In Crowdfunding, Finanzen

EXBA Exchange for Business Angels ermöglicht Zugang zu mehr als 600 Investoren

Aufgrund der aktuellen Crowdinvesting-Hype denken viele, dass es erst seit kurzem möglich ist, Beteiligungskapital über Internetplattformen einzusammeln. Das ist aber nicht der Fall. So gibt es z.B. schon seit dem Jahr 2005 die EXBA Exchange for Business Angels. Ursprünglich wurde die ExchangeBA vom Thomas Henrich aus Frankfurt als als erwerbswirtschaftliches Business Angel-Netzwerk gegründet. Mittlerweile handelt es sich um einen sehr effektiven Vermittlungsmarktplatz für Beteiligungen. Der Investorenkreis umfasst neben Business Angels mittlerweile fast das gesamte „Who-is-Who“ der Venture Capital und Private Equity-Gesellschaften, sowie renommierte Family Offices. Mehr als 600 Investoren haben sich auf ExchangeBA registriert. Die Registrierung und Mitgliedschaft ist für Investoren kostenfrei.

Mittlerweile bietet die ExchangeBA damit eine ernsthafte Alternative zur zeit- und kostenintensiven Kapitalsuche in Eigenregie bzw. mit Hilfe eines externen Beraters. Aber kostenlos bietet auch EXBA seinen Vermittlungsservice für Startups und kapitalsuchende Unternehmen nicht an. Die Anmelde- und Teilnahmegebühr kostet einmalig 750 EUR. Bei einer Kapitalvermittlung via EXBA fällt zusätzlich eine erfolgsabhängige Vermittlungsprovision von 3,25 % für die kapitalsuchenden Unternehmen an. Ein externer Berater verlangt meist eine etwas höhere Vermittlungsprovision, aber i.d.R. eine deutlich höhere Fixgebühr. Dafür hat er meistens einen limitierteren Zugang zu potentiellen Investoren, kann aber besser dosieren, wer angesprochen wird und wer nicht. Aber auch auf EXBA muss das StartUp nicht gleich die „Hosen runter lassen“, sondern kann die Infos auch dosiert freigeben.

Der TrackRecord von EXBA kann sich sehen lassen. Seit 2005 konnten über 50 Transaktionen erfolgreich abgeschlossen werden. Das ist zwar nicht weltbewegend, aber Trend stimmt, denn die Zahl der Transaktionen wächst stetig von Jahr zu Jahr. Und wenn man bedenkt, das viele BA-Netzwerke pro Jahr gerade 3 – 5 Investments vermitteln, dass ist die EXBA mehr als eine Alternative. Und die Referenzenliste kann sich auch sehen lassen. So haben Unternehmen wie twago, froodies, meinauto.de, Experto und tropextrakt Geld über EXBA einsammeln können. Insgesamt kauft man sich bei EXBA vor allem Zeit, denn nirgends sonst erreicht man so viele Investoren in so kurzer Zeit in Deutschland. Und wenn man bedenkt, dass viele Kapitalgesuche nach 3 – 6 Monaten „verglühen“, weil Investoren keine Konzepte mögen, die schon mehrfach wie die Sau durchs Dorf gejagt wurde.

Die Quintessenz: Es gibt immer mehr Wege für Unternehmer, ihr Kapitalgesuch an den Investor zu bringen. Und das ist auch gut so, denn Wettbewerb belebt das Geschäft. Umso größer die Wahl, umso größer ist natürlich auch die Qual, den richtigen Weg zu wählen, um Kapital einzusammeln. Das ist aber ein Luxusproblem. Und letztlich besteht eine der wichtigsten Herausforderungen für Unternehmer darin, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Deshalb kann man von ihnen auch erwarten, bei der Kapitalsuche die richtige Entscheidung zu treffen. Und wenn man noch Entscheidungshilfe braucht, dann hilft es, mit den Unternehmen Kontakt aufzunehmen, die ihre Wahl schon getroffen haben.

4 Responses to EXBA Exchange for Business Angels ermöglicht Zugang zu mehr als 600 Investoren

  1. Daniela Lauber sagt:

    Der Werdegang von Thomas Henrich ist in etwa richtig. Was hingegen nicht stimmt, dass die exchangeBA, in der auch ein Dr. Haller arbeitet, angeblich 600 Investoren in ihrem Netzwerk hat. Als ehemalige, kurze Mitarbeiterin hatte ich relativ schnell bemerkt dass oftmals Fondsgesellschaften sich mit Nachdruck darüber beschwerten, dass exchangeBA auf ihrer Webseite mit dem Label der Fondgesellschaft Werbung machen. Abgesehen davon das es mir äusserst unangenehm war mich diesen Angelegenheiten anzunehmen und das Problem zu glätten, war es auch oftmals verärgerte Kunden, die auf der Webseite der exchangeBA ihre Projekte gegen eine Gebühr einstellten und sich beschwerten, dass Investorenadresse irreführend seien- oder diese gar nicht existent sind. Nach einigen Monaten habe ich mich begründet dadurch, kurzfristig von diesem Betrieb distanziert und eine andere Stelle angenommen. Aufgefallen ist mir auch, dass die exchangeBA oftmals günstige Azubis anstellt und sie dann verheizt auf gut Deutsch gesagt.

  2. tom sagt:

    @Lauber….so pauschal ist die „Kritik“ nicht zielführend und nur eine „subjektive“ Meinung oder Erfahrung und die dann schlecht begründet. Welche Investorenadressen sind „vermittelt“ und dann nicht existent? Wie „verheizt“ man Azubis ?

  3. Peter sagt:

    Ein Sehr interssanter bericht ist jetzt nicht gerade mein gebiet aber danke für die infos

  4. […] Summen investieren soll? Es gibt zwar schon Kapitalvermittlungsplattforem in Deutschland wie z.B. exchangeBA, aber die Einstiegskosten und Vermittlungsprovisionen sind relativ “happig” für […]

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