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Blogratgeber – Wie starte ich ein Blog

  1. Einleitung Spätestens seit der Erfolgsstory der Saftkelterei Walther, die nach Start Ihres Blogs enorme Umsatzsteigerungen verzeichnen und den Anteil ihrer Onlineverkäufe von 5 auf 50 % erhöhen konnte, machen sich immer mehr Unternehmer Gedanken darüber, ein eigenes Business Blog zu starten. Viele Fragen sind zu Beginn offen. Macht es für mich persönlich Sinn, ein Blog zu starten? Worauf muss ich achten? Wie kann ich mit meinem Blog erfolgreich werden? Nachdem ich von vielen Jungbloggern zahlreiche Fragen gestellt bekommen und in Einzelmails beantwortet habe, habe ich mich entschieden, die Infoserie “Blogratgeber” zu starten. Um den Überblick zu behalten, habe ich diese Zusammenfassung erstellt. Das Inhaltsverzeichnis sieht wie folgt aus:
    • Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete
    • Die richtige “Usability” erleichtert das Lesen
    • Content is King
    • Bloggen = Networken
    • Wichtige Linktipps zum Thema
    Diesen Ratgeber habe ich um zahlreiche Links ergänzt, die die entsprechenden Themen näher erläutern.
  2. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete
    • Andere Blogs lesen und abonnieren Bevor man selber ein Blog schreibt, sollte man erst einmal schauen, wie andere das machen. Ihr solltet Euch beim Durchlesen dieser Blogs notieren, was Euch gut gefällt und was auch nicht, um Anregungen für das eigene Blog zu erhalten. Wenn man dann erst einmal zum Sammler geworden ist, kann man schnell den Überblick verlieren. Deshalb bietet es sich an, die Lieblingsblogs als RSS-Feeed zu abonnieren. Dadurch verpasst man kein Blogposting mehr, besucht aber auch nicht umsonst ein Blog, wenn seit dem letzten Besuch kein neuer Beitrag eingestellt wurde.
    • Mit Bloggern über ihre Erfahrungen und potentiellen Lesern über ihre Erwartungen reden Bevor Ihr anfangt, solltet Ihr den Erfahrungsaustausch mit Bloggern suchen. Am besten gelingt das auf Veranstaltungen, auf denen viele Blogger anzutreffen sind, wie z.B. Barcamp, re publica, StartUpWeekend, next, plogbar,… Und ganz wichtig ist es natürlich, mit den potentiellen Lesern über ihre Erwartungen und Wünsche zu sprechen. Die Leser wissen genau, was sie interessiert und wann sie “abschalten”. Zudem gibt es immer mehr Studien und Umfragen über Erfolgsfaktoren für Blogs. Die sind zwar mit etwas Vorsicht zu geniessen (glaube keine Umfrage, die Du nicht selbst gefälscht hast), bringen aber trotzdem wertvolle Impulse und Anregungen.
    • Ziele definieren Wie bei jedem Projekt, sollte man sich zuerst bewusst machen, warum man überhaupt etwas machen und welche Ziele man damit verfolgen will. Bei Business Blogs unterstellt man in der Regel, dass die Autoren sich nicht nur einfach mitteilen wollen, sondern auch wirtschaftliche Ziele damit verfolgen. Am wichtigsten wird es den meisten Business Bloggern sein, neue Kunden zu finden. Das kann direkt erfolgen, weil potentielle Kunden das Blog lesen oder indirekt, weil man durch andere Blogger weiterempfohlen wird. Zudem erscheint man durch die Blogeinträge meist sehr oben in den Goolge Trefferlisten und wird so von Kunden gefunden. Wenn es sehr gut läuft, findet man übers Bloggen auch zukünftige Kooperations- oder Geschäftspartner, mit denen man neue Projekte umsetzen kann.
