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Long Tail – durch das Internet werden Nischen lukrativ

Chris Anderson, Chefredakteur des amerikanischen Magazins „Wired“, hat das Buch „The Long Tail“ geschrieben und dadurch fast Guru-Status erhalten. Das manager-magazin fasst die Aussagen des Autors
kurz und prägnant zusammen. Die Kernaussage lautet: Während man früher eher die Massenmärkte ansteuerte, um erfolgreich zu werden, muss man heute eher die lukrativen Nischen besetzen und kann das durch das Internet auch kostengünstig bewerkstelligen.

So hat z.B. der amerikanische Wissenschaftler Erik Brynjolfsson am Beispiel des Buchmarkts das Long-Tail-Phänomen untersucht. Demnach macht Amazon 40 % seines Umsatzes mit Büchern, die i.d.R. nicht im Regal eines Buchhändlers stehen. Während eine Buchhandlung 40.000 – 100.000 Bücher im Sortiment führt, hat Amazon 2,9 Mio. Bücher in den virtuellen Bücherregalen. Bei den Onlinevideotheken gibt es nach einer Untersuchung von Anderson ähnliche Ergebnisse: Netflix macht mit den Videos, die nicht in den stationären Videotheken angeboten werden, 21 % des Gesamtumsatzes.

Die Herausforderung besteht beim Long Tail darin, dass der Kunde und Produkt zum richtigen Zeitpunkt gematcht werden. Amazon hat dafür sehr viel Geld in die Suchtechnologien investiert. Ebay setzt auf das Gesetz der grossen Zahl. Und Anderson setzt auf Crowdsourcing. Nach seiner Meinung können die Kunden anderen Kunden helfen, das richtige Produkt zu finden. Heute wird im manager-magazin der Long-Tail am Beispiel der Plattenindustrie erläutert.

7 Responses to Long Tail – durch das Internet werden Nischen lukrativ

  1. […] Kombination aus Buchhandlung und Kochkurse macht Schule Buchverlage verpassen eine enorme Marketingchance Einnahme- und Vermarktungsmodelle für Sachbuchautoren Vom Autor zum Verleger – Praxisbeispiel 5 Buchhändler, 5 Blogkonzepte Wird der 8. Band von Harry Potter ein Crowdsourcing-Roman? Long Tail – durch das Internet werden Nischen lukrativ Innovation macht Schule « Cool Products from America’s Coolest Young Entrepreneurs   […]

  2. […] Chris Anderson ist als Herausgeber des angesehenen “Wired”-Magazins und Autor des Buches “The Long Tail” einer der “Popstars” im Web 2.0 Zeitalter. Sein neues Buchprojekt “Free-Economy” sorgt schon im Vorfeld für viel Aufregung und Diskussionsbedarf. Auch viele deutschsprachige Blogger haben ihren Senf dazu gegeben, wie z.B. der Media-Blogger und der Medienkonvergenz-Blogger. Mein Kurzfazit: Man muss sich nicht von der “Free-Hysterie” anstecken lassen (sprich alles zum Nulltarif anzubieten), allerdings sollte man für sich prüfen, ob man auch Elemente der “Free-Economic” für seine Preisstratgie übernimmt. Zahlreiche Beispiele für Angebote “for free” habe ich hier präsentiert. […]

  3. […] basiert? Profitiert Etsy als First Mover und Marktführer überdurchschnittlich vom “Long-Tail-Trend”? Liegt es an der extrem großen Fancommunity? Hat der Gründer genau zum richtigen Zeitpunkt das […]

  4. […] basiert? Profitiert Etsy als First Mover und Marktführer überdurchschnittlich vom “Long-Tail-Trend”? Liegt es an der extrem großen Fancommunity? Hat der Gründer genau zum richtigen Zeitpunkt das […]

  5. […] sondern auch die Trendforscher haben es immer schwerer. Daran ist der unaufhaltsame Trend zum Long Tail Schuld. Andere wie der Zukunftsforscher Joachim Graf von ibusiness nennen diesen Makro-Trend […]

  6. […] Näschen dafür, Zukunftstrends in Form von Buch-Bestsellern treffend zu beschreiben, wie z.B. bei Long Tail oder Free(-Economy). Im letzten Herbst kam seit letzter Bestseller unter dem Titel Makers: The New […]

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