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Morsekette: Dieser Schmuck kann sprechen

Alexander Leps war auf der Suche nach einem Geschenk mit ganz persönlicher Botschaft. Und schon war die Morsekette erfunden. Durch die Anreihung von langen und kurzen Perlen hat er mit Hilfe des Morsealphabets eine ganz persönliche Botschaft in die Kette „eingewoben“. Warum sollte diese Idee nicht Basis für ein eigenes Geschäft sein? Und schon war die Geschäftsidee geboren. Dabei kam ihm zur Hilfe, dass er als Mitarbeiter in einer Werbeagentur mit wenig Aufwand eine entsprechende Webseite erstellen konnte. Und der Vater, der in einer Töpferei gearbeitet hat, hilft mit seinem handwerklichen Geschick, die Kette zu produzieren. Somit war kein Fremdkapital nötig, um mit dieser Idee durchstarten zu können.

Mit Hilfe eine Webkonfigurators kann der Kunde seine individuelle Kette erstellen lassen. Dabei gibt er seinen Wunschtext ein, der automatisch via Morsealphabet übersetzt wird. Dann kann man noch die Farbe der Keramikperlen auswählen und schon ist die mass customized Halskette fertig. Und die Kosten, die sich an der Anzahl der Perlen bemessen, sind auch überschaubar. Eine Kette von ca 46 cm Länge (Mittelmaß) kostet ca. 20,- EUR. Die bisher längste Kette (85 cm), die im Kundenauftrag erstellt wurde, kostete ca. 35,- EUR.

Jetzt hofft Alexander, dass seine Idee durch Weiterempfehlung und Onlinemarketing langsam bekannt wird. In den nächsten Wochen und Monaten sollen die Funktionen des Webkonfigurators noch erweitert werden. Ich persönlich finde die Idee klasse. Und gerade die Preise, die sonst bei mass customized Angeboten meist überdurchschnittlich hoch sind, sind mehr als bezahlbar. Vielleicht findet Alexander ja einen prominenten Beschenkten, mit dem man gemeinsam eine schicke PR Story generieren kann. Neben Viralmarketing scheint jetzt besonders die PR-Arbeit sehr wichtig zu sein. Deshalb hat Alexander via Google recherchiert, wer über Geschäftsideen schreibt und die entsprechenden Redakteure direkt angemailt. So bin auch ich auf die Idee aufmerksam geworden.

9 Responses to Morsekette: Dieser Schmuck kann sprechen

  1. Ich als ehemaliger Tastfunker frage mich zunächst, ob man linksrum oder rechtsherum liest. Schaun wir mal auf den schönen Hals des Models: Links oben der erste komplette Buchstabe ist da-da, also vorwärts wie rückwärts ein „m“. Rechts oben im Nacken ist noch gerade ein einzelnes did zu erkennen, also ein „e“. Von links nach rechts lesen wir im sichtbaren Bereich „mecksbringe“. Von rechts nach links heißt es „ewairvskäem“. „mecksbringe“ klingt etwas mehr nach geschriebener Sprache, es bleibt dennoch ein Rätsel.
    Alexander, hilf!

  2. Alexander sagt:

    Hallo Karl-Heinz!

    Beim Entschlüsseln hilft dir eine kleine Startperle am Verschluss der Kette. Natürlich sind auf dem Foto nicht alle Perlen sichtbar.. aber von links nach rechts war doch schonmal nicht schlecht!

    Viele Grüße!
    Alexander Leps

  3. Alexander sagt:

    Nachtrag:

    Karl-Heinz hat übrigens Recht.. da ist uns bei der Herstellung unseres Ansichtexemplares wohl ein Fehler unterlaufen: statt dit-dit-dah für „m“ müsste es dit-dit-dah-dah für „u“ sein. Dann macht es auch Sinn.

    Bei der Herstellung für Kunden kontrollieren wir unsere Ketten aber mehrmals, damit solche Fehler nicht passieren.

  4. Hallo Alexander,

    auf die Gefahr hin, dass es für alle, die nie eine Morsetaste zwischen Daumen und Zeigefinger hatten, jetzt kryptisch wird: Der links oben noch sichtbare erste Buchstabe ist offenbar kein dah-dah „m“, sondern ein did-did-dah „u“, und damit „Gluecksbringer“? did-did-dah-dah wäre zwar ein Umlaut „ü“, dann hieße es aber „Glüecksbringer“.

    Sehr schöne Idee mit der Kette! Nur befürchte ich, dass das Wissen über das Morsealphabet langsam ausstirbt. Die letzten öffentlichen Anwendungen waren –.- .- — „qam“ als Kurzzeichen für den Wetterbericht am Ende der Tagesschau (zeitgleich mit Dagmar Berghoff verschwunden), das …. . ..- – . „heute“ im Jingle der „heute“-Sendung (beim letzten Relaunch verschwunden) und das „connecting people“ (gemorster Klingelton eines verbreiteten Nokia-Mobiltelefons.

  5. […] Morseketten.de setzt zwar auf dasselbe Prinzip, ist jedoch erfrischend anders. Hier wird User-Generated-Schmuck angeboten: Im Rahmen des Customizing-Prozesses wird eine Nachricht in Morsecode verwandelt, der später das Design eines Armbands oder einer Kette bestimmt. […]

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