    • Wann sollte man nicht bloggen Martin Oetting hat diesem Thema einen ausführlichen Beitrag gewidmet, der absolut lesenswert ist. Aus seiner Sicht sollte man nicht bloggen, wenn man nichts zu berichten hat, noch nichts berichten kann (weil das Projekt noch geheim ist) oder weil man nicht schreiben kann bzw. dazu keine Zeit hat. Nach einer Umfrage im Rahmen der Weblog-Podiumsdiskussion während der AUFSCHWUNG-Messe haben die meisten Blogger einen Zeitaufwand von 1 – 2 Stunden pro Tag angegeben, den Sie für Recherche und Schreiben eines Blogs benötigen. Die Zeit sollte man schon haben bzw. sich nehmen, um langfristig auch wirklich die “Früchte der Arbeit” ernten zu können.
    • Wer soll bloggen Die erste Frage lautet, ob man alleine oder im Team bloggt. Für das Teambloggen spricht auf jeden Fall der Zeitaufwand, der dadurch geringer sein kann. Auf der anderen Seite kann man schnell den roten Faden verlieren, wenn zu viele Köche “den Brei verderben”. Ich persönlich lese lieber Blogs mit einem Autor, aber alles ist Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte gewährleistet sein, dass die Blogger spontan schreiben dürfen und nicht jedes Posting vor der Presseabteilung genehmigen lassen müssen. Ansonsten geht es auf jeden Fall schief.
      • Von wem würde ich mir ein Blog wünschen?
    • Auftakt planen Einige Blogger sind erschrocken, wenn Sie feststellen, dass in den ersten Monaten nur wenige Leser vorbeischauen und auch Kommentare nur spärlich oder gar nicht kommen. Deshalb gewinnt der Spruch “Am Start erkennt man schon den Sieger” immer mehr Bedeutung. Die zwei Best Practice Beispiele für einen gelungenen Start sind die Postkartenaktion der marketing-Blogger und der Blog-Karneval von Elke Fleing gewesen.
    • USP finden Bei der großen Zahl von Blogs wird es immer schwieriger, sich aus der grauen Masse hervorzuheben. Deshalb ist es wie im richtigen Business enorm wichtig, eine einmalige Positionierung zu finden. Wie findet man jetzt solch eine Nische? Am besten, man beschäftigt sich beruflich mit einem Thema, das viele interessiert, aber noch nicht ausreichend in der Blogsphäre besprochen wird. Vorsicht: Nur weil man eine Nische als erster besetzt, ist das keine Garantie, von einem anderen Blogger überholt zu werden.
    • Name finden Diesbezüglich ist ja mein Blog kein Vorbild. Aber was soll´s. Content ist King. Trotzdem muss man sich ja das Leben nicht unnötig schwer machen. Wenn man bereits ein Webseite besitzt, bietet es sich in der Regel an, die Domain/blog zu wählen. Wenn man noch keine Webseite besitzt und auch nicht mittelfristig aufbauen will, dann sollte man einen kurzen Namen finden. Einfach mal die 50 wichtigsten Begriffe aufschreiben, mit denen man sich beschäftigt und dann mixen. Danach prüfen, welche Domains noch frei sind und fertig ist der Name.
    • Design Vor kurzem haben die Marketingblogger den Wettbewerb BLOGO 2007 veranstaltet. In diesem Zusammenhang habe ich bereits viel über das richtige Blogdesign geschrieben. Grundsätzlich gibt es heute so viele Designvorlagen, dass man bereits die Qual der Wahl hat. Einfach mal schauen, welche Blogdesigns einem gefallen und dann prüfen, ob es sich um open source Designs handelt, die man übernehmen kann.
