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Outsourcing der öffentlichen Hand – ein Trend nimmt Fahrt auf

Privatunternehmen machen es schon seit langem. Sie verlagern Aufgaben an Dritte, die nicht zu den Kernsegmenten des Unternehmens gehören. In einigen Segmenten wurde die „Outsourcing-Schraube“ sogar schon so überdreht, dass jetzt wieder vermehrt Unternehmen „insourcen“. In einem Sektor ist allerdings das Outsourcing noch nicht so stark verbreitet, nämlich in der kommunalen Verwaltung.

Jetzt betreibt ein Bauunternehmen (Hochtief) erstmals ein Rathaus. Konkret hat Hochtief das neue Rathausgebäude von Gladbeck nicht nur geplant, gebaut und finanziert, sondern ist jetzt auch für 25 Jahre der Betreiber. Laut der Analyse einer Unternehmensberatung hätte der Betrieb des neuen Rathausgebäudes 187.000 EUR gekostet. Durch die Vergabe des Auftrages an Hochtief muss Gladbeck jetzt nur 147.000 EUR pro Monat bezahlen. Und es hat auch alle Risiken, wie z.B. erhöhte Baukosten im Vergleich zur Planung, an Hochtief ausgelagert.

Wie sind die Preisunterschiede zu erklären? Hochtief hat bessere Einkaufskonditionen, nutzt Synergieeffekte und hat niedrigere Personalkosten. Dafür hat Hochtief in vielen Entscheidungen mitzureden. Sowohl Aussenfassade als auch interne Aufteilung des Gebäudes wurde durch Hochtief bestimmt. So können Kosten gespart werden, weil Abteilungen zusammengelegt wurden, die sowieso schon mitarbeiten. Allerdings hat Gladbeck auch die Grenzen klar definiert. Sowohl die IT als auch die Personaleinstellung wird komplett durch die Verwaltung bestimmt.

Gelesen in spiegel-online

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