In Geschäftsidee, Innovation

Neues Geschäftsfeld der Linde AG: Reinigungskette Fred Butler

Wovon träumt eigentlich jedes Unternehmen? Dass es mit dem selbst produzierten Abfall gutes Geld verdienen kann. Der Linde AG scheint genau das zu gelingen. Flüssiges Kohlendioxid ist ein „Abfallprodukt“ aus der Industriegasproduktion, aber gleichzeitig bestens zur Reinigung von Textilien geeignet: Es ist schonender für Kleidung, Umwelt und Gesundheit als das herkömmliche Waschmittel Perchloretylen. Um ein etragreiches Geschäft daraus zu machen, wurde die Reinigungskette „Fred Butler®“ gegründet! Bescheidenes Ziel: 25 % Marktanteil auf dem europäischen Reinigungsmarkt (4 Milliarden EUR Volumen pro Jahr) gewinnen.

In Deutschland gibt es derzeit Pilotfilialen in Frankfurt und Wiesbaden. Im Fokus liegen im ersten Schritt insbesondere größere Firmen, die täglich die Berufskleidung reinigen müssen, wie z.B. Fluggesellschaften, Hotels etc. Zudem sollen in Büros die Kleidungsstücke abgeholt und hingebracht werden. Aber auch der herrkömmliche private Endkunde soll über Annahmestellen und Shop-in-Shop-Konzepte erreicht werden. Um ein schelles Wachstum zu gewährleisten, wird ein Franchisekonzept aufgebaut. Ein Franchiseprofi von Burger King wurde eigens dafür abgeworben. Neben Deutschland soll gleich parallel in Dänemark, Schweden und Niederlande expandiert werden.

Wie passt das Konzept von der Linde AG jetzt in eine Phase, in der Firmensparten wie Kältetechnik und Gabestapler verkauft werden? Die Produktion von Industriegasen gehört zur Kernkompetenz der Linde AG. Und genau in diesem Bereich wächst man mit einem neuen Konzept, um neue Kundengruppen anzusprechen. Damit können die Gewinnmargen gesteigert werden und die Abhängigkeit von einer Kundengruppe sinkt.
Gelesen im Beratungsletter.

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16 Responses to Neues Geschäftsfeld der Linde AG: Reinigungskette Fred Butler

  1. […] Wovon träumt eigentlich jedes Unternehmen? Dass es mit dem selbst produzierten Abfällenl gutes Geld verdienen kann. Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog über die Linde AG berichtet, der das mit dem flüssigen Kohlendioxid, einem “Abfallprodukt” aus der Industriegasproduktion, gelungen ist, indem sie diesen Stoff zur Reinigung von Textilien in der firmeneigenen Textilreinigungskette “Fred Butler” nutzt. Auch Jack Daniel´s hat eine pfiffige Verwertungsidee gefunden. Aus den alten Whisky-Holzfässern wird die Grillkohle “100% Jack Daniel´s Oak Aging Barrels” hergestellt und für 9,95 USD angeboten. Einfach clever! Gefunden im Buenalog […]

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