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raumPROBE – Architekten initiieren Dauerausstellung für Materialien

Wie kann man sich als junger, selbständiger Architekt heute noch lukrativ positionieren? Diese Frage stellten sich Hannes Bäuerle und Joachim Stumpp noch während ihres Architekturstudiums. Die Lösung war der Aufbau einer Dauerausstellung für Baumaterialen in Stuttgart, die im Jahr 2005 eröffnet wurde. Ihre Firma haben sie dementsprechend raumPROBE genannt. Mittlerweile kann die Zielgruppe (Architekten, Handwerker, Generalbauunternehmer, Ingenieurbüros, Messebauer, Designer sowie Industrie und Handel) mehr als 600 Materialien besichtigen.

Das Einnahmemodell ist wie folgt: Die Hersteller zahlen für die Aufnahme in die Dauerausstellung eine Gebühr. Die Besucher können gegen eine geringe Mitgliedsgebühr (ab 25 EUR für die Einzelperson pro Jahr) ein ganzes Jahr in dem großen Fundus stöbern. Wenn der Besucher ein geeignetes Material gefunden hat, erhält er kostenfrei die Kontaktdaten des Herstellers. Ein weiterer aber entgeltlicher Service ist das sog. „Materialscouting“. Innerhalb dieses Dienstleistungsangebotes recherchiert raumPROBE nach den geeigneten Materialien mit den gewünschten Anforderungen. Gelesen in Mutmacher-der-Nation.

Die oben beschriebene Idee ist einfach genial. Es gibt einfach keinen Distributor, Großhändler oder Baumarkt, der alle am Markt angebotenen Materialen anbietet. Der Kunde sucht aber individuelle Lösungen, durch die sich der Anbieter (Handwerker, Architekt,…) vom Wettbewerber absetzen kann. Gerade junge Anbieter, die noch bei keinem großen Distributionspartner prominent positioniert sind, ergibt sich durch diese Ausstellung eine einmalige Gelegenheit, sich zu positionieren.

Ich denke, wie haben mit o.g. und den vorherigen Ideen zahlreiche Beispiele aufzeigen können, wie sich auch Architekten einmalig positionieren und damit erfolgreich werden können.

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3 Responses to raumPROBE – Architekten initiieren Dauerausstellung für Materialien

  1. Das ist ja wirklich eine grandiose Idee. Werde mal Kontakt aufnehmen, mit den Organisatoren der Ausstellung in Stuttgart! Danke für den Hinweis! Drückt mir die Daumen, vielleicht werde ich ja jetzt ganz schnell berühmt …

  2. […] Vor einigen Monaten habe ich einer Gründerin, die noch nach dem richtigen Geschäftskonzept für ihre Einzelhandelsidee gesucht hat, o.g. Konzept vorgeschlagen. Die Branche will ich aus Fairnessgründen nicht verraten. In der Messestadt Frankfurt ist es auch meist sehr leicht, im Rahmen einer Akquisetour während der Messe die zahlenden Firmenkunden dafür zu finden. Ich muss mal nachfragen, ob Sie an dem Konzept weiter dran geblieben ist. Angeregt wurde ich übrigens durch die Idee von raumprobe, die mich noch heute fasziniert. […]

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