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Fibel-Marketing (11): Ihre Fibel mit Partnern finanzieren

Viele KMU schrecken vor einer Fibel zurück, weil sie zu hohe Kosten scheuen. Doch kein anderes Marketinginstrument bietet so viele Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung. Im besten Fall können Sie damit sogar Geld verdienen, vorausgesetzt, Sie haben die nötigen Kenntnisse sowie die richtigen Ideen. Vielleicht schaffen Sie es sogar, dass sich Ihr Werk in Buchhandlungen verkauft.

Je grösser der Nutzen für die Leser ist, desto einfacher finden Sie Partner, die Ihnen dabei helfen, eine Broschüre oder mehr zu schaffen. Suchen Sie nach Partnerfirmen, mit denen Sie gemeinsam stark sind! Ein Händler für Gartengrills gibt z. B. einen Ratgeber unter dem Titel „Erfolgreiches Grillen“ heraus. Dafür trägt er jede Menge Information über Grillgeräte, Esskultur, Grillarten, Grillfleisch, Grillrezepte, Grilltipps, Partyspiele usw. zusammen. Dieser Report wird in seinem Geschäft ausgelegt und im Internet zum Download angeboten. Für so ein Projekt lassen sich zahlende Partner finden, z. B. Hersteller von Grillsaucen, Anbieter von Wohnwagen und Gartenmöbeln, eine regionale Brauerei, ein Feinkostladen etc. Sie können Partnern auch eine gewisse Anzahl von Seiten für ein Thema zur Verfügung stellen, wenn sie sich an den Kosten beteiligen.

Eine Fibel verursacht für das Zusammentragen der Information mehr Aufwand als ein herkömmlicher Flyer. Dafür ist der Nutzen sowohl für den Kunden als auch für den Unternehmer wesentlich höher. Dieser Ratgeber wird gelesen und aufgehoben. Dadurch bleibt der Name des Händlers stets in Erinnerung. Kann gut sein, dass er von einem Journalisten kontaktiert wird, um im nächsten Sommer als Grillexperte Auskunft zu geben.

Hier einige weiter Anregungen, wie Sie Partner finden:

  1. Auf derselben Ebene
    Eine Bäckerei könnte ein „Buch vom Zürcher Brot“ herausgeben. Sie lädt andere Bäckereien in anderen Gemeinden ein, je eine Hausspezialität zu präsentieren. Die Bäckereien teilen sich in die Kosten und verteilen die Broschüre gemeinsam. Der Schwerpunkt liegt auf der Region. Es gibt Historisches zu Mehl und Brot. Motto: Gemeinsam sind wir stark! Es kann z. B. darum gehen sich gegen die Grossverteiler abzugrenzen. Wegen des regionalen Bezugs könnte die Broschüre auch Adressen von Mühlen und Museen zum Thema enthalten oder Wanderbeschreibungen zu solchen Ausflugszielen.

  2. Aus dem näheren Umfeld
    Die Bäckerei schliesst sich mit Zulieferern zusammen: Mühlen, Backhilfsstoffe, Zusatzstoffe wie Kerne, Konditorei etc. In diesem Buch gibt es Hintergrundwissen zur Qualität von Mehlen und Lagerung von Brot. Es zeigt die Arbeitsschritte von wertvollem Brot und macht verständlich, warum das Brot vom Bäcker teurer ist als dasjenige vom Grossverteiler. Es könnte auch eine Art Schulbuch für Kinder entstehen, um das Grundnahrungsmittel Brot mehr zu schätzen.

  3. Aus dem weiteren Umfeld
    Hier gibt es zahllose Möglichkeiten:

    • Ergänzend: Metzgerei, Käserei, Ölproduzent Weinproduzent, etc. Es geht um den Genuss.
    • Ernährungsberatung: Entkräften des Glaubenssatzes „Brot macht dick“
    • Kochbuchautorin: Rezeptvorschläge zu Brot, altbackenem Brot etc.
    • Autowerkstätte: Hintergrundwissen zum Ausliefern der Brote
    • Hotels, Gaststätten: Hier gibt es das feine Brot…, Brot gehört zu jedem gepflegten Essen
    • Produzenten: Landwirte
    • Sportveranstaltungen: Brot gehört zur Wurst
  4. Sponsorengelder
    Bei Themen mit starkem regionalem Bezug erhalten Sie leicht Fördergelder. Gemeinden, Kantone, Bundesländer oder der Bund unterstützen Projekte mit lokal- oder sozialhistorischem Charakter. Stellen Sie Ihre Leistungen für die Region in den Vordergrund oder arbeiten Sie mit Quellen aus Ihrem Firmenarchiv.
    Es gibt eine Menge von Stiftungen, Fonds oder Grossfirmen, die Sponsorengelder verteilen. Halten Sie Ausschau nach solchen Möglichkeiten, um Ihr Projekt zu verwirklichen.

Mehr Infos zur Autorin:
Dr. Eva-Maria Müller ist Autorin und Referentin zu Inhalten rund um das Werbemittel Fibel. Für eine Fibel in Form eines Reiseführers erhielt sie 2007 einen Innovationspreis. Besonders intensiv hat sie sich mit dem Werkzeug „Fragen“ beschäftigt, weil geeignete Fragen Ihnen helfen, Ihre Ziele zu erreichen. Zu diesem Thema erschien 2009 im Oesch-Verlag das Buch: Frag dich doch selbst! Es ist ein Werkzeug für Selbstcoaching und Persönlichkeitsentwicklung. In einem Online Seminar zum Thema Fibel-Marketing lernen Sie, dieses Werbemittel selbst herzustellen. Einen kostenlosen Schnupperlehrgang können Sie unter www.fibel-marketing.info herunterladen.

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