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Parts of Sweden als Anlaufstelle für IKEA-Fans

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In den letzten Tagen habe ich über mehrere Firmen berichtet, die ihre Kunden auf eigens dafür gestarteten Plattformen eng einbinden wollen, um z.B. neue Anregungen für die zukünftige Produktpalette zu bekommen. Während die einen also ihren Kunden zuhören und ihnen eine „Fanplattform“ zur Verfügung stellen, sind die anderen noch nicht ganz so weit. Die Story vom deutschen Blog ikeahacker ist ja durch die ganz Blogsphäre gegangen. Henning Krieg hat die Ereignisse hier und hier gut zusammengefasst und liefert gleich juristische Backgroundinfos dazu. Interessant finde ich, dass das englischsprachige Original noch online ist (und hoffentlich auch noch lange bleibt).

Was zeigt das Beispiel von Ikehacker. Fans suchen eine Plattform, auf der sie andere Fans des Produktherstellers finden und gemeinsam Ideen austauschen. Wer das nicht erkennt und für sich nutzt, der wird feststellen, dass andere findige Unternehmer diese Chance nutzen. Ein gutes Beispiel ist das Angebot von „Parts of Sweden“. Unter diesem sinnigen Namen ist seit kurzem ein Internet-Marktplatz online gegangen, der einzigartige Zubehöre und Lösungen vertreibt, die für das IKEA-Sortiment zugeschnitten wurden. Die Seite steht von Beginn an in den Sprachen Schwedisch, Englisch und Deutsch zur Verfügung. Es werden wohl noch viele Sprachen dazu kommen, weil die Vision der Gründer besteht darin, überall dort präsent zu sein, wo sich IKEA befindet.

Laut Patrik Almö, dem geschäftsführenden Gesellschafter von Parts of Sweden, hätten die IKEA-Kunden durch seine Plattform nicht nur die Möglichkeit, die erworbenen Stücke „aufzupeppen“, sondern diesen auch eine persönliche Prägung verleihen zu können. Sie könnten mit den dort angebotenen Lösungen die Lebensdauer ihrer IKEA-Möbel erhöhen und in bestimmten Fällen auch die Funktionalität verbessern. Zum Beispiel lässt sich das ganz gewöhnliche Billy-Bücherregal mit verschiedenen pfiffigen Einsätzen zum CD-Bord oder DVD-Gestell umwandeln, es kann aber auch als Schuhablage im Flur dienen. Um dem Firmennamen gerecht zu werden, werden die Produkte durchgehend in Zusammenarbeit mit renommierten schwedischen Schreinereien und Möbelherstellern entwickelt. Doch nicht nur in diesem Punkt unterscheidet sich die Malmöer Firma von dem bereits bestehenden „IKEA-Pimper“ Bemz:

Die Firma Parts of Sweden versteht sich nicht nur als Handelsplatz, sondern auch als Internetgemeinschaft. IKEA-Kunden sollen sich gegenseitig auf Veränderungen und Anpassungen ihrer Heimeinrichtung aufmerksam machen, die durch Produkte von Parts of Sweden oder auch durch eigene Verbesserungen erfolgten. „Wir erstreben einen lebendigen Dialog mit unseren Abnehmern und wollen, dass die Kunden aktiv an unserer Produktentwicklung teilnehmen. Es gibt unzählige begabte IKEAEnthusiasten, die sicher gern mit neuen Ideen beitragen. Gute Vorschläge werden von uns belohnt“, meint Patrik Almö. Damit handelt es sich um das „IKEAHACKER-Modell“, nur mit professionellen Touch. Mal schau´n, was IKEA zu diesem Angebot sagt 🙂 Ich habe eine ensprechende Anfrage an die Pressesteller IKEA Deutschland geschickt und bin auf die Antwort gespannt.

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14 Responses to Parts of Sweden als Anlaufstelle für IKEA-Fans

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  4. […] Ich habe mir die Zeit genommen und mir alle ausgezeichneten Ideen näher angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich zahlreiche Künstler von bestehenden Ideen haben inspirieren lassen. Die Idee von ADDACT, Fans (auch via Crowdfunding) bestimmen zu lassen, wo und wann Konzerte ihrer Lieblingsbands stattfinden, erinnert mich sehr an die Idee von TicketoMeter, über die ich vor zwei Jahren hier im Blog berichtet habe. Und die Idee von von Original Unverpackt erinnert mich sehr stark an die Idee von Bulk Barn, über die ich erstmals 2006 hier im Blog berichtet habe. Und New Swedish Design erinnert mich stark an Parts of Sweden. […]

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