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Im COCO-MAT-Geschäft in New York können Besucher kostenlos ein Mittagsschläfchen halten

Der Matratzenhersteller COCO-MAT ist eine Erfolgsstory made in Griechenland. 1989 entdeckte der Sportlehrer und Verkäufer Pavlos Evmorfidis eine Marktlücke in Athen. Ein Kunde in dem Athener Juweliergeschäft, in dem er als Verkäufer einem Zweitjob nachging, fragte nach einem Geschäft, in dem es hochwertige Matratzen geben würde. Da es nach seiner Kenntnis keines gab, entschied er sich, ein Geschäft für hochpreisige Matratzen mit Naturmaterialien, auf die sich schon die griechischen Philosophen betteten, aufzubauen. Mittlerweile erobert Evmorfidis mit seiner Matratzenfirma nicht nur Europa (neben Hamburg soll in diesem Jahr eine Filiale in Berlin eröffnet werden), sondern auch Asien und seit neuestem die USA.

Im März 2012 wurde in Soho, Manhattan der erste COCO-MAT-Flagship-Store eröffnet. Das 525 m2 umfassende Geschäft ist der erste eigenständige Laden in den USA. Im Erdgeschoss sehen die Kunden, aus welchen Materialien und mit welchen Methoden die Matratzen gefertigt sind. Die zweite Ebene befindet sich unter der ersten und bietet private Nischen, in denen die Kunden in Ruhe die verschiedenen Matratzen testen können. Hier können die Kunden aus New York und darüber hinaus für mehre Stunden ein Mittagsschläfchen halten. Dadurch sollen sie sich von der Qualität der Matratzen überzeugen lassen. Und es soll danach auch keinen Kaufzwang geben. Selbst wenn der Kunde nicht kauft, wird er begeistert über dieses Geschäft berichten. So ist das Kalkül von Evmorfidis. Die Presse greift die Idee natürlich auch schon begeistert auf.

Das ist aber nicht die erste Idee, mit der COCO-MAT für Aufsehen erregte. Seit Beginn haben die Matratzen einen Reißverschluss, damit sich die Kunden von den hochwertigen Materialien überzeugen können. Als Hauptzielkunden in der Markteinführungsphase wurden Hotels angesprochen, die 30 % Nachlass bekamen, wenn sie im Hotelzimmer darauf hinwiesen, wer der Hersteller der Hotelmatratzen ist. Mittlerweile schlafen Gäste in mehr als 1500 Hotels auf Matratzen von COCO-MAT. Damit sind die Hotels wertvolle Vertriebspartner geworden, weil zahlreiche Kunden nach einer angenehmen Nacht gezielt danach fragen, wo man diese hochwertigen Matratzen kaufen könnte. Das sind alles excellente Beispiele, wie man mit wenig Marketingbudget ein Unternehmen mit Weltruf aufbauen kann.

Anlässlich seiner Shoperöffnung in Berlin hat sich der agile, griechische Unternehmer ebenfalls etwas Besonderes einfallen lassen, wie die WiWo berichtet: „Im Sommer will er mit wechselnden Beifahrern und einem Anhänger von Athen nach Berlin radeln. Höchstpersönlich will er Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Matratze aus seiner Produktion liefern: „Damit sie sieht, dass wir Griechen auch produzieren können.“ Der Erfolg kann sich auch in Zahlen messen lassen, wie die Wiwo weiter berichtet: „Mit rund 220 Mitarbeitern erzielte Coco-Mat 2011 einen Umsatz von 63 Millionen Euro. Produziert wird fast ausschließlich im nordgriechischen Xanthi. Eine Fabrik in China stellt Daunendecken und Bettwäsche her, die auch zum Sortiment gehören.“

Nicht nur im Marketing agiert der Grieche mit unorthodoxen Maßnahmen. Wenn man obigem WiWo-Artikel glauben darf, zahlt er seinen Mitarbeitern fünf Prozent mehr Gehalt, wenn sie aufhören zu rauchen. Wer mit dem Fahrrad ins Büro kommt, bekommt angeblich drei Prozent mehr Gehalt. Und auf Banken als Geldgeber verzichtet Pavlos Evmorfidis schon lange. Als ob er geahnt hätte, in welche wirtschaftlichen Turbulenzen seine Heimat und die dort beheimateten Banken in den letzten Jahren geraten sind. Damit ist COCO-MAT ein Erfolgsbeispiel für mittelständische Unternehmen aus Griechenland, die gute Zukunftsaussichten haben, ihr Land gut im Ausland zu präsentieren. Wer mehr solche Erfolgsbeispiele made in Griechenland lesen will, ist richtig bei der Wiwo-Serie „Griechenlands Bosse kämpfen gegen den freien Fall“.

3 Responses to Im COCO-MAT-Geschäft in New York können Besucher kostenlos ein Mittagsschläfchen halten

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