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Wikia Search befindet sich im Beta-Test und soll ab 7.1.2008 öffentlich zuzgänglich sein

Genau vor einem Jahr haben wir hier im Blog darauf hingewiesen, dass der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales einer Suchmaschine auf Basis des wiki-Prinzipies plane und noch im Jahr 2007 online gehen werde. Jetzt scheint es so weit zu sein. Der Wikipedia-Gründer hat am 24.12. in einer e-Mail zum nicht öffentlichen Test von Wikia Search (erster Name war Wikisaria) eingeladen. Ab dem 7. Januar 2008 soll die neue Suchmaschine dann öffentlich zugänglich sein.

Der CIO-Blogger Wolfgang Müller schreibt bei sich im Blog folgendes zu dem geplanten Projekt: „Der Google-Konkurrent zeichnet sich vor allem durch transparente Algorithmen aus, die unter einer Open-Source-Lizenz stehen. Jeder Interessierte darf mitarbeiten, die Bewertungen der Nutzer sollen Relevanz und Genauigkeit der Suchergebnisse laufend verbessern. Der Schutz der Privatsphäre steht im Mittelpunkt. „Sie muss geschützt, identifizierende Daten dürfen nicht gespeichert oder übermittelt werden“, betont Wales.“

In meinem Posting vor einem Jahr habe ich u.a. folgendes geschrieben: „Jimmy Wales hält zwar Google für eine gute und brauchbare Suchmaschine, erläutert aber auch: “Google is very good at many types of search, but in many instances it produces nothing but spam and useless crap. Spammers and commercial ventures are also learning how to manipulate Google’s computer-based search.‹ Jimmy Wales gibt zu, dass auch Wiki´s manipulierbar seien. Jedoch würden solche Manipulationen transparent gemacht und es gäbe durch viele aktive Wiki-Nutzer ein fuktionierendes Regulativ“.

Jimmy Wales greift also Google genau dort an, wo es häufig kritisiert wird, dass es nämlich nicht offenlegt, wie die Suchergebnisse zustande kommen. Das muss Google auch nicht, schliesslich hat Coca Cola sein Rezept auch nie veröffentlicht und hütet es wie ein Staatsgeheimnis. Allerdings leben wir in einen offen, transparenten Webwelt und da herrschen andere Gesetze. Jetzt wird es aus meiner Sicht das erste Mal richtig spannend. Denn Jimmy Wales will sehr wohl auch mit dem Projekt durch Werbeeinblendungen Geld verdienen und kann somit auch ab sofort Geld und damit Power in das Projekt stecken. Er sollte nur darauf achten, seine Open-Source-Mitentwickler auch am Erfolg zu beteiligen, wenn er sich einstellt.

Könnt Ihr Euch noch erinnern? Google fing auch einmal ganz klein an und verbreiterte sich über Mundpropaganda rasenschnell. Es galt in den Anfangszeiten als schick, via Google und nicht mehr via Yahoo zu suchen. Mal schau´n, ob sich ein ähnlicher Effekt bald auch bei Wikia Search einstellt. Fast jeder gönnt wohl Jimmy Wales auch diesen Erfolg, da er durch Wikipedia schon viel für die Webwelt getan hat, ohne davon finanziell zu profitieren. Ich brauche kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass Wikia Search ein beherrschendes Blogthema im Jahr 2008 sein wird.

4 Responses to Wikia Search befindet sich im Beta-Test und soll ab 7.1.2008 öffentlich zuzgänglich sein

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