    • Blogsoftware Da es sich hier wirklich nicht um mein Lieblingsthema handelt, empfehle ich einfach folgende Linksammlung. Im wesentlichen habt Ihr die Wahl zwischen einem Bloghoster, Blognetzwerk oder eigenen Blogsoftware. Bei der Variante 1 und 2 ist der Einstieg meist sehr leicht, aber Ihr seid von Dritten und deren zukünftigen Politik abhängig. Wenn Ihr das nicht wollt, dann bleibt nur die Wahl einer eigenen Software. Hier bietet sich aus meiner Sicht Wordpress als Open Source Lösung an, weil sich hier viele auskennen und damit helfen können. Wenn man sich viele erfolgreiche Blogger anschaut, dann haben sie sich für früher oder später für eine eigene Software und zwar meist Wordpress entschieden.
  3. Die richtige “Usability” erleichtert das Lesen
    • Navigationsspalte nicht überladen Es gibt ja immer mehr Plugins und Funktionalitäten, die es ermöglichen, die rechte oder linke Navigationszeile mehr als zu überladen. Ein Negativbeispiel aus meiner Sicht findet man beim CIO-Weblog. Das ist aus meiner Sicht einfach schon zu viel des Guten. Ich persönlich finde eine Spalte ausreichend und will auch nicht mehr als drei bis viermal herunterscrollen. Wenn man viele Infos, z.B. eine sehr ausführliche Blogroll, präsentieren will, dann sollte man das aus meiner Sicht im Rahmen einer Unterseite machen.
    • Bilder emotionalisieren Ich bin der Meinung, dass Bilder immer begeistern können und deshalb auch in Blogbeiträge integriert werden sollten. Zwar kann dadurch die Performance (Seitenaufbau) etwas darunter leiden, aber die meisten Besucher haben ja sowieso Breitbandanschluss hier in Deutschland. Gerade wenn ich ein Blog-Feed-Abonnement bin, dann schätze ich Fotos, weil dadurch die Beiträge aus dem Allerlei an Infos herausstechen. Passt aber bitte unbedingt darauf auf, dass Ihr keine fremden Copyrights verletzt, weil das sehr teuer werden kann. Mehr Infos dazu und wie man das lösen kann, gibt es hier.
    • Wir über uns Hier bin ich schon ausführlich darauf eingegangen, in welcher Form und Umfang sich der Blogger vorstellen sollte. Ich persönlich bin immer sehr enttäuscht, wenn ich ein neues Blog ausfindig mache und nichts über die Autoren erfahre. Denn schliesslich handelt es sich bei einem Blog nicht um ein reines Informationsmedium, sondern um ein Networking- und Meinungsmedium.
    • Kategorienansicht Ich finde es immer sehr nützlich, wenn ich rechts oben im Blog ein Sichtfenster mit der Ansicht aller Kategorien habe und einer Zahl in Klammern angibt, wieviele Artikel in dieser Kategorie veröffentlicht wurden. Denn dann kann ich auf einen Blick erkennen, welche Themenschwerpunkte dieser Blog hat und mich gezielt durch einige Kategorien klicken. Hinsichtlich der maximalen Zahl von Kategorien will ich keine Empfehlung aussprechen. Wenn ein Blogger sehr viel schreibt und sehr veilfältig ist, dann dürfen es aus meiner Sicht auch mehr als 20 Kategorien sein. Das muss ich ja jetzt auch behaupten, da ich ja selber schon mehr als 30 Kategorien habe :-)
    • Tags festlegen und anzeigen Neben Kategorien kann man auch in jedem Artikel weitere Schlagworte definieren und anzeigen lassen. Frank Herold vom marketing-blog hat mir z.B. einmal verraten, dass sich die Anzahl der Seitenaufrufe seines Blogs fast verdoppelt haben, seitdem er Tags veröffentlicht. Wenn das keine Motivation ist?
    • Zu verwandten Artikeln verlinken Ich persönlich verlinke seit vielen Monaten am Ende vieler meiner Artikel auf Artikel mit verwandten Themen. Dadurch motiviere ich natürlich meine Leser, länger auf meiner Webseite zu bleiben und weitere Artikel als nur die Artikel auf der Startseite durchzulesen. Für mich selber ist es aber auch sehr nützlich, weil ich dadurch immer wieder aufmerksam werden, welche interessanten Artikel in meinem Archiv schlummern. Ich bin sogar soweit gegangen, dass ich ein separates Archiv angelegt habe zu meinen Schwerpunktkategorien, damit meine Leser bei den mehr als 2.000 Artikeln noch den Überblick behalten.
    • Ansichtsfeld der letzten Kommentare Wenn man als Blogger hier in Deutschland schon nicht reich werden kann, dann wünscht man sich doch zumindest ein reichhaltiges Feedback. sprich Kommentare, zu seinen Artikeln. Die Kommentierfreudigkeit der Leser kann u.a. dadurch angheizt werden, dass man die aktuellesten Kommentare in einem Sichtfenster auf der rechten Seite des Startfensters präsentiert.
    • Kompette Feeds anzeigen lassen Das Thema wird ja schon seit Jahren kontrovers diskutiert, zuletzt bei Jörg Petermann. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass man volle Feeds anzeigen lassen sollte, denn dadurch erscheinen auch Bilder im Feed und über die positive Wirkung habe ich schon weiter oben berichtet. Ein Negativbeispiel ist zum Beispiel der Gizmodo-Blog, der ja geradezu von seinen Fotos (Produktabbildungen) lebt. Da ich diese Fotos aber im “kastrierten” Feed nicht sehe, gehe nich nur selten auf die Seite.
    • Suchfunktion Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre es der, dass die Google-Suchfelder in allen Blogs verschwinden würden. Ich hasse es, nicht chronologisch suchen zu können, wie es sich für eine normale Suchfunktion gehört. Ich kann ja verstehen, dass man damit ein paar Cent verdienen will, aber ist es das Wert? Aber immerhin ist ein Google-Suchfenster immer noch besser als gar kein Suchfenster.
    • Impressum Dass das Impressum nicht fehlen darf, darauf haben ja schon genug Rechtsexperten darauf hingewiesen. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass das Impressum leicht findbar ist und auch wirklich alle Kontaktdaten dort zu finden sind. Denn das erwartet man als Leser und erschwert ansonsten nur die Kontaktaufnahme.
    • Anzahl der Beiträge auf der Startseite Ich persönlich scrolle lieber als dass ich zu viel klicke. Deshalb zeige ich auf meiner Startseite 20 Artikel an. Aber auch 10 Artikel sind aus meiner Sicht in Ordnung. Viel weniger sollten es aber nicht sein, weil man sich ja nich die Finger wundklicken will.
  4. Content is King
    • Zeitloser Content mit USP ist Trumpf Genau wie für die Bewertung einer Immobilie die drei wichtigsten Kriterien Standort, Standort und Standort sind, ist für das Blog der Content immer noch das Wichtigste.Insbesondere zeitloser Content mit Alleinstellungsmerkmal hilft fast immer, den Blog langfristig erfolgreich zu positionieren. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Nischenthemen nicht immer auf eine große Leserschaft stossen. Aber das Ziel vieler Blogger ist ja nicht eine große Lesercommunity, sondern das Kennenlernen weniger Kunden und Netzwerkpartner, die einem allerdings wirklich weiterhelfen können.
    • Der richtige Titel Zahlreiche Leser abonnieren Blog-Feeds und “fliegen” deshalb sehr schnell über Blogbeiträge drüber. Eine knackige Überschrift hilft hier, den Leser an sich zu “fesseln” und zu motivieren, den gesamten Beitrag zu lesen. Um das zu lernen, kann man sich von anderen Bloggern Anregungen holen.
    • In der Kürze liegt die Würze Keine Regel ohne Ausnahme. Gerade sehr oft verlinkte Artikel sind häufig Grundlagenartikel, die länger als gewöhnlich sind. Grundsätzlich mögen die Internetleser in der Regel leichte Kost, die schnell verspeist werden kann. Ich zum Beispiel schätze Blogger, die komplexe Zusammenhänge kurz und knackig zusammenfassen. Solche Blogs lerne ich lieber als Onlinejournale, bei denen man den Eindruck gewinnen kann, dass der Autor nach Zeichen und nicht nach Qualität gezahlt wird.
    • Regelmäßig neuen Content bieten Noch längst nicht alle Leser nutzen RSS-Feeds, um ständig auf den Laufen gehalten zu werden, wenn in einem Blog neue Beiträge veröffentlicht werden. Um allerdings diese RSS-Feed-”Verweigerer” immer wieder auf meine Blogseite zu locken, muss ich in der Regel regelmäßig neuen Content anbieten, weil ich sonst schnell in Vergessenheit gerate.
    • Auf Content-Quellen verlinken Zur Blogikette gehört es, auf die Quellen zu verlinken, die einen für das aktuelle Blogposting inspiriert haben. In der Blogsphere wird man dafür auch häufig belohnt, weil durch die Trackbacks die Leser der Originalquelle auf einen aufmerksam werden können und man somit quasi Trackback-Werbung für sein Blog gemacht hat. Zudem sollte man natürlich nicht einen ganzen Artikel kopieren, sondern nur Ausschnitte verwenden und diese kenntlich machen. Aus meiner Sicht sollte das Zitat nur maximal 1/3 des gesamten zitierten Beitrages ausmachen, weil alles andere dem Contentklau schon sehr nahe kommt.
    • Gebe jedem Posting Deine Note Zitatblogs gibt es schon fast zu jedem Thema mehr als genug. Deshalb sollte man darauf achten, wenn man andere Blogs oder Internetquellen zitiert, dass man seige “eigene Note” einbringt. Insbesondere bieten sich Ergänzungen zu einem Artikel an, die einen Mehrwert darstellen. So entsteht auch sehr schnell ein kleines, freiweilliges Bloggernetzwerk an Gleichgesinnten, die sich in Zukunft gegenseitig die Bälle zuwerfen. Das ist mir schon sehr häufig passiert und macht den Reiz eines Blogs als Networkingtool aus.
    • Schnell sein bei einem aktuellen Thema Es wird schnell langweilig, wenn man ein und dieselbe Nachricht in zehn verschiedenen Blogs fast wortgleich lesen muss. Deshalb sollte man entweder sehr schnell sein, um eine andere Nachricht aufzugreifen oder aber eben einen Mehrwert bieten können. Da es langfristig immer einen gibt, der schneller ist, sollte man sich langfristig auf den Mehrwert konzentrieren.
    • Achte auf Deinen roten Faden Wenn man sich hinsichtlich des Themas für einen bestimmten Schwerpunkt entschieden hat, dann bietet es sich auch an, diesem Thema treu zu bleiben und sich hier als Experte zu positionieren. Für Business Blogs ist das selten ein Problem, da man sich als Unternehmer in der Regel spezialisiert hat und auch im Schwerpunkt über diese Themen berichtet.
    • Weiterführende Links geben Sinnvoller Content können auch weiterführende Links sein. Denn wieso soll man einen Sachverhalt noch einmal erläutern, wenn er auf einer anderen Webseite schon sehr gut beschrieben wurde. Außerdem gehört es zur Offenheit eines Bloggers, nicht nur seine Infoquellen, sondern auch weiterführende Links zu präsentiern. Meistens wird man auch dafür belohnt, weil aufmerksame Kommentatoren weitere Linktipps geben, wenn aus ihrer Sicht noch ein wichtiger Linktipp fehlt.
    • Nicht zu viel Eigenwerbung Business Blogger sind häufig sehr gefährdet, zu viel Eigenwerbung für Ihre Firma zu machen. Das geht fast immer nach hinten los. So überlege ich gerade, das Doc Morris Blog wieder als Feed abzubestellen, weil ich hier einfach keine interessanten Ideen lese, sondern nur noch Ankündigungen, wann und wo die nächste Doc Morris Apotheke aufmacht. Als potentieller Kunde oder Wettbewerber ist das zwar interessant, aber als allgemein Interessierter langweilt mich das zu Tode und stösst sehr negativ auf. Für mich ist deshalb Ralf Däinghaus nur ein inhaltsloser Selbstdarsteller. Ein postives Gegenbeispiel ist Lukas Gadowski, der Gründer von Spreadshirt. In seinem Blog Gründerszene veröffentlich er spannende Einblicke in seinem Unternehmerleben und spannenden Interviews mit anderen Gründern.
  5. Bloggen = Networken Blogs sind Networkingtools. Aus meiner Sicht haben das aber noch zu wenig Blogger erkannt bzw. spielen nicht auf der gesamten “Klaviatur” des Networkens. Für mich gehört aber die richtige Networkingstrategie heute zum unerlässlichen Muß, um sich schnell und gleichzeitig nachhaltig in der Bloggersphäre zu vernetzen. Deshalb beschäftige ich mich heute intensiv mit dem Thema “Blogger-Networking”, was ansonsten in vielen anderen Blogratgebern sehr kurz kommt oder gar nicht erwähnt wird.
    • Nimm mit anderen Bloggern per Telefon Kontakt auf Um ins Gespräch zu kommen, ist das gute alter Telefon immer noch sehr hilfreich. Denn eine E-Mail kann man schnell übersehen und ist eben nicht interaktiv. Ich persönlich habe immer sehr gute Erfahrungen mit Kurztelefonaten mit Bloggern gemacht. Das ist deutlich persönlicher als eine E-Mail oder man baut Distanz ab, weil die Sprache alle Barrieren schmelzen lässt. Man kann sich via Telefon schnell austauschen, ohne viel Zeit (z.B. Reisezeit) investieren zu müssen.
    • Treffe Blogger persönlich Noch besser ist es natürlich, mit Bloggern persönlich Kontakt aufzunehmen. Immer wenn man von Veranstaltungen, wie z.B. der re publica, Erfahrungsberichte liest, dann ist eines immer identisch: Die persönlichen Treffen mit anderen Bloggern waren fast immer das Beste. Und wie erfährt man von diesen Meetings? Einfach nur die am meisten frequentierten Blogs lesen und schwups erhält man die Infos über die nächsten empfehlenswerten Meetings. Und wenn Ihr einen bestimmten Blogger treffen wollt, dann fragt Ihn doch einfach per Mail oder Telefon, wo man ihn als nächstes treffen kann, wenn er nicht sowieso auf seinem Blog seine Terminliste veröffentlicht hat.
    • Gib anderen Bloggern wertvolle Tipps, z.B. über Content, der sie interessieren könnte Ein wichtiger Tipp für Business Blogs ist es, seinem Themenfokus treu zu bleiben und nicht zu viel über andere Dinge außerhalb der Kernfokussierung zu berichten. Aber was tun, wenn man über andere Dinge etwas Interessantes gelesen hat? Einfach die bekannten Blogger, die diesen Themenfokus haben, anmailen und den entsprechenden Linktipp geben. Der Blogger erwähnt dann i.d.R. den “Informanten” und verlinkt auf ihn. Bei mir ist z.B. Monika Meurer solch eine zuverlässige Informantin.
    • Spinne Ideen weiter und vernetze Dich dadurch Nur von anderen Blogs abzuschreiben, bringt in der Regel gar nichts. Sehr wohl kann man aber eine Nachricht auf einem anderen Blog aufgreifen und eigene Ideen und Erfahrungen mit einbringen. Der andere Blogger entdeckt den Artikel durch den Blick auf seine Trackbacks sehr schnell und erwähnt im besten Fall sogar den anderen Artikel in Form eines Nachtrags. Zumindest entdecken aber alle Leser, die auch das Kommentarfeld des Artikels anschauen, den anderen Artikel und können sogar als Stammleser des eigenen Blogs gewonnen werden, wenn alles gut läuft.
    • Vernetze Blogger Kennst Du zwei Blogger, die sich unbedingt kennenlernen sollten. Dann schicke beiden eine E-Mail oder nutze die Verknüpfungsfunktion von XING. Das Motto hier lautet: “Wenn Du zwei Personen etwas Gutes tust, profitierst Du häufig auch davon”. Warum? Weil fast jeder Blogger begriffen hat, dass Networken aus Geben und Nehmen besteht und deshalb gerne auch mal den Ball zurückwirft, wenn der dem ursprünglichen Kontakter etwas Gutes tun kann.
    • Mitglied werden in der Xing-Gruppe “Business-Blogs” Blogger kommunizieren hauptsächlich via Blog. Aber sie kann man auch woanders virtuell treffen. Es gibt z.B. bei XING die Gruppe “Business Weblogs“. In dieser Gruppe sind mittlerweile fast 1.500 Business Blogger im deutschsprachigen Raum versammelt. Deshalb sollte man sich nach Beitritt sofort erst einmal in der Rubrik “Neue Mitglieder” vorstellen. Zudem sollte man schauen, welche Themen einen hier interessieren und selber Beiträge posten. Kommunizieren ist der Schritt für die Selbstvermarktung und Networken.
    • Binde bekannte Gastblogger ein oder blogge woanders als Gastblogger Manchmal funktioniert erfolgreiches Networken auch durch zweimal Nehmen. Wie das geht? Ladet doch einfach mal einen bekannten Blogger bei Euch ein, dass er bei Euch Gastbeiträge verfasst. Manchmal funktioniert das wirklich, aber dann muß man dem Gastblogger schon etwas bieten und damit doch wieder etwas geben. Es kann auch umgekehrt funktionieren, dass man nämlich in einem anderen Blog gastbloggt. Das kann bei Gruppenblogs auch von Dauer sein.
    • Interviewe andere Blogger Was fast immer funktioniert, ist, wenn man andere bekannte Blogger interviewt. Dadurch lernen sich beide meist ganz gut kennen und kennen sich ab dann. Sehr gut funktionieren natürlich Videointerwiews, weil hier auch der persönliche Kontakt hergestellt wird. Ansonsten solltet Ihr natürlich vermeiden, die Starblogger mit allgemeinen Fragen zu langweilen, denn solche Fragen haben sie schon zu häufig beantworten müssen. Prüft vielmehr, ob Ihr einen aktuellen Anlass findet, zu dem ihr den A-Blogger als erster interviewen könnt.
    • Verlinke auf andere Blogs Zur Basisübung gleich am ersten Tag des Bestehen des Blogs gehört es, eine Blogroll anzulegen und damit gleich auf andere Blogs zu verlinken. Sehr häufig sind A-Blogger auf einen durch solch einen Link aufmerksam geworden und haben im besten Fall auf das neue Blog hingewiesen. Auf jeden Fall hat man schon einmal die erste Spur gelegt. Ein Blogger ist fast immer offener für einen, wenn sein Blog in der Blogroll dieses Bloggers erscheint.
    • Kommentiere in anderen Blogs Ein andere Blogger lernt einen auch sehr gut kennen, wenn man in mehreren Postings von ihm Kommentare abgibt. Viele Blogger machen am Anfang einfach den Fehler, nur sich und seinen Blog zu sehen. Umgekehrt funktioniert es aber besser. Geht raus in die Blogsphere und teilt Euch dort mit.
    • Geh auf die Kommentare in Deinem Blog ein Blogs sind keine Einbahnstraße. Denn im Gegensatz zu einer Newsseite können im Blog Kommentare abgegeben werden. Und genau dieser Kommentare sind meist das Salz in der Suppe. Deshalb ist es wichtig, auf Kommentare auch zu reagieren und zu antworten. Eine besondere Form, Kommentar zu würdigen, besteht darin, diesen ein eigenes Posting zu widmen.
  6. Mit Blogs Geld verdienen
  7. Wichtige Linktipps zum Thema