Die April-Ausgabe des Trendbriefings widmet sich auschliesslich einer Zielgruppe, den Sellsumern. Darunter verstehen die Trendforscher private Konsumenten, die sich mit Hilfe ihrer Besitztümer oder kreativen Fähigkeiten etwas dazuverdienen. Das klingt zu theoretisch? Dann will ich mal zahlreiche Beispiele aus dem Newsletter auflisten, wie private Konsumenten mit ihren Besitzständen Geld verdienen können:
- Vermietung von privat genutzten Parkplätzen und Garagen zu Zeiten, zu denen sie vom Besitzer nicht benutzt werden (hohe Nachfrage in Innenstädten zu Geschäftszeiten)
- Vermietung von nicht genutzen Lagerräumen in privaten Häusern
- Vermietung der eigenen Rasenfläche als Campingplatz
- Vermietung von privaten Zimmern oder der Wohnung während des eigenen Urlaubes an Dritte
- Vermietung des Gartens zum Zwecke des Anbaues von Obst und Gemüse, das verkauft wird
- Geld verdienen als privater Chaffeur via Mitfahrzentralen
- Auto und andere private Gegenstände als Werbefläche vermieten
- Einspeisung des Solarstromes in die Stromnetze
- Verkauf von handgefertigten Produkten via Etsy & Co.
- Verkauf von saisonalen Produkten in speziellen Verkaufsbuden oder Geschäften, die auf Stunden- oder Tagesbasis angemietet werden können.
- Bloggen im Auftrag Dritter gegen Bezahlung
- Telefonberatung über eine Servicenummer durchführen
- Eigene Ideen und Designs über Crowdsourcingplattformen verkaufen
Also Achtung liebe erwerbswirtschaftlichen Anbieter, ihr bekommt in Zukunft mehr Konkurrenz, als Euch vielleicht lieb sein kann. Doch jeder Konkurrent ist auch ein potentieller Kooperationspartner. Wenn das mehr Journalisten und Verlage begreifen würden, würden Sie Blogger nicht so sehr als Feindbild aufbauen.
Weitere Artikel zum Thema:
- Verdienen Sie Geld damit, leere Kapazitäten zu nutzen bzw. zu vermitteln
- myfarm: Gemüse aus der Nachbarschaft
- Selbsternteangebot als Cross-Selling-Instrument
- raumobil – Mitfahrzentrale auch für Dinge
- Etsy-Internetshop: Produkterstelltung auf Kundenwunsch
- Kunden entwickeln individuelle Reiseangebote
- tchiboideas – Wenn Kunden zu Produktentwickler werden
- Redesign me: Wenn Crowds nicht nur meckern
- exuve – Wenn Crowds zu Modedesignern werden
- InventionQuest: Staples sucht neue Produktideen via Wettbewerb
- Wie Lauren Luke durch YouTube-Tutorials ihre eigene Kosmetikserie bekam
- Wie Michael Buckley durch YouTube zum Showstar wurde
- Wie Matt sich seine Reiseleidenschaft durch Sponsoren hat finanzieren lassen
- Innocentive – Die Ideenbörse
Hallo Burkhard,
wo kann man denn heute noch gegen Bezahlung Bloggen?
Creative Weblogging hat ja zahlreiche Blogs geschlossen und reduziert, weil ganz einfach keine Werbeeinnahmen mehr kamen, um die Blogger anständig zu bezahlen.
Relevant wäre für die meisten ja eh nur ein Vertrag mit Bezahlung nach Zeichen oder je Posting, denn Konzepte mit Rev-Sharing, also Teilen der Werbeeinnahmen, erachte ich als suboptimal. Da kann man sich gleich selber hinsetzen und einen Blog bauen, da bekommen man 100% Rev.
LG, Jürgen
Comment by Jürgen K. — May 22, 2009 @ 4:07 pm
Hallo Jürgen,
im Trendbriefing wird http://www.metrobloggen.se als Beispiel genannt, die keine deutschsprachige Seite ist. Hier in Deutschland haben sich solche Blognetzwerke auch aus meiner Sicht nicht nachhaltig durchgesetzt.
Allerdings gibt es zahlreiche Blogger, die zumindest ein gutes Zubrot verdienen, meist haben sie sich auf Themen wie Netbooks spezialisert. Zudem gibt es Trigami, wenn man dadurch auch nicht täglich gegen Bezahlung bloggen kann.
Die meisten Blogger, die für jeden Beitrag bezahlt werden, machen das im Auftrag ihrer Kunden. Sie legen für diese Kunden meist Blogs auf und schreiben dann auch mit. Allerdings erfährt man davon nur selten, weil diese Blogger das meist nicht an die große Glocke hängen.
Comment by Burkhard Schneider — May 23, 2009 @ 2:43 am
[...] Sellsumers: Wenn Konsumenten nicht nur Geld ausgeben, sondern auch verdienen [...]
Pingback by Interessante Postings aus meinem Feedreader - 23. May 2009 | (( echoraum )) — May 23, 2009 @ 6:03 am