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Amerikaner machen auch aus der Nachbarschaftshilfe ein Geschäft

Vor einem halben Jahr habe ich hier im Blog über „Berlin for Beginners“ berichtet. Konkret bietet Thomas Knuth Berliner Neubürgern Seminare (30 EUR für 3 Stunden), Stadtführungen und ein Buch (14,95 EUR) zur ersten Orientierung in der neuen Stadt an. Die Zielgruppe ist mit 120.000 Neuankömmlingen pro Jahr mehr als groß genug, um mit dieser Geschäftsidee genug Geld zu verdienen, um davon zu leben. Mehr aber auch nicht. Da sind die Amerikaner schon einen Schritt weiter.

Hier gibt es das Franchisesystem „Housewarmers USA“. Die Franchisenehmer, die über das ganze Land verteilt sind, besuchen die neu Hinzugezogenen in ihrer Umgebung und schenken ihnen einen Begrüßungskorb. Darin sind Produktproben von Anbietern vor Ort enthalten, aber auch wichitge Informationen, Stadtpläne und Gutscheinhefte. Damit sollen die Neubürger schnell die nötige Orientierung erhalten. Kleine Geschenke erhalten dabei die Freundschaft.

Geld wird damit verdient, dass alle Anbieter, die im Geschenkkorb präsent sind, eine Gebühr bezahlen müssen. Dazu gehören neben den überregionalen Anbietern, die von der Franchisezentrale akquiriert werden, auch die Anbieter vor Ort. Diese akquiriert der jeweilige regionale Franchiseanbieter. Diese Kombination aus überregionalen und regionalen Angeboten kombiniert mit Wissenswertem ist das Erfolgsgeheimins von „Housewarmers USA“. Die Idee klingt zwar typisch amerikanisch, kann aber in abgewandelter Form auch hier in Deutschland sehr erfolgreich sein.

4 Responses to Amerikaner machen auch aus der Nachbarschaftshilfe ein Geschäft

  1. Balu sagt:

    Die Frage, die bleibt ist: Woher bekommt man die Adressen der neu hinzugezogenen?

  2. Kooperationsmarketing tut hier Wunder und zwar mit allen Zielgruppeninhabern wie z.B. Speditionen, Wohungsbaugesellschaften, Makler, Arbeitgeber, Post, Telekom, Energieversorger…..

    Und vielleicht kann man auch die Verantwortlichen für das Stadtmarketing begeistern, eine gemeinsame Aktion zu starten.

    Und dann gibt es noch Gewerbetreibende, die sich neu in der Stadt anmelden. Diese Adressen kann man kaufen.

    Und vielleicht gibt es ja auch Adressverkäufer, die auch Kontaktdaten von Privatpersonen verkaufen, die gerade umgezogen sind.

    Genug Ansatzpunkte gibt es auf jeden Fall.

  3. So etwas ähnliches gibt es auch bei uns für Eltern mit Neugebohrenen. Ich glaube, das Unternehmen heißt Felicitas.

    Hier kommt, einige Wochen nach der Geburt, eine Felicitas-Betreuerin, und bringt einen großen Korb mit allen möglichen, nützlichen und unnützlichen Dingen für Babys und Eltern.

  4. Hallo Herr Perl-Michel,

    Probepakete gibt es einige. Mehr Infos zum Felicitas-Koffer gibt es unter:
    http://www.felicitas-direkt.de/data/Koffer/index.htm

    Von DHL gibt es auch solche Probepakete (nicht speziell für Neugeborene). Den Link finde ich gerade nicht.

    Interessant beim amerikanischen Angebot finde ich den Mix aus persönlichem Besuch, nützlichen Info, Proben und Gutschein- bzw. Rabattheftchen. Das Konzept hat mich bisher am meisten überzeugt.

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