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Immer mehr Bauern entdecken zusätzliche Einnahmemöglichkeiten

Viele Bauern haben es derzeit nicht leicht. Die Kosten steigen unaufhaltsam, ohne dass diese adäquat an die Kunden weitergegeben werden können. Deshalb sind immer mehr Bauern auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Dabei sind sie manchmal sehr kreativ. So haben wir z.B. schon hier im Blog und im Portal vom Kuhleasing berichtet, das sich wachsender Beliebtheit bei Bauern und Kunden erfreut. Jetzt lese ich im Schweizer Tagesanzeiger von einem fast identischen Angebot, das auf der Webseite www.kuehe-mieten.ch angepriesen wird. Das Saisonangebot sieht wie folgt aus:

  • Mietpreis eine Kuh für eine Alpsaison (Anfang Juni – Ende August): CHF 390.–
  • Besuch der Kuh und Weide mit Begleitung durch den Senn
  • Eine Übernachtung in der Alphütte in Betten oder auf Matratzenlagen mit einfachem Bauernfrühstück für die ganze Familie (weitere Übernachtungen CHF 19.– / Pers. inkl. Frühstück)
  • Mithilfe beim Melken der gemieteten Kuh
  • Bootsfahrt auf dem Seealpsee
  • Besuch der Käserei
  • 3 – 10 Laib Käse (à 4 – 5 kg / Laib) zum Spezialpreis von CHF 17.– / kg (Käse kann bis Ende des laufenden Jahres weitergelagert werden)
  • Erinnerungsfoto der gemieteten Kuh

Interessant finde ich, dass im o.g. Zeitungsartikel einige HardFacts genannt werden. So hat der Vermieter der Kühe, der Alpbauer Breitenmoser, dieses Jahre alle 25 Kühe erfolgreich vermietet. Dadurch konnte er ein Zusatzverdienst von 20.000 CHF erzielen. Da er aus eigener Kraft wegen der begrenzten Fläche nicht wachsen kann, vermietet Breitenmoser auch die Kühe eines befreundeten Bauerns und teilt sich die Einnahmen mit ihm. Trotzdem müssen sich Interessenten jetzt schon beeilen, um noch eine Kuh für das nächste Jahr mieten zu können. Das Anmieten geht ganz einfach, nämlich direkt über die Webseite. Und damit man die „Kuh nicht im Sack kauft“, kann man sich vorher alle Fotos der Kühe im Web anschauen. Als der Bauer Breitenmoser noch keinen Webauftritt hatte, klemmte er einfach Wurfzettel und die Windschutzscheibe der Autos von Touristen.

Schade finde ich, dass die Alpbauern Breitenmoser das Konzept fast 1:1 von den Anbietern des Kuhleasings kopiert haben. Etwas mehr Kreativität hätte ich mir beim Abkupfern der Idee schon gewünscht. Deshalb gilt meine Sympathie den Anbietern des Kuhleasings, die bereits mehr als 100 Kühe auf neun Alpenhöfen vermieten. Etwas verwundert bin ich allerdings, dass deutsche Landwirte diese zusätzliche Einnahmequelle noch nicht für sich entdeckt haben oder ich einfach noch nicht davon erfahren habe. Ansonsten sind wir doch das „Copy-Paste-Land“. Und gerade bei uns erfreut sich Ferien auf dem Bauernhof großer Beliebtheit. Der Weg zum Vermieten von Kühen ist damit nur noch ein kleiner Schritt.

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11 Responses to Immer mehr Bauern entdecken zusätzliche Einnahmemöglichkeiten

  1. Hallo ich bin´s schon wieder. Habe noch eine Anmerkung zu dem „dazu verdienen“ auf dem Bauernhof. Kuh-Yoga ist in der Blogosphäre der am meisten nachgefragte Post, von den mehr kunstabseitigen Themen. Vermutlich gibt es in der Schweiz schon ein dichtes Kühe-Wellness-Wesen von denen wir Nicht-Alpenländler nichts wissen. Liebe Grüsse

  2. […] anbieternde es schade, daß NGI seine Flatrate eingestellt > hat.Allerdings > ist es ein schlechtes Marketing, seine Kunden darüber nicht zu > informieren. Ich habe für meinen Teil die letzte Lastschrift > retourniert (ist 6 Wochen lang möglich) und per Email zweimal zur > Mahnung mit Fristsetzung zur Lieferung gemahnt. Nun schaun mer mal > was > passiert. Na ja, die Infopolitik war Sch… . Aber schade isses trotzdem. Ich war eigentlich immer zufrieden mit NGI. Aber was solls. Fazit ist: entweder Kunde bei Telekommerz, AOL, Acor und Co werden (die können die Verlustbringenden Flatrateaccounts anderweitig gegenfinanzieren) oder auf ein seriös kalkuliertes Angebot ausweichen (dürfte nicht unter 200.- zu bekommen sein). Da Acor in meinem Gebiet nicht verfügbar ist, hab ich micj zu letzterem entschlossen. Bleibt nur noch die Hoffnung, das die Telekom sich doch noch mal auf Pauschalpreise für ISP einlässt. Cisco […]

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