Seat Autohaus von Frauen für Frauen “Senorita Maria” eröffnet hat.

Umgekehrt gibt es Anbieter von Haushaltsgeräten, die Männer als neue Käufergruppe entdecken. Das beste Beispiel ist Dyson mit seinen Staubsaugern. Dank seines unverwechselbaren Äußeren avancierte der Dyson-Staubsauger zu einem Statussymbol für den umwelt- und hygienebewußten Single-Haushalt. Mehr als 40 % der Kunden sollen Männer sein. Somit hat Dyson nicht nur ein neues Produkt im Hochpreissegment mit einzigartiger Technologie entwickelt, sondern auch eine neue Kundengruppe erobert.

Dyson kämpft im Haushaltsgerätesegment längst nicht mehr alleine. Der Premium-Küchenhersteller Poggenpohl bietet seit 2007 die “Porsche Design Kitchen P`7340″ an. Zielkäufer sind Männer, die die Küche genau wie das Auto als Statussymbol ansehen. Die Porsche-Küche kostet schlappe 120.000 EUR und benötigt 75 qm Platz, um sich voll entfalten zu können. Dieser Platzbedarf entspricht dem Trend der Zukunft, dass die Küche das Wohnzimmer der Zukunft sein wird, wie Poggenpohl-Chef Elmar Duffner in einem mm-online-Interview erläutert:

“Wir erleben wirklich eine Veränderung in den gesellschaftlichen Trends. Wurde die Küche am Anfang des vorigen Jahrhunderts noch als industrieller Arbeitsplatz interpretiert – klein, abgeschieden, auf der schattigen Seite des Hauses – erleben wir heute, dass immer mehr Frauen berufstätig sind und die Küche meiden. Damit hat sich auch das klassische Rollenverständnis aufgelöst, was für das Produkt Küchenmöbel eine Herausforderung bedeutet. Und daher erleben wir jetzt, wie sich die Küche zum Lifestyle-Produkt entwickelt, das nicht mehr nur der Essenszubereitung dient, sondern als Lebens- und Wohnraum funktioniert.”

Diese Aussage zeigt, dass Poggenpohl immer mit der Zeit geht. Das ist nicht selbstverständlich für Unternehmen, die auf eine lange Tradition zurückblicken können. Als erste deutsche Firma stellte Poggenpohl die Einbauküche serienmäßig her. Mittlerweile ist Poggenpohl in mehr als 60 Ländern vertreten. 75 % des Umsatzes werden im Ausland getätigt. Im Jahre 2008 betrug der Umsatz 128 Mio. Euro. 2003 hatte der Umsatz noch bei 76 Mio. Euro gelegen. Neben der Expansion ins Ausland ist das Vertriebskonzept ein wichtiger Erfolgsfaktor. Neben der Zusammenarbeit mit 420 Fachhändlern verkauft Poggenpohl die Küchen in 31 eigenen Verkaufsstudios, davon sieben in Deutschland.

January 29, 2010

Im ersten deutschen Autohaus von Frauen für Frauen sind auch Männer willkommen

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Mobil — Burkhard Schneider @ 6:45 pm

Im Jahr 2007 habe ich hier im Blog über das Autohaus “FamilyCars” aus Münster berichtet, das sich darauf spezialisiert hat, den Zielkunden die richtige “Familienkutsche” aus mehr als 15 Automarken anzubieten. Im Jahr 2008 fiel mir die erste Autowerkstatt von Frauen für Frauen ins Auge. Und seit wenigen Monaten gibt es in Berlin nach eigenen Angaben das erste bundesweite Seat Autohaus von Frauen für Frauen mit dem wohlklingenden Namen “Senorita Maria”.

Auf der schick designten Webseite wird vollmundig verkündet: “Früher haben Männer Autos für Männer gebaut und Männer haben Autos für Frauen gekauft. Wir befinden uns im Wandel – der Bedarf ist heute ein anderer.” Frauen sollen nicht nur um Verkaufsgespräch, sondern auch in der Werkstatt ernst genommen werden. Kleine Annehmlichkeiten sollen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten, die die TAZ passend anmerkt: “Eine modern-gemütliche Einrichtung, Spielmöglichkeiten für Kinder. Auf der Damentoilette Haarspray, Handcreme und Tampons.”

