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Qurrent ist Sieger der Picnic Green Challenge und gewinnt 500.000 EUR

Im August haben wir hier im Blog auf die Picnic Green Challenge hingewiesen, schliesslich konnte man bei diesem Wettbewerb für die beste grüne Business Idee 500.000 EUR Siegrpämie erhalten. Jetzt steht das Siegerunternehmen fest. Der britische Milliardär Richard Branson hat am Samstag einem jungen niederländischen Unternehmen am Samstag einen mit 500.000 Euro dotierten Preis für dessen umweltfreundliche Geschäftsidee überreicht. Die Firma Qurrent wurde von einer Jury, der unter anderem Branson und Vertreter von Greenpeace angehörten, unter 400 Einsendungen aus 50 Ländern ausgesucht. Der Preis wurde von der Lotterie der niederländischen Post gestiftet.

Qurrent hat ein Netzwerk entwickelt, um in Siedlungen Strom zu sparen: Eine kleine Box im Sicherungskasten sendet dabei Informationen an einen Zentralrechner, um Spitzen des Strombedarfs auszugleichen. Die Verbraucher bekommen dann billigeren Strom, wenn sie die «Qbox» entscheiden lassen, wann Elektro-Geräte laufen sollen. So kann beispielsweise Wäsche automatisch zum günstigsten Zeitpunkt gewaschen werden. «Meine Philosophie ist: Man sollte keinen Komfort einbüßen», erklärte der Gründer von Qurrent, der 34-jährige Igor Kluin. Es sei jederzeit möglich zu waschen. Aber wenn es zeitlich egal sei, könne man es ja auch möglichst billig. Zusätzlich soll auch die Stromeinspeisung von Solaranlagen und kleinen Windkrafträdern von dem System optimal gesteuert werden. Gefunden bei pr-inside

Das Konzept von Qurrent erinnert mich an das des Least Cost Routers, der vor vielen Jahren helfen sollte, die Telefonkosten deutlich zu senken, indem dieser Router immer automatisch die Vorwahl des günstigsten Telefonanbieters anwählen sollte. Zudem wurde das know how genutzt, das Energieoptimierungsberater für Firmen schon lange kennen: Die Preise der Stromrechnung bemessen sich an der Spitzenauslastungen. Und wenn man eben genau diese Spitzenauslastung glätten kann, kann man viel Geld sparen. Einfach clever.

4 Responses to Qurrent ist Sieger der Picnic Green Challenge und gewinnt 500.000 EUR

  1. Hm, wenn ich das so lese, dann sehe ich nicht, was daran „grün“ sein soll. Ich verbrauche ja mit diesem System genau gleich viel Strom, nur dass ich weniger dafür bezahle. Oder habe ich da etwas übersehen?

  2. Wo sind hier die Stromexperten, die das fachlich korrekt erklären können?

    Gruss

    Burkhard

  3. radek sagt:

    also ich verstehe das so:

    Da der Strombedarf über den Tag hinweg stark schwankt, im Netz aber immer Nachfrage und Angebot ausgeglichen sein müssen, treten in den Bedarfsspitzen entsprechende Preisspritzen auf. Die Energieversorger müssen demnach Kraftwerke hinzunehmen im Laufe des Tages, oder entsprechend abschalten. Unter der Maßgabe das die effizientesten immer am Netz sind, heißt das dann, das bei Bedarfsspitzen auch weniger effiziente hinzugenommen werden.
    Bezieht man dann noch (Selbst)versorger wie PV Anlagen/Wind ein, die z.B. nur bei Tag/Wind Strom erzeugen – uU vielleicht sogar aus einem lokalen System kommt man dann zu weiteren Einsparungen. Je lokaler auch weniger Netzverluste usw.
    alles in allem aber tatsächlich eine komplizierte Materie…
    gruß radek

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