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Das erste LowCarb-Café in Nürnberg vermarktet seine Produkte deutschlandweit

Low Carb (Lebensmittel mit geringem Kohlenhydratanteil) ist seit einiger Zeit einer der Toptrends im Bereich Ernährung. Auf diesen „Trend“ ist Jasmin Mengele früh aufgesprungen und hat vor einigen Jahren in Nürnberg das Soulfood Lowcarberia Café in Nürnberg eröffnet. Schnell kam sie auf die Ideen, Kunden in ganz Deutschland anzusprechen und einen Onlineshop zu eröffnen, in dem sie erfolgreich Backmischungen für Brot und Kuchen, Müsli, Marmelade, Mehle, Snacks und vieles mehr verkauft. Alle Produkte enthalten weder Getreide noch herkömmlichen Zucker und haben nur einen niedrigen Kohlenhydratanteil.

Um allerdings Lebensmittel in größeren Stückzahlen zu verkaufen, braucht es die Zusammenarbeit mit dem Offline-Handel. Ende 2014 ging deshalb Jasmin Mengele eine Vertriebskooperation mit dem selbständigen Nürnberger Rewe-Partner Pascal Kneuer ein. Die Sortimentserweiterung um zucker- und glutenfreie handgefertigte Low-Carb-Lebensmittel (made in Nürnberg) zahlt sich für Pascal Kneuer aus. Er unterscheidet sich damit von der Konkurrenz und spricht mit dem Angebot ganz neue zielgruppen an.

In Süddeutschland folgten bereits einige Rewe-Märkte seinem Bespiel. Seit kurzem sind die Lebensmittel aus der Soulfood Lowcarberia in der Rewe-Streckenlistung für Süddeutschland aufgeführt. Jasmin Mengele will es dem Einzelhandel möglichst leichtmachen, ihre Produkt zu listen: Die Märkte erhalten eine Erstbestückungsempfehlung und ein Foto, das zeigt, wie man die Produkte im Regal arrangiert. Ein bis zwei Tage nach Bestelleingang werden die Waren an den Markt versendet. Das ist möglich, weil das StartUp in eigenen Räumen produziert und genug Produktionskapazitäten zur Verfügung stehen.

Jasmin Mengele nutzt aber nicht nur verschiedene Vertriebswege, um sich bekannt zu machen und den Absatz zu steigern. Sie hat auch 2015 ihr erstes Kochbuch „Low Carb für die Seele“ im Stuttgarter Trias Verlag herausgebracht. Mit „Low Carb auf die Schnelle“ kommt Anfang 2017 ihr zweites Kochbuch in den Buchhandel. Damit hat sie nicht nur eine weitere Einnahmequelle erschlossen, sondern macht sich auch einen Namen in der Branche und bei den Journalisten. Das hilft wieder, ihr Kerngeschäft anzukurbeln und bei Vertriebspartnern schneller Gehör zu finden.

Auf der Suche nach weiteren Einnahmequellen wird die findige Unternehmerin immer wieder neu fündig. So bietet sie z.B. Verkostungsveranstaltungen inkl. Low-Carb-Einzelberatungen an. Auch als Cateringspezialist für Low-Carb-Produdkte wird sie immer häufiger gebucht. Vor allem auf Hochzeiten ist sie als Cateringanbieter gern gesehen, schließlich soll das Hochzeitskleid auch auch nach der Hochzeitstorte noch passen 🙂

Ein schönes Beispiel, wie ein Café-Betreiber sein Angebot umsichtig aber konsequent ausgeweitet und skaliert hat und dabei immer mehr Vertriebspartner intelligent einbindet. Es würde mich nicht wundern, wenn als Nächstes ein Franchisekonzept aufgebaut werden würde oder der Onlineshop um viele Drittprodukte erweitert werden würde. Auf jeden Fall hat die Gründerin eine bekannte und wertvolle Marke aufgebaut und tut alles dafür, den Markenwert immer mehr zu steigern. So etwas zahlt sich langfristig fast immer aus.

Foto: © Soulfood LowCarberia / Jasmin Mengele

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