Besonders viel Wert wird auch darauf gelegt, dass sich die ausschliesslich weiblichen Mitarbeiter im Unternehmen pudelwohl fühlen. Folgende Maßnahmen sollen dazu beitragen:

  • Familienorientierter demokratischer Führungsstil der Geschäftsführung durch Einbindung aller Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess
  • flexible Arbeitszeitmodelle mit dem Angebot der Kinderbetreuung insbesondere für alleinerziehende Mütter
  • Aus-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmodelle speziell für weibliche Mitarbeiter
  • Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten für Frauen
  • kostenfreie Unterbringung für weibliche Auszubildende direkt am Ausbildungsort durch das Unternehmen finanzierten Wohngemeinschaften
  • kostenfreie Angebote für Nachhilfeunterricht
  • berufsschulbegleitend Angebot von dualen Studiengängen mit fachlicher Betreuung
  • schrittweise Integration von bisher nicht Berufstätigen in das Berufsleben
  • gleiche Löhne für Frauen

Es ist bezeichnend, dass die Inhaberin des Autohauses, Maria Erkner, erst 23 Jahre alt ist. Ihr Vater hat fünf Autohäuser, so dass sie das Benzin schon mit der Muttermilch aufsaugen konnte. Und der Papa hat natürlich auch beim Start und der Finanzierung geholfen. Das ist nicht der einzige Mann, der im “Frauenautohaus” eine wichtige Rolle spielen soll. Denn auch männliche Kunden sind herzlichst willkommen. Und die sind gar nicht so selten anzutreffen, denn die Neugier treibt sie in die Verkaufsräume.

Ich persönlich bin gespannt, wann die Marketingverantwortlichen von Seat vorbeischauen, um die Erfahrungen der Verkäuferinnen zu nutzen, um zielgruppenspezifische Angebote für Frauen zu entwickeln. Etwas schade finde ich, dass es sich bei “Senorita Maria” um einen Ein-Marken-Autohersteller handelt. Denn wenn man sich schon auf eine Zielgruppe besonders spezialisiert, sollte aus meiner Sicht das Angebot entsprechend vielfältig sein, weil man ansonsten viel Potential verschenkt. Das hat “FamilyCars” aus meiner Sicht besser gelöst.

Gefunden in taz via Querdenk-Magazin von consulteria

Neue Serie: Die Wege zum unternehmerischen Erfolg

Filed under: V - Erfolgsfaktoren — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Wie letzte Woche hier im Blog angekündigt, habe ich gestern vor ca. 200 Studenten der Universität Frankfurt im Rahmen der Vorlesungs- und Vortragsreihe “Existenzgründung” den Vortrag ““Wie Unternehmen erfolgreich geworden sind – Best Practice Beispiele” gehalten. Via Mail, XING etc habe ich mehrere Anfragen erhalten, diesen Vortrag zu veröffentlichen. Das war der Auslöser, erstmals via Slideshare eine Präsentation von mir hier im Blog zu veröffentlichen:

Ich gebe zu, es gibt einen Schönheitsfehler: Die Präsentationsfolien sind sehr interpretationsfähig, da ich vorwiegend nur Bilder verwendet habe. Auf einen der letzten Folien habe ich dann allerdings acht Regeln veröffentlicht, die allgemeingültig sind:

  1. Werde zum Regelbrecher!
  2. Machen Deine Kunden zu Mitmachern!
  3. Gib Deiner Arbeit einen Sinn!
  4. Kombiniere altbewährte Ideen zu neuen Konzepten!
  5. Gründe in Komponenten!
  6. Sorge für einen langen Atem!
  7. Werde unverwechselbar!
  8. Nutze den Rückenwind starker Partner!
Das reicht Euch nicht? Na gut, schon überredet :-) In den nächsten Wochen werde ich hier alle Erfolgsprinzipien aus dem obigen Vortrag ausführlich erläutern und auf zahlreiche Beispiele, die ich hier im Blog vorgestellt habe, verlinken. Und ich werde im Laufe der Zeit weitere Erfolgsprinzipien erläutern, die in obiger Präsentation keine Berücksichtigung gefunden haben. Das könnte die Vorbereitung zu meinem ersten E-Book sein oder auch nicht. Schau´n wir einfach mal, wie die Resonanz auf diese Serie hier im Blog ist.

