Der Neuwaldegger Top-Management Survey, der auf Basis einer jährliche Umfrage unter 300 Top-Managern im D-A-CH-Raum erstellt wird, geht jährlich u.a. der Frage auf den Grund, welche Rolle Innovationen unter strategischen Aspekten in Unternehmen spielen. Folgende Ergebnisse wurden jetzt in einer PM veröffentlicht:
- Für 56 % der österreichischen Manager ist Innovation wichtig, aber nicht oberste Priorität (D, CH: 36 %).
- 80 % der Schweizer Manager sind überzeugt, selbst innovativ bzw. sehr innovativ zu sein. Ihre deutschen Kollegen sehen das zu 66 % so, die Österreicher liegen bei 57 %.
- Mehr als 40 % der Top-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählen ihr eigenes Unternehmen zu den innovativsten ihrer Branche. Auch hier haben die Schweizer mit 48 % die Nase vorn (D: 44%, A: 37 %). Nach Branchen betrachtet, schätzen sich vor allem die Industrie (52 %) sowie die Tourismus- und Freizeitbranche (49 %) selbst als besonders innovativ ein.
- Nur 9 % der befragten Manager geben an, ihre Unternehmen seien risikofreudig und gingen häufig auf strategische Experimente ein. Am ehesten risikobereit geben sich die Deutschen (14 %) sowie Betriebe der Tourismus- und Freitzeitbranche (21 %) und die Informations- und Consultingbranche (18 %).
- Den meisten Unternehmen fehlen Innovationsziele, die das Wachstum unterstützen: Zwei Drittel der Top-Manager haben keine Vorstellung davon, wie viel Geschäft sie in zwei oder fünf Jahren mit neuen Produkten machen wollen.
- Erweiterung Produktlinien (54 %)
- Expansion – ins Ausland – (54 %)
- Neue Marktsegmente (43 %)
- Lösungsgeschäft (31 %)
- Neue Geschäftsfelder (30 %)
- Neugeschäft bei bestehenden Kunden (28 %)
- Neue Absatzkanäle (25 %)
- Neue Preismodalitäten (13 %)
Gefunden bei ots.at und Wiener Zeitung
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Pingback by Brainstorming: Das Forum der Zukunft | MyAlikes Blog — March 20, 2008 @ 2:54 pm
Die Zahlen finde ich ein wenig erschreckend, vor allem den geringen Stellenwert der Innovationen. Gerade das ist der Punkt auf den wir Hochlohnländer in Zukunft setzten sollten.
Comment by Matthias — March 21, 2008 @ 6:38 pm
Die Studie zeigt auf, wo unsere wirklichen Probleme sind. Wir haben in den meisten Unternehmen einfach keine Innovationskultur. Dazu gehört auch der Mut zu Fehlern. Hier sehe ich einen wesentlichen Knackpunkt.
Zudem fassen für mich viele den Begriff “Innovation” viel zu eng. Für viele bedeutet es, neue High-Tech-Produkte zu entwickeln. Wie sieht es aber mit Dienstleistungs- und Serviceinnovationen aus…..?
Comment by Burkhard Schneider — March 22, 2008 @ 5:01 pm
Ich stimme Ihnen zu, dass es tatsächlich an einer Innovationskultur mangelt. Allerdings sind auch die Innovationsprozesse bei weitem noch nicht ausgereift. Im Unternehmen konkurrieren nämlich Produktinnovationen und Prozessinnovationen miteinander. Dabei sind diese beiden Innovationstypen gar nicht miteinander vergleichbar, da sie jeweils zu unterschiedlichen Unternehmenszielen beitragen. Die eine zur Umsatzsteigerung und die andere zur Effizienzsteigerung.
Aus Erfahrung kann ich den letzten Punkt der Studie sogar noch ausdehnen. Es ist zwar eine Seite, dass die Unternehmen nicht wissen, wie viel Umsatz sie mit neuen Produkten machen sollen. Die zweite Seite ist, dass die meisten Unternehmen gar keine klare Vorstellung von einer Innovationsstrategie haben. Sie können Innovationen für neue Geschäftsfelder, neue Geschäftsmodelle und noch vieles mehr generieren. Jedoch ist meist der Fokus sehr eng auf Produkte und noch dazu im bisherigen Kundensegment gesteckt. Allerdings in einem gesättigten Markt ist der Kampf um Marktanteile groß und das Wachstum sehr beschränkt! Daher finde ich die möglichen Wege für Unternehmen “Innovationen zu betreiben” sehr interessant. Ein Punkt fehlt mir persönlich jedoch noch in der Liste: Geschäftsmodellinnovationen.
Comment by Jana Görs — April 15, 2008 @ 5:54 pm