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Frohleins Reise der Entschleunigung neigt sich dem Ende

Bianca Schäb ist freiberufliche Grafikerin mit Sitz in Frankfurt am Main. Dieses Jahr hatte sie ein besondere Idee für ein Blogprojekt. Sie hat sich entschieden, mit ihrem 46 Jahre alten Goggomobil auf Sommerreise zu gehen und über ihre Begegnungen unter frohlein.de/blog/ zu berichten. Ihr Ziel ist es, auf eine Entschleunigungsreise zu gehen. Ein besseres Transportmobil als ihr geliebtes Goggomobil konnte sie sich nicht vorstellen, denn mit diesem Fortbewegungsmittel ist Entschleunigung quasi vorpogrammiert.

Der erste Stop ihrer Reise war Dingolfing. Hier wurde vor 46 Jahren ihr Goggomobil gebaut. Von dort ging es fast durch die ganze Republik. Einen schnellen Überblick erhaltet Ihr, wenn Ihr Euch die Routenplanung anschaut. Clevere Idee, seinen Urlaub zu verbringen und gleichzeitig ein zeitliches begenztes Blogprojekt sowie eine kleine Bewerbungsmappe zu „stricken“. Ich habe Bianca zu Beginn Ihrer Tour interviewt. Hier die Antworten:

Sie sammeln auch Spenden via Crowdfunding ein, aber nicht über eine Plattform wie startnext, kickstarter oder Co. Warum?
Bianca Schäb: „Anfangs haben wir versucht über startnext zu sammeln, doch leider haben wir das Funding-Ziel etwas zu hoch gesteckt und den Zeitraum zu kurz. Bei startnext ist es ja so, dass man gar nichts bekommt, wenn das Fundingziel nicht erreicht wird. Daher haben wir ein eigenes Funding auf der Website gestartet, für diejenigen, die uns trotzdem unterstützen möchten.

Wie ist Ihr Routenplan entstanden? Eigene Recherche? Tipps von Freunden?
Bianca Schäb: „Zunächst war es eigene Recherche. Ich hab einfach Entschleunigung, Slow Travel, citta slow, Slow Food bei google eingegeben und die Menschen angeschrieben, die mir interessant erschienen. Als das Projekt dann im Gang war, haben mir sehr viele Leute über verschiedene Kanäle hinweg Tipps gegeben, wen ich unbedingt besuchen solle. Als der Focus und ein paar andere Medien darüber berichteten, haben mich auch viele Interviewpartner von sich aus angeschrieben und mich zu sich eingeladen.“

Welche Ideen haben Sie, das Geld der Reise wieder einzuspielen (neben Sponsoring und Crowdfunding)? Buchprojekt? Filmprojekt? Andere Ideen?
Bianca Schäb: „Grundsätzlich sehe ich meine Reise als Freizeitprojekt und möchte in erster Linie damit kein Geld verdienen. Ich bin selbstständig und habe gespart, damit ich mir es leisten kann, für 2 Monate keinen Lohn zu bekommen. Aber natürlich fallen zusätzliche Kosten für Sprit, Ton- und Kameraequipment, sowie Schnitt und Farbkorrektur an. Wir planen aus dem entstandenen Material neben der Webserie, die immer zeitnah in meinen youtube Kanal gestellt wird, einen Dokumentarfilm zu schneiden und diesen einem Verleih anzubieten, um die entstandenen Kosten zu decken. Ich führe während der Reise Tagebuch und schaue, ob es am Ende genügend spannende Momente gab, für die es sich lohnt sie zu teilen. Also ein Buch zu schreiben.“

Welche drei Beifahrer für einen Tag würden Sie sich wünschen, wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
Bianca Schäb: „Hans Glas, den Erfinder des Goggos, Olli Schulz, Musiker und Dummbabbler, Oma Martha, meine Oma“

Wie sind Sie auf das Projekt Landvergnügen aufmerksam geworden? Diesen Reiseführer nützen Sie auf Ihrer Reise sicherlich intensiv, oder?
Bianca Schäb: „Das Landvergnügen Buch habe ich letztes Jahr zufällig im Bücherladen entdeckt und war direkt angetan von dem Konzept, auf Bauernhöfen und Weingütern zu übernachten. Ich schrieb Ole Schnack, dem Gründer des Verlags, eine Email mit meiner Idee zur geplanten Reise und er rief mich direkt zurück und bot seine Unterstützung und die seines Landvergnügen-Teams an.“

Meine persönliche „Perle“ dieses Projekt ist, dass ich auf das Projekt Landvergnügen aufmerksam geworden bin. Das Buch wird wie folgt beschrieben: „Zu Gast bei Deutschlands produzierenden Kulturgütern. Ein einzigartiges Stellplatzkonzept für Wohnmobilreisende kommt nach Deutschland! Mit dem Kauf des Stellplatzführers Landvergnügen 2014 lernen Besitzer von Reisemobilen nicht nur die schönsten Höfe, Weingüter und Brauereien Deutschlands kennen, sondern sie erhalten zusätzlich eine Vignette, die sie berechtigt bei Ihnen eine Nacht gebührenfrei zu übernachten. Jeder Hof bietet bis zu drei Stellplätze an, viele mit Extraservice wie Stromanschluss und sanitären Anlagen. Ihre Gastgeber: Käseproduzenten, Ziegenhöfe, Schafzüchter, Brauereien, Winzer, Fischzuchtbetriebe, Brennereien, Ölmühlen, Züchter von Schottischen Hochlandund Gallowayrindern oder Straußenfarmen… Exklusiver, naturverbundener und schöner steht man mit seinem Wohnmobil selten.“

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