Robert Basic hat Anfang Januar eine Umfrage gestartet, wieviel Geld man als Blogger durch Werbeeinnahmen verdienen kann. Selber ist er damals mit gutem Beispiel vorangegangen und hat Angaben zu seinem Blog gemacht: Sein Blog ist ca. 1,5 Jahre alt und verzeichnet 200.000 Seitenaufrufe pro Monat. Er verdient monatlich 700 – 800 EUR mit seinem Blog, davon ca. 23 % durch AdSense, 63 % durch Textlinks und 12 % durch Sponsoring.
Jetzt hat er eine ausführliche Auswertung der Umfrageergebnisse veröffentlicht und mit einer Tabelle und Charts unterlegt. Insgesamt haben 47 Blogger daran teilgenommen. Die Blogs waren im Durchschnitt 16 Monate alt und konnten 38.000 Pageimpressions verbuchen.
Es gab mit einem Erotik-Blog einen Ausreißer nach oben, der 9.000 USD pro Monat Sponsoringeinnahmen generiert. Ansonsten verdienen 30 Blogs weniger als 100 USD und 11 Blogs weniger als 500 USD. Die Durchschnittseinnahmen pro Monat liegen bei 407 USD, um den Ausreißer bereinigt bei 213 USD. Wolfgang von Creative Weblogging vergleicht das gleich mit den Einnahmen, die den Autoren dieses Blognetzwerkes angeboten werden (225 USD pro Monat) und bezeichnet das Honorar für die Autoren von creative weblogging gerade zu als fürstlich. Für einen Einstiegsblogger in den ersten Monaten ist dies auch zutreffend, aber nur für den.
Extrem spannend ist das sog. “Effizienz-Ranking” von Robert. Demnach hat er überprüft, wie häufig eine Einnahmequelle (z.B. AdSense) angegeben wurde (83 %) und wieviel Anteil diese am Umsatz hatte 44 %). Insgesamt ergibt das Effizienzranking die nicht ganz überraschende Reihenfolge:
- Sponsoring
- Linkverkauf
- Affiliate-Banner
- AdSense
- Amazon
Wollt Ihr noch mehr lesen. Dann schaut einfach bei Robert vorbei. Sehr spannend sind übrigens auch die vielen Kommentare der Blogger. Durch zahlreiche Kommentare angeregt, verfeinert Robert die Auswertung step by step. Mich würde z.B. interessieren, wieviel Zeit die einzelnen Blogger in ihre Arbeit stecken, um einen vergleichbaren Stundensatz ermitteln zu können.
Aus meiner Sicht noch eine wichtige Anmerkung: Bei dieser Umfrage wurden natürlich nicht die indirekten Einnahmen aus einem Blog berücksichtigt. So hat z.B. die Saftkelterei Walther erstmals in ihrer Geschichte mit dem Webshop höhere Umsätze erzielt als mit dem stationären Verkauf. Einen großen Anteil an den Umsatzsteigerungen hat das Saftblog der Kelterei. Es gibt aber auch zahlreiche andere Beispiele. So erhalten zahlreiche Blogger Aufträge für Ihr Kerngeschäft, weil Kunden durch den Blog auf sie aufmerksam geworden sind. Zudem empfehlen sich Blogger auch überdurchschnittlich häufig untereinander weiter. Somit können sich Blogs auch dann lohnen, wenn die Werbeeinnahmen gering oder gar nicht vorhanden sind.
Zu der Bemerkung über Creative Weblogging: Die Autoren bei diesem Netzwerk haben die Möglichkeit, später vom festen Honorar zu einem Umsatzbeteiligungsmodell zu wechseln. Natürlich sollen dabei beiden Seiten ihren Nutzen haben. Der Vorteil für die Autoren: Neben dem festen Honorar während der “Durststrecke” am Anfang (die nach Roberts Statistiken ja durchaus ein bis zwei Jahre dauern kann), müssen sie sich auch nicht um die Vermarktung ihres Blogs kümmern und können sich ganz auf das Bloggen konzentrieren. Außerdem bekommen sie eine funktionierende Plattform inkl. Support und müssen sich nicht mit der Technik rumschlagen. Wer also wirklich mit seinem Blog ein paar Dollar verdienen will und vor allem am Schreiben Spaß hat, ist m. E. mit dem Modell von Creative Weblogging besser bedient als mit einem Blog komplett im Eigenregie.
Comment by Wolfgang Müller — January 15, 2007 @ 9:23 am
[...] bis dato war immer nur die Sprache aus direkten Werbeeinnahmen, die Blogs via Adsense, Amazon etcpp generieren. Oftmals versucht man dann automatich den ROI abzuleiten. Indem man den Arbeitsaufwand in Stunden miteinbezieht. Kann man machen, wird aber insbesondere bei den sog. “Business-Blogs” schwierig, da diese durchaus nicht nur von Werbeeinnahmen profitieren im erwerbswirtschaftlichen Sinne. Ein weitaus größerer Posten kann nicht nur, sondern ist idR der Posten “indirekte Einnahmen”. Dazu das best practice business Blog: Bei dieser Umfrage wurden natürlich nicht die indirekten Einnahmen aus einem Blog berücksichtigt. So hat z.B. die Saftkelterei Walther erstmals in ihrer Geschichte mit dem Webshop höhere Umsätze erzielt als mit dem stationären Verkauf. Einen großen Anteil an den Umsatzsteigerungen hat das Saftblog der Kelterei. Es gibt aber auch zahlreiche andere Beispiele. So erhalten zahlreiche Blogger Aufträge für Ihr Kerngeschäft, weil Kunden durch den Blog auf sie aufmerksam geworden sind. Zudem empfehlen sich Blogger auch überdurchschnittlich häufig untereinander weiter. Somit können sich Blogs auch dann lohnen, wenn die Werbeeinnahmen gering oder gar nicht vorhanden sind. [...]
Pingback by Basic Thinking Blog » Werbeeinnahmen aus Blogs: direkte und indirekte Einnahmen (7) — January 15, 2007 @ 12:38 pm
[...] Da das Thema gerade so heiß diskutiert wird, will ich auch mal meine zwei Cent in den Top werfen. Die ganze Diskussion um Weblogs und ihre Einnahmen hat den Ursprung in einer Umfrage die Robert Basic kürzlich in’s Leben gerufen hat. Über das Ergebnis berichtet mittlerweile sogar schon Golem – natürlich nebst einigen Blogs. [...]
Pingback by Frank Helmschrott » Blog Archiv » Werbung in Weblogs - so ja nun auch nicht — January 15, 2007 @ 2:58 pm
[...] Roberts Erhebung von Geldquellen von Blogs hat eine ganze Welle von Beiträgen zu dem Thema in der Blogosphäre nach sich gezogen, z.B. bei Best Practice Blog, Rakeman, Blogbote, Henning, alleswasbewegt, Blogging Tom, Creative Weblogging, Werbeblogger, mir selbst und vielen vielen mehr. [...]
Pingback by Hitflip Merchant Blog » Blog Archiv » Beispiel für harte Blogwerbung — January 17, 2007 @ 1:22 pm
Auch nicht schlecht …
Comment by adviser — January 28, 2007 @ 9:23 am
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Comment by Frmojxle — March 25, 2008 @ 7:49 pm