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Start-up nutzt Google Earth für Verkauf von Solaranlagen

Ein Verkäufer von Solaranlagen weiss, dass er viele Kunden durch harte Fakten am besten überzeugen kann. Er rechnet einfach die Energiekostenersparnisse für die nächsten Jahre aus und stellte diese Kosten den Investitionen gegenüber. Und schon stellt der Kunde fest, dass man mit einer Solaranlage nicht nur die Natur, sondern auch den eigenen Geldbeutel entlasten kann. Solche Hard Facts ziehen dann fast immer. Doch der Aufwand für solche Berechnungen ist meist hoch, weil die meisten Verkäufer das Dach des Kunden vor Ort besichtigen und damit viel Zeit investieren, ohne zu wissen, ob sich der Aufwand lohnt.

Das US-Solar-Start-up Sungevity macht sich diesbezüglich das Leben deutlich leichter. Auf deren Webseite geben die potentiellen Kunden ihre Adressdaten ein. Anschliessend prüfen die Vertriebsleute von Sungevity via Google-Earth-Satellitenbilder, welche Solaranlage in welcher Größe auf das Dach das Anfragenden am besten passt. Dabei steht dem Vertriebler eine spezielle Software zur Seite, die von den Satelliten-Aufnahmen ein trigonometrisches Abbild in 3D herstellt. Innerhalb von 24 Stunden erfährt der Kunden, wie viel eine solche Anlage Energie über den Zeitraum von 25 Jahren einsparen würde und wie hoch die Anschaffungskosten dafür wären.

Dieses Vorgehen vereint gleich mehrere Vorteile: Der Zeitaufwand liegt nur ca. bei 15 Minuten im Vergleich zu mehreren Stunden bei einem Vor-Ort-Besuch. Zudem entstehen keine Fahrtkosten für den Ersttermin. Weiterhin entlastet man die Umwelt, weil durch das Entfallen der Besichtigung vor Ort auch keine schädlichen Emissionen entstehen. Und der Kunde erhält sehr schnell ein Feedback, ob sich für ihn die Investition lohnt oder auch nicht. Wenn man bedenkt, dass nur ca. 10 % der Anfragen auch wirklich zu Kaufabschlüssen führen, dann kann durch das oben beschriebene Verfahren das Risiko in der Verkaufsphase deutlich reduziert werden, viel Aufwand für nichts zu betreiben.

Sungevity geht sogar noch einen Schritt weiter. Der potentielle Kunde kann nach Erhalt seiner individuellen Beispielrechnung sogar gleich online den Auftrag für den Kauf Solar-System geben. Die Anlagen werden hierbei vom Kunden angezahlt. Auch gibt es die Option, die Solaranlage komplett im Voraus über das Internet per Kreditkarte zu bezahlen. Ich persönlich glaube nicht, dass sehr viele Kunden gleich online abschliessen, ohne dass sich vorher der Verkäufer vor Ort noch einmal alles angeschaut hat und Fragen persönlich beantwortet. Allerdings könnte man durch entsprechende Ersparnisse, die man dem Kunden weitergibt, den Kaufanreiz für Online-Käufe deutlich erhöhen.

Gefunden im Green Tech Blog via pressetext

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14 Responses to Start-up nutzt Google Earth für Verkauf von Solaranlagen

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  2. Willi sagt:

    Gab es nicht mal vor längerer Zeit einen Pool Reiniger, welcher mit Google Earth neue Kunden gefunden hat?

  3. Hallo Willi,

    in der Linksammlung unterhalb des Artikels findest Du auch den Bericht über den Poolreiniger.

  4. Manuel sagt:

    Das nennt man dann ein modernes Vertriebsmittel? 🙂

  5. […] Start-up nutzt Google Earth für Verkauf von Solaranlagen […]

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