In Geschäftsidee

Parfümerie Albrecht aus Frankfurt kreiert eigene Düfte

Nicht nur Chemikalien und Arzneimittel sondern auch Gewürze, ausländische Kräuter, Wurzeln, Balsame,Öle, Steine, wohlriechende „Wässer“, Pomade, französische Parfümeriewaren und Lebertran gehörten zum Sortiment der Semlerschen „Droguen- und Materialwarenhandlung“ im Jahre 1732. Dort hatte alles angefangen, als der junge Pastorensohn Philipp Gallus Mettenheimer 1730 nach Frankfurt kam und das Geschäft übernahm. Erste Erfolge konnte mit einem Fleckenwasser erzielt werden. Nach dem Tod Philipp Gallus Mettenheimers führten seine Söhne und Enkel das Geschäft weiter. Berühmtester Kunde war Goethe. Für seine Experimente und Farbversuche kaufte der junge Wolfgang von Goethe in der Drogerie am Alten Markt ein.

In den Wirren des 2.Weltkrieges wurde das Haus „Zum Wirtsgarten“ zerstört. Nur ein paar Ecken weiter in der Kirchnerstrasse, am Kaiserplatz, fand man eine neue Bleibe für die Drogerie. Anfang der 50er Jahre begann man sich auf Kosmetik zu konzentrieren, was mit der Übernahme durch Anita und Frank Albrecht im Jahr 1973 weiter fortgesetzt wurde. 1978 verlegten sie das Unternehmen in die Räumlichkeiten der Drogerie Karl Buber auf der Frankfurter Fressgass‘. Im Jahr 1985 übernahm das Ehepaar Albrecht zusätzlich die „Parfümerie der Dame“ auf der noblen Goethestrasse und führte somit die Tradition des in den 20er Jahren entstandenen exklusiven Kosmetikinstitutes und der angegliederten Parfümerie fort. Nebem dem Kosmetikinstitut und dem Verkauf edler Accessoires ist die Parfümerie Albrecht für eigene Parfürmkreationen bekannt:

Goethes Rosenwasser

Zu Goethes Ehren, dem berühmtesten Kunden Mettenheimers, kreierte Parfumeur Albert Thomas ein Odeur anlässlich der 250-Jahr-Feier 1999. Dieses Eau de Parfum ist den Essenzen Goethes Zeit nachempfunden. In seiner zarten, leisen Note erinnert es an den Duft einer Rose, auf deren Blüte der Tau eines frühen Sommermorgens liegt.

Ville de Francfort 1732

Die Duftlinie Ville de Francfort 1732 – bestehend aus einem Damen- und einem Herrenduft – ist eine Hommage an die Zeit der Gründung der Parfümerie Albrecht. Auf Anregung von Anita und Frank Albrecht wurde Ville de Francfort 1732 im Jahr 2001 von Martine Micaleff in Paris kreiiert und hergestellt. 1732 ist das Gründungsjahr der Parfümerie Albrecht in Frankfurt am Main. Es handelt sich um eine ausgefallene Komposition aus türkischer Rose, florentinischer Iris, Jasmin aus Grasse, Vetiver aus Java und Patchouly.

Zero 69

Die Verpackung in Schwarz-Weiß mit dem Logo 069 steht für Gegensätze, die sich gerade in Frankfurt in aufregender Weise miteinander verbinden. Namensgeber ist die Telefonvorwahl 069 der Stadt Frankfurt.

Wissen sie eigentlich auch, wer ihr berühmtester Kunde war, was zum Gründungszeitpunkt ihres Unternehmens vorherrschte und wofür ihre Stadt „steht“. Vielleicht lassen auch sie sich dadurch anregen, ein einzigartiges Produkt mit direktem Bezug zu ihrem Unternehmen zu erstellen.

16 Responses to Parfümerie Albrecht aus Frankfurt kreiert eigene Düfte

  1. Tina Peer sagt:

    Hallo ich habe heute vom Eau de Hessen Inspire gehört
    Ich bin sozusagen Exilhessin in Bayern
    Können Sie mir sagen was das gute Tröpfechen kostet und wo man es bestellen kann?

  2. Hallo Tina,

    das Hessen-Parfum „Inspire“ wurde nicht nur von der Parfümerie Albrecht kreiert (siehe oben), sondern ist auch dort erhältlich. Du warst also mit deinem Eintrag hier ganz nah dran. Der Preis von 49 EUR für ein 30 ml Flacon ist sehr stolz. Als offizieller Besucher des Landes Hessen (bitte nicht fragen, wie man das wird), erhält man das Parfum geschenkt.

    Gruss aus dem sonnigen Frankfurt

    Burkhard

  3. Marlis Knapp sagt:

    Ich habe gerade einen sehr interessanten Bericht auf Phönix gesehen. Der Titel lautete „Der Geruch des Todes“. Es wurde auch ein Beitrag über den Parfumeur Albert Thomas ausgestrahlt. Wichtig ist mir nur, dass den Lesern dieses Blogs bewusst ist, dass in sehr vielen Parfums, der Inhaltsstoff Moschus enthalten ist. Das Problem hierbei besteht darin, dass der Moschushirsch vom aussterben bedroht ist. Die Fragen die sich jetzt stellt ist, will ich mich wirklich mit dem Geruch des Todes einsprühen? Marlis Knapp

  4. […] Viele traditionelle Fachhandelsgeschäfte werden sterben Vor dem Internetzeitalter hatten viele Fachhändler ein regionales “Monopol”. Wenn man sich neue Möbel kaufen wollte, hat man i.d.R. das erste “Möbelhaus am Platz” besucht und sich dort eingedeckt. Durch das Internet ist die Welt sehr transparent geworden und man kann überregional einen Preisvergleich durchführen. Jetzt kauft man nur vor Ort, wenn andere Leistungen, wie z.B. gute Beratung, den Mehrpreis des Händlers vor Ort rechtfertigen. Es gibt zwar immer noch Menschen, die ohnen vorherige Recherche beim Einzelhändler vor der Tür einkaufen, aber die Zahl ist zu klein, um damit eine Existenz zu sichern. Der stationäre Verkauf lebt weiter – aber in zwei gänzlich anderen Ausprägungen als heute Aus Sicht von Max Zorno hat der Einzelhandel, der nicht mit leicht verderblichen Waren handelt, zwei Möglichkeiten, um zu “überleben”: Erlebniseinkauf oder Kostenführer. Viele Kunden wollen heute mehr, als nur im Geschäft günstig Produkte einzukaufen. Sie wollen etwas erleben. Ein gutes Beispiel dafür ist das Nivea-Haus. Hier kann man sich wie in einer Wellness-Oase verwöhnen lassen mit Nivea-Produkten und wird dadurch animiert, diese Produkte in Zukunft wieder zu kaufen. Weitere Beispiele sind z.B. die Vinothek von BASF oder Elvis Parsley, der rockende Gemüsehändler. Die zweite Möglichkeit besteht darin, Preisführer zu werden und alle “unnötigen” Kosten zu vermeiden. ALDI ist diesbezüglich immer noch die Benchmark. Als ein Beispiel fallen mir spontan Bulk Barn oder die Discount-Bäckereien ein. Beratung wird kostenpflichtig Die Reisebüros machen es vor. Nachdem die Fluggesellschaften keine internen Provisionen mehr bezahlen, müssen die Reisebüros die Buchungsgebühr vom Kunden verlangen. Dieses Prinzip wird sich auf viele Branchen ausdehnen. Ich habe mal von einem Händler für Musikinstrumente gelesen, der Produkte günstiger verkauft, wenn sie ohne Beratung und Service verkauft werden. Die Handelskette wird kürzer: Händler werden zu Herstellern Immer mehr Hersteller verkaufen direkt vom Werk ab. Ein gutes Beispiel ist die Rapp-Brauerei. Umgekehrt kann natürlich auch der Hersteller zum Händler werden. Ein gutes Beispiel ist der Fahrradhändler Brügelmann. Er verkauft mittlerweile hauptsächlich Fahhräder nach Maß unter eigenem Namen. Ein anderes Beispiel sind die Brüder Lunge (Betreiber von Sportgeschäften), die zukünftig selber Laufschuhe herstellen wollen. Hier im Blog haben wir auch über die Parfümerie Albrecht und Kiehl´s-Apotheke berichtet, die vom Händler zum Hersteller wurden. Das Internet wird zum Spezialitätenladen Wenn es immer mehr Preisführer im stationären Handel geben wird, bei denen man die Produkte gleich kaufen kann und der Umtausch auch einfacher ist, werden viele Internetshops Problemen bekommen. Aber gerade hier liegt die Chance der Spezialisierung. Für viele Spezialprodukte lohnt es sich nicht, ein Geschäft zu eröffnen, sondern im Internet zu verkaufen. « Schnelldurchlauf 15   Gastronomie im Autohaus » […]

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  7. Perfumeboxx beabsichtigt zum größten unabhängigen Parfümerie-System in Deutschland zu wachsen und setzt dabei auf vollkommen seriösen und imagegerechten Einzelhandel mit Top Marken- und Designerprodukten. Die Gründer und Franchisepartner halten sich hierbei an die Grundprinzipien der selektiven Distribution.

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