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May 7, 2007

Strategiemeetings: warum einmal pro Jahr eine Auszeit Sinn macht

Als Gastblogger möchte ich mich kurz vorstellen: mein Name ist Uwe Frers, ich beschäftige mich beruflich mit Internetanwendungen im Bereich Tourismus. Meine erste Firma nennt sich Escapio und ist seit zwei Jahren online. Hier vermitteln wir als Nischenanbieter besondere Hotels an anspruchsvoll Reisende. Seit neun Monaten arbeiten wir mit einem neuen Team an einem zweiten Thema, nämlich Tripsbytips.com. Tripsbytips.com ist die Community für den ehrlichen Erfahrungsaustausch zwischen Reisebegeisterten. Durch Mitglieder veröffentlichte Inhalte bieten Inspiration für andere Reisende. Zusätzlich verknüpft Tripsbytips.com durch intelligente Matchingmethoden Reisende mit ähnlichen Interessen. Das Amazon-Prinzip „Wer A gekauft hat, hat auch B gekauft“ übersetzen wir in die Reisewelt. Ende Mai werden wir dieses Portal frei schalten, mehr zur Entwicklung kann man im Tripsbytips Blog nach lesen.

Ich freue mich als Gastblogger hier dabei sein zu dürfen. Meine Beiträge behandeln Erfahrungen beim Aufbau eines Unternehmens, die Euch hoffentlich an der einen oder anderen Stelle inspirieren. Los geht es mit einigen Tipps rund um das Thema „Strategiemeetings“.

„Ich will auf jeden Fall strategisch arbeiten“ – das war die Antwort eines Projektmanagement-Bewerbers auf die Frage, was er in seinem Job gerne machen würde. Strategie – ein häufig gebrauchtes und leider auch missbrauchtes Wort. Unter Strategie verstehen wir die Fähigkeit, auf der Grundlage einer längerfristigen Betrachtungsweise einen Wettbewerbsvorteil zu entwickeln, der auf klaren Unterscheidungsmerkmalen beruht“ (siehe dazu auch Wikipedia). Im Tagesgeschäft beschäftigen wir uns vor allem mit operativen Themen, deren Umsetzungen kurz- bis mittelfristig zum Erfolg des Unternehmens beitragen sollen. Oft kommen wir dabei an Fragestellungen, bei denen wir mehrere Alternativen gegeneinander abwägen müssen. Diese Abwägung ist aus zweierlei Hinsicht schwierig: 1. sie erfolgt immer unter Unsicherheit, weil wir nicht in die Zukunft blicken können und 2. unsere Ressourcen sind begrenzt, wir dürfen uns also nicht verzetteln. In diesen Fällen kann uns eine klar formulierte Strategie bei der Entscheidung helfen. Die Erarbeitung dieser Strategie liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung. Es wäre allerdings arrogant und falsch, die Mitarbeiter bei dieser wichtigen Arbeit außen vor zu lassen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, eine Auszeit mit den entscheidenden Köpfen des Teams zu nehmen, um im Rahmen eines Strategiemeetings über die Strategie nachzudenken.

Wie kann ein Strategieworkshop aussehen? Nicht unbedingt notwendig aber dennoch sehr förderlich ist ein Tapetenwechsel. Mietet Euch z.B. irgendwo auf dem Land ein, gönnt Euch einen gemeinsamen Vorabend dort und startet dann ausgeruht durch. Zu Beginn kann Euch eine SWOT-Analyse helfen, Eure Situation zu analysieren. Das ganze Team ist gefordert, Stärken und Schwächen des Unternehmens sowie Chancen und Risiken gegenüber den Marktteilnehmern zu extrahieren. Wenn Eure Gruppe groß genug ist (ab sechs Personen), ist danach Gruppenarbeit angesagt, ansonsten macht den nächsten Schritt gemeinsam. Teilt euch auf (per Los oder fachlich möglichst bunt gemischt) und erarbeitet auf Basis der Ergebnisse der SWOT-Analyse unabhängig Antworten zum Thema „Was würden wir ändern, wenn wir Chef wären“. Wichtig ist, dass hier keine kleinen operativen Veränderungen gefordert sind, sondern die Teams ganz bewusst auch radikale Veränderungen andiskutieren sollen. Nach einer Kurzpräsentation der Teams werden die Ergebnisse zusammengefasst und nach Kosten-/Nutzen-Relation priorisiert. Verdeutlicht „Priorisierung“ zum Beispiel durch die „10.000 €-Einschränkung“: für alle Maßnahmen stehen imaginäre 10.000€ zur Verfügung, insofern können nur die Ziele umgesetzt werden, die den größtmöglichen Nutzen durch ein Alleinstellungsmerkmal hervorbringen. weiter im zweiten Teil

1 Comment »

  1. [...] Sonntags nach dem Gründerszene-Brunch hatte ich noch Gelegenheit Uwe Frers, den Gründer der Reise-Community tripsbytips zu interviewen. Neben tripsbytips, betreibt Uwe auch noch das bereits profitable Hotel-Portal Escapio.de. Weniger profitabel war dagegen die Gatrixx AG, in der Uwe auf dem Höhepunkt der alten Bubble zum Vorstand berufen wurde und von der heute nur noch die Auffanggesellschaft existiert. Im Interview plaudert er über New-Economy-Erlebnisse und verrät warum sein aktuelles Start-up tripsbytips gegenüber den Konkurrenten keinen Mehrwert bietet… [...]

    Pingback by gründerszene » Interview mit Uwe Frers (Tripsbytips.de) — July 13, 2007 @ 10:19 am

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