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BMW geht mit dem i3 auch neue Vertriebswege – das Aus für die klassischen Autohäuser?

Einen E-Car-Boom gibt es in Deutschland noch nicht. Aber alle warten bzw. hoffen darauf, egal ob die Politiker, die Kunden, die Autohersteller etc. Die besten Absatzchancen scheinen derzeit die Hersteller im Luxus-Segment zu haben, denn in dieser Preislage schlägt die Batterie (als Investition) nicht mehr so stark zu Buche. Tesla Motors hat es vorgemacht. Und viele können sich vorstellen, dass hier in Deutschland BMW gute Chancen hat, im E-Car-Markt eine wichtige Rolle einzunehmen. Ein Hoffnungsträger der Bayern ist der BMW i3, der am 29. Juli gleichzeitig in New York, London und Peking der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Nachdem das Design schon für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat, wurde heute das nächste Geheimnis gelüftet. Das E-Mobil BMW i3 soll es schon ab 34.950 EUR geben. Das lässt Kunden und Konkurrenz gleichzeitig aufhorchen. Aber noch mehr diskutiert wird derzeit in den Fachkreisen über die Vertriebsstrategie für den BMW i3. Denn die wird vieles in der BMW-Welt auf den Kopf stellen und sorgt schon jetzt bei vielen BMW-Vertragshändlern für viel Nervosität.

Denn BMW will den i3 zu Beginn nur über 45 Vertragshändler und BMW-Niederlassungen (in neu gebauten Show-Rooms) vertreiben. Damit werden viele BMW-Händler links liegengelassen. Das geht einher mit der Idee von BMW, Niederlassungen zu schliessen und Verträge mit BMW-Händlern zu kündigen. Es kommt aber noch schlimmer. BMW will das Elektroauto auch über den Onlinevertriebskanal verkaufen. Dabei seien die Vertriebskosten nur ca. halb so hoch. Ergänzt werden soll das Ganze durch mobile Verkaufsberater, die die Kunden auch im Betrieb oder zu Hause besuchen sollen. Der BMW-Händlerverband versucht derzeit (wohl erfolgreich), dem einen Riegel vorzuschieben.

Der Trend ist aber nicht mehr aufzuhalten. Auch immer mehr Autohäuser werden genauso wie stationäre Einzelhändler um´s Überleben kämpfen. Der Vertriebskanal Internet sowie neue Vertriebskonzepte sind die „Sargnägel“. Auch BMW probiert sog. iStore´s aus, das sind Verkaufsshops in besten Innenstadlagen, um besseren Zugang zu den Kunden zu bekommen. Modernste 3D-Technik etc. soll für ein ganz neues Einkaufserlebnis der Kunden sorgen. Das wird noch spannend.

11 Responses to BMW geht mit dem i3 auch neue Vertriebswege – das Aus für die klassischen Autohäuser?

  1. Ronny sagt:

    Dies wurde, meiner Meinung nach, auch mal Zeit. Wer hat schon Lust sich von einem Autoverkäufer erzählen zu lassen, warum das neue Modell so gut ist.

  2. Hallo Ronny,

    an diesem Beispiel sieht man sehr gut, wie sehr etablierte Unternehmen gegen die Besitzstandsbewahrer kämpfen müssen, um neue Ideen umsetzen zu können. Da haben es junge Unternehmen wie Tesla deutlich leichter, zumindestens in diesem Punkt.

  3. michaelj sagt:

    Auf jeden Fall interessant, wie sich auch die Automobilbranche über Mehrkanalwege verändert. Die Elektromärkte, Buchhändler etc haben genau das vorgemacht und befinden sich inmitten des Wandels.

    Next Gen Kunden

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