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Blogratgeber (2): Vorbereitung

Nachdem ich gestern für die Ungeduldigen eine wahre Linkflut „ausgeschüttet“ habe, will ich ab heute die Blogserie mit Inhalt füllen. Beginnen will ich mit der Rubrik „Vorbereitung“. Während ich in diesem Posting einen allgemeinen Überblick geben will, werde ich in den folgenden Beiträgen (in den nächsten Tagen) auf einzelne Aspekte näher eingehen.

  1. Andere Blogs lesen und abonnieren
    Bevor man selber ein Blog schreibt, sollte man erst einmal schauen, wie andere das machen. Ihr solltet Euch beim Durchlesen dieser Blogs notieren, was Euch gut gefällt und was auch nicht, um Anregungen für das eigene Blog zu erhalten. Morgen werde ich näher darauf eingehen, wie man die richtigen „Anschauungsobjekte“ finden kann. Wenn man dann erst einmal zum Sammler geworden ist, kann man schnell den Überblick verlieren. Deshalb bietet es sich an, die Lieblingsblogs als RSS-Feeed zu abonnieren. Dadurch verpasst man kein Blogposting mehr, besucht aber auch nicht umsonst ein Blog, wenn seit dem letzten Besuch kein neuer Beitrag eingestellt wurde.
  2. Ziele definieren
    Wie bei jedem Projekt, sollte man sich zuerst bewusst machen, warum man überhaupt etwas machen und welche Ziele man damit verfolgen will. Bei Business Blogs unterstellt man in der Regel, dass die Autoren sich nicht nur einfach mitteilen wollen, sondern auch wirtschaftliche Ziele damit verfolgen. Am wichtigsten wird es den meisten Business Bloggern sein, neue Kunden zu finden. Das kann direkt erfolgen, weil potentielle Kunden das Blog lesen oder indirekt, weil man durch andere Blogger weiterempfohlen wird. Zudem erscheint man durch die Blogeinträge meist sehr oben in den Goolge Trefferlisten und wird so von Kunden gefunden. Wenn es sehr gut läuft, findet man übers Bloggen auch zukünftige Kooperations- oder Geschäftspartner, mit denen man neue Projekte umsetzen kann.
  3. Wann sollte man nicht bloggen
    Martin Oetting hat diesem Themen einen ausführlichen Beitrag gewidmet, der absolut lesenswert ist. Aus seiner Sicht sollte man nicht bloggen, wenn man nichts zu berichten hat, noch nichts berichten kann (weil das Projekt noch geheim ist) oder weil man nicht schreiben kann bzw. dazu keine Zeit hat. Nach einer Umfrage im Rahmen der Weblog-Podiumsdiskussion während der AUFSCHWUNG-Messe haben die meisten Blogger einen Zeitaufwand von 1 – 2 Stunden pro Tag angegeben, den Sie für Recherche und Schreiben eines Blogs benötigen. Die Zeit sollte man schon haben bzw. sich nehmen, um langfristig auch wirklich die „Früchte der Arbeit“ ernten zu können.
  4. Wer soll bloggen
    Die erste Frage lautet, ob man alleine oder im Team bloggt. Für das Teambloggen spricht auf jeden Fall der Zeitaufwand, der dadurch geringer sein kann. Auf der anderen Seite kann man schnell den roten Faden verlieren, wenn zu viele Köche „den Brei verderben“. Ich persönlich lese lieber Blogs mit einem Autor, aber alles ist Geschmackssache. Auf jeden Fall sollte gewährleistet sein, dass die Blogger spontan schreiben dürfen und nicht jedes Posting vor der Presseabteilung genehmigen lassen müssen. Ansonsten geht es auf jeden Fall schief.
  5. Auftakt planen
    Einige Blogger sind erschrocken, wenn Sie feststellen, dass in den ersten Monaten nur wenige Leser vorbeischauen und auch Kommentare nur spärlich oder gar nicht kommen. Deshalb gewinnt der Spruch „Am Start erkennt man schon den Sieger“ immer mehr Bedeutung. Die zwei Best Practice Beispiele für einen gelungenen Start sind die Postkartenaktion der marketing-Blogger und der Blog-Karneval von Elke Fleing gewesen.
  6. USP finden
    Bei der großen Zahl von Blogs wird es immer schwieriger, sich aus der grauen Masse hervorzuheben. Deshalb ist es wie im richtigen Business enorm wichtig, eine einmalige Positionierung zu finden. Wie findet man jetzt solch eine Nische? Am besten, man beschäftigt sich beruflich mit einem Thema, das viele interessiert, aber noch nicht ausreichend in der Blogsphäre besprochen wird. Vorsicht: Nur weil man eine Nische als erster besetzt, ist das keine Garantie, von einem anderen Blogger überholt zu werden.
  7. Name finden
    Diesbezüglich ist ja mein Blog kein Vorbild. Aber was sollst. Content ist King. Trotzdem muss man sich ja das Leben nicht unnötig schwer machen. Wenn man bereits ein Webseite besitzt, bietet es sich in der Regel an, die Domain/blog zu wählen. Wenn man noch keine Webseite besitzt und auch nicht mittelfristig aufbauen will, dann sollte man einen kurzen Namen finden. Einfach mal die 50 wichtigsten Begriffe aufschreiben, mit denen man sich beschäftigt und dann mixen. Danach prüfen, welche Domains noch frei sind und fertig ist der Name.
  8. Design
    Vor kurzem haben die Marketingblogger den Wettbewerb BLOGO 2007 veranstaltet. In diesem Zusammenhang habe ich bereits viel über das richtige Blogdesign geschrieben. Grundsätzlich gibt es heute so viele Designvorlagen, dass man bereits die Qual der Wahl hat. Einfach mal schauen, welche Blogdesigns einem gefallen und dann prüfen, ob es sich um open source Designs handelt, die man übernehmen kann.
  9. Blogsoftware
    Da es sich hier wirklich nicht um mein Lieblingsthema handelt, empfehle ich einfach folgende Linksammlung. Im wesentlichen habt Ihr die Wahl zwischen einem Bloghoster, Blognetzwerk oder eigenen Blogsoftware. Bei der Variante 1 und 2 ist der Einstieg meist sehr leicht, aber Ihr seid von Dritten und deren zukünftigen Politik abhängig. Wenn Ihr das nicht wollt, dann bleibt nur die Wahl einer eigenen Software. Hier bietet sich aus meiner Sicht WordPress als Open Source Lösung an, weil sich hier viele auskennen und damit helfen können. Wenn man sich viele erfolgreiche Blogger anschaut, dann haben sie sich für früher oder später für eine eigene Software und zwar meist WordPress entschieden.

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