January 27, 2010

Finance Blog of the Year 2010 gesucht

Filed under: V - Wettbewerb — Burkhard Schneider @ 9:45 am

Seit dem 25. Januar 2010 könnt Ihr an dem “Finance Blog of the Year” – Wettbewerb teilnehmen, der wieder von smava, der führenden P2P-Lending-Plattform in Deutschland ausgerichtet wird. In drei Schritten werden die Sieger gekürt:

  1. Schlag Deinen Lieblings-Finanzblog in der Zeit vom 25.01. bis 15.02.2010 vor. Poste einfach den Namen und die URL deines Favoriten als Kommentar unter diesen Beitrag! Gewählt werden können alle deutsch-sprachigen Finanz-Weblogs, die seit mindestens 3 Monaten existieren und in denen regelmäßig neue Beiträge veröffentlicht werden.
  2. Schritt: Anschließend wird das Jury-Team, zu dem ich auch gehören darf, alle vorgeschlagenen Blogs prüfen und jeweils ein Urteil abgeben. Aus der Bewertung gehen 15 nominierte Blogs hervor, die sich mit dem Logo “Nominated for Finance Blog of the Year 2010″ schmücken dürfen.
  3. In der Zeit vom 22.02. bis 09.03.2010 seid Ihr dann wieder gefragt! Ihr könnt eure Stimmen für Eure drei Lieblingsblogs abgeben. Unterstützt Eure Favoriten! Informiert auch Eure Freunde, Bekannte und Verwandte über die einmalige Chance, am Finance Blog of the Year 2010 teilzunehmen und mitzuentscheiden, wer der Finanzblog des Jahres wird! Möge der Beste gewinnen!

Alle teilnehmenden Blogs können das Logo für Finance Blog of the Year auf ihrer Seite einbinden. Neben Ruhm, Ehre und erhöhte Zugriffszahlen winken auch nette Preise. Der Sieger darf sich z.B. über eine Wochenend-Reise nach Rom für 2 Personen oder 650 € freuen. Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite Finance Blog of the Year 2010.

January 25, 2010

Mit der “Krawattenmethode” neue Produktideen generieren

Filed under: Innovation — Burkhard Schneider @ 6:45 pm


(c) Pixelio / Fotografin: Gabi Schoenemann

Im letzten Artikel haben wir eine Plattform vorgestellt, über die man als Erfinder oder Gründer neue Produkte vertreiben kann. Viele scheitern jedoch schon daran, neue Produktideen zu entwickeln. Der Zephram-Blogger Graham Horton zeigt in einem seiner letzten Blogposts auf, wie man mit der “Krawattenmethode” schnell und kostengünstig neue Produktideen entwickeln kann.

Dafür verwendet er eine Liste mit Namen, die bekannte Produkte bzw. Produktvarianten charakterisieren. Zum Beispiel: Exklusiv, Sorglos, Flexi, Light, Basic, Premium, Professional, Eco, etc. Diese Namen werden wie Krawatten im Laden der Reihe nach “anprobiert”, um zu sehen, welche davon gefallen. Dazu werden sie einfach neben dem Namen des Suchenden bzw. dessen aktuellem Angebot geschrieben. Deshalb habe ich diese Methode “Krawattenmethode” getauft.

Diese Methode ist zwar hemdsärmelig, aber deshalb paßt der Name ja auch perfekt :-) Ich selber nutze für solche Herausforderungen meine Ideenmatrix. Wenn ich eine Anfrage für neue Ideen bekomme, dann schaue ich dort rein und prüfe systematisch, welche Ideen aus Branchen, die sich bewährt haben, für meinen Kunden und dessen Aufgabenstellung passen könnte. So habe ich z.B. eine Matrix für Produkte und Dienstleistungen, genauso wie für das Marketing-Mix, Geschäftsmodelle, Finanzierungsmodelle etc.

Yakaboutit kombiniert Förderung von Gründern mit Shoppingerlebnis

Filed under: Geschäftsidee, Idee - Crowd, Idee - ecommerce — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Jochen Krisch betont immer wieder, dass es noch genug Spielräume für neue innovative E-Commerce-Konzepte gibt. Diesbezüglich bin ich wieder fündig geworden: Yakaboutit präsentiert täglich bzw. wöchentlich (je nach Angebot) zwei Produkte im Wettbewerb. Wer den Verkaufspitch gewinnt, wird am Folgetag bzw. in der Folgewoche als MostYakable-Produkt nochmals präsentiert. Wer den Monats-Pitch gewinnt, also am meisten verkauft, wird den ganzen Folgemonat als “Monthly featurd”-Produkt präsentiert.

Bis jetzt würde ich sagen: Ganz nett. Als Gründerfan bin ich natürlich begeistert, dass auf Yakaboutit nur Produkte vorgestellt werden, die von Gründern oder Erfindern entwickelt wurden. Ausgeschlossen sind Produkte von großen oder etablierten Unternehmen. Denn die haben genug Geld und Marktmacht, um sich auf anderen E-Commerce-Plattformen prominent zu positinieren. Ein Herz für Gründer und Erfinder haben leider viele zu wenige Plattformen.

Genial wäre natürlich, wenn Yakaboutit entweder mit Inkubatoren oder anderen Plattformen wie z.B. “Quirky” oder “joy de vivre” zusammenarbeiten würde, um Gründern und Erfindern zu helfen, die ihre Produktidee noch nicht umgesetzt haben. Denn viele scheitern schon daran, ihre Idee umzusetzen. Häufig fehlt es nur an den richtigen Kontakten zu geeigneten Produzenten.

January 24, 2010

Banken verschlafen immer mehr Marktchancen

Filed under: Finanzen, Innovation, Trends — Burkhard Schneider @ 12:45 pm

Vor etwa 10 Jahren hatte Leonhard Fischer, damaliges Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, prophezeit, dass die Konkurrenz der Banken in Zukunft aus ganz anderen Branchen kommen würde. Aus seiner damaligen Sicht hätten Telekommunikationskonzerne gute Chancen, eine wichitge Rolle in der Zahlungsabwicklung zu spielen, indem z.B. Kunden über kostenpflichtige Telefonnummern Güter bestellen könnten. Dabei handelt es sich zweifelsohne nicht um margenträchtiges Geschäft. Aber Achtung: Wer die Hoheit in der Zahlungsabwicklung hat, hat gute Chancen, weitere Angebote mit hohen Margen zu machen.

Bis jetzt haben die Telekommunikationskonzerne hier noch nicht die Chance genutzt, solche neuen Märkte nachhaltig zu erobern und zu besetzen. Ganz anders sieht das in Ostafrika aus. Im März 2007 hatte der Mobilfunk-Marktführer Safaricom mit dem M-Pesa eine mobile Währung eingeführt. Dadurch konnte der Geldtransfers übers Handy abgewickelt werden. Dieses Angebot wurde schnell ein Renner, weil in Kenia fast jeder ein Handy hat, aber nur jeder 6. ein Bankkonto. Spiegel-Online erläutert das Verfahren:

“Der Kunde lässt sich bei M-Pesa registrieren, bekommt eine Nummer und ein Passwort und verfügt damit – dank einer speziellen Funktion auf der SIM-Karte – über ein Konto. Ist das Konto gefüllt, kann er von zu Hause oder unterwegs aus mit dem Handy Überweisungen vornehmen. Für die Ein- und Auszahlung der Summen sorgen landesweit über 11.000 Agenten mit ihren Shops. Jeder Agent musste umgerechnet knapp 1000 Euro investieren und bekam dafür eine Betreiberlizenz.”

Der Erfolg gibt Safaricom Recht: “Das neue Angebot entwickelte sich rasant. Die Zahl der M-Pesa-Teilnehmer explodierte auf rund 8 Millionen Teilnehmer, umgerechnet über 200 Millionen Euro werden inzwischen monatlich in Kenia via Handy überwiesen. Zum Vergleich: Der Gesamt-Umsatz mit Kreditkarten beträgt in Kenia derzeit rund 300 Millionen Euro pro Monat. Er dürfte bald überflügelt werden. An die drei Milliarden Euro sollen bislang via M-Pesa transferiert worden sein.”

Und Safaricom steigt mittlerweile auch ins internationale Geschäft ein, weil Transaktionen zwischen Großbritannien und Afrika möglich sind. Damit schauen nicht nur Postbanken und Kreditkartenfirmen, sondern auch Platzhirsche Western Union “in die Wäsche”. Und jetzt will auch Nokia mit “Nokia money” mitmischen. Bis jetzt haben viele gepennt, ob internationale Mobilfunkanbieter oder auch Banken. Mal schau´n, ob sie diese Versäumnisse noch korrigieren können oder schon wieder einen Zukunftsmarkt nachhaltig verpennt haben.