In V - Erfolgsfaktoren

Teil 4 (EFE): Pro und Contra Franchisesysteme

Auch diesmal übernehme ich am Montag den “Staffelstab‹ der Serie “Erfolgsfaktoren für Gründer‹, die ich anlässlich der Moderation während des 1. Frankfurter Existenzgründungsforums gestartet habe. Diesmal lautet das Thema:

Pro und Contra Franchisesysteme

Franchisegeber werben damit, dass die Erfolgschancen einer Existenzgründung deutlich höher sind, wenn man sich mit einem Franchisesytem selbständig macht als ohne. Dieser grundsätzlichen These hat kein Unternehmer auf dem Podium widersprochen, allerdings um wichtige Informationen ergänzt:

  • Kein First Mover Advantage
    Gute Franchiseangebote haben sich bereits an ausgewählten Standorten bewährt, bevor sie als Franchisekonzept vermarktet werden. Es gibt jedoch viele gute Ideen, bei denen es darauf ankommt, dass man schnell den Markt durchdringt. Wer solch eine Marktlücke als erster entdeckt, sollte keinesfalls so lange warten, bis es als Franchiskonzept angeboten wird.
  • Keine Skalierung der Geschäftsidee
    Ein erfolgreiche Unternehmer hat einmal gesagt: „Ich verdiene lieber an 100 Geschäften 1 % als an einem Geschäft 100 %.“ Dahinter steht die Idee, eine Geschäftsidee durch viele Partner (Franchisenehmer) zu vervielfältigen. Diese Chance hat man natürlich nicht als Franchnisenehmer, weil es hier ja bereits einen gibt, der an der Umsetzung anderer profitiert.
  • Nicht alle Märkte sind groß genug
    Man sollte immer prüfen, ob die Märkte auch groß genug sind, so dass sich eine Franchisekonzept auch für beide Seiten (Franchisegeber und -nehmer) lohnt. Häufig gibt es für bestimmte Geschäftsideen genau aus diesem Grund kein Franchiseangebot. Sehr wohl kann es sich aber für einen einzelnen Unternehmer lohnen, die Idee umzusetzen.
  • Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
    Häufig sind die Planzahlen der Franchisegeber zu optimistisch gerechnet. Deshalb besuchen sie möglichst viele Franchisenehmer vor Ort und fragen sie gezielt nach, wie erfolgreich das Konzept in der Praxis funktioniert. Das sollte man natürlich nicht in plumper Form machen, sondern mit gezielten Fragen, die man eher „zufällig“ fragt. So erhält man meist zwischen den Zeilen sehr wichtige Informationen. Wenn man anschließend die Aussagen verschiedener Franchisenehmer vergleicht, erhält man meist ein komplettes Bild.

4 Responses to Teil 4 (EFE): Pro und Contra Franchisesysteme

  1. Release sagt:

    Nr 2 ist Blödsinn.

  2. Release sagt:

    Weil man auch als Franchise-Nehmer 150 Niederlassungen aufmachen kann…

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