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10 Gründe, warum ein Blog besser ist als ein Facebookauftritt

Da ich seit heute wieder lesenswerte Blogs vorstelle, will ich auf ein Dauerthema eingehen: Ich werde immer wieder gefragt, ob es sich im Facebook & Twitter-Zeitalter überhaupt noch lohnt, einen eigenen Blog zu betreiben, schliesslich sei das viel aufwendiger als bei erstgenannten Social Media Tools. Darauf antworte ich immer, dass man dies im Einzelfall prüfen muss und letztlich das eine das andere nicht ausschließt, sondern in der Regel gut ergänzt. Jedes Tool hat seinen Vor- und Nachteil. Für mich letztlich ist mein Blog mein Content-Hub und ich würde diesen Hub natürlich nicht dorthin verlegen, wo ich gar nicht mehr Inhaber meines Contents bin, wie das bei Facebook, Twitter und XING der Fall ist. Aber es gibt noch viele weitere Gründe, warum ein Blog gegenüber Facebook punktet.

Patricia Redsick hat eine sehr aussagekräftige Infographik erstellt, in der erläutert wird, in welchen 10 Punkten Blogs Facebook überlegen sind:

Facebook vs Blog 10 Reasons Business Blogging is Better than Facebook [Infographic]

Für alle, die die Auflistung lieber in deutscher Sprachen haben möchten, bitte sehr:

  1. Du hast die komplette Kontrolle über Deinen Blog, weil Du der Inhaber des Content bist
  2. Du erreichst die gesamte Webcommunity (RSS, Mailnewsletter, etc) und nicht nur Deine Freunde und „Facebook-Site-Liker“
  3. Auf einen Link zu einem Blog wird häufiger geklickt als auf einen Link zu Facebook
  4. Im Blog kannst Du Deinen Lesern mehr Mehrwerte (Content) bieten als in Facebook
  5. Der Blog ist Dein Content-Hub und Facebook „nur“ ein Distributionskanal für Deinen Content
  6. Über neuen Content im Blog kann jeder informiert würden, über neuen Content im Facebookprofil nur die verbundenen Personen
  7. Blogartikel sind „langlebiger“, weil sie auch nach Monaten noch wiedergefunden werden können
  8. Mit einem Blog wird auch die Firmenwebseite besser bei Google gefunden
  9. Der Zeiteinsatz für einen Blog zahlt sich meist besser aus als bei Facebook
  10. WordPress-Blogsoftware ist „berechenbarer“ als die ständigen Facebook-Änderungen hinsichtlich der Funktionalitäten

Aus meiner Sicht sind Blogs so wertvoll, weil sie eine Hubfunktion übernehmen. Zudem bin ich nicht auf 140 oder 400 Zeichen begrenzt. Häufig braucht es etwas mehr Platz, um einen Sachverhalt journalistisch aufzubereiten. Umgekehrt finde ich Zeitschriftenartikel meist zu langatmig, vor allem für das Format Internet. Aus meiner Sicht handelt es sich beim Bloggen auch um die Königsdisziplin. Denn einen Sachverhalt umfassend in 3 – 5 Absätzen zu erklären ist schwieriger, als „lange in einem Artikel“ zu „labern“.

6 Responses to 10 Gründe, warum ein Blog besser ist als ein Facebookauftritt

  1. Richtig, sehe ich genau so. Am wichtigsten ist immer noch das man von solchen Medien nicht abhängig wird!

    Was ist wenn Facebook morgen kostenpflichtig wird? Oder Datenschutzrechtlich gravierend in Deutschland auffällt?

  2. Ich schreibe zwar mehr bei Facebook (in der Summe) aber mein Blog ist eindeutig das Medium, wo ich den Kunden erreiche und auch Umsätze schreibe.

    Mit einem Blog bin ich Fahrer des Autos und bestimme die Richtung, die Geschwindigkeit, die Mitfahrer und die Ausstattung – bei Facebook fahre ich Straßenbahn, muss nach einem Platz fragen, muss die Strecke annehmen, werde mit Werbung berieselt und kann mit vielen Menschen sprechen. Ankommen kann ich mit beiden „Fahrzeugen“

  3. Angela sagt:

    Interessant wird es, wenn Facebook-User zum Blog gebracht werden können. Nicht jeder abonniert Feeds, so dass aktuelle Blog-Artikel in FB angeteasert werden können, um User damit wieder für den Blog zu interessieren. Eine Facebook-Seite kann daher einen Blog gut ergänzen. Viele nutzen fast nur noch Facebook, so dass es nicht schaden kann, sie gelegentlich daran zu erinnern, dass es auch Blogs gibt.

  4. olschok sagt:

    Ja und nein. Wie immer macht es die richtige Kombination aus allen Social-Media Kanälen und was der Verfasser erreichen möchte.
    Ich selbst habe gute Erfahrungen mit Blog, Twitter und auch Facebook gemacht.

  5. Mir gefällt an meinem Blog vor allem auch, dass ich die Kontrolle darüber habe, wie Kommentatoren sowohl miteinander als auch mit mir umgehen. Ich bin bei facebook in verschiedenen Gruppen und immer wieder erstaunt, wie schnell es geschieht, dass Menschen dort aneinander geraten weil sie unterschiedliche Sichtweisen haben oder sich missverstehen. Plötzlich hasst sich eine ganze Gruppe quasi aus dem Nichts heraus. In meinem Blog kann ich dafür sorgen, dass der gegenseitige Respekt gewahrt bleibt. Das gefällt mir!

  6. Danke für den Artikel!

    Eine Kombination der Kanäle ist mit Sicherheit nicht nachteilig und bei richtiger Anwendung zu befürworten. Ein Blog kann mit Sicherheit, je nach Zielgruppe und Produkt, einen höheren Mehrwert bringen als facebook isoliert betrachtet und man ist auch nicht derart fremdbestimmt (wie angedeutet).

    Die unter 1. (Kommentar) angesprochenen Probleme des Datenschutzes sind mit Sicherheit auch nicht außer Acht zu lassen. Wobei das Unternehmen „facebook“ sowieso ständig in der Diskussion um den Datenschutz steht, was aber auch an der Bekanntheit und der Leichtsinnigkeit der Nutzer sowie der Unternehmensstrategie liegt. 🙂

    Für Existenzgründer halte ich (bei datenschutzkonformen Verhalten) – gerade im Hinblick auf die vielfach nicht bestehende zeitliche Auslastung der Gründer – eine Kombination der Kanäle für die beste Lösung.

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