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Flachbildschirm im Grabstein: Unsinn oder Zukunftsmusik?

Immer mal wieder berichte ich hier über kuriose Geschäftsideen. Nicht alle diese Ideen sind finanziell ein Flop, allerdings die meisten. Noch bin ich mir unschlüssig, zu welcher Kategorie die Idee gehört, die ich jetzt in Welt-Online gelesen habe: Grabsteine, in die ein Flachbildschirm eingelassen wird.

Auf die Idee ist der holländische Ingenieur Henk Rozemer (65) vor mehr als sechs Jahren gekommen, als er zum Geburtstag eine Diashow über sein Leben zeigte und seine Söhne die Bilder auf einer CD gebrannt bekommen wollten. Bisher konnten allerdings erst zwei Kunden für diese Idee gewonnen werden. Dies liegt vielleicht noch an den hohen Kosten (ca. 5.000 EUR) und der noch nicht ausgereiften Technik hinsichtlich Akkuleistung und Haltbarkeit der Flachbildschirme bei allen Wetterbedingungen.

Auch ein Vertriebspartner für Deutschland ist schon gefunden worden. Der hat allerdings noch damit zu kämpfen, dass viele Friedhofsordnungen einen Grabstein mit Bildern oder Lärmbelästigung verbieten. Es ist also nicht nur bei den Kunden viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Ich vermute mal, dass wir in 30 Jahren die Anfangsschwierigkeiten belächeln und Flachbildschirme auf Friedhören zum normalen Erscheinungsbild gehören. Ach ja, wann gibt es eigentlich das erste Social Network für Verstorbene? Na ja, es gibt ja schon zahlreiche Social Networks für die Familienstammbäume.

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16 Responses to Flachbildschirm im Grabstein: Unsinn oder Zukunftsmusik?

  1. […] Grabsteinefernsehen: Sachen gibt’s! Auch in Tod und Trauer muss man ab sofort in Deutschland nicht mehr auf Flachbildschirme verzichten. Ein Tüftler (so nennt man Erfinder und Ingenieure ja gerne, die eine bescheuerte Idee umgesetzt haben) aus Holland bietet nämlich Flachbildschirme für Grabsteine an. Die ganze Story gibt es hier bei Welt-Online, weitere wirre und gar nicht so wirre Geschichten aus der Welt der Geschäftsideen im Best-Practice-Business-Blog. […]

  2. Malte sagt:

    Für verstorbene Haustiere gibt es schon lange virtuelle Friedhöfe. Das ist ja soetwas ähnliches wie ein Social Network 😉

    Ich persönlich halte die Idee für noch nicht umsetzbar, da niemand ständig Techniker auf dem Friedhof sehen will, die diesen oder jenen Grabstein öffnen um das Display auszutauschen oder die Batterien zu wechseln.

    Außerdem wären solche Steine sicher einfache Beute für TFT-Diebe.

  3. […] “Dinge die die Welt nicht braucht?” oder “so sehen Friedhöfe der Zukunft aus”? Diese Frage stellt sich auch Burkhard Schneider angesichts dieser Erfindung: Bildschirme in Grabsteinen. […]

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