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Houseparty: Tupperwareparty ohne Verkaufsdruck

Fast jeder kennt das Tupperware-Party-Konzept. Eine Privatperson lädt Freunde und Bekannte zu sich nach Hause ein und verkauft dort in heimischer Atmosphäre ein Produkt. Der Gastgeber wird an den Verkaufserlösen beteiligt und ist somit quasi ein „Hobbyverkäufer“. In der Regel wird er noch von einem professionellen Vertriebspartner der entsprechenden Firma unterstützt, damit auch jede Frage in diesem privaten Umfeld beantwortet werden kann. Wir haben hier im Blog schon häufig über diese Vertriebsform berichtet (siehe Linkliste weiter unten). In Deutschland allderdings hat sich dieser Weg, Produkte zu verkaufen, (noch) nicht durchgesetzt. Viele Menschen fühlen sich einfach nicht wohl dabei, Ihren Freunden oder Bekannten etwas zu verkaufen und dann auch noch im privaten Umfeld.

Jetzt berichtet Springwise von dem Konzept der Houseparty. Innerhalb dieser Houseparty wird wie bei Tupperware-Parties auch immer ein Produkt vorgestellt, allerdings jedesmal etwas anderes. Bei diesen Parties steht nicht der Verkauf im Vordergrund, sondern das Kennenlernen und Ausprobieren der Produkte. Dementsprechend erhält der Gastgeber auch keine Vertriebsprovisionen und es ist auch kein professioneller Verkäufer der entsprechenden Firma mit dabei. Vielmehr erhält der Gastgeber im Vorfeld Produktproben bzw. Gratisprodukte zugeschickt sowie ein Rabattangebot, wenn an dem Abend jemand das Produkt kauft. Weiterhin gibt es Informationen mit Organisationstipps für die Party. Und die einzelnen Gastgeber können in einer virtuellen Community Erfahrungen und Tipps austauschen.

Besonders an dem Konzept ist auch, dass die Parties für ein bestimmtes Produkt alle gleichzeitig stattfinden und zwar einmal im Monat. Mittlerweile sind es damit mehr als 1.000 Houseparties pro Monat. Und welche Produkte können nun hier ausprobiert werden. In diesem Jahr konnte man z.B. eine neue Fernsehserie als Preview sehen, oder Avon-Produkte ausprobieren, oder ein neues Kochbuch kennenlernen oder eine neue Musik CD oder, oder. Hier gibt es einen Überblick. Insgesamt handelt es sich damit um ein „Tryvertising“ bzw. Viralmarketingkonzept erster Güte. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Konzept der Houseparties, das es seit 2004 in den USA gibt, auch hier in Deutschland großen Erfolg haben wird, weil der Verkaufscharakter wie bei Tupperware-Parties weitgehend entfällt.

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