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Juni 6, 2006

Über was schreibe ich an Tagen mit wenig Neuigkeiten

Abgelegt unter: Blog — Burkhard Schneider @ 11:35 am

Gerade am Wochenende und Feiertagen nimmt die Zahl an Blogbeiträgen und News, die man via RSS-Feader empfängt, deutlich ab. Was macht man dann, wenn einem nix einfällt. Andy Merrett hat sich darüber Gedanken gemacht und den Artikel “Blogging slow news days” veröffentlicht. Ich habe mir die Freiheit genommen, die Vorschläge um eigene Ideen zu ergänzen.

  1. Veröffentliche einen Artikel von der “Halde” Man sollte grundsätzlich nicht sein ganzes “Pulver verschiessen, sondern einige Artikel auf Vorrat schreiben, um gerade in der sauren Gurkenzeit noch etwas im Köcher zu haben. Mein Tipp: Wenn mir eine neue Idee kommt, schreibe ich die Blitzgedanken in einem “Stichwortbeitrag” und und speichere ihn als Entwurf. In der “Trockenzeit” der Nachrichtenlandschaft picke ich dann die Entwürfe wieder heraus und setze sie um.
  2. Veröffentliche Deine Meinung oder die Meinung anderer aus Internetforen & Co. Ein Blog sollte man nicht mit einer Newsseite verwechseln. Besonders die persönliche Meinung des Bloggers und Dritter interessiert deshalb besonders. Wenn es also keine News gibt, über die man schreiben kann, dann sollte man in den Internetforen und Kommentarfeldern der Blogs schauen, um über den “Mainstream” der Leser zu berichten. Eine eigene Meinung fernab des Mainstreams kann ebenfalls sehr erfrischend sein und ist das “Salz in der Suppe”.
  3. Gezielt nach Stichworten (Tags) bei Technorati & Co suchen Der Profi abonniert natürlich regelmäßig via Google Alerts & Co. alle Neuigkeiten zu den vorgegebenen Stichworten. Trotzdem macht es Sinn, regelmäßig in den Blogsuchmaschinen nach neuen Beiträgen Ausschau zu halten, indem man gezielt nach Stichworten sucht.
  4. Nach neuen Recherchequellen suchen Wenn einem das “Newsfutter ” ausgeht, sollte man neue Futterstellen finden. Das funktioniert natürlich am einfachsten, in dem man sich die Blogrolls der bevorzugten Blogs anschaut. Auch Linklisten von bekannten Portalen können gute Fundstellen sein.
  5. Ältere Beiträge anschauen Viele neue Ideen entstehen, wenn man sich ältere Beiträge anschaut. Deshalb sollte man einfach an ruhigen Tagen ins Blogarchiv “steigen” und sich neue Inspirationen holen. Mein Tipp: Wenn man schon ins Archiv schaut, sollte man überlegen, ob man nicht wichtige Beiträge des Archivs “katalogisiert” und auf separaten Seiten veröffentlicht. Ich mache das gerade mit dem “Geschäftsideenarchiv”.
  6. Ausschau nach verwandten Themen halten Nicht immer kann man etwas über sein Kernthema berichten. Dann sollte man sich in verwandten Bereichen umschauen. Querdenken ist auch beim Bloggen erlaubt.
  7. Keine Blogbeiträge schreiben Dieser Tipp ist am einfachsten umzusetzen. Aber Achtung! Viele Leser nutzen noch keine RSS-Feeds und besuchen deshalb regelmäßig direkt die Blogseite. Wenn er mehrmals enttäuscht wurde, weil kein neuer Content eingestellt wurde, kommt er vielleicht nicht so schnell wieder. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Blogs gelauncht werden, kann das fatal sein.

Ich freue mich natürlich an dieser Stelle über Eure Ideen. Wie überbrückt ihr die saure Gurkenzeit?

Gelesen beim Problogger

3 Comments »

  1. Deiner letzter Tipp: Garnicht bloggen, gefällt mir sehr gut :-)) Ich nutze Bloglines und bin manchmal über die Fülle von Artikel geradzu überwältig (und dann klicke ich gleich weiter, weil mir die Zeit für die Fülle von Artikeln fehlt). Öfters frage ich mich: Wie macht denn das der best-practice-business-blogger nur, immer soviel einzustellen: An einem Tag gleich 3-6 neue Artikel.

    Wir bei http://www.ideentower.de bloggen zwischen 3-5 Artikel pro Woche (nur unter der Woche, da die Nutzerzahlen am Wochenende rapide zurückgehen) - wobei wir festgestellt haben, je qualitativ hochwertiger ein Artikel ist, desto mehr Erwähnungen und Verlinkungen erhalten wir.

    D.h. weniger posten, ist definitiv mehr - und zuviel posten kann m.E. kontraproduktiv sein. Es gibt Blogs, die habe ich aus meinem Bloglines-Account gelöscht, weil ich nie und nimmer es schaffe, 20 Artikel am Tag zu lesen.

    gruss
    david

    Kommentar von David — Juni 6, 2006 @ 4:09 pm

  2. Na, da bin ich aber froh, dass ihr mein Blog noch regelmäßig lest :-)

    Ich habe interessanterweise andere Erfahrungen als ihr gemacht. Häufig erhalte ich Kommentare und Trackbacks für Artikel, für die ich es nicht erwartet hätte und umgekehrt. Absolut kontraproduktiv ist es aber tatsächlich, wenn man nur der Quantität wegen Blogbeiträge reinkloppt. Dann leidet die Qualität, das Blog verwässert, man verliert seinen USP und die Leser bleiben weg.

    Was aus meiner Sicht in solchen Diskussionen selten berücksichtigt wird ist die Tatsache, dass ein Blog auch als “Ideenarchiv” des Bloggers fungiert. “Nur was man schreibt, das bleibt.” Somit werden viele Artikel in letzter Zeit von mir immer lebendiger, weil ich auf ältere Beispiele innerhalb dieses Blogs verweisen kann. Das macht alles lebendiger.

    Weiterhin lebt ein Blog auch davon, auf andere interessante Artikel zu verweisen, ohne immer tagelang zu recherchieren (ist meine persönliche Meinung). Blogs leben eben vom Vernetzen.

    Insgesamt bin ich sogar der Meinung, dass wenn ich weniger Artikel schreibe und dafür mehr Zeit in die Vermarktung stecken würde, wären meine Zugriffszahlen noch besser. Insofern ist die hohe Quantität eher kontraproduktiv, aber es macht einfach riesig Spass und entwickelt sich dadurch enorm weiter.

    Kommentar von Burkhard Schneider — Juni 6, 2006 @ 7:44 pm

  3. [...] Das Leben ist Kampf - seit es Leben gibt - Die USA als Hort einer planetarischen Ku… Der o.a. Artikel ist ein guter Denkanstoß, aber intellektuell so verbrämt, daß man die einfache Wahrheit nur schwer erkennen kann: Dieser Planet ist eine Kampfarena. Wer aufgibt oder besiegt wird, verschwindet. Die Europäer wurden besiegt und gaben auf. 1945 wurde nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa besiegt. Einer der europäischen Verräter, der Europas Untergang mitverschuldet hat, war der hochgelobte Sir Winston Churchill. Er hat sein Land in erster Instanz an den US amerikanischen Kapitalismus verraten, angetrieben von seinem pathologischen Haß gegen Deutschland. Hitler und die nationalsozialistische Bewegung waren eine verzweifelte Reaktion auf die Bedrohung durch totalitären Kapitalismus und weltbeherrschenden Sozialismus. Seine Anhänger waren beileibe nicht nur Deutsche. Daß der Nationalsozialismus Unrecht hervorgebracht hat sei unbestritten, spielt jedoch bei dieser Betrachtung keine Rolle, da er besiegt wurde. Danach ging der Kampf im kalten Krieg (Kapitalismus gegen Kommunismus)weiter. Die Europäer sind seitdem nurmehr Randfiguren, mehr Opfer als Täter. Heute verlagert sich der Hauptkampf vom Militär- in den Wirtschaftsbereich, wobei der Kapitalismus scheinbar siegreich ist. Eins ist jedoch klar, weltweit -der Kosovo-Konflikt hat es drastisch gezeigt- hat Europa nichts mehr zu melden. Amerikaner, Chinesen und euroasiatische Russen sind die Global Player. Die Sprache zeigt es deutlich: Deutsch und Französisch werden durch Amerikanismen unnötig verwässert. Wen interessiert da noch europäische Kultur? Nobody likes losers. [...]

    Pingback von Das Leben ist Kampf - seit es Leben gibt - Die USA als Hort einer planetarischen Ku… « Lamy834i’s Weblog — Februar 12, 2008 @ 11:01 pm

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