Immer mehr Jungunternehmer entdecken das Medium Blog. Jetzt gibt es auch den Taxiblog. Torsten Bentrup aus Paderborn ist der Autor. Ich bin mal gespannt, wie viel er auch zum wirtschaftlichen Background seiner Tätigkeit erzählt. Wir haben ja bereits im Portal schon mehrere Beispiele gezeigt, wie man auch als Taxifahrer mit etwas Kreativität mehr als ein Taschengeld verdienen kann:
Taxmobil – monatliche Flatrate zu 48 EUR
Schlüsselbringdienst per Taxi – innovative Ideen aus Bremen
Taxiboy – Chauffeurservice im eigenen Auto
Moin!
Eine kurze Korrektur: Ich bin kein Taxiunternehmer, sondern “lediglich” angestellt. Dafür allerdings mit Leib und Seele seit 12 Jahren.
Zur Flatrate: Die Fahrzeugkosten können leider nicht durch Werbung gedeckt werden. Sowas ist wirklich nur ein Zubrot, mehr als 150 EUR im Monat sind utopisch. Im Pflichtfahrgebiet ist übrigens eine andere Abrechnung als nach Taxameter gesetzlich verboten… Keine Ahnung, wie das konstruiert wurde: Ein Taxi ist das jedenfalls nicht. Auf die vielen anderen Probleme gehe ich mal nicht näher ein: fehlende Kapazitäten in Hochlastzeiten seien hier nur mal als ein Beispiel genannt.
Beim “Taxiboy” kann ich ehrlich gesagt die Kundenzahlen nicht so recht glauben. In 14 Tagen 1000 Kunden? 71 am Tag? Jeden Tag? Auch unter der Woche? Und das, obwohl diese Dienstleistung wohl zu 80% in den sehr frühen Freitag- und Samstagnachtstunden nachgefragt werden? Als Bank würde ich dem Herrn auch keinen Kredit geben, das klingt alles zu geschönt. Das taxiboy.de heute nicht erreichbar ist, mag Zufall sein…
Übrigens geht sowas auch prima mit dem Taxi, nennt sich dann “Zwei-Fahrer-Fahrt”: Taxi fährt vor, Fahrer bringt Auto nach Hause und lässt sich dann vom Kollegen wieder zu seinem Taxi bringen.
Die Ideen der Bremer sind übrigens prima (ich will ja nicht nur meckern). Da fehlt es leider nur an der Innovationsfreude mancher Unternehmen. Schade um den verschenkten Umsatz.
Comment by Taxiblog-ger — September 6, 2005 @ 1:12 pm
Hallo Taxi-blogger,
danke für deine Korrektur und Anmerkungen.
Ich finde es persönlich immer sehr spannend, wenn Unternehmer in stark regulierten Branchen, wie der Taxi-Branche, mit neuen Ideen Impulse setzen wollen und sich dadurch vom Wettbewerber positiv unterscheiden will.
Das 48 EUR Flatratekonzept hat sicherlich noch einige unrunde Stellen, da es sich auch noch in der Entwicklungsphase befindet. Die mir bekannten und erfolgreichen Taxifahrer konzentrieren sich auch eher auf Kundenbindung, um so regelmäßige Einnahmen zu generieren. Zudem entdecken Sie auch zusätzliche Einnahmequellen, wie z.B. Lebensmittelbringdienst für Senioren, Abholer für die Post-Konsolidierer, etc.
Bin gespannt, welche innovative Ideen bei Dir zu lesen sind
Comment by Administrator — September 25, 2005 @ 12:38 pm
Hallo ob Taxiboy noch existiert würde mich auch mal Interesieren da ich auch mit dem Gedanken spiele soetwas in Düsseldorf zu machen.Wie kann ich das rausbekommen? Gruß aus Düsseldorf Axel
Comment by Axel Traub — February 8, 2007 @ 11:00 am
[...] Fast jede Branche hat schon die sog. Flatrate entdeckt, ob in der Telekommunikationsbranche, bei den Textilreinigungen oder Personenbeförderungen. Jetzt hat Gerhard Schoolman wieder einmal ein Beispiel aus der Gastronomie beschrieben: Flammkuchen-Flatrate. Leider ist Rastatt ein bißchen zu weit von Frankfurt entfernt, ansonsten würde ich als Flammkuchenfan dieses Angebot wohl regelmäßig in Anspruch nehmen. [...]
Pingback by www.best-practice-business.de/blog » Flatrate in der Gastronomie — July 18, 2008 @ 7:37 pm