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In V - Erfolgsfaktoren, V - Existenzgründung

Warum Amsterdam für die Gründer von Triprebel ein Geheimtipp für deutsche Startups ist

Über die Idee des StartUp BootCamps habe ich erstmals 2010 hier im Blog berichtet. Über das StartUp Triprebel habe ich erstmals im Oktober 2013 hier im Blog berichtet. Und jetzt sind beide „Welten“ aufeinander getroffen, denn das Gründer-Team von Triprebel nimmt in diesem Jahr am StartUp Bootcamp in Amsterdam teil, um in drei Monaten das zu schaffen, wofür viele StartUps 12 Monate und länger brauchen.

Jetzt haben die Gründer ihre ersten Erfahrungen zusammengefasst und in eine PM gepackt. Hier die Fakten im Schnelldurchlauf: „Unser Abenteuer Bootcamp begann im Oktober 2013, als wir über die Website www.f6s.com die Information zum Startupbootcamp Programm entdeckt haben. Nach nur einer Woche wurden wir zum Startupbootcamp Pitch Day in London eingeladen, darauf folgten zwei Skype-Interviews und ein einstündiges Teaminterview in Amsterdam Ende Januar. Zwei Wochen später hatten wir dann die Einladung zu den Selection Days in der Inbox. Während den drei Auswahltagen treffen die 20 Finalisten auf ungefähr 150 Mentoren, liefern ungelogen knapp 24 Pitches ab und erfahren am Ende, ob sie unter den 10 auserwählten Startup-Teams sind…. Wir hatten Glück und konnten uns gegen über 700 Mitbewerber durchsetzen.“

Sehr spannend finde ich die Anmerkungen am Ende zum Gründerstandort Niederlande: „Ein deutsches Startup in Holland… bringt das was? Nach sechs Wochen ist mir klar, dass Holland perfekt ist, um Startups aus Europa auf den Markt zu bringen. Die Niederlande sind ein kleiner, aber äußerst Internet-affiner Markt in dem Englisch quasi die zweite Amtssprache ist. Die Holländer sind nicht nur experimentierfreudiger als beispielsweise die Deutschen sondern auch sehr kritisch und direkt – eine Menge konstruktives Feedback ist garantiert. Viele amerikanische Startups nutzen die Niederlande als Testmarkt für den Start in Europa nutzen. Wir fragen uns, warum die meisten deutschen Startups diese Chance nicht ergreifen. Immerhin ist man von Hamburg aus schneller in Amsterdam als in München.“

„Der zweite interessante Aspekt sind die Investoren. Hier konzentriert sich ein Großteil des Kapitals des Landes auf Amsterdam während man in Deutschland auf Tournee durch Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt ziehen muss, um auch nur annähernd die wichtigsten potentiellen Investoren zu treffen. Auch denken die Niederländer für mich unternehmerischer und sind eher bereit, ein Risiko auf sich zu nehmen und in ein junges Startup zu investieren. Letztendlich ist es auch eine gute Sache, die einige Komfortzone zu verlassen. Wenn man ernsthaft plant ein internationales Startup aufzubauen, reicht es nicht, mit ein paar Ausländern in Berlin herumzuhängen. Auch ein kurzer Aufenthalt in einem anderen Land erweitert den Horizont – wir sehen unsere go-to-Market-Strategie schon jetzt mit ganz anderen Augen.“

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