In Geschäftsidee

Neuer Markt für Werften – Schwimmhäuser

Als im Frankfurter Westhafen Häuser „auf dem Main“ gebaut wurden, war die Nachfrage nach diesen exklusiven Wohnungen sehr groß, obwohl die Preise „astronomisch“ waren. Wohnen am Wasser ist einfach in. Die Gebrüder Friedrich Werft hat diesen Trend erkannt und will jetzt eine „schwimmende Villa“ bauen. Dafür hat sich in Kiel eine Gemeinschaft aus Architekten, Schiffbauern, Ingenieuren und der Friedrichsorter Friedrich-Werft gefunden.

Es gibt insgesamt drei Wohnhaustypen, das Ferienhaus, Bürogebäude und Wohnhaus. Das Wohnhaus ging im November 2005 erstmals vom Stapel. Es wurde als Energiesparhaus mit großzügigen Glasflächen und drei Etagen konzipiert. Das Hauptdeck beherbergt Wohnräume mit Wintergarten, Küche und Bad sowie ein Sonnendeck, das auch als Anleger für eine Yacht genutzt werden kann. Auf dem Oberdeck ist Platz für Schlafräume und eine weitere Terrasse; im Unterdeck (Keller) ist die Haustechnik angesiedelt. Insgesamt stehten 140 qm überdachte Wohnfläche und 120 qm Sonnendeck zur Verfügung. Bei einem Preis von 370.000 EUR verwundert es nicht, dass man das Gebäude als schwimmende Villa vermarktet.

Was fehlt jetzt noch neben kaufwilligen Kunden? Attraktive Liegeplätze für die schwimmenden Häuser. Auf der Webseite steht dazu folgende Info: „Zur Zeit werden in vielen Bundesländern und Städten Liegeplätze für Schwimmhäuser entwickelt. Die Liegeplätze werden sich sowohl innerhalb von Städten, in Yachthäfen als auch in naturnaher Umgebung befinden. Es handelt sich immer um beruhigte Gewässer. Dort werden die Schwimmhäuser fest an einen Steg verankert. Die Versorgung mit Strom und Frischwasser erfolgt über einen Landanschluss, genau wie die Entsorgung des Schmutzwassers. Für Parkplätze oder Carports ist natürlich an Land gesorgt.“

Gelesen bei Ideentower und Kieler Nachrichten.