In Geschäftsidee, Innovation

FTD-Serie IT-Aufsteiger: Erfolgsstory der FritzBox

Die FTD hat im August die Serie „Die Aufsteiger der deutschen IT-Branche“ gestartet. Dazu schreibt die FTD in der Einleitung: „Deutschland, eine IT-Wüste – so lautet das weit verbreitete Vorurteil. Die besten Geschäftsideen der Informationstechnologie scheinen immer noch aus Kaliforniens Silicon Valley zu kommen. Allenfalls ein paar findige Asiaten können da mithalten. Dabei zählt die Tech-Branche mit rund 750.000 Beschäftigten hier zu Lande zu den größten. Zahlreiche aufstrebende Unternehmen drängen mit innovativen Produkten und Diensten auf den Weltmarkt. In dieser Artikelreihe stellt die FTD deutsche IT-Aufsteiger vor.“

Die aktuelle Erfolgsstory handelt von der Firma AVM (kennt fast keiner) und deren bekanntesten Produkte, die FritzCard und FritzBox. Der Durchbrach begann mit der Fritz-Card, einer ISDN-Verbindungskarte für den PC, die heute noch einen Marktanteil von 85 % in Deutschland hat. Auch meine erste ISDN-Modemkarte war eine FritzCard, weil mir dieses Produkt eine Tekki empfohlen hatte. Auch die FritzBox ist in Deutschland mit 38 % Marktanteil ein Verkaufsschlager. Mittlerweile realsiert die Firma AVM einen Jahresumsatz von mehr als 200 Mio. EUR mit weiter stark steigender Tendenz (durch die europäische Expansion) und 480 Mitarbeiter.

Dabei fing im Jahr 1986 (Gründung der Firma) alles sehr bescheiden an. Die vier Studenten Johannes Nill, Peter Faxel, Ulrich Müller-Albring und Jörg-Detlef Geber hatten in den 80igern die Geschäftsidee, Verbindungen zwischen Computern herzustellen, um den Austausch von Daten zu ermöglichen. Um ihre Idee zu finanzieren, akquirierten sie Programmieraufträge aus der Industrie, weil die Finanzierung über eine Bank damals aussichtlos schien. Wer wollte schon 4 Studenten mit langen Haaren und ohne Anzügen Geld anvertrauen. Die erste ISDN-Karte wurde im Jahr 1989 für 4.300 Mark an Unternehmen verkauft. Den Durchbruch schafften die vier Gründer mit einer PC-ISDN-Karte für den privaten Massenmarkt im Jahr 1995. Das WWW war für den Boom verantwortlich. Die Fritz-Karte als Name (einfach, frech und klingt) war damit erfunden.

Es gab auch Krisen während der langen Wachstumsphase. So holten sich die Gründer einen Risikokapitalgeber ins Haus, der das Wachstum finanzieren und bschleunigen sollte. Als die Gründer aber fast entmachtet wurden, weil der Risikokapitalgeber die Anteile an ein großes Industrieunternehmen verkaufen wollte, haben sie gekämpft und die Anteile wieder zurückgekauft. Mehr über die Erfolgsstory lesen Sie hier.

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