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Bilderpool: Vermittlungsplattform für Kunst zum mieten

Es war noch nie leicht, als junger Künstler genug Geld zu verdienen, um von seiner Arbeit zu leben. Häufig ist es auch sehr stressig. Es gibt ein paar Vernissagen pro Jahr, auf denen es sich häufig entscheidet, ob man genug Kunstwerke pro Jahr verkauft, um seine Brötchen zu verdienen. Wie schön wäre es doch auch als Künstler, regelmäßige Einnahmen zu erzielen. Wie das geht? Man vermietet einfach seine Kunstwerke. Denn zu Mietpreisen ist auch für viele Privatpersonen Kunst wieder erschwinglich und man kann auch öfters mit neuen Bildern für Abwechslung im Haus sorgen.

Wie kommt jetzt allerdings ein Künstler an genug Mieter? Dafür gibt es z.B. www.bilderpool.org. Diese Webseite fungiert als Vermittlungsplattform für zeitgenössische Kunden zwischen Künstlern und Mietern: „Die Idee, die hinter bilderpool.org steckt ist, allen Beteiligten (also den Künstlern und den Kunstliebhabern) die Informationen und Unterlagen an die Hand zu geben, die zur Abwicklung von Kunstvermietung notwendig sind: Verträge, Formulare, ein Preismodell und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Wenn Künstler und Kunstliebhaber all diese Dinge direkt miteinander abklären können, wird Kunstvermietung zu sehr günstigen Preisen möglich.“

Mittlerweile vermittelt Bilderpool mehr als 100 Künstler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die Mietpreise sind mehr als erschwinglich. So kann eine Privatperson ein Bild im Wert von 50.000 EUR schon für 2.500 EUR pro Jahr mieten, was einem Monatspreis von 208 EUR entspricht. Für Unternehmen liegt der Mietpreis doppelt so hoch. Sie haben aber auch einen steuerlichen Vorteil, wie auf der Webseite verraten wird: „Während der Anschaffungswert von Kunstwerken normalerweise nicht als gewinnmindernde Ausgabe anerkannt wird, ist Kunstmiete, also das Mieten von zeitgenössischer Kunst, als Betriebskosten steuerlich absetzbar. Für Privatleute ist Kunstmiete eine willkommene Alternative – zumal die Preise für Privatkunden überraschend günstig sind.“. Gefunden bei ideentower

Allerdings muß bei der Miete von Objekten einiges bedacht werden. So muss der Mieter z.B. die Transport- und Versicherungskosten für das Mietobjekt übernehmen. Weiterhin muss er das Kunstobjekt gegen adäquaten Ersatz für Vernissagen wieder rausrücken und dem Künstler mit interessierten Kunden den Zutritt zum Kunstwerk erlauben. Und an Wertsteigerungen wird der Mieter auch nicht beteiligt, dafür gibt es aber auch keine Wertverluste. Die Tücke liegt somit auch hier im Detail, weshalb das Angebot nicht für jeden geeignet ist. Auch Galerien und Künstler haben dieses Geschäftsmodell längst für sich entdeckt. Ich vermisse allerdings innovative Ansätze. Wie wäre es z.B. mit einer Galerieflatrate. Dann könnte man z.B. monatlich abwechselnd neue Kunstwerke im Abo liefern lassen und austauschen. Wenn man viele potente Kunden bei sich im Unternehmen hat, kann man sicherlich sehr günstige Mietraten aushandeln.

Ich gebe zu, dass die Idee der Bildervermietung nicht neu ist und es auch schon zahlreiche Anbieter gibt. Aber aus meiner Sicht sind immer noch zu wenige Künstler und Galerien innovativ genug, um verschiedene Preisstrategien zu verwenden. Deshalb sei dieser Bericht auch als Reminder gedacht. Folgende Webseiten, die Kunst zum vermieten anbieten, habe ich noch gefunden:

7 Responses to Bilderpool: Vermittlungsplattform für Kunst zum mieten

  1. Kerstin sagt:

    Interessant ist hier auch die Seite: http://www.arternity.com auf der man ein modernes hochkarätiges Portfolio an Fotokunstwerken und Grafik Art Editionen bis hin zu Unikaten mieten und leasen kann.

  2. MM sagt:

    Hier können Sie ein Bild mieten: http://www.mirellamueller.de

  3. Felix sagt:

    Bei http://www.electric-artcube.com kann man jedes Kunstwerk ganz einfach direkt online mieten. Die Auswahl ist recht groß. Das Kunstwerk wurde mir versandkostenfrei ins Büro geliefert und ist sogar über die gesamte Mietzeit über Artcube versichert.

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