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High-Tech Gründerfonds zieht positive Zwischenbilanz nach 18 Monaten

Der High-Tech Gründerfonds zieht eineinhalb Jahre nach seiner Gründung eine positive Zwischenbilanz. 90 Finanzierungszusagen sind seit der Gründung des Fonds im August 2005 an Start-Up Unternehmen ausgesprochen worden. Im Schnitt lag die Investitionshöhe bei 480.000 Euro je Unternehmen, insgesamt wurden rund 45 Mio. Euro zugesagt. Die meisten Zusagen erteilten die Fondsmanager im Bereich Medizintechnik, Healthcare und Pharmazie (19 %). Stark vertreten im Fonds-Portfolio ist die Biotechnologie-Branche (14,4 %), nahezu gleich oft überzeugten Gründerteams und – konzepte aus den Bereichen Internet- und Web-2.0-Software (13,3 %), embedded, mobile und Systemsoftware (12,2 %) und Kommunikationstechnik (11,1 %).

Insgesamt 730 Anfragen wurden bisher an den Fonds gestellt und bearbeitet. Davon haben nach intensiven Auswahl- und Prüfprozessen durch das Fondsmanagement, 100 Gründerteams sich und ihre Geschäftsidee schließlich vor einem Expertenkomitee vorgestellt, das beim Gründerfonds über ein Investment entscheidet. Dieser Auswahl liegt ein standardisierter, vierstufiger Prozess zugrunde. Der High Tech Gründerfonds ist auch maßgeblich an dem Seed Capital Beteiligungsanstieg in Deutschland beteiligt. Gab es laut BVK im Jahr 2005 nur 20 Seed-Finanzierungen in Deutschland, so ist diese Zahl im Jahr 2006 sprunghaft auf 68 gestiegen. Drei Viertel davon wurden vom High-Tech Gründerfonds getätigt. Zwischen Januar und März 2007 wurden bereits 54 Seed-Investments registriert, darunter allerdings nur noch acht vom High-Tech Gründerfonds. Insgesamt flossen im ersten Quartal in Deutschland 14 Mio. Seed-Euro – laut BVK das beste Ergebnis seit dem Ende der New Economy.

Kurzinfos zum High-Tech Gründerfonds:

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologieunternehmen, die viel versprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung von bis zu 500 TEUR sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „proof of concepts“ oder zur Markteinführung führen. Erwartet wird zudem ein Side-Investment von 20% (in den neuen Bundesländern 10%) des High-Tech Gründerfonds Investments durch die Gründer und einen weiteren, dritten Investor. Durch die Beteiligungsfinanzierung erwirbt der Fonds offene Anteile in Höhe von 15% des Stammkapitals der Portfoliounternehmen. Der High-Tech Gründerfonds ist aus der Initiative „Partner für Innovation“ entstanden und verfügt über ein Fondsvolumen von rd. 272,0 Mio. EUR. Investoren des „publicprivate partnerships“ sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die sechs Industriekonzerne BASF, Deutsche Telekom, Siemens, Robert Bosch, DaimlerChrysler und Carls Zeiss.

Infoquelle: Pressemitteilung High Tech Gründerfonds vom 13.06.